Tag Archives: Grundschule

Tipp des Tages: Namensetiketten

7 Aug

Dass ich in meiner Ausbildungsschule viel gelernt habe, sieht man an meiner heutigen Tätigkeit: Namensschilder machen! 
…und zwar diesmal nicht aufwändig handschriftlich, sondern ganz einfach am PC. 
Warum?
1. weil es wesentlich schneller geht
2. weil es sauberer ist 
3. weil es was hermacht 😉

In meiner Ausbildungsschule hat das die Sekretärin übernommen. Die Lehrer mussten nur sagen, wie viele Sätze sie von den Namen benötigen. Da ich davon ausgehe, dass es so einen tollen Service in meiner neuen Schule nicht gibt, übernehme ich diese Aufgabe einfach selbst! 🙂 

Man braucht dazu: 
– Namen der Schüler 
– bedruckbare Etiketten
– Drucker
– Word 

Meine Etiketten sind von „Pripa“, bestellt bei Amazon. Es gibt viele unterschiedliche Größen, aber ich habe mich für DIESE hier entschieden. 

Ablauf: 
– Neues Dokument öffnen
– oben auf SENDUNGEN klicken
– dann links auf ETIKETTEN
– es öffnet sich ein Fenster – dort auf OPTIONEN
– bei Etikettenhersteller „ANDERE“ auswählen
– auf NEUES ETIKETT drücken
– dort dann die Etiketten-Daten eingeben (Höhe, Breite, Anzahl – siehe Verpackung)
bestätigen
– im „Umschläge und Etiketten“-Fenster (ohne bei Adresse etwas einzugeben) auf NEUES DOKUMENT
Tipp: Wenn ihr einen Bogen haben wollt, der NUR mit eurem Namen (Adresse, was auch immer) bedruckt ist, könnt ihr das bei Adresse angeben – dann steht das automatisch auf allen Etiketten. Wollt ihr einzelne Namen eingeben lasst es weg – sonst müsst ihr’s dann eh wieder rauslöschen 😉 

Dann müsste sich die Tabelle (mit gestrichelten Linien) öffnen und ihr könnt die Namen (oder was auch immer) eintragen. 

WICHTIG: Beim Drucken dann nicht vergessen, auch das Etikettenpapier einzulegen 😉 

Liebe Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren wünscht: 
Frau A. (die jetzt auch eigene Namenskleberchen hat!)

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Schulgarten…

17 Jun

Wer A sagt, muss auch B sagen.
Oder:
Wer Werken unterrichtet, muss auch Schulgarten machen.

Gerade für mich Pflanzenblindfisch (zur Erinnerung: ich habe RASEN in meine Balkonkästen gepflanzt) wird das eine große Herausforderung werden.

Also was tut man?
Natürlich in der aktuellen Schule den Schulgartenunterricht verfolgen. Heute waren die zweiten Klassen dran. Unkraut zupfen in der prallen Sonne.

Was habe ich gelernt?
– Schulgartensachen anziehen
– Werkzeuge besprechen
– Arbeit demonstrieren
– Arbeiten lassen
– Aufräumen
– zur Belohnung Radieschen frisch aus dem Beet holen & die Kinder essen lassen

Klingt simpel, oder?!

Den Stundenaufbau finde ich nicht sonderlich schwierig – mir macht eher mein mangelndes Fachwissen Sorgen.

Woher weiß ich, wann ich was pflanzen (lassen) muss?
Wann muss ich was ernten?
Wie werden die Pflanzen gepflegt?
Und und und.

Deshalb brauche ich jetzt eure Hilfe:
Kennt ihr gute Schulgarten-Bücher, mit denen Anfänger wie ich was anfangen können? Es muss zur Arbeit im Schulgarten passen, also welche Pflanzen eignen sich etc.

Bei Amazon gibt es „Schulgarten planen und anlegen […]“ – das klingt interessant, hat super Bewertungen – aber gibt’s nirgendwo mehr 😦

Kennt ihr gute Alternativen?!

Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: Motiviert wie ich nach der Schulgartenstunde war habe ich von 17:30 bis 19:30 im Garten von Schatzis Oma Unkraut gezupft (bzw ausgehebelt) und Beete gelockert. Hat Spaß gemacht (vor allem mit kurzer Hose & Bikini bei Sonnenschein) – und die Schwielen und Blasen an den Händen werde ich auch überleben 😉

Pps.:
[Hintergrundwissen: für Schulgarten und Werken ist je eine Wochenstunde eingeplant. Da das keinen Sinn macht, werden die Fächer meist epochal unterrichtet, d.h. Schulgarten mit 2h im Frühling und Herbst, Werken in Sommer und Winter – grob gesagt]

Eine Woche Chef

14 Apr

So, meine erste Woche als „Klassenleiterin“ ist um und ich muss sagen: es hat Spaß gemacht! Die Kinder haben gut mitgearbeitet, die Ergebnisse waren ansprechend, alles i.O. 

Was schade ist, ist dass ich’s gar nicht so richtig „genießen“ konnte, weil ich spätestens seit Donnerstag eigentlich hätte schweigen müssen. Nach dem Dampfbad am Mittwoch Abend sollte es eigentlich besser werden…aber 30min später hatte ich den Teufel erst geweckt. Man konnte förmlich mitkriegen, wie die Halsschmerzen aufzogen und die Stimme sich verabschiedete…immerhin tat dann die Lunge nicht mehr so weh – aber ein gutes Tauschgeschäft war das nicht. 

Nun ja. Also Donnerstag früh in die Schule, Kinder begrüßt – die haben natürlich große Augen gemacht wegen meine tiefen, kratzigen Stimme. Bis zu einem gewissen Maße trug mein Stimmvolumen dazu bei, dass die Kinder etwas ruhiger waren als sonst… Wobei das auch nur funktioniert, wenn man im Klassenraum ist. 
Da den Kindern aber eine Stunde Sport zustand, bin ich mit ihnen nach unten in die Sporthalle. [Randnotiz: Das Fach Sport darf man nur unterrichten, wenn man darin ausgebildet wurde und die entsprechenden Kompetenzen hat. Da ich das NICHT habe, habe ich „Sportspiele“ gemacht, also vor allem Sachen mit Bällen – prellen, werfen, fangen – also gefahrenarme Spiele]. Schwierig wird es dann aber, wenn man die Klasse in 2 Gruppen teilt, die jeweils am anderen Ende der Halle stehen – und sie einen aber nicht richtig hören können, weil die Stimme nicht ausreicht. 
An diesem Punkt hab ich mir kurz gedacht „Was machst du hier eigentlich?! Sportunterricht ohne Stimme…“, aber ich hab den wuseligen Haufen zur Ruhe bekommen (ein Hoch auf das Tamburin) und dann hatten sie mächtig Spaß beim „spielen“ 🙂 

Fazit: mit wenig Stimme unterrichten geht prinzipiell – aber man verliert als Lehrer sein wichtigstes Instrument. Der Unterricht lebt ja vom lauten und leisen Sprechen – wenn eins davon fehlt, geht viel Farbe verloren. 
Heißt für mich: nächstes Mal halte ich die Klappe und bleibe zuhause. Wenn man sowas übertreibt kann man sich komplett die Stimme ruinieren und das ist in meinem Wunschberuf das Todesurteil. 

Weiteres Fazit: 
„Klassenleiter“ sein bringt nochmal ganz andere Verantwortungen mit sich, als „nur“ LAA zu sein. Klassenbuchführung (Themen, HA, fehlende Schüler), Hausaufgabenstellung/Kontrolle, Vertretung in anderen Klassen, inhaltliche Absprachen mit Kollegen, spontane Umänderungen, organisatorische Dinge (Buszettel, Sportbefreiungen…), Elternfragen, Aufsichtspflicht, Streitschlichtung… ein weites Feld. 
ABER: Es macht mir Spaß. Das habe ich in dieser Woche wieder gemerkt. Der Austausch mit den Kindern, die Erlebnisse, das Wissen, die Ideen…einfach nur toll! Und was mich (für die Zukunft) beruhigt: im Gegensatz zum LAA sein (wo man oft vereinzelte Stunden hat, in denen man möglichst alles „schaffen“ muss) kann man als „richtiger“ Lehrer flexibler sein, Dinge spontan abändern, verschieben, streichen, überdenken. Das nimmt den Druck des „ich muss noch das, das und das machen“ raus und lässt einen eher das „große Ganze“ ins Visier nehmen. Gefällt mir! 🙂 

Ich glaube eines der einprägsamsten Dinge war diese Woche die Rückgabe der HSK-Arbeit. Nachdem ich sie Montag ausgeteilt hatte, sollten mir die Kinder am Dienstag Unterschrift und Berichtigung zeigen. Bei den meisten war soweit alles i.O. Eine Schülerin zeigt mir als Berichtigung aber ihre HSK-Arbeit, in die sie an 2 Stellen ihre Fehler direkt IN der Arbeit korrigiert hatte. 
Konkret: an einem Gebissmodell sollten die Zahnarten in den richtigen Farben angemalt werden. Sie hatte einige Zähne weiß gelassen, andere falsch eingefärbt. Gab in dieser Aufgabe null Punkte. Als Berichtigung hatte sie dann direkt IN der Arbeit IM Gebissmodell die richtigen Farben reingemalt, es sah also so aus, als ob ich falsch bewertet hätte.
Nach meinem überraschten „Oh!“ war die Klasse mucksmäuschenstill und wartete ab. Dann erklärte ich ihnen eindrucksvoll (wenn ich allein in der Klasse bin betone ich wesentlich mehr als wenn jmd drin sitzt), dass und warum man sowas auf KEINEN Fall machen darf. Dass die einzigen Dinge, die NACH meiner Unterschrift und Note noch auf die Arbeit kommen der Notenspiegel und die Unterschrift der Eltern sind. Dass sowas später sogar eine STRAFTAT ist, wenn man nachträglich in Arbeiten herummalt. 
Da waren sie erstmal baff und starrten mich an. 
Ich erklärte dann natürlich noch den Hintergrund (wenn ich null Punkte gebe, sie IN der Arbeit berichtigt, dann ist es ja auf den ersten Blick richtig und die Lehrerin hat falsch bepunktet etc.) und sie waren ganz gebannt, was nun passieren würde. 
Das betreffende Mädchen ist sonst eine ganz fleißige, tolle Schülerin & das war offensichtlich eine neue Information – also gab es keine Standpauke oder Ärger – aber ich denke, dass sich die Sache mit der Berichtigung bei allen Schülern jetzt gut eingeprägt hat 😉 

Ich mag sowieso diese Phasen wo die Kinder ganz gebannt und gespannt sind und die Informationen förmlich in sich einsaugen – das ist immer wieder faszinierend zu beobachten! 

Nun ja. So viel erstmal von mir. Ich beobachte meine Stimmentwicklung und wenn’s morgen nicht besser ist, geh ich zum Arzt statt in die Schule. Meine Lunge gefällt mir immernoch nicht, also läuft’s wohl drauf hinaus. Ätzend! Ich muss noch ein paar Stunden halten vor der Mündlichen…

Egal. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und nen guten Start in die nächste Woche – soll ja Frühling werden, hab ich gehört 😉 

In diesem Sinn: adios Amigos! 
Frau A. 

 

Gesunde Ernährung

7 Feb

Gesunde Ernährung – das ist gerade das Thema in der zweiten Klasse. Eine Sache, die man sehr schön anschaulich gestalten kann & mit der man großen Einfluss auf die Kinder und ihr Denken hat.

Positiv für uns ist, dass unsere Klasse am Projekt „Klasse2000“ teilnimmt. Heißt: in regelmäßigen Abständen kommt eine sogenannte „Gesundheitsförderin“ zu uns, hält eine Stunde zu einem bestimmten Thema und geht dann wieder. Das schöne daran ist: die Stunden sind richtig toll aufgearbeitet & gelingen eigentlich immer!
In den Zeiten, in denen die Frau nicht da ist, sind die Lehrer am Zug & können inhaltlich an bestimmten Themen arbeiten. Dazu gibt es eine Lehrerhandreichung, in der komplett ausgearbeitete Stunden enthalten sind, inkl. Vorbereitung, Elternbriefen, Material etc. Echt cool!

Nun ja. Ich habe u.a. heute eine solche „KLARO-Stunde“ gehalten. Ein Stückchen davon möchte ich euch nicht vorenthalten, weil ich es echt toll fand.

Heute stand u.a. ein Obst & Gemüsequiz auf dem Plan. Dazu hatte ich eine große Tabelle an der Tafel vorbereitet:

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Die Schüler sollten also ihr Wissen & Können in den Kategorien Hören, Sehen, Schmecken & Fühlen beweisen.

Dazu habe ich die Klassen bankreihenweise aufgeteilt:

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Die Zahlen in den Feldern stehen für unterschiedlich schwere Aufgaben & gleichzeitig die erreichbaren Punkte. Die Aufgaben der Kategorien sind wie folgt:
Hören = etwas durch ein Worträtsel erraten.
Sehen= ein Bild wird langsam aufgedeckt & muss erkannt werden.
Schmecken = eine Kostprobe am Geschmack erkennen.
Fühlen = etwas in einem Beutel erfühlen.

Ablauf:
1. eine Gruppe wählt eine Aufgabe, z.B. „Hören 80“.
2. Ich lese die zugehörige Rätselfrage vor. (Z.B. „Ich wachse im Weinberg, kann Grün oder blau sein & aus mir macht man Getränke. Wer bin ich?“)
3. die Gruppe darf sich beraten, nennt dann die Lösung.
4.
Richtig: Punkte eintragen an Tafel
Falsch: Frage darf von der nächsten Gruppe beantwortet werden
5. Das passende Bild wird auf die Zahl gehangen, die Aufgabe ist gelöst.
6. die nächste Gruppe, usw.

Am Ende sieht das dann so aus:

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(Ist gleich noch ein bisschen Mathe mit drin 😉 )

Danach ließ ich die Schüler einzeln vor kommen & je eine Karte entweder Obst oder Gemüse zuordnen. Ohne dass ich bei falschen Zuordnungen einschritt.
Ergebnis:

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Danach durften sich die Schüler dazu äußern, wir korrigierten falsche Angaben & dann war dieser Stundenteil schon rum.

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Dauer: etwa 40min
Material:
– laminierte Bildkarten mit Magnet (selbst hergestellt, Bilder von Google)
– passendes Obst & Gemüse (zum Schmecken geschnibbelt, zum Fühlen komplett – ca 7€ Kosten)
Spaßfaktor: hoch
Strafe (ggf.): Punktabzug

Mir hat das Spaß gemacht & den Kindern glaube ich auch. Der Teller mit Apfelstückchen war im Anschluss im Nu verputzt 😉

Also: danke an „Klasse 2000“ für die Idee 🙂

Zum Schluss noch mein Tageshighlight:
Heute durften die Kinder in Ethik (wie gewohnt) von ihrer Woche erzählen, was schön war, was nicht etc.
Eine Schülerin sagte:
„Ich habe mich über die Mathestunde heute mit der Frau A. gefreut, da durften wir mit dem Datum rechnen.“
Thihi.
Hatte heute so nen Spontaneinfall & ließ die Kinder am Stundenanfang aus „7.2.2013“ selbstständig Aufgaben bilden. Bei den Schwachen kam dann eben 7+2=9 raus, die Stärkeren bildeten richtig lange Kettenaufgaben mit bis zu 7 Summanden – war cool. 🙂

Nebenbei hospitierte mich meine VfA, die mich auf ein Problem aufmerksam machen wollte, dessen ich mir schon LANGE bewusst bin – wozu ich aber nichts sagen bzw. kaum was ändern kann. Bin ja nicht die Klassenleiterin. Morgen ist die Auswertung der Stunde & da werde ich das auch nochmal ansprechen. Geht um Hilfsmittel für Schüler. Expliziter werde ich vorerst nicht, vll ergibt sich das ein andermal.

Für heute bin ich erstmal zufrieden. Hab noch 2 Tonnen Obst & Gemüse hier & werde mich dann wohl ausnahmsweise mal gesund ernähren. Die Unterrichtseinheit hat also auch für mich was Gutes 😉

In diesem Sinne: Adios Amigos!
Frau A. 😉

…und sonst geht’s mir gut.

15 Nov

Mit diesen Worten schließen die meisten Kinder ihre Redezeit im Ethik-Sitzkreis ab. Dabei erzählen sie kurz vom Wochenende, schönen oder traurigen Erlebnissen und interessanten Ereignissen.

Natürlich darf ich dabei auch was sagen (auch wenn ich nur hospitierend drinne sitze). Für mich war heute – aus verschiedenen Gründen – ein toller Tag:

1. ich durfte 3 Stunden hintereinander unterrichten. In der Hofpause hatte ich Aufsicht… Und es war toll! Wie eine richtige Lehrerin 🙂

2. Die Auswertung der Igelgeschichten lief gut. Einige von euch hatten ja empfohlen, die Schülertexte am PC abzuschreiben – das habe ich auch so gemacht. Im Heft hatte jeder Schüler dann noch einen kleinen Kommentar von mir (Super! Weiter so! Tolle Idee! Etc.)
Am Stundenanfang verteilte ich die Texte willkürlich, also hatte jeder den Text eines anderen.
Dann folgte die Methode „Lerntempo-Duett“ (gelernt im Studienseminar. Yeah!). Dabei suchen sich Schüler, die fertig sind, einen Partner mit dem sie den Text tauschen. Wichtig: das geschieht nur mit den Augen, also mucksmäuschenstill! 🙂
Hat echt gut geklappt!

3. meine Mathestunde in der anderen 2. Klasse lief auch prima. Kopfrechnen mit Hüpfen („Wer das Ergebnis weiß, springt in die Luft.“), dann Pfeilaufgaben und am Ende war sogar noch Zeit für eine Runde „U-Boot“ spielen.

4. Die Einführungsstunde zum Eichhörnchen musste spontan umgeplant werden, also nutzte ich meine Beobachtungen bei der Aufsicht für den Einstieg. Fand ich gut 🙂

5. A propos Aufsicht. Da hatte ich heute ein beeindruckendes Erlebnis.
Situation:
Auf dem Schulhof stehen 2 randvolle Paletten mit Wasserkästen. Die Kinder stürmen raus, schnappen sich jeder einen Kasten, tragen ihn die Treppe nach unten & laden ihn auf ein Rollbett o.ä. auf & fahren ihn in den Lagerraum. Einfach so. Ohne Aufforderung. Um dem Hausmeister zu helfen.
Fand ich total toll & war richtig baff.
Der Hausmeister dazu: „Das machen die immer so. Das macht denen Spaß!“
…war nicht zu übersehen. Zur Belohnung gabs heute ein paar Bonbons – „ab und zu geht das mal“ 😉

6. Hier also mein Einstieg in Kurzform:
Fleißige Schüler beobachtet – emsig Wasser vom Hof in Vorratsraum geschafft – dort holt man sich, was man braucht – „Da fällt mir doch glatt ein Tier ein, dass das auch so macht! Euch auch?!“
Und tatsächlich – neben dem Feldhamster wurde auch das Eichhörnchen genannt – cool! 🙂

Yo, klingt ganz gut. Finde ich. Hat heute echt Spaß gemacht. Natürlich lief nicht alles zu 100% super, es musste ermahnt und verbessert werden, aber das ist ja normal & gehört dazu zu diesem Job. Und aus Fehlern lernen ja auch die Kinder 🙂

In diesem Sinne: guter Tag!
Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: DANKE an die, die mir immer so fleißig Hinweise und Ideen geben – es ist wirklich toll, Feedback zu bekommen & das dann auch sinnvoll in den Unterricht zu integrieren. Ihr seid super! 🙂

Wer hat noch keins…?

13 Nov

Heute mal eine Sache, die wohl jeder Lehrer kennt. Und die wohl jeden Lehrer nervt.
Man möchte mit dem Unterricht beginnen, teilt Materialien aus (oder lässt austeilen) und am Ende bleiben immer mindestens 3 Hefte übrig. Warum? Weil kein Name drin steht. Weil der Umschlag fehlt. Weil man sie nicht zuordnen kann.
ODER: ein Heft fehlt, obwohl der Schüler es GANZ SICHER in die Ablage gelegt hat und es BESTIMMT nicht irgendwo zuhause rumschludert.

Dann steht man vor der Klasse und muss a) die Hefte willkürlich verteilen oder b) den Unterricht so umplanen, dass auch die heftlosen Kinder mitmachen können. („Schau mit dem Nachbar ins Heft“ geht eben nicht immer) So geht wertvolle Unterrichtszeit verloren, die am Ende wieder fehlt, um über wichtige Dinge zu reden oder um die Stunde schön abzurunden.

Und warum?

Weil die Eltern am Schuljahresbeginn nicht in der Lage sind, den Kindern Umschläge für Bücher und Hefte zu kaufen und – jetzt kommt der richtig schwere Part – diese mit dem Namen ihres Kindes zu beschriften.

Jetzt mal ehrlich: ist das wirklich so schwer? Uns Lehrern würde ja sogar der Vorname reichen.

Aber nein. Nichts. Da kann man schon froh sein, wenn wenigstens an nen Umschlag gedacht wurde…

Und was besonders schade ist: die Kinder können in den meisten Fällen ja nicht mal was dafür. Stattdessen müssen sie dann drunter leiden, dass sie nicht ordentlich mitarbeiten können. Dass die anderen Schüler mit dem Kopf schütteln, weil schon wieder ein Heft fehlt. Und dass man als Lehrer auch irgendwie missmutig wird, wenn über 2 Monate nach Schuljahresbeginn immernoch nachgefragt, gesucht und improvisiert werden muss.

Und falls jetzt Eltern sagen, dass das zu aufwändig ist…:

Liebe Eltern,
wir Lehrer haben Ihren Kindern schon in sämtliche Bücher die Namen eingetragen, ihn auf Karten vermerkt und noch zusätzliche Zettel ausgefüllt, nur damit ihr Kind die Bücher bekommen kann.
Und nein, nicht nur für IHR Kind, sondern auch für 22 weitere.
Haben Sie doch bitte Erbarmen und tragen ihren Kindern wenigstens in Arbeits- und Übungshefte den Namen ein.
Wir wären Ihnen dafür sehr dankbar!

Natürlich wird dieser Ruf in den Weiten des Internet verhallen und keinen Einfluss auf das Verhalten von Eltern haben.
Vielleicht aber auch doch.

Deshalb abschließend noch ein Hinweis an alle Eltern (& die, die es werden wollen):
Wenn Lehrer vor/zu Schuljahresbeginn Zettel ausgeben, auf denen steht, was genau benötigt wird – besorgen sie es bitte einfach.
Besorgen sie es, schützen sie es mit einem Umschlag (wie stark, hängt von Ihrem Kind ab) und beschriften Sie diese Arbeitsmaterialien.
Wer ganz sicher gehen will, tut dies auch noch bei Stiften, Linealen, Scheren und sonstigem Arbeitsmaterial… denn wir Lehrer können uns nicht die Scheren und Füller von allen Kindern merken.
Unsere Aufgabe ist eigentlich, Wissen zu vermitteln – nicht, den Kindern ihre Sachen hinterherzuräumen und Dinge zu erledigen, für die eigentlich die Eltern zuständig wären. Und Hefte und Stifte sind davon ja noch das geringste Übel, wenn ich sehe, dass Schulpersonal Kindern die Essensbestellungen ausfüllen will, weil die Eltern nicht in der Lage dazu sind & die Kinder hungern müssen…
Aber naja…

In diesem Sinne: schönen Tag noch 😉
Frau A.

Frage an euch: 
Bin ich frech, wenn ich sowas schreibe? Oder habe ich Recht? Wie seht ihr das? 

Prototyp

12 Nov

Nachdem heute eigentlich die für meine Abschlussarbeit wichtigste Stunde laufen sollte – die aber absolut nicht zufriedenstellend verlief – nehme ich nächste Woche im selben Themenbereich einen neuen Anlauf.

Heißt: statt mit dem Metallbaukasten werden die Kinder aus Alltagsmaterial eigene Fahrzeuge herstellen.

Den Prototypen dafür habe ich nach der heutigen Werkenstunde gleich in Angriff genommen, weil ich irgendwas machen musste 😉

Hier mein Arbeitsablauf.

Schritt 1: Material vorbereiten
Man braucht:

– Korken
– Holzspieße
– Trinkröhrchen
– TetraPaks / Schachteln
– Papierreste
– Kleber
– Vorstecher
– Bastelschere
Und ggf. Cuttermesser & Heißklebepistole (brauchte ich aber heute nicht)

Die Korken müssen mit der Säge halbiert werden, damit aus ihnen richtige Räder werden.

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Schritt 2: Rohbau
Der Schokomilchkarton wurde ausgespült, abgetrocknet und dann mit Papier wie ein Geschenk verpackt.
Dann kam der gelbe futuristische Aufbau und anschließend die grünen Sitze.
Alles vorher schon gefaltet und dann nur noch an den passenden Stellen mit Kleber befestigt.

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Schritt 3: Radaufhängung
Achtung!
Die Spießer können nicht einfach mit den Korken festgeklebt werden – zumindest nicht, wenn sich die Räder drehen sollen.
Deshalb wird der Spieß durch einen Strohhalm geschoben. Dabei sollte der Holzspieß natürlich länger sein, als der Strohhalm. Beides sollte aber nicht zu weit überstehen.
Dann wird der Strohhalm ganz einfach mit Klebeband befestigt. Wichtig dabei: der Klebestreifen muss richtig nah dran sein. Und die Achsen sollten gerade sein.
Auch wichtig, damit das Fahrzeug nicht eiert: die Korken müssen mittig angebohrt werden (mit dem Vorstecher).

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Schritt 4: Feintuning
Zum Schluss wird das ganze Fahrzeug noch verziert. Ich habe mich auf ein paar ausgeschnittene Formen beschränkt, bei den Kindern wird es sicher bunter & wilder werden 😉

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Vielleicht ist das für euch ja eine interessante Anregung, um in der Schule oder Zuhause auch mal mit Kindern sowas zu machen 🙂

In diesem Sinne: schönen Abend noch!
Frau A.

Ps.: Wie findet ihr mein Auto? Mir gefällt’s 🙂

Von Igeln und Steckbriefen

9 Nov

Heute war mal wieder ein Unterrichtsbesuch. Hab durchgezählt, bis jetzt hatte ich 4xD/HSK und 3x Ma/We. Also 7 Stück mit je 2 hospitierten Stunden. Das macht auf meine aktuelle Ausbildungszeit gerechnet also EINEN Unterrichtsbesuch pro Monat. Finde ich okay. Und hilfreich ist das ja auch immer.

Heute stand Deutsch und HSK auf dem Programm. Wie immer wurden diese Fächer kombiniert und so sollten die Kinder etwas über den Igel lernen und dazu einen Steckbrief erstellen.

Derzeitiges „Problem“: der Unterrichtseinstieg.
Eigentlich weiß ich ja, wie man das macht. Ne Geschichte, ein Lied, ein Bild oder sowas. Dann n bisschen was drum rum stricken. Fertig ist die Motivation.
Nur blöd, dass ich das oft versemmle…und damit Begeisterung verschenke. (Ich finde Igel nämlich selbst total putzig – nur muss man das auch rüberbringen). Im Auswertungsgespräch fallen mir solche Sachen natürlich immer ein. Dann ist es aber zu spät 😉
Heißt für mich: nächstes Mal dran denken.

Ansonsten… lief ganz gut. Die Kinder waren total emsig bei der Arbeit und richtig fleißig. Leider konnte ich das nicht so wirklich honorieren, weil die Stunde 10 Minuten früher als sonst aufhörte (Hin&wieder ist freitags Schülerversammlung, da wird ein bisschen Unterrichtszeit für abgezwackt). Meine Reflexionen am Stundenende (Lernzuwachs deutlich machen) funktionieren immer besser – man muss sich einfach trauen die Kinder zu fragen „Was hast du heute gelernt?“ – dann klappt das schon.

Meine Zielformulierungen waren heute generell in Ordnung. Eins hat nicht wirklich gepasst (statt „Schlüsselwörter“ habe ich „Sachtext“ reingeschrieben, das war aber nicht korrekt.), aber prinzipiell wurde klar, was – wie – warum gemacht werden sollte.

Also, meine Schlussfolgerungen für die nächste Zeit:
– Vorwissen der Schüler zu neuen Themen reaktivieren (und nicht abwürgen)
– Unterrichtseinstieg noch motivierender gestalten
– Erwartungen an die Schüler klar formulieren und am Ende überprüfen

Jepp. So viel in Kurzform dazu. Ansonsten bin ich ganz zufrieden und mit einem leichten Lächeln im Gesicht nach Hause gefahren. Fragt mich nicht wieso.

Ach ja, heute früh hatte ich noch eine erschreckende Erkenntnis.
Ich habe mich gestern NACH meinem Freund ins Bett geschlichen (0:15) und bin VOR meinem Freund wieder aufgestanden (5:30).
Reaktion: Er kam ganz verschlafen aus dem Bett zu mir ins Bad, sagte „Du warst plötzlich weg.  Was machst du denn hier?“
…und ich antwortete: „Ich muss doch wieder in die Schule!“ 
Das war irgendwie…naja… komisch.
Okay, ich hab gestern 4 Stunden Mittagschlaf gemacht (geplant waren 2, aber ich hab nicht mal den Wecker gehört, so platt war ich), aber trotzdem…

Nun ja. Ich will nicht meckern. Es ist Freitag. Ich hab Feierabend. Die Reflexion hab ich schon an meine Fachleiterin geschickt. Der Mittagschlaf steht an und heute Abend gehe ich mit Schatzi (und wahrscheinlich unseren beiden Familien) zu einem Fackelumzug mit Glühwein und so. Passt.

In diesem Sinne: euch allen ein schönes Wochenende – genießt die freie Zeit!

Frau A.

Kopfklopfen

8 Nov

Neeeein, keine weitere Krankengeschichte von mir (okay nur kurz: das Auge zuckt nicht mehr, dafür gestern die LIPPE. Links unten. Eigenartiges Gefühl)… Stattdessen heute wieder eine Schulhofgeschichte.

Donnerstag habe ich ja Hofaufsicht. Dabei ist der Hof in 2 Bereiche geteilt, die von je einem Kollegen beaufsichtigt werden.
Meistens läuft das so ab: die Kinder sehen, dass ich Aufsicht habe und kommen angerannt & wollen gedrückt werden. Oft kommen auch Kinder, die ich nur vom sehen kenne, aber nicht aus dem Unterricht. Egal – ich mag sie ja alle 😉
Nach spätestens 10 Minuten dann die ersten Stürze, aufgeschrammten Knie oder Hände, angeschlagenen Köpfe und Tränen.
Bei Stürzen ist meine Strategie derzeit so: Ich lass mir zeigen, was weh tut. Lass die Kinder das Bein/den Arm / den Fuß etc. bewegen. „Tut das weh?“
„Ein bisschen.“
„Na dann macht jetzt mal langsam und geht ein bisschen über den Hof. Wenns dann noch weh tut, kommt ihr nochmal vorbei.“

Funktioniert ganz gut. Gerade die Erstklässler erleben wahre Wunderheilungen, wenn man sie kurz bemitleidet…

Dann gibt es aber auch andere Fälle, von etwas härterem Kaliber. Heute traf es meine wilden Zweier.
Ein Mädchen kam weinend zu mir, umringt von ihren Freundinnen. Aufgeregtes Geschnatter. Tränen. Wut.
„Der Nick hat mich voll hier hin geschlagen! Das tut voll weh!“
„Was ist denn passiert?“
„Wir haben fangen gespielt und der hat mich gehauen.“ 
„Und was hast du gemacht?“
„Nichts!!!“
„Holt mir den Nick mal her.“ 
Nick kommt. Ich frage was los war.
Nick schreit aufgebracht: „Die hat mir auf den Kopf gehauen beim Anschlagen. Einfach so! Ich hab gar nichts gemacht!“
Bevor ich noch was sagen konnte, stürmte er wutentbrannt davon. Auch später beim Reingehen lief er vor mir weg. Sowas hasse ich ja.

Heißt: Aufgreifen des Pausenproblems im Unterricht. Wertvolle Unterrichtzeit: Adé! Schön geplante Stunde: verkürzt. Hmpf.

Fazit der Auswertung:
Das „Kopfklopfen“ war eine Racheaktion wegen eines gestrigen Problems. Ohne wirklichen Zusammenhang zu heute. Die beiden gehen sich erstmal aus dem Weg und überlegen sich eine Lösung. Man schlägt sich nicht, und schon gar nicht auf den Kopf. Wah!
Bei solchen Dingen bin ich übrigens immer froh, dass meine Mentorin noch mit drin sitzt und da auch noch was dazu sagen kann. Gerade solche sozialen Streitfragen sind manchmal echt schwierig zu lösen und in geordnete Bahnen zu lenken.
Was immer gut ist: die Kinder (auch nicht direkt betroffene) fragen, was man nun am besten tun könnte.
Die haben IMMER Ideen.

Naja, der Rest der Stunde lief ziemlich gut. Das Ende musste verkürzt werden, 2 Übungen haben wir nicht mehr geschafft – aber ich bin trotzdem zufrieden. Die wichtigen Dinge waren dabei, der Rest wird nachgeholt.

Heute muss ich noch den schriftlichen Entwurf für den Unterrichtsbesuch D/HSK morgen fertig schreiben, ein paar Igelbilder raussuchen, drucken, laminieren und noch ein bisschen differenziertes Material fertigstellen. Sollte klappen. Allzu viel ist ja nicht mehr zu machen, weil ich gestern Abend schon fleißig war – was mich sehr wundert, nach dem Tag…:

Gestern:
Aufstehen 5:00.
Abfahrt 5:45.
Ankunft am Seminarort 8:00.
Abfahrt vom Seminarort 16:45.
Ankunft zuhause 19:15.
…dann wollte ich gleich mit den Vorbereitungen für heute beginnen, war aber SO müde, dass ich mit dem Kopf auf dem Schreibtisch eingeschlafen bin. Glücklicherweise habe ich in meiner letzten wachen Sekunde noch einen 30min-Timer gestellt – sonst wäre ich wahrscheinlich erst heute aufgewacht. 
Vorbereitungen im Arbeitszimmer: 19.45
Drucken, Laminieren, Schneiden: 21:30
Feststellen, dass die neuen Patronen vom Drucker nicht erkannt werden: 22:30
Tausend Diagnosesachen ausprobiert zur Reparatur: 23:00
Drucker repariert: 23:45
Stundenplanung fertig gemacht: 0:15
Ins Bett: 0:30
Mit Schatzi gequatscht bis ca. 1:00
Aufgestanden heute: 6:00
Abfahrt heute: 7:00

…und so geht das jeden Tag auf’s Neue 😉
Ich freu mich schon auf den Samstag. Ausschlafen. Das ist meine Lieblingsbeschäftigung derzeit.
Hab ja gelesen, dass man auch am Wochenende und in den Ferien so früh aufstehen sollte, wie zu Arbeitszeiten – um den Körper nicht so verwirren und ihn an den Tagesablauf zu gewöhnen, aber… Nee. Wenn ich schlafen kann, dann schlafe ich.
Tief, fest und lang.

In diesem Sinne: Ab zum Mittagschlaf! Danach geht’s weiter!

Adios Amigos!

Ps.: Frage an euch:
Seid ihr nach den Ferien auch immer EXTRA müde? Oder woran liegt das derzeit? 

Guter Start!

5 Nov

Heute war ein guter Tag. Gemeinsam aufstehen mit dem Liebsten, zusammen im Bad fertig machen, Abschiedskuss, Fahrt zur Schule (komisch, dass es so hell ist – damit hatte ich nicht gerechnet) – dort noch fix in den Hortraum von Klasse 1 geschlichen und aus Lego nen Anhänger gebaut (für die Werkenstunde – Anschauung ist alles!).

Dann ging es auch schon los. Noch vor dem Klassenraum kamen mir Schüler entgegen. „Frau A., ich hab dir Bücher mitgebracht!“ „Frau A., die Lotta hat ein Geschenk für dich!“ Okay, erstmal rein in den Raum. Dort kamen gleich mehrere Kinder auf mich zu, umarmten mich freudig & strahlten – so hab ich das gern. Dann kam Lotta auf mich zu & überreichte mir ein Geschenk. MIR! Ich wusste gar nicht so recht warum, aber freute mich. Ein selbstgestalteter Teelichthalter aus Glas mit Elektro-Teelicht drin – cool!
Meine Mentorin & die Horterzieherin bekamen auch eins 🙂
(es stellte sich dann heraus, dass die Kleine Geburtstag hatte… auch schön, am eigenen Geburtstag Geschenke VERTEILEN!)

Nun ja. Nachdem ich eine Stunde bei meiner Mentorin hospitiert hatte, war ich dran. Thema Thermometer. War vor den Ferien schonmal kurz dran, aber da habe ich die Kinder ein wenig überfordert. Ablesen erfordert Übung, und das war heute auch unser Ziel. Nach dem Einstieg über ein Rätsel (sinngemäß: Herr Celsius hat es erfunden. Es besteht aus bestimmten Teilen. Die Zahlen Null und 100 spielen eine wichtige Rolle. Es zeigt an, wie warm oder kalt etwas ist. ) kamen die Kinder auf die Lösung. Dann sind wir schrittweise die Hinweise durchgegangen, haben die Teile des Thermometers beschriftet, über Gefrier-und Siedepunkt gesprochen und dann mithilfe von Zahlenstrahlen das Ablesen von Zahlen geübt (Partnerarbeit). Funktionierte wirklich gut. Auch das Ablesen der Temperaturen auf den gezeichneten Thermometern war dann kein Problem mehr. Am Stundenende beauftragte ich noch vier Schüler, einen Forscherauftrag zu morgen zu erledigen. Bin schon gespannt, ob sie es wirklich gemacht haben und welche Ergebnisse dabei herausgekommen sind. Dazu aber morgen mehr. 😉

Das Tafelbild sah in etwa so aus (wurde natürlich schrittweise aufgebaut):

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(Dort wo das X unter den Thermometern steht, hätten Minusgrade abgelesen werden sollen – das machen wir dann morgen separat)
Die Thermometer stammen aus einem Arbeitsblatt im Internet, die Kinder hatten das AB, und ich die vergrößerten Thermometer (einfach rauskopiert, vergrößert, laminiert, fertig) an der Tafel.

Yo. Danach ging’s an die Werkenstunde, über die ich mir gestern stundenlang den Kopf zerbrochen hatte. Den Einstieg nutzte ich, um noch einmal die verschiedenen Bauteile zu wiederholen. Das war auch nötig, da die letzte Modellbau-Stunde noch vor den Ferien war und ich dabei nicht anwesend war.
Dann folgte die Motivation, indem ich den Kindern eine (fiktive) Geschichte vom Wochenende erzählte. Sinngemäß „Ich war am Wochenende bei einer Freundin. Dort haben wir die letzten Äpfel von den Bäumen geerntet. Habt ihr eine Idee, wie man so viele Äpfel vom Baum in die Scheune bekommen kann?!“
Von Korb über Sack bis zur Schubkarre waren alle Ideen dabei. Auch die von mir favorisierte Antwort „mit einem Anhänger“ kam vor. Puh! 😉
Danach zeigte ich verschiedene Ausführungen von einachsigen Anhängern (meine heute morgen eilig ausgedruckten Bilder hab ich natürlich vergessen zu nutzen) und ließ die Gemeinsamkeiten aufzählen.
— ich spule jetzt mal vorwärts —

Jedenfalls waren die Kinder Top motiviert, ich musste kaum helfen und ALLE schafften die Vorgabe. Viele montierten noch zusätzlich einen Rahmen, „damit die Äpfel nicht herausfallen“ oder einen Ständer, „damit der Anhänger gerade steht“. Sie wurden richtig kreativ. Manche Jungs verpassten ihrem Anhänger sogar Rückleuchten (aus Schrauben)…zum Schießen! 😉
Am Ende wurden die Anhänger verglichen, Mankos festgestellt, Hinweise gegeben und die bedeutsamen Stellen herausgestellt. Die Kinder waren zufrieden – ich auch – und machten sich an die Demontage. Die gehört im Modellbau nämlich auch dazu…am Ende muss das Modell wieder zerlegt werden, damit andere Kinder ebenso damit arbeiten können. Interessanterweise geschah das ohne Murren – faszinierend!

Bilder? Klar!
Mein Modell:

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Beispiele von einachsigen Anhängern:

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…und eine kleine Zusammenfassung (rechts unten die Rücklichter):

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Fazit: zufrieden. Sehr! Ich freu mich schon auf die Modellbau-Stunde nächste Woche. Da steigt das Niveau & es kommt der Aspekt Bewertungskriterien dazu – wird spannend!

Einzig doofe Sache: zwar sind die meisten körperlichen Beschwerden weg, dafür hat sich mein Körper (wie prophezeit) was Neues ausgedacht: Augenzucken. Rechts. Olé!

Naja, wird auch wieder verschwinden 😉

Jetzt gönne ich mir meinen Mittagschlaf & dann fasse ich die Werken-Erkenntnisse des Tages für die Abschlussarbeit in Worte.

Liebe Grüße,
Frau A. wie „Ach, ist Schule toll!“