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Ein Tag, Vier Bilder

21 Apr

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links oben
Lieblingsteil des Tages. Staubfänger von dm. Traumhaft, wie einfach putzen plötzlich sein kann.
Unsere Wohnung glänzt & das freut mich sehr!

rechts oben
Erdbeereisbecher von Mutti. Lecker!

unten links
Dinner. Echte Thüringer Rostbratwürste. Einfach nur lecker. Echt = ohne Kümmel!

unten rechts
Abendbeschäftigung. Nadelfilzen. Vorbereitungen für den Unterrichtsbesuch morgen.
(Wer jetzt denkt HÄ??? Wieso noch n UB, die Prüfung ist doch durch?! – die Fachleiterin wollte einfach gerne nochmal kommen…für mich 😉 )

Heißt: jetzt n kurzes Nickerchen (ja, um 19:50 – wenn mein Körper MÜDE sagt, darf er schlafen), dann die Planung für die 3 UB-Stunden morgen & dann auf in die neue Woche.

Ausblick:
Ich werde diese Woche die Note für meine schriftliche Abschlussarbeit erfahren. Somit stehen dann 80% meiner Note fest. Die letzten 20% gibt’s dann zur Mündlichen in 4 Wochen. Uaaar!!!

In diesem Sinne: weiter geht’s!
Eure Frau A.

Ps.: Mit dem Zeugnis, das ich dann in knapp 5 Wochen krieg, bin ich dann offiziell Lehrerin. So mit Abschluss und fertig und so. Kann’s kaum erwarten 🙂

Fasching & Co.

5 Feb

Ich bin ja kein Faschingsfan. Das Verkleiden, Reden halten & Gesinge ist einfach nicht meine Welt. Nervt mehr, als das es mir was bringt.
Oder wie Schatzi gesagt hat:
„Wenn die Kunden das GANZE Jahr schlecht gelaunt sind, brauchen sie an DEM Tag auch kein fröhliches Getue aufsetzen.“
Recht hat er.
Aber das nützt alles nix – in der Schule steht Fasching fest auf dem Programm, inkl. Reden, Gesang, Witzen & Tänzen. Da muss man eben mitziehen.

Als Werkenlehrer muss dann natürlich auch was passendes auf dem Unterrichtsprogramm stehen…also haben wir am Montag Clowns gebastelt.
(Davon habe ich ca. 30 Sekunden vor Stundenbeginn erfahren. Hieß: durchaus spontan & fachlich korrekt die Stunde halten. Lief prima. Es fetzt wenn man allein in der Klasse ist & man komplett man selbst sein kann!)

Nun ja. Diverse Schablonen:

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Angerissen auf bunten Papieren, geklebt mit bedacht, verziert mit Eifer…und ZACK, hat man am Ende der Doppelstunde durchaus ansehnliche Clowns hergestellt:

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Besonders gelungen fand ich den hier:

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Nun ja. Highlight der Stunde?
Ich hab den Kindern gezeigt, wie man mit einem Locheisen arbeitet (Feste Unterlage, Holzhammer, Locheisen), um die Punkte zur Gestaltung herzustellen (man hätte auch schneiden können).
Das produzierte einiges an Lautstärke, woraufhin ich die Schüler nur noch 5 Löcher lochen & den Rest schneiden ließ. Das war einem Schüler aber immernoch zu laut, sodass er nach vorne kam & diesen Zettel auf den Hammer legte:

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Das fand ich schon ein bisschen putzig, aber…ging ja nicht anders. 😉
Um MICH zu verwarnen legte er mir dann kleine „Strafzettel“ auf den Lehrertisch, inkl meiner Strafe „pro Tag“… Das hab ich dann aber ignoriert & bin nicht weiter drauf eingegangen.

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Naja, die Ergebnisse fand ich jedenfalls nicht schlecht. Ich hab die Kinder gut angeleitet & der Rest ging wie von selbst. Hab sogar rechtzeitig aufgehört & noch ne Reflexion am Ende geschafft…War echt schön! 🙂

A propos schön.
Schön war auch….
…die 4.Klasse in Werken allein im Griff zu haben.
…eine Bestellung für Werken vorzubereiten.
…bei starkem Regen das Gedicht im Kopf zu haben (zumindest den Anfang):

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…später unter blauem Himmel zu fahren:

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…Rosa Wolken zu sehen:

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…bei IKEA zu essen (ja, alles meins. Ich war allein dort):

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…und am Ende seit langem mal wieder bei meiner Gastmutti einzukehren, zu essen & zu quatschen. (Morgen schmiert sie mir bestimmt wieder ein Frühstücksbrot..hehe)

Passt also alles.
Die umfangreicheren Stunden für Donnerstag hab ich geplant. Morgen muss ich dazu noch Bilder raussuchen & Obst & Gemüse kaufen, aber dann wird das bestimmt ne coole Sache 😉

In diesem Sinne:
Gute Nacht & bis bald,
Eure Frau A.
🙂

Tschüss Abschlussarbeit!

6 Jan

So ganz traue ich mir ja noch nicht, euphorisch zu sein – immerhin ist die Abschlussarbeit weder gedruckt, noch gebunden, noch unterwegs ins Studienseminar, aber…
Ich freue mich verkünden zu dürfen, dass ich sie heute morgen um 1:58 Uhr fertig gestellt habe. Die „schriftliche Prüfung“ ist somit beendet!

…und wenn sich das jetzt nach „aaaaach, so schlimm war’s doch gar nicht“ anhört… Es war schlimm!

Ich fasse mal kurz die betreffenden Monate zusammen:
OKTOBER
Ab 4. Oktober durften wir offiziell mit der Bearbeitung der Abschlussarbeit starten. Das ging bei mir natürlich nicht so einfach, weil montags entweder ein Unterrichtsbesuch oder ein anderes Thema in Werken anstand. Dann waren da auch noch 2 Wochen Herbstferien, in denen nicht viel passierte – außer die dezente Vorbereitung auf die Unterrichtseinheit, die nach den Ferien starten sollte.

NOVEMBER
Dann ging es los. Geplant waren 2 Doppelstunden, sprich: an 2 Montagen hintereinander wollte ich mit den Schülern an meinem Thema arbeiten. In Werken. Dazu mussten Absprachen mit Kollegen getroffen werden (normalerweise wechseln die Werkgruppen wöchentlich, wir wären also nur alle 3 Wochen drin gewesen… müsst ihr nicht verstehen…). Das klappte aber ganz gut, sodass ich den Werkraum 2 Mal für mich hatte.
Dafür gab es ein anderes Problem: die erste Doppelstunde verlief traumhaft, sodass ich in der zweiten Doppelstunde den Anspruch erhöhte – und die Schüler damit vollstens überforderte. Am eigentlichen Thema (grob gesagt: „Bewertungskriterien“) konnte ich fast gar nicht arbeiten, sodass die Arbeit an diesem Punkt eigentlich schon den Bach runter ging.
ABER: ich lasse mich ja nicht so leicht unterkriegen und setzte deshalb noch eine weitere Doppelstunde an, in der sich die Schüler zum selben Thema, aber in einem anderen Lernbereich beweisen konnten. Fazit: das was ich erreichen wollte, habe ich geschafft. Nur der Weg dort hin & das drum herum waren nicht ganz so optimal 😉 Durch die dritte Doppelstunde schleppte ich mich mehr oder weniger & war am Tag darauf den Rest der Woche krank geschrieben…(was sich im Nachhinein als „positiv“ herausstellen sollte)

DEZEMBER
Im Dezember stand an jedem Wochenende in meinem Planer „HAUSARBEIT SCHREIBEN“. In Ansätzen habe ich das auch gemacht – aber neben der normalen Unterrichtsplanung, Alltag und Freunden & Familie, die Aufmerksamkeit fordern war das gar nicht so leicht. Andere hätten hier vielleicht die Priorität auf vollstes ein-igeln und Kontaktabbruch zur Außenwelt reagiert – aber das wollte ich auch nicht. Das Problem dabei, mit Freunden auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, statt zu arbeiten ist aber dieses: wenn der Ausflug nicht zur vollsten Zufriedenheit ist, ärgert man sich im Nachhinein über die verschwendete Zeit, die man lieber am PC verbracht hätte. (Ich erinnere an dieser Stelle gerne an den äußerst depressiven Artikel im Juni). Trotzdem war es gut, auch mal raus zu kommen.
Dann standen die Weihnachtsferien an. In Thüringen ab dem 24.12.2012. Mein Plan, mir bis zum 26.12. Ruhe zu gönnen und erst ab dem 27.12. durchzustarten ging auf. Ich war mir dessen bewusst, dass bis zur Abgabe am 4.1. nicht viel Zeit war, hatte aber an manchen Teilen der Arbeit (gerade am Praktischen) schon gut vorgearbeitet. Also verschob ich meinen Tagesrhythmus so, wie er zu Uni-Zeiten schon war: tagsüber schlafen / entspannen, nachts WACH. Das klappte ganz gut, weil mich tagsüber einfach zu viel abgelenkt hätte. Momentan kämpfe ich noch mit den Nachwirkungen und versuche, den Tagesablauf wieder zu normalisieren…
Pünktlich vor Silvester, am 31.12., schickte ich einen vorläufigen Entwurf zur Korrektur / Meinungsbildung an eine ehemalige Studienkollegin & konnte den Silvesterabend entspannt verbringen.

JANUAR
Den Entwurf, den ich meiner Freundin geschickt hatte, korrigierte ich natürlich auch selbst. Dabei fielen mir an vielen Stellen Fehler auf. Der Hammer kam dann aber erst, als ich den kommentierten Entwurf per Mail zurück bekam – allein in der Einleitung 13 Anmerkungen und ein rot geschriebener Text untendrunter. Ups. Insgesamt hatte sie an über 80 Stellen etwas zu meckern – berechtigterweise. Also setzte ich mich dran, arbeitete einiges um, fügte hier & dort was hinzu und verlängerte die Arbeit an vielen Stellen noch einmal. Dann druckte ich es zur letzten Korrektur aus & schickte es ein letztes Mal an meine „Miss Korrektur„. Gestern war es dann soweit – die finale Korrektur stand an.

Multitasking Deluxe – links oben die Endfassung, rechts oben die Version mit Anmerkungen von Miss Korrektur und unten meine ausgedruckte Fassung mit meinen handschriftlichen Kommentaren.
Dann arbeitete ich die Arbeit noch einmal komplett durch. Miss Korrektur hatte noch einmal 118 Anmerkungen gemacht. Zum Glück meist nur Wortwiederholungen und nette Kommentare wie „Das klingt total behindert“ 😉 Als ich alles eingearbeitet hatte, kümmerte ich mich noch um die Nummerierung der Seitenzahlen. Die müssen ja mal hier arabisch und dort römisch und dann wieder arabisch sein – ätzend.
Die Seitenzahlen auf Deckblatt und Themenblatt habe ich dann ganz einfach mit einem kleinen weißen Kästchen verdeckt, dass ich über sie gezogen habe – sieht doch kein Mensch, wenn das gedruckt ist 😉

Gegen 1:20 dann der Super-Gau.
„Word funktioniert nicht mehr.“ 

Ich dachte ich muss sterben.
Natürlich hatte ich immer wieder sorgfältig auf Laptop UND externer Festplatte gespeichert, aber… die letzte Version war von 1:02. Und in den 18 Minuten war viel passiert. Ich hatte formatiert, die Fußnoten überarbeitet, eine Leistungspyramide eingefügt. Alles weg. Und es bliebt auch weg. Ich hatte ja 18 Minuten nicht gespeichert.
Also den ganzen Kram nochmal von vorne. Juchu! 😉

Danach wollte mich Adobe noch ärgern und verschob ständig die Seiten, wenn ich als pdf speichern wollte… kurz: es war ein echter Kampf.

1:58 speicherte ich die word und pdf-Versionen dann zum letzten Mal, ging rüber zu Schatzi, schloss die Festplatte an & ließ ihn die Arbeit auf eine CD brennen (daran wird dann Plagiatsüberprüfung betrieben). Mit ruhigen Händen bastelte ich einen Umschlag für die CD, beschriftete sie und packte sie ein.

Dann ging ich wieder nach drüben ins Wohnzimmer zu Schatzi und bemerkte dort erst meine eiskalten, zitternden Hände. Ich hatte es geschafft. Ein riesiger Stein plumpste von meinem Herzen & ich musste erstmal heulen. Aber nur ein bisschen. Und nur, weil ich es endlich geschafft habe. Puh.
Dann entdeckte ich die Flasche Batida, die uns unsere Gäste (ja, wir hatten auch noch Besuch gestern) mitgebracht hatten und genehmigte mir zum ersten Mal seit langer Zeit ein Glas Batida-Kirsch. Es schmeckte herrlich 🙂

Inzwischen war es schon 2:45 und Schatzi wollte ins Bett. Ich konnte aber noch nicht schlafen, also griff ich zu einem Buch und las. Ich habe ein Buch gelesen. Einfach so.
Warum ich mich darüber so freue? Das war in der letzten Zeit nicht möglich. Vor lauter Abschlussarbeit und Schreiben und Planen kam ich einfach nicht mehr dazu, irgendwas „für mich“ zu lesen… Kurz: es war schön 🙂

Und das Beste: ich schlief dann ein wie ein Baby und wachte erst kurz vor 13 Uhr auf (okay, ich hatte nen blöden Alptraum, aber immerhin KONNTE ich durchschlafen – ein Wunder!).

Momentan sitze ich an der Planung für die nächste Woche – das Leben geht ja auch nach der Abschlussarbeit weiter. Aber es ist schon schön zu wissen, dass man den ersten (benoteten) Schritt Richtung Ziel hinter sich gebracht hat. Es folgt noch
– Bewertung durch Schulleitung und Studienseminar
– praktische Prüfung (2 Stunden vor Kommitee halten)
– mündliche Prüfung (mit Praxisproblemen etc.)
Also habe ich ein Viertel hinter mir. Das ätzendste Viertel, meiner Meinung nach 😉

Jetzt muss nur noch am Montag beim durcken & binden alles gut gehen & dann bin ich zufrieden!

In diesem Sinne,
freudige Grüße
Frau A. 🙂

Ps.: Jetzt muss ich erstmal die liegen gebliebenen Sachen aufarbeiten – Rechnungen, Monatsberichte, Schreibtisch aufräumen. Aber alles ist besser, als Abschlussarbeit schreiben.

Pps.: Zum Schluss noch mein Dank. Der geht insbesondere an die großartige, fantastische, phänomenale Miss Korrektur, die mir mit ihren Einwürfen, Ideen und Meckereien die Augen geöffnet und mich auf grobe Mängel hingewiesen hat. Ich bin so dankbar dafür, dass du das auf dich genommen und mir geholfen hast – DANKE! (das Paket für dich ist bald unterwegs). Mein zweiter Dank geht an Schatzi. Dafür, dass er mich in den Hintern getreten, getröstet und vor allem mit leckerer Nahrung versorgt hat. Und dafür, dass er mich immer unterstützt und Verständnis für die vielen Stunden am Schreibtisch hat. 
Es ist schön, dass es Menschen wie euch beide gibt & dass ich euch kennen darf. 🙂 

Frustfraß

13 Dez

…und andere Frustbewältigungsmethoden.

Am liebsten würde ich die ganze Woche streichen. Von Montag bis heute waren alle Tage einfach nur blöd. Ich war kaum zuhause, vermisse meinen Freund, und es wird nicht besser.

Der heutige Tag war Mist, die Kinder waren irgendwie nicht wie sonst und es war einfach nur anstrengend und brachte nicht wirklich etwas. Das lag in der einen Klasse an der veränderten Sitzordnung („Heute darfst du neben dem sitzen, neben dem du sitzen willst“ – keine Ahnung warum die Klassenleiterin das erlaubt hat) und in der anderen Klasse an der mangelnden Fähigkeit zum zuhören (oder an mir. Kann ja auch sein). Dabei hatte der Tag so gut in der Pension mit einem leckeren Frühstück begonnen, darauf folgte ein minimaler Anfahrtsweg, aber das war’s dann auch schon mit den Freuden.

Also was tun, wenn der in-den-Arm-nehmende-Schatzi nicht da ist?!

1. Mit Kollegen quatschen
(danke fürs zuhören. Schön zu wissen, dass solche Misttage normal sind)

2. Abreagieren
Geht bei mir am besten im Werkraum mit der Säge:

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3. Entspannungsversuche
Probierte ich heute am Webrahmen. Wenn man aber falsch anfängt & alles wieder auf machen muss, trägt das leider nicht zur Entspannung bei… :-/

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4. Frustfraß
Funktioniert fast immer. Also erstmal Kuchen vom Bäcker geholt. Links existiert NOCH zur Hälfte, rechts ist schon verspeist.

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Neben Schatzi helfen am besten die Punkte 1 und 4. Leider macht das Essen fett, aber das ist mir grad Wurscht.

Nachdem ich vorhin am Geldautomaten auch noch falsch gedrückt habe, ist die Laune eh im Keller versunken. Jetzt hab ich 200€ in der Tasche. Statt 60€ wie gewollt. Dafür ist meine Kreditkarte jetzt überzogen & ich kann’s nicht ausgleichen, weil ich meine TANs nicht dabei habe. Priiiima. Also auch noch Überziehungszinsen. Tschakka.

Restliche Tagesplanung
– wahrscheinlich kurz heulen
– Planung für morgen (am liebsten würde ich morgen GAR nix sagen & alles nur anschreiben. Vll ist dann Ruhe…) machen
– weben
– irgendwo warme Nahrung besorgen
– früh schlafen

Bin gerade am Überlegen, ob ich vll morgen einfach Heim fahre, dort bleibe & nicht extra abends nochmal zur Lehrer-Weihnachtsfeier anreise. Ich freu mich zwar aufs Essen & quatschen, aber… In den letzten Tagen kam ich eindeutig zu kurz. Seit Dienstag geht’s nur noch um Fahren, Seminar, Schule. Mir fehlt mein Freund, der mal meinen Kopf abschaltet & der mich runterfährt. Einfach indem er da ist.
Komisch, dass er mir nach 9 Jahren immernoch fehlt – selbst wenn es nur 3 Tage sind, die wir uns nicht gesehen haben…

Naja, mal sehen was er dazu sagt. Momentan neige ich dazu, Pläne spontan umzuwerfen & alles zu ändern. Was nicht immer gut ist.

In diesem Sinne:
Grüße aus dem fremden Bett.
Frau A.

Ps.: Dienstag gabs auch schon Frustfraß. Zu nem netten Preis. Aber allein. :-/

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Pps.: „mein“ Bett

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Prototyp

12 Nov

Nachdem heute eigentlich die für meine Abschlussarbeit wichtigste Stunde laufen sollte – die aber absolut nicht zufriedenstellend verlief – nehme ich nächste Woche im selben Themenbereich einen neuen Anlauf.

Heißt: statt mit dem Metallbaukasten werden die Kinder aus Alltagsmaterial eigene Fahrzeuge herstellen.

Den Prototypen dafür habe ich nach der heutigen Werkenstunde gleich in Angriff genommen, weil ich irgendwas machen musste 😉

Hier mein Arbeitsablauf.

Schritt 1: Material vorbereiten
Man braucht:

– Korken
– Holzspieße
– Trinkröhrchen
– TetraPaks / Schachteln
– Papierreste
– Kleber
– Vorstecher
– Bastelschere
Und ggf. Cuttermesser & Heißklebepistole (brauchte ich aber heute nicht)

Die Korken müssen mit der Säge halbiert werden, damit aus ihnen richtige Räder werden.

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Schritt 2: Rohbau
Der Schokomilchkarton wurde ausgespült, abgetrocknet und dann mit Papier wie ein Geschenk verpackt.
Dann kam der gelbe futuristische Aufbau und anschließend die grünen Sitze.
Alles vorher schon gefaltet und dann nur noch an den passenden Stellen mit Kleber befestigt.

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Schritt 3: Radaufhängung
Achtung!
Die Spießer können nicht einfach mit den Korken festgeklebt werden – zumindest nicht, wenn sich die Räder drehen sollen.
Deshalb wird der Spieß durch einen Strohhalm geschoben. Dabei sollte der Holzspieß natürlich länger sein, als der Strohhalm. Beides sollte aber nicht zu weit überstehen.
Dann wird der Strohhalm ganz einfach mit Klebeband befestigt. Wichtig dabei: der Klebestreifen muss richtig nah dran sein. Und die Achsen sollten gerade sein.
Auch wichtig, damit das Fahrzeug nicht eiert: die Korken müssen mittig angebohrt werden (mit dem Vorstecher).

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Schritt 4: Feintuning
Zum Schluss wird das ganze Fahrzeug noch verziert. Ich habe mich auf ein paar ausgeschnittene Formen beschränkt, bei den Kindern wird es sicher bunter & wilder werden 😉

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Vielleicht ist das für euch ja eine interessante Anregung, um in der Schule oder Zuhause auch mal mit Kindern sowas zu machen 🙂

In diesem Sinne: schönen Abend noch!
Frau A.

Ps.: Wie findet ihr mein Auto? Mir gefällt’s 🙂

Guter Start!

5 Nov

Heute war ein guter Tag. Gemeinsam aufstehen mit dem Liebsten, zusammen im Bad fertig machen, Abschiedskuss, Fahrt zur Schule (komisch, dass es so hell ist – damit hatte ich nicht gerechnet) – dort noch fix in den Hortraum von Klasse 1 geschlichen und aus Lego nen Anhänger gebaut (für die Werkenstunde – Anschauung ist alles!).

Dann ging es auch schon los. Noch vor dem Klassenraum kamen mir Schüler entgegen. „Frau A., ich hab dir Bücher mitgebracht!“ „Frau A., die Lotta hat ein Geschenk für dich!“ Okay, erstmal rein in den Raum. Dort kamen gleich mehrere Kinder auf mich zu, umarmten mich freudig & strahlten – so hab ich das gern. Dann kam Lotta auf mich zu & überreichte mir ein Geschenk. MIR! Ich wusste gar nicht so recht warum, aber freute mich. Ein selbstgestalteter Teelichthalter aus Glas mit Elektro-Teelicht drin – cool!
Meine Mentorin & die Horterzieherin bekamen auch eins 🙂
(es stellte sich dann heraus, dass die Kleine Geburtstag hatte… auch schön, am eigenen Geburtstag Geschenke VERTEILEN!)

Nun ja. Nachdem ich eine Stunde bei meiner Mentorin hospitiert hatte, war ich dran. Thema Thermometer. War vor den Ferien schonmal kurz dran, aber da habe ich die Kinder ein wenig überfordert. Ablesen erfordert Übung, und das war heute auch unser Ziel. Nach dem Einstieg über ein Rätsel (sinngemäß: Herr Celsius hat es erfunden. Es besteht aus bestimmten Teilen. Die Zahlen Null und 100 spielen eine wichtige Rolle. Es zeigt an, wie warm oder kalt etwas ist. ) kamen die Kinder auf die Lösung. Dann sind wir schrittweise die Hinweise durchgegangen, haben die Teile des Thermometers beschriftet, über Gefrier-und Siedepunkt gesprochen und dann mithilfe von Zahlenstrahlen das Ablesen von Zahlen geübt (Partnerarbeit). Funktionierte wirklich gut. Auch das Ablesen der Temperaturen auf den gezeichneten Thermometern war dann kein Problem mehr. Am Stundenende beauftragte ich noch vier Schüler, einen Forscherauftrag zu morgen zu erledigen. Bin schon gespannt, ob sie es wirklich gemacht haben und welche Ergebnisse dabei herausgekommen sind. Dazu aber morgen mehr. 😉

Das Tafelbild sah in etwa so aus (wurde natürlich schrittweise aufgebaut):

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(Dort wo das X unter den Thermometern steht, hätten Minusgrade abgelesen werden sollen – das machen wir dann morgen separat)
Die Thermometer stammen aus einem Arbeitsblatt im Internet, die Kinder hatten das AB, und ich die vergrößerten Thermometer (einfach rauskopiert, vergrößert, laminiert, fertig) an der Tafel.

Yo. Danach ging’s an die Werkenstunde, über die ich mir gestern stundenlang den Kopf zerbrochen hatte. Den Einstieg nutzte ich, um noch einmal die verschiedenen Bauteile zu wiederholen. Das war auch nötig, da die letzte Modellbau-Stunde noch vor den Ferien war und ich dabei nicht anwesend war.
Dann folgte die Motivation, indem ich den Kindern eine (fiktive) Geschichte vom Wochenende erzählte. Sinngemäß „Ich war am Wochenende bei einer Freundin. Dort haben wir die letzten Äpfel von den Bäumen geerntet. Habt ihr eine Idee, wie man so viele Äpfel vom Baum in die Scheune bekommen kann?!“
Von Korb über Sack bis zur Schubkarre waren alle Ideen dabei. Auch die von mir favorisierte Antwort „mit einem Anhänger“ kam vor. Puh! 😉
Danach zeigte ich verschiedene Ausführungen von einachsigen Anhängern (meine heute morgen eilig ausgedruckten Bilder hab ich natürlich vergessen zu nutzen) und ließ die Gemeinsamkeiten aufzählen.
— ich spule jetzt mal vorwärts —

Jedenfalls waren die Kinder Top motiviert, ich musste kaum helfen und ALLE schafften die Vorgabe. Viele montierten noch zusätzlich einen Rahmen, „damit die Äpfel nicht herausfallen“ oder einen Ständer, „damit der Anhänger gerade steht“. Sie wurden richtig kreativ. Manche Jungs verpassten ihrem Anhänger sogar Rückleuchten (aus Schrauben)…zum Schießen! 😉
Am Ende wurden die Anhänger verglichen, Mankos festgestellt, Hinweise gegeben und die bedeutsamen Stellen herausgestellt. Die Kinder waren zufrieden – ich auch – und machten sich an die Demontage. Die gehört im Modellbau nämlich auch dazu…am Ende muss das Modell wieder zerlegt werden, damit andere Kinder ebenso damit arbeiten können. Interessanterweise geschah das ohne Murren – faszinierend!

Bilder? Klar!
Mein Modell:

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Beispiele von einachsigen Anhängern:

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…und eine kleine Zusammenfassung (rechts unten die Rücklichter):

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Fazit: zufrieden. Sehr! Ich freu mich schon auf die Modellbau-Stunde nächste Woche. Da steigt das Niveau & es kommt der Aspekt Bewertungskriterien dazu – wird spannend!

Einzig doofe Sache: zwar sind die meisten körperlichen Beschwerden weg, dafür hat sich mein Körper (wie prophezeit) was Neues ausgedacht: Augenzucken. Rechts. Olé!

Naja, wird auch wieder verschwinden 😉

Jetzt gönne ich mir meinen Mittagschlaf & dann fasse ich die Werken-Erkenntnisse des Tages für die Abschlussarbeit in Worte.

Liebe Grüße,
Frau A. wie „Ach, ist Schule toll!“

Ferienfazit

4 Nov

So, die beiden Wochen Erholungspause sind rum.
Was hab ich geschafft?
Objektiv: nicht viel
Subjektiv: nichts 😉

Stört mich aber auch nicht so sehr. Das Ausschlafen hat mir gut getan, genauso wie den Tag im Nachthemd verbringen, fast nur Brille tragen, einschlafen wenn man müde ist, Freunde besuchen, abends mit Schatzi auf der Couch zu liegen, sich frühs nochmal umzudrehen, zu grinsen wenn andere was von Arbeit schreiben, geplante Dinge auf „morgen oder so“ zu verschieben…oder auch kurz vor Mitternacht zu bloggen – wie gerade.

Alles Dinge, die in der letzten Zeit nicht möglich waren oder die ich mich nicht getraut habe zu tun. Und es war toll, mal loszulassen und durch den Tag zu treiben.
Gestern habe ich sogar (das erste Mal seit MONATEN) wieder Alkohol getrunken. Das hab ich mir lange nicht erlaubt – aus Angst, katerbedingt den nächsten Tag zu vergammeln… Nun ja. Gestern gab es den ersten Glühwein der Saison. Bei einer Freundin. Aus der Mikrowelle. Erhitzungszeit mindestens 3 Minuten. Heißt: in dem Glühwein war gar kein Alkohol mehr. Aber das war mir auch egal – mir reicht auch alkoholfreier Glühwein (hach, Glühwein…Weihnachtsmarkt…gebrannte Mandeln…bald!!!!).

Jedenfalls war heute wieder ein Planungstag. Man muss ja wieder reinkommen in den Schulrhythmus. Geschafft habe ich die beiden Stunden zum Thermometer und nach einiger Quälerei auch die erste Doppelstunde zum Modellbau.
Das hier wird’s werden:

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Für die Laien: ein einachsiger Anhänger. Gebaut mit einem Metallbaukasten. Aus tiefsten DDR-Zeiten 😉

Mal sehen, wie das morgen klappt. Mögliche Schwierigkeiten: die Rundstäbe sind ziemlich kurz, also wird es knapp mit Kontermuttern & Rad. Aber es wird schon werden. Und wenn nicht, gibt’s eben spontane Problemlösung. Immerhin kenne ich ja EINEN möglichen Knackpunkt schon 😉

Ich lass mich einfach mal überraschen!

In diesem Sinne: gute Nacht!
Eure Frau A.

Ps.: Eine meiner Ferienbeschäftigungen war übrigens auch das hier:

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Ja richtig – ich habe eine Tamagotchi-App. Sagt das jetzt was über mich aus? Bin auf eure Deutungen gespannt 😉

Krieg auf dem Schulhof

27 Sep

Uuuuh, heute ein brachialer Titel für den Artikel…aber irgendwie fühlte es sich so an…

Kurzer Rückblick: 
In einer der letzten Dienstberatungen sagte mein Schulleiter:
„Sie wollen doch ne richtige Lehrerin sein, oder?“
Ich: „Na klar!“
Seitdem hab ich auch Hofaufsicht. 😉

Nachdem letzte Woche friedlich verlief, sah das heute schon ganz anders aus [an dieser Stelle nur ein AUSZUG! aus den 20 Minuten]:

Streit 1 („Der hat mich geschubst!“) geschlichtet. Wer sich nicht verträgt, sollte sich aus dem Weg gehen.

Streit 2 („Die Großen ärgern mich!“) kurz beobachtet. Gesehen, dass die Großen den Kleinen wirklich über den Schulhof gejagt haben. Alle 3 beigepfiffen, sie zur Rede gestellt & wieder entlassen. War nicht schön, die angsterfüllten Augen des kleinen Jungen zu sehn. Nee, sowas geht gar nicht. Also jemanden jagen, obwohl gar nicht fangen gespielt wird.

Situation 3 („Ich bin hingefallen. Mein Knie tut weh!“)
kurz getestet, Knie für heil befunden. Angewiesen, dass nicht auf die Holzdinger gegangen wird, wenn es nass ist. Da sind die nämlich sau rutschig. Ich dachte, sowas weiß man. Nun ja.

Situation 4 („Guck mal, an dem Apfel sind braune Stellen.“)
mit „Dann beiß nur von der anderen Seite ab“ gelöst. Auf die Idee wäre die Kleine nämlich nicht gekommen. Dann schien sie zufrieden zu sein.

In Situation 5 kam niemand zu mir, das beobachtete ich selbst. 3 Schüler aus Klasse 4, die sich gegenseitig in die Magengegend traten und wirklich übel umherschubsten. Eine davon weinte. Also ein kurzes, lautes „HEY!!!!“, alle 3 beigepfiffen und mir auch von einem Unbeteiligten die Situation erklären lassen. Dabei den Arm tröstend um das weinende Mädchen gelegt. Fazit: Alle 3 hatten irgendwie Schuld, auch wenn der Auslöser (wie eigentlich immer bei sowas) pillepalle war. Also ermahnt, dass nicht getreten & geschubst wird. Und gefordert, dass sich gegenseitig entschuldigt wird. Ein Mädchen stellte sich quer & zickte. Nach der Ansage: „Wenn das jetzt nicht klappt, kannst du auch gerne die Schulregeln abschreiben“ fügte sie sich aber.

Dann kam das erlösende Klingeln am Ende der Pause. Puh.

Da war es fast schon gut, dass ich heute keine eigenen Stunden halten musste. Normalerweise steht das so auf dem Plan, aber für heute war ein Wandertag angesetzt, der aber wetterbedingt verschoben wurde. Die Stunden waren natürlich nicht vorbereitet, aber meine Kolleginnen hatten eh schon ihre Stunden geplant. Also läuft ab morgen wieder alles nach Plan (1x Ma, 1xD) und dann passt das 🙂

Highlight des Tages: 
Nach Unterrichtsende war ich wieder in meinem Lieblingsraum, um den nächsten Unterrichtsbesuch in Werken vorzubereiten. Montag werde ich wieder in Mathe & Werken beobachtet. Für die 2. Klasse steht ein Laufigel auf dem Programm. Den wollte ich heute schonmal vorbereiten (Sachen in Werken sollte man IMMER vorher einmal selbst ausprobieren, ganz wichtig!). 
Auf dem Weg nach oben, um Papier zu holen, lief mir der Hausmeister über den Weg. Er schob gerade die Tischtennisplatte aus der Turnhalle, um Platz für den morgigen Unterricht zu machen.
Auf sein: „Spiel´mer ne Runde?“ antwortete ich mit „Klar!“…Er: „Kannst du das?“ Ich: „Na sicher!“
…dann schoben wir die Platte wieder rein & spielten ein paar Runden. Meistens führte ich & verlor dann nach einem 10:10. Verdammt!  Ich glaube wir haben 6 Sätze gespielt…am Ende stand es 5:1 für ihn – aber immer knapp!
Trotzdem hat es Spaß gemacht – Tischtennis fand ich schon immer toll. Mein Papa hat sogar ne Platte in der Garage stehen, dort spielen wir im Sommer immer mal…

Nun ja. Danach wurde ich noch auf einen Tee ins Hausmeisterzimmer eingeladen (wenn ich groß bin, will ich auch ne Werkbank mit Schraubstock & Co…), rupfte dort ein bisschen Papier für den Igel, quatschte und verließ dann gegen halb 3 die Schule. Sehr schön!

Heutiges Fazit: 
Hausmeister & Sekretärinnen sind toll. Zumindest alle, die ich bisher kennenlernen durfte.

Deshalb die Frage des Tages an euch:
– habt ihr auch so nen netten Hausmeister? 
– ist eure Sekretärin auch so ein Goldschatz?
– oder kommt ihr mit diesen Leuten nicht so zurecht?
– UND: was waren eure krassesten Schulhofszenen? 

Schonmal vielen Dank für die Antworten,
Liebe Grüße,
Frau A. 🙂

An Tagen wie diesen…

25 Sep

Es gibt ja so Tage, an denen läuft alles schief, nichts klappt und man wünscht sich, im Bett geblieben zu sein.
Heute war keiner davon.
Im Gegenteil!

Heute habe ich ich mich gefühlt wie ein Glückspilz – und das gleich an mehreren Orten.

1. Frühs im Bett
Jeden Morgen wache ich neben dem tollsten Menschen der Welt auf – und das wirklich Schlimme am frühen Aufstehen ist eigentlich, ihn dort zurück zu lassen & wegzufahren. Am liebsten würde ich nämlich den ganzen Tag mit ihm verbringen…aber die Schule ruft & auf die freu ich mich ja auch.

2. Auf dem Weg zur Schule
Neben den gefühlten 100 Hindernissen und Umleitungen gab es heute nämlich wieder eine böse Überraschung: wenige Orte vor meiner Schule: „SACKGASSE – Ortsdurchfahrt XY gesperrt“. Mist! Und noch mistiger, dass sie das Schild erst ans Ortseingangsschild stellen, nachdem man mehrere Kilometer sinnloserweise dort hin gefahren ist.
Todesmutig wagte ich mich trotzdem in den Ort…und kam durch!
Die Arbeiter markierten gerade etwas auf der Straße und es war noch alles frei…bin ich froh, dass ich das gemacht habe – sonst hätte ich mindestens 30km Umweg fahren müssen. Tschakka!

3. In der Schule
Heute hatte ich kurz mal nur eine halbe Werkengruppe, also 7 Schüler – und es war echt himmlisch mit so wenigen Kindern zu arbeiten. Der Ablauf war schnell geklärt (wieder Holzpuzzle) und dann ging´s los – die Ergebnisse waren wesentlich besser als die der Gruppe von letzter Woche – entweder waren die Kids heute SO gut oder ich hab letzte Woche nicht SO gut erklärt. Nun ja. Jedenfalls war ich heute mit ihnen alleine & es hat echt Spaß gemacht – mal so ganz ohne zusätzlichen Lehrer 😉

4. Bei Deichmann
Jaaa – ich musste heute ein bisschen Wartezeit überbrücken und bin da mal rein…und kam 10min später mit neuen supercoolen Schuhen raus. Hab mich echt drüber gefreut, weil ich lange lange LANGE keine neuen Schuhe mehr gekauft habe.

5. Beim Zahnarzt
Zum Glück hat mir meine Mutti NIE Angst davor gemacht. Im Gegenteil. „Ach, das ist doch nicht schlimm…“ [Im Nachhinein habe ich erfahren, dass SIE richtig Schiss davor hat…hat sie mir aber NIE gesagt, echt cool von ihr…]
Auch heute habe ich noch kein Panik wenn ich weiß, dass ich mal wieder hin muss. Der heutige Grund war eh mehr ein optischer, kein Bohren oder so – also war das sowieso kein Problem. Und über das Ergebnis habe ich mich RIESIG gefreut…wieder Glück gehabt! [Mal sehn ob ich noch so denke, wenn die Rechnung kommt…Privatpatient…]

6. Im Technik-Laden
Da bin ich hin, weil ich nen Nano-SIM-Adapter gebraucht habe. Bei Amazon kostet sowas 6-7€ und ich wollte mal den Ladenpreis checken. Also dort rein, eine Bekannte getroffen, gefragt… und dann den Adapter mit den Worten „Ach, das Zeug kam eh ohne Lieferschein und Preis, das geb ich dir so!“ geschenkt. Herrlich!

7. Bei Schatzi auf Arbeit
Dort bin ich nach meinem Stadt-Ausflug kurz vorbei und er hatte tatsächlich nen Moment um die neuen Schuhe & Zähne zu bewundern – und mir zu sagen, dass ein Paket für mich angekommen ist… 😉  [hatte in einem Depressionsanfall im dreistelligen Bereich bei OTTO bestellt – fragt mich nicht wieso…]

8. Im REWE
Da gabs ein paar spontane Schnäppchen und ich wurde ÄUSSERST nett von einem mir unbekannten älteren Mann angelächelt. War irgendwie cool, anscheinend habe ich die Fröhlichkeit wirklich ausgestrahlt…

9. Beim Lotto-Spielen
…bei dem ganzen Glück heute habe ich spontan beschlossen, mir nen Lottoschein zu gönnen. Lustigerweise genau den mit dem Geburtstdatum meiner Mutti – morgen ist die Ziehung, mal sehn ob sich die Strähne fortsetzt 😉

10. Bei einer Freundin
Dort schaute ich spontan noch vorbei und erfuhr dort schöne Neuigkeiten. Und es gab ein Sektchen 😉

11. Zuhause
Vor lauter Freude heute habe ich für Schatzi & mich was gekocht und es hat sogar geschmeckt. HA!

^^
Also mit dem Tag kann ich echt zufrieden sein, denke ich…

Natürlich sind heute auch weniger gute Dinge passiert, aber das Glück hat heute definitiv überwogen.

Weniger gut?
Hm.
Ja.

In der Werkenstunde kam plötzlich ein lauter Ruf von einem Werktisch.

„FRAU A.!!! Der Dominik hat sich IN DEN FINGER GESÄGT!!!!“

Erste Reaktion: WAS????
Zweite Reaktion: Hingelaufen zu dem armen Würmchen & geguckt was los ist.
Mit blutiger Hand saß er auf dem Boden neben der Werkbank 
Dritte Reaktion: Tuch um den Finger und mit Begleitung ab zur Sekretärin geschickt.

Keine Ahnung ob das richtig so war, aber nach 10 Minuten kam er mit Pflaster wieder & arbeitete seelenruhig an seinem Puzzle weiter. Puh!

Was habe ich gelernt? 
– gerne auch 100 Mal sagen „Passt auf eure Finger auf“
– erstmal im Werkraum gucken, obs da nen Verbandskasten etc. gibt – hätte ja sein können, dass im Sekretariat niemand ist & ich ihn verarzten muss…
– immer schön ruhig bleiben, Panik bringt da gar nix 🙂

Jupps. Mal abgesehen von dem letzten Ereignis war´s heut richtig gut. Und bevor ich mich vor Freude wiederhole und euch langweile mache ich Schluss für heute. War diesmal ein bisschen persönlicher & mit weniger Schule, aber das schadet ja auch nichts, oder?!

In diesem Sinne,
liebe Grüße,
Frau A. 🙂

Ps.: Bevor ich`s vergesse…wieder ne Frage an euch: Hattet ihr auch schonmal nen blutigen Zwischenfall in der Schule? Wie habt ihr reagiert? Habt ihr immer Pflaster vor Ort? Gibt es Verantwortliche für solche Unfälle an euren Schulen? 

 

Anleitung: Mein Holzpuzzle

18 Sep

Heute mal wieder ein Bericht aus meinem Lieblingsraum der Schule – dem Werkraum. Ich mag schon den Geruch und die Atmosphäre wenn man da rein kommt – herrlich. Und ich mag es auch, dort festzustellen, dass ich Sägespäne an der Nase habe 😉

Nachdem die 4.-Klässler fleißig (diesmal unter meiner Anleitung) gearbeitet hatten, entließ ich sie in die Freiheit und nahm selbst Platz an der Werkbank.

Zuerst habe ich den Rahmen angerissen.

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Außenmaß 12cm, Innenmaß 9cm.

Danach dachte ich mir 7 Puzzleteile aus (mehr wird leicht unübersichtlich & schwieriger zu sägen, je kleiner die Teile werden):

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Dann ging es ans Sägen. Werkzeug des Tages: die Laubsäge. Zuerst wurden die Außenseiten gesägt:

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Um innen dran zu kommen, bohrte ich Löcher in die Ecken und spannte das Sägeblatt dort wieder ein:

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Dann sägte ich die Innenseite des Rahmens aus:

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Nächster Schritt: die Puzzleteile aussägen. Das sah dann so aus:

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…ganz schön krisselig. Die ausgebrochenen Stellen wurden deshalb nochmal schön mit Schleifpapier bearbeitet um dann so zart auszusehen:

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Ein erster Test zeigte: Passt!

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Also wurde noch ein Stück weinroter Karton (die Kombination aus hellem Sperrholz & weinrot finde ich klasse) unter den Rahmen geklebt. Bzw der Rahmen auf den Karton 😉

Und fertig war das Holzpuzzle!

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Cool, oder?

Die Schüler werden etwa 3 Unterrichtsstunden daran arbeiten. Viele haben heute in der Doppelstunde schon mit dem Sägen der Puzzleteile begonnen. Manche haben sogar schon geschliffen.

Für die Schüler steht noch Punkt 6 (die Gestaltung) auf dem Programm. Mein Beispiel lasse ich aber so, weil es mir so besser gefällt.

Hier die Arbeitsschritte nochmal aufgelistet:

20120918-151818.jpg

Natürlich wurde zu jedem Schritt das notwendige Material und der genaue Ablauf erklärt.

Mein Fazit: prinzipiell okay.
Ich habe mal wieder Kleinigkeiten vergessen („Säge rechts vom Anriss!“), die zu groben Sägefehlern geführt haben. Die Mädels schnitten heute übrigens wesentlich besser ab.
Ach ja, die Klasse kannte ich bisher nicht. Sie waren extrem ruhig und starrten mich nur die ganze Zeit an. Dabei sah ich heute gar nicht soooo schlimm aus 😉

Zum Schluss noch mein Highlight des Tages.
In der Doppelstunde Werken war die eigentliche Lehrerin ja auch anwesend. Sie moderierte mich an (ja, echt) und nannte mich durchgängig immer wieder „Fräulein A.“…fand ich irgendwie niedlich. Fräulein…Ich…Hehe.

Mit dem heutigen Tag bin ich (aus diversen Gründen) sehr zufrieden. Morgen werde ich mal in ner 5. Klasse am Gymnasium hospitieren (Auftrag vom Studienseminar), Donnerstag stelle ich mich an einer Regelschule vor (auch um dort evtl zu hospitieren) und dann ist schon bald wieder Wochenende. 😉

In diesem Sinne:
Adios Amigos!
Eure Frau A.

Ps.: Danke für die vielen Kommentare zum gestrigen Artikel. Es ist wirklich interessant, eure Meinung & eure Erfahrungen zu hören. Danke dafür!