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Linktipp: Ein Studienreferendar erzählt

29 Jul

Auch in Sachsen ist nicht alles Gold was glänzt. Gymnasiallehrer sollen z.B. in Grundschulen unterrichten…eine von vielen weitere Schweinereien.
Das Gute: die Referendare machen endlich auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam…aber lest selbst!

http://www.l-iz.de/Bildung/Leipzig%20bildet/2013/07/Ein-Studienreferendar-erzaehlt-50039.html

Liebe Grüße,
Frau A. 🙂

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Fazit Mündliche Prüfung

26 Mai

Am 23.5.2013 war es soweit. Die letzte Prüfung stand an.
Ich war am Vorabend schon in der Seminarstadt eingetroffen, es gab leckere Waffeln zum Dinner, dazu ein Sektchen, alles ganz entspannt. Nachdem meine Freundin ins Bett gegangen ist, saß ich noch ein bisschen, blätterte in den Unterlagen und ging dann gegen halb 12 schlafen.

VOR der Prüfung
Am Prüfungstag wurde in 2 Durchgängen geprüft. Vormittags und Nachmittags. Ich war in der zweiten Gruppe, deren Prüfungen ab 13:00 anstanden. Nur blöd, dass ich schon 6:30 hellwach im Bett saß und noch über 6 Stunden überbrücken musste. Sofort nach dem wach werden war ich irgendwie hibbelig und aufgeregt.

Dann klingelte mein Telefon. Mein Chef war dran und wünschte mir viel Erfolg bei der Prüfung. Fand ich cool. Sein Tipp um die Zeit rumzukriegen: „Gucken Sie sich doch nen Film an!“ – Dazu war ich aber nicht in der Lage. Stattdessen lenkte mich ein Kumpel per SMS ab…und dann klingelte das Telefon erneut. Ein Freund & ehemaliger Studienkollege, der das Ref bereits im Februar beendet hat gab mir letzte Tipps und quatschte so lange mit mir, bis die Nervosität fast weg war. DANKE DANKE DANKE!
Dann traf ich mich mit einer anderen LAA und unseren Vfa’s (Verantwortlichen für Ausbildung uns unseren Schulen – sie waren Teil der Prüfungskommission) und wir machten uns auf gen Studienseminar.
Dort saßen die anderen aus Gruppe 1 schon glücklich und zufrieden mit ihren Zeugnissen und Sektgläsern rum. Echt blöd, wenn man selbst noch alles vor sich hat.

BEI der Prüfung
Die Prüfung lief so ab wie angekündigt. Die ersten 5 Minuten das auswendig gelernte Einsprechthema runterbeten, dann die beiden Praxisprobleme durchlesen, eins auswählen, Stichpunkte dazu machen und dann reden, reden, reden. Als mir nix mehr einfiel, wurden Fragen gestellt. Sobald die Prüfung losging war ich nicht mehr nervös. Ich wusste, dass ich mich vorbereitet hatte, also was sollte passieren?
Nach exakt 30min Prüfung ging es zurück in den Aufenthaltsraum. Dort wurde sich kurz mit den anderen LAA ausgetauscht (wir wurden ja parallel geprüft), nochmal kurz in die Unterlagen geschaut und dann zur nächsten Prüfung gestartet.

NACH der Prüfung
Als wir alle 3 Prüfungen hinter uns hatten, fiel die Nervosität vollends ab. Wir klatschen uns ab, umarmten uns und warteten dann auf die Verkündung unserer Noten.
Meine Gefühle waren gemischt. 2mal hatte ich ein gutes bis sehr gutes Gefühl, einmal ein mittemäßiges. Besonders in Werken fand ich mich persönlich sehr stark. Gerade weil ich ein Thema hatte, in dem ich mich super auskenne, schon viel gemacht habe und gut reden konnte. Trotzdem bekam ich nur ne 3. Unverständlich.

Die Notenverkündung
Nachdem etwa 45min vergangen waren, wurden wir in alphabetischer Reihenfolge einzeln in einen Raum gerufen. Dort teilte uns die Frau vom Schulamt unsere einzelnen Prüfungsleistungen der mündlichen Prüfung mit. Dann gabs von der Seminarleitung das vorläufige Zeugnis überreicht, worauf die obligatorischen Gratulationen erfolgten.
Von Stolz war hier noch keine Rede, immerhin hatte ich es doch nicht geschafft, noch auf „gut“ zu kommen. Der Durchschnitt rief förmlich „HAHA, knapp daneben ist auch vorbei!“ – aber damit hatte ich ja gerechnet.
Auf dem Flur folgten dann noch Gratulationen und gute Wünsche von anderen Fachleitern.

Besonders intensiv war die die Begegnung mit der Fachleiterin, die auch in meiner praktischen Prüfung anwesend war. Ich glaube sie sagte auf dem Flur nur einen Satz, aber der Blick in ihre Augen zeigte mir irgendwie, dass sie sich dessen bewusst ist, was diese Bewertung damals für mich bedeutet. War eine ganz eigenartige Situation und ich bilde mich auch ein, eine Träne in ihrem Auge gesehen zu haben. Wir atmeten beide tief durch und umarmten uns…Puh. [das Ganze ist so unwirklich, weil ich von ihr sehr viel gelernt habe, sie sehr schätze, aber sich das NULL in meinen Bewertungen niedergeschlagen hat]

DANACH
wurden die andere LAA und ich von unseren VfA’s noch zu einem Eis eingeladen. Dann ging’s nach Hause. Es war inzwischen schon fast 18 Uhr.

Auf der HEIMFAHRT
Bevor ich losfahren konnte, musste ich erstmal gefühlte 10000 Nachrichten und Mails beantworten. Dann stöpselte ich mein Handy an und hörte solche Lieder wie DIESES (besonders ab 1:14 bzw. der Refrain sprechen mich da an) und sang lauthals mit. Irgendwann überkam mich der Wunsch, jemanden anzurufen. Ich entschied mich für meinen Papa (mit Mutti und Schatzi hatte ich zwischendurch schon geredet).
Er ging ran, fragte wie’s gelaufen ist und dann sagte ich zum ersten Mal den Satz:

Papa, ich bin jetzt Lehrerin!

Dann fiel dieser Brocken plötzlich von mir ab und mit 160 Sachen auf der Autobahn kamen mir die Tränen und ich heulte voll los. Sturzbäche. Rotz und Wasser.

Papa ich habs geschafft!
Ich bin Lehrerin.
Richtige Lehrerin.

Endlich!

Am Ende der Leitung war es kurz still. Ich glaube mein Papa musste sich auch erst sammeln. Das große Kind hat nach 7 langen Jahren mit vielen Höhen und Tiefen ihr Ziel erreicht. Lehrerin. Wahnsinn.

Und ich muss hier an dieser Stelle ganz ehrlich sagen: ohne meinen Freund und meine Familie wäre ich an manchen Tagen wahrscheinlich durchgedreht. Aber es war immer jemand da (und sei es nur am Telefon), der mir mein Ziel wieder vor Augen gehalten hat. Der gesagt hat, dass ich das schaffe. Dass ich mich durchbeißen soll. Dass ich mal ne Pause machen soll. Dass sie an mich glauben.

DANKE dafür!!!

Auf dem Heimweg hielt ich noch kurz bei meiner Mutti an. An der Haustür fielen wir uns heulend in die Arme. Freude und Stolz, dass es nach der langen Zeit endlich geschafft ist.
„Meine kleine Lehrerin“…sobald das in den letzten Tagen jemand gesagt hat, hätte ich losheulen können. Meine Mutti wollte vor Freude sogar meine ehemalige Grundschullehrerin anrufen und ihr davon berichten 😉

Zuhause angekommen war das alles noch ganz unwirklich. Schatzi schaute mich mit einem ganz besonderen Blick an…und wieder: „Meine kleine Lehrerin“ – Freudentränen.

In der Nacht konnte ich mal wieder richtig schlafen…und obwohl die Nacht nur 5 Stunden lang war, war ich am nächsten Morgen fit.

In der SCHULE
Freitag vertrat ich meine Mathementorin, u.a. in meiner Matheklasse. Die Schüler wussten ja, dass ich am Tag davor Prüfung hatte. Also erzählte ich ihnen, dass ich die Prüfung geschafft habe und nun eine richtige Lehrerin bin.
Und was machten sie?
Sie applaudierten wie wild und freuten sich mit mir 🙂
Die Stunden schüttelte ich aus dem Ärmel, selbst eine Vertretungsstunde in einer mir bisher unbekannten Klasse war kein Problem. Der Tag war einfach nur cool. Erleichtert, entspannt, froh.

Was ändert sich jetzt?
1. Ich glaube die wichtigste Neuigkeit ist, dass dieser immense Druck abgefallen ist. Es kommt keiner mehr, der mich beurteilt. Ich muss keine Ausarbeitungen mehr schreiben. Ich kann einfach nur Lehrerin sein. Das, was ich schon immer sein wollte.

2. Ich habe wieder soziale Kontakte. So viele Menschen, wie ich dieses Wochenende gesehen habe, habe ich sonst in 2 Monaten nicht getroffen. Und so viele Sachen haben wir sonst auch nicht gemacht. Ich war bei meiner Mutti, bei den Schwiegereltern, auf nem Geburtstag, bei einer Freundin, bei einem befreundeten Pärchen und sogar schick Essen mit Schatzi.
Und das Beste: all das OHNE schlechtes Gewissen. Ohne zu denken „Ich muss noch dies, das und jenes machen“. Herrlich!

…eine Sache gibt es noch, die wieder neu für mich ist. Ich habe erstmalig seit mindestens anderthalb Jahren wieder ein Buch zu meinem privaten Vergnügen in die Hand genommen. Damit hab ich mich in mein Bett gekuschelt und einfach nur gelesen. Stundenlang. Mitten in der Nacht, frühs, nachmittags…einfach so! Und es war toll. Ich hatte ganz vergessen, wie schön es ist etwas zu lesen.
[Übrigens ist es das Buch von Philipp Möller: „Isch geh Schulhof“ – hat mir meine Lieblingsmentorin zur bestandenen Prüfung geschenkt. Danke nochmal!]

Jepp. Jetzt muss ich aufhören zu schreiben. Mein Kuchen will nämlich vollendet werden.
Ja, richtig gehört: Kuchen. Dass mein Hirn sich langsam entspannt merke ich auch daran, dass ich plötzlich Lust hatte, nen Kuchen zu backen. Einfach so. Sonntag nachmittag. Irre.

Aber ihr habt Recht: es ist ein tolles Gefühl, alle Prüfungen hinter sich zu lassen und sein Ziel erreicht zu haben. Noch am Prüfungsabend saß ich an meinem Schreibtisch und suchte die Zeugniskopien für meine Bewerbung raus. Dabei wurde mir erstmal bewusst, was ich schon alles geschafft habe in den letzten Jahren…
2006 – Abitur
2009 – Bachelor of Arts
2011 – Master of Arts
2013 – 2. Staatsexamen = Grundschullehrerin
…und das alles mit 25. Verrückt!

Wie geht’s jetzt weiter?
Schule und Studienseminar laufen ganz normal weiter. Einmal wöchentlich Seminarveranstaltungen, ansonsten Schule. Bis zu den Sommerferien. Irgendwann sind dann die Vorstellungsgespräche (in Thüringen schulamtsbezogen) und dann hoffe ich, dass sich jemand findet, der eine junge, motivierte Lehrerin einstellen möchte 😉

Welche Ziele habe ich noch?
Ich würde gerne noch die Zusatzqualifikation machen, um meinem eigentlichen Ziel, Englischlehrerin zu werden näher zu kommen. Dafür muss ich nochmal 2 Semester berufsbegleitend einen Kurs besuchen – aber das ist mir die Sache Wert! 🙂

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal noch einen schönen entspannten Sonntag Abend.
Nochmal vielen Dank auch an euch für’s mitfiebern, beglückwünschen und freuen – es ist echt toll zu wissen, dass es euch gibt und dass ihr euch für mich freut!

Ganz liebe Grüße,
Frau Lehrerin 😉

Ps.: Manchmal überlege ich, es dem Philipp Möller gleich zu tun und auch ein Buch zu schreiben. Oder einen Referendariatsratgeber. Was haltet ihr davon?

Pps.: Der Blog endet natürlich nicht hier – ich werde weiter schreiben! 🙂

Grundschullehrerin.

23 Mai

Bin ich jetzt.
Was sagt ihr dazu?! 🙂

Bin grad auf dem Heimweg, deshalb nicht allzu viele Worte, aber…ich hab’s geschafft! Nach 7 Jahren Ausbildungszeit und vielen vielen verlorenen Nerven darf ich mich ab heute Grundschullehrerin nennen! 🙂

Liebe Grüße und DANKE an alle, die heute an mich gedacht & die Daumen gedrückt haben!

Innere Unruhe

21 Mai

So würde ich meinen Zustand grad beschreiben. Äußerlich cool, innerlich…keine Ahnung.

Dass in meinem Unterbewusstsein was vorgeht, habe ich heute mehrfach gemerkt.

Situation 1:
Nachdem ich eigentlich schon fertig war mit Duschen, begann ich unbewusst nochmal von vorne mit der Waschprozedur.

Situation 2:
Vor meinem Mittagschläfchen ratterte es erstmal 20min in meinem Kopf, bevor ich zur Ruhe kam.

Situation 3:
Habe gerade so ein kribbliges Gefühl im Körper.

Und auch sonst ist das grad eigenartig. Man lernt, kriegt Hunger, isst, wird müde, ratzt, lernt, kriegt Hunger…und stellt am Ende fest, dass man sich dies, das und jenes ja auch nochmal durchlesen sollte.

Ich werde am Donnerstag einfach versuchen das zu tun, was ich in meinen Matheaufzeichnungen irgendwo mal fett bzgl der Prüfung an die Seite gekritzelt habe:

!!! KOMPETENZ ZEIGEN !!!

Nach knapp anderthalb Jahren Ref ist auf jeden Fall Kompetenz vorhanden, sie muss nur noch ausgegraben und gezeigt werden…und ich will mich wenigstens dieses EINE Mal danach nicht ärgern, dass ich dies & das nicht gesagt habe. Wenigstens ein Mal!

Trotzdem bleibt mein Mantra: Cool bleiben. Nicht verrückt machen.

Planung für morgen:
– Friseur
Keine Ahnung warum ich mir den Termin gemacht habe. Vll um per Kopfmassage meine Hirnzellen zu aktivieren?! Aber eher zur Ablenkung, nötig ist der Besuch nicht…
– in die Seminarstadt fahren
Dort noch nen ruhigen Abend mit/bei meiner Freundin verbringen

Der Prüfungstag wird auch ruhig angegangen. Ab 13:00 geht’s für mich los, dann dürfen bis 15:30 die Daumen gedrückt werden…und dann ist’s geschafft!

Egal wie es ausgeht – ich freu mich schon drauf, diesen bösartigen Druck nicht mehr zu haben. Irgendwann muss auch mal Schluss sein damit…denn auch wenn man sich versucht einzureden dass alles okay ist – es drückt schon gewaltig.

In diesem Sinne: ich hoffe, dass ich euch am Donnerstag Abend was positives zu berichten habe.

Vielen Dank für eure lieben Worte und Mutmacher bisher – ihr seid toll & ich freue mich, dass ihr da seid!

Ganz liebe Grüße,
Frau A. wie AchGottchenBaldIstsRum!

Vollste Zustimmung

6 Mai

Da es heute nichts besonders erwähnenswertes gibt und alles gut lief, möchte ich euch zu einem Artikel weiterleiten, dem ich vollstens zustimmen kann.

Er ist in der Süddeutschen Zeitung erschienen und trägt den Titel
„Referendare – der Willkür der Ausbilder ausgeliefert“

Ich finde interessant, dass es offensichtlich in allen Bundesländern und Schulformen eine ähnliche Wahrnehmung bezüglich des Referendariats gibt. Insbesondere hinsichtlich der negativen Seiten 😉

Aber lest mal selbst.

Liebe Grüße,
Frau A.

Zum Artikel: Hier entlang!

Es naht: die mündliche Prüfung

16 Apr

Um nicht über die üblen Nebenwirkungen des Prednisons nachzudenken, dass ich in den nächsten Tagen krankheitsbedingt noch einnehmen muss, lenke ich mich heute mal damit ab, in die Zukunft zu schauen.
Nicht die ferne Zukunft, sondern in die nahe.
Was steht in den nächsten Wochen an:

Das große Ganze steht in der nächsten Zeit unter dem Motto „Mündliche Prüfung“.
Dazu steht in der Prüfungsordnung:

(3) Die mündliche Prüfung für das Lehramt an Grundschulen erstreckt sich auf folgende Gebiete:

1. Pädagogik, Allgemeine Didaktik, Pädagogische Psychologie, soziologische Aspekte der
Erziehung, Schulrecht und Dienstrecht (erste Teilprüfung)
2. Didaktik und Methodik der beiden Ausbildungsfächer, die nicht Gegenstand der praktischen Prüfung waren (zweite und dritte Teilprüfung)

Ablauf der mündlichen Prüfung

Im Allgemeinen besteht jede Mündliche aus 2 Teilen:
– Einsprechthema (5min)
– Praxisproblem (20min)

Das „Einsprechthema“ darf man sich vorher frei wählen / ausdenken. Hierbei darf man 5min zu einem selbstgewählten, klar umrissenen Thema sprechen und dieses sowohl fachlich korrekt, als auch praktisch fundiert darlegen.
Vorher muss das Thema eingereicht und genehmigt werden.
In der Prüfung selbst muss man dazu frei und ohne Notizen sprechen.

Das „Praxisproblem“ ist ein von den Prüfern festgelegtes Problem, zu dem man sein Wissen zeigen muss. Dabei handelt es sich um ein grob umrissenes Problem aus dem schulischen Alltag mit Bezug zum jeweiligen Fach.

In Werken könnte das zum Beispiel so aussehen:
„Im Werkunterricht muss die Lehrerin vermehrt Schüler versorgen, die sich beim Sägen mit der Laubsäge verletzen haben.“ [Kurzform]

Dann sollte man sich u.a. mit dem Lehrplan auskennen (In welcher Klassen wird mit der Laubsäge gearbeitet?) und auch sein fachliches Wissen anbringen (Wurde die Säge richtig eingeführt? Welche Probleme kann es bei der Arbeit geben? Wie kann man sie vermeiden? etc. pp.) Das Ganze garniert mit eigenen Praxisbeispielen, fertig!
Mit seinem Wissen sollte man seine 20min Redezeit möglichst vollständig füllen um Fragen der Prüfer zu entgehen. 😉

Zeitlicher Ablauf (soweit ich das verstanden habe):
– 5min Einsprechthema
– Auswahl des Praxisproblems (man hat 2 zur Auswahl)
– 3min Zeit für Notizen zum Problem
– 20min Redezeit (inkl. Fragen, wenn noch Zeit ist)

Jepp. Die Vorbereitung auf die Prüfung ist je nach Fachbereich ganz unterschiedlich. Die Prüflinge in HSK dürfen sich bestimmte Bereiche ankreuzen, in denen sie gerne geprüft werden würden. Die Prüflinge in Mathe (also ich) dürfen lediglich die Klassenstufe angeben, in der sie unterrichtet haben. Und wie es bei D, Werken und im allgemeinen Seminar aussieht, weiß ich noch nicht.

Was ich ein bisschen doof finde: in Mathe könnte z.B. aus Geometrie als Thema drankommen – auch wenn ich das noch nicht einmal selbst im Unterricht durchgeführt habe. Meine Mathementorin macht Geometrie nämlich immer, wenn ich am Studienseminar bin. Also hab ich weder eine Stunde gesehen, noch eine gehalten. Das ist den Prüfern aber egal. Juchu! 😉

ABER: Es gibt noch ein paar Kniffe, die einen retten können, DENN:
Das Thema, das man als Einsprechthema wählt, wird im Anschluss NICHT in den Praxisproblemen vorkommen.

Heißt: wenn ich Geometrie wähle, wird das danach nicht als Praxisproblem vorkommen. Aber ich könnte mich fachlich im Voraus gut vorbereiten…Hm…

Naja, mal abwarten, wie das Ganze laufen wird. Ich habe jetzt meinen Prüfungstermin, meine Prüfungszeiten und auch die Prüfer erfahren. Dabei werde ich nach der Mittagspause dran sein – wenn alle Prüfer hoffentlich schön gegessen haben und entspannt sind 😉

Nachtrag:
Es sind also 3 Teilprüfungen, die zeitlich mit je etwa 30min angesetzt sind. Also 1,5h Prüfung mit jeweils 30min Pause dazwischen
Nachtrag 2: mein Jahrgang ist der letzte, der nach dieser Prüfungsordnung geprüft wird. Mal sehn wie’s danach wird 😉
.

Also Planung für die nächste Zeit:

– Einsprechthemen überlegen und einreichen
– Einsprechthemen vorbereiten und einüben
– Lehrpläne auswendig lernen (zumindest grob)
– …

Jepp. Das Problem, das ich noch sehe ist: WANN zum Teufel soll ich das machen und WANN soll ich dafür lernen? Der Schulbetrieb geht ganz normal weiter, ich muss ganz normal noch ins Seminar fahren und alles andere läuft auch ganz normal.

Motivation?
In 5 Wochen ist es vorbei!
(Natürlich nur theoretisch – das Ref geht offiziell bis 31.7.-aber in 5 Wochen sind ALLE Prüfungen durch und ich kriege mein Zeugnis)

In diesem Sinne: auf in die letzte Phase der Lehrerausbildung! 🙂

Was mich ärgert.

13 Feb

Ich ärgere mich gerade.
Warum?
Weil ich mich manchmal frage, ob ich der Depp für alle bin.
Egal um welche Aufgaben es im Studienseminar geht, so ziemlich jeder duckt sich ab und will nichts tun. Hauptsache keinen Finger extra krumm machen. Irgendjemand wird sich schon drum kümmern und dafür melden.

Dieser irgendjemand bin in meiner Gruppe meist ich, in der anderen Gruppe auch eine ganz bestimmte LAA.

Heute ärgert es mich besonders, weil die einzige Aufgabe gewesen wäre etwa 10-15 Minuten länger dazu bleiben, um den neuen LAA einige Fragen zu beantworten, und aus der bisherigen Erfahrungen zu berichten. Da wir inzwischen die „Großen“ sind die bald fertig sind, wäre es ein Leichtes gewesen, die Fragen kompetent zu beantworten. Stattdessen verschwanden alle kurz nach Seminarende im Eilmodus und und so standen nur noch ich und die andere LAA dort. Super.
Das ärgert mich auch, weil im Voraus eine E-Mail der ist Seminarleitung einging, in der gewünscht wurde, dass diese Aufgabe diesmal Lehramtsanwärter übernehmen, die in der Nähe des Studienseminars wohnen und keine weite Heimreise haben.
Aber nein. Ich, die zweieinhalb Stunden nachhause fährt und die andere Lehramtsanwärterin, die einen Zug kriegen und auch noch eine Weile nachhause fahren musste, waren da. PLUS eine weitere Person aus unserem Jahrgang. Das war’s.
Ein Armutszeugnis, oder?!
Ich verstehe echt nicht, wieso es manchen Leuten zu schwer fällt, etwas von ihrer Zeit zu opfern um anderen zu helfen. Das kostet nichts, macht keinen Aufwand und hilft anderen enorm weiter. Aber dafür müsste man mal die Perspektive wechseln und sich in andere hineinversetzen. Scheinbar können das nicht so viele – oder sie wollen es einfach nicht.
Das finde ich echt schade, weil es dann immer wieder die selben Personen sind, die sich engagieren. Die sich Gedanken machen. Die sich austauschen. Die ihr Wissen weitergeben.

Ganz ehrlich, ich will dafür keinen Dank keinen Preis und keine Lorbeeren – ich finde es einfach schön anderen zu helfen. Ob ich dann 10 Minuten früher oder später nachhause komme ist mir ziemlich egal. Es freut mich, in den Gesichtern der anderen zu sehen, dass Fragen geklärt wurden und sie etwas optimistischer in die Zukunft schauen. Dass sie weniger Angst vor den Herausforderungen haben.
Einfach etwas gutes getan zu haben.

Es nervt mich einfach, dass bei jeglichen Aufträgen und Aufgaben der Blick zuerst zu mir geht, ob ich mich melde und die Aufgabe freiwillig übernehmen. Oder dass mir ein “machste doch, oder?!“ zugeflüstert wird.
Ja, ich mache es.
Weil ich nicht nur an mich denke, sondern auch mal an andere.
Diese Mentalität scheint in meinem Jahrgang fast vollständig zu fehlen. Finde ich schlimm.

Aber wie Schatzi eben gesagt hat: „Die meisten sind eben sich selbst die nächsten.“

Hm.

Und damit das jetzt nicht falsch interpretiert wird, oder als Lästerei angesehen – ich mag die Leute aus meinem Jahrgang. Wirklich sehr. Jeden einzelnen. Aber manchmal wünschte ich mir ein bisschen weniger meckern und ein bisschen mehr tun. Ein bisschen mehr Initiative.

Nun ja. Da ich ja fast immer das Positive versuche zu sehen:
Wäre ich eher aus dem Seminar weggekommen, hätte ich umso länger im Stau gestanden. Und so konnte ich beim Warten diesen Text hier tippen.
Von daher: alles okay.

Aber manchmal muss ich mich auch einfach mal aufregen.

Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: geht’s euch auch manchmal so oder duckt ihr euch auch lieber ab?

Dies & das & überhaupt

8 Feb

So, mal wieder eine Woche geschafft.
Das Gute daran: wenn die nächste Woche rum ist, haben auch wir Thüringer endlich eine Woche Ferien.

Bis dahin steht an:
Montag: Schulfasching
Dienstag: Schule
Mittwoch: Studienseminar
Donnerstag: Unterrichtsbesuch
Freitag: Projekttag

Also eine Woche fast komplett Ausnahmezustand 😉
Danach hat mein Auto endlich mal ne Woche Ruhe. Bin in den letzten 10 Monaten über 26.000km gefahren…irre!!! Jeder Tag an dem das Auto steht bringt mir also bares Geld. Die Spritkosten für Januar waren übrigens 360€, etwa 6 komplette Tankfüllungen. Das entspricht ca einem Drittel des Referendargehalts. (Darf ich gar nicht so genau drüber nachdenken…)

Ich hatte ja überlegt in den Ferien zur Didacta zu fahren, aber bisher sind die Pläne noch nicht spruchreif & noch nix geklärt. Ich könnte eh nur am Dienstag, weil wir am Donnerstag ja nach London fliegen. Naja, mal sehn.
Hach ja, London. Bin schon gespannt wie das diesmal wird. Im Februar waren wir noch nie dort & zu fünft erst Recht nicht. Ich gehe aber davon aus, dass ich nach den 4 Tagen erst Recht ferienreif sein werde. Was blöd ist, weil wir Sonntag zurück kommen & am nächsten Tag die Schule wieder losgeht. 😉
Aber wird schon irgendwie werden.

Übrigens: Entgegen der Aussage unserer Seminarchefin haben wir in dieser Woche doch noch nicht unsere Prüfungstermine bekommen. Find ich schade, weil die Fachleiter offensichtlich schon wissen, wann wir dran sind – verraten hat aber keiner was. Naja, spätestens im Laufe der nächsten Woche wird dann aber was dick & rot im Kalender markiert…aaaaaaaah!!!
Aber wenn die Hürde genommen ist, ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum offiziellen „Lehrer-Sein“ 😉 Und ich übe derzeit auch fleißig Zielformulierungen, Zielorientierung & Motivationsbogen. Wird schon.

Wer sich gewundert hat, warum ich nix zu meinem Unterrichtsbesuch am Montag geschrieben habe: er hat nicht stattgefunden, weil mein Fachleiter eingeschneit war 😉 Die Stunden liefen trotzdem gut, von daher war das nicht allzu schlimm. Gut vorbereitet war ich ja.

Yo. Ich glaube jetzt ist erstmal alles gesagt die letzte Woche betreffend. Da kann ich ja nochmal raus gehen zum Schnee schippen (mein Rücken wird sich freuen!)

In diesem Sinne: ich wünsche euch ein schönes, erholsames Wochenende!

Liebe Grüße,
Frau A. 🙂

Metaphorisch

30 Jan

Heute nur kurz (bevor mein Schädel explodiert – was für eine Horror-Fahrt!).

Also seid ihr jetzt gefragt.
Im Seminar mussten wir heute diesen Satz vervollständigen:

20130130-195949.jpg

Was würdet ihr dazu schreiben?
Meine Auflösung gibt’s morgen. Erstmal seid ihr dran.

Los geht’s:
Lehrer zu sein ist für mich wie…

Die 2. Lehrprobe

18 Jan

Ja, wo fang ich an. Schwierig, nach diesem Tag.
Heut stand die zweite Lehrprobe auf dem Programm. Darauf freute ich mich schon. Nicht auf die Lehrprobe mit 4 Gästen, aber auf die Stunde und auf das, was ich mit den Kindern vor hatte.
Ich unterrichtete wie geplant, ging auf ungeplante Zwischenfragen (souverän) ein, alles lief.
Am Ende wurde die Zeit knapp (weil ich zu viel in die Stunde gepackt hatte), sodass ich die Arbeit abbrach und die Weiterarbeit auf Montag verschob.
Soviel zur Kurzform.

Danach hatte ich wieder 40min Zeit, um „mir zur Stunde Gedanken zu machen“. Direkt im Anschluss, keine Pause, nix.
„Auf Wiedersehen“ zu den Kindern und dann gleich Auswertung, Auswertung.

Ich war vorbereitet, hatte mir die Reflexionsspinne in eine Tabelle umgearbeitet, um effizient auswerten zu können.
Ich fand Kritikpunkte, Problemstellen, analysierte Schülerarbeiten & schrieb Verbesserungsvorschläge auf.

Dann das Auswertungsgespräch.
Ich brachte alles an, was mir aufgefallen war, reflektierte, sagte was mir zur Stunde einfiel, machte Vorschläge.
Dann waren die Fachleiter dran.
Nach 3 Sätzen zu meiner ach-so-tollen Lehrerpersönlichkeit „(„Die Kinder lieben Sie!“) ging das Gemetzel los.
Der Entwurf? Miserabel!
Die Umsetzung? Oh Gott!
Der Lernzuwachs? Gab es nicht!
Die Reflexion? Unzureichend!
Die Zielformulierungen? Lachhaft!
Das Pensum? Zu hoch!
Die methodische Analyse? Murks!
Die Sachanalyse? Unvollständig!
und und und.
Also volle Breitseite, mitten ins Gesicht.
BÄM.

Ich saß da, hörte zu, biss mir LANGE LANGE LANGE auf die Zunge, lenkte mich mit Nase putzen ab.
Aber dann war das Maß voll & mir stiegen die Tränen in die Augen.

Wie blöd bin ich eigentlich?
Zu dämlich, Ziele zu formulieren.
Zu inkompetent zu erkennen, was die Schüler bewältigen müssen.
Zu was weiß ich nicht alles.

Aber: meine Lehrerpersönlichkeit ist toll.

Nur blöd, dass die nicht bewertet wird, sondern dass es so läuft:
„Frau A., Sie werden an Ihrem Entwurf gemessen!“

Dann ist es auch nicht wichtig, dass ich in der Stunde differenziert habe – es stand ja nicht im Entwurf.
„Wann ist Ihnen das denn eingefallen?!“
Das hatte ich die ganze Zeit geplant und nur vergessen, es aufzuschreiben.
„Das muss alles in den Entwurf. So geht das nicht!“

Puh. Und so ging das ungefähr anderthalb Stunden.
Dies war schlecht, das war noch schlechter. Das war zu viel, das war zu wenig.
Wirklich gut war nix… oh doch, mein Tafelbild, yeah! Und natürlich die Lehrerpersönlichkeit.

Kurz: Es war ganz schön heftig.
Vor allem, dass sich so an dem Entwurf festgeklammert wurde & alles schlecht geredet wurde.
Okay, ich sehe ein, ich habe wichtige Teile vergessen bzw. war mir deren Bedeutung nicht bewusst.
Ich war zu sehr auf HSK und die Ziele diesbezüglich fixiert.
Ich habe in Deutsch nicht deutlich genug auf die Lernwörter hingewiesen & nicht klar genug im Entwurf ausgearbeitet.
Okay.
Alles klar.
Aber ich habe auch selbstständig Fehler gefunden und schon geplant, wie es weiter gehen soll.
Ich habe gesehen, wo es Probleme gab und überlegt, wie man sie lösen könnte.
Ich habe differenziert.
Ich bin auf Zwischenfragen eingegangen.

Aber das war alles egal. Wirklich wurscht. Davon wurde rein GAR NICHTS erwähnt.
Nur drauf gehauen.

Jepp.
Dann durfte ich den Raum verlassen.
Rief heulend Schatzi an.
„Ach komm, das zählt doch eh nichts. Mach dich nicht so fertig! Ich hab dich trotzdem noch gern!“
Beruhigte mich einigermaßen.
Nach gefühlten 100 Stunden wurde ich dann reingebeten und mir die Noten eröffnet.

Ich zitiere:
„Also wenn das Ihre Prüfung gewesen wäre, wären Sie durchgefallen.“

BÄM.
Okay, nach dem Gespräch dachte ich mir schon, dass es nicht so prall war – gerade wegen des Entwurfes, aber…
Als dann die Noten kamen… Wow!

Die genauen Zahlen sag ich euch nicht, aber nur so viel: pro Fach wären 15 Punkte das Maximum gewesen.
Sprich: insgesamt hätte ich bei 2 Einsen mit Sternchen 30 Punkte sammeln können.
Was habe ich bekommen?
9 Punkte.
INS.GE.SAMT. 

Krass, oder?

Besonders schön finde ich hier noch, dass es DAMALS am Ende der 1. Lehrprobe von der selben Person noch hieß:
„Ich traue Ihnen durchaus zu, eine Einserkandidatin zu werden.“
Davon war heute nichts mehr zu sehen oder zu hören oder zu spüren.
Ich bin zur Fünferkandidatin mutiert.

Was ich schade finde an der ganzen Sache ist, dass die positiven Dinge kaum in die Wertung eingingen.
Der Entwurf war zentral, nicht meine Stunde.
Ich gebe zu, dass ich Fehler gemacht habe, ja.
Aber hätten sie den Entwurf nicht gehabt, wäre es nicht so schlimm ausgegangen.
Niemals!
Und das ist so… ätzend. Ebenso wie der Spruch: „Der Entwurf soll ja heute nicht mit in die Bewertung eingehen.“ Ha. Ha.

ABER: Schwamm drüber. Die Noten gehen nirgends ein… wobei: „Sie hinterlassen natürlich einen Eindruck“
Super.
Krieg ich ein Minus mehr auf meine Liste.

Ich bin sowieso gespannt, wie das Seminar mich/uns einschätzen wird. Das stelle ich mir sehr spannend vor.
Besonders die Begründungen… Zusammen mit dem Notenvorschlag der Schule wird das nämlich 40% meiner Endnote ausmachen.
DAS ist also wichtig. Lehrerpersönlichkeit und sowas.

Die „richtige“ praktische Prüfung zählt insgesamt dann „nur“ 20%. Kann einem trotzdem die Beine brechen.

Nun ja. Wie sagt man so schön: „Don’t look back in anger“.
Heißt: ich guck nach vorne & versuche, es beim nächsten Mal besser zu machen…und vor allem kleinschrittige und traumhaft schöne Ziele zu formulieren. Das wird bei mir immer als Problem gesehen. Meine Zielformulierung.
„Ihnen ist nicht klar, was Sie erreichen wollen. Und das merkt man.“ 

Hmmm… Klar weiß ich, was die Schüler am Ende können sollen. Es muss nur so verpackt werden, dass die Fachleiter es akzeptieren.
Und „WAS – WIE – WARUM“ ist auch nicht immer richtig. Es muss auch 100% passen und erfüllbar sein.
Mir fehlen da noch konkretere Vorgaben. Handfeste Dinge. Aber hier ist nicht der Ort, das zu besprechen, das muss ich woanders anbringen.

Meine Fazits des Tages: 
Was einen nicht umbringt, macht einen stärker.

Nächstes Mal – zur Prüfung, mit dann 6 Leuten hinten drinne – wird es besser werden.
Ich hab im letzten Jahr schon SO viel gelernt und es ist einfach ärgerlich, dass ich es jedes Mal durch diese blöde theoretische Planung verhaue.
Jedes Mal.
Es ist nie richtig.
Nie perfekt.
Nie passgenau.
Zum Haare raufen, echt.

Weiteres Problem: wenn „die“ kommen, versucht man immer, das was man begonnen hat abzuschließen. Es soll fertig werden. Meine Sache heute war aber kein Ding von 90 Minuten, das braucht länger. Ich hätte also weniger ansetzen sollen und das dann auf mehrere Stunden verteilen. Und dafür mehr und besser erklären sollen. Hätte ich normalerweise auch gemacht. Aber wie gesagt, sobald da jemand hockt, will man ja ein Ergebnis vorweisen.
Und in manchen Fällen führt das denn eben zu „Durchgefallen“.

Hm.
Egal.

Jetzt erstmal: WOCHENENDE!
In 4 Wochen sind Ferien.
Dann flieg ich nach London.
Und danach geht die heiße Prüfungsphase los.
Bis dahin hab ich die nächsten Wochen bisher NOCH keine größeren Termine, kann also endlich (seit November) mal wieder versuchen, mir einen Alltag aufzubauen, in dem ich nicht jeden Abend Entwürfe tippend vorm PC hänge.
Wird auch langsam Zeit.

In diesem Sinne:
Alles wird gut! Irgendwie, irgendwo, irgendwann.

Eure Frau A.

Ps.: Ich habe manchmal das Gefühl, dass das alles aus nem Grund passiert. Nämlich dem, dass ich euch von allen Facetten des Refs berichten kann. Und dazu gehört halt scheinbar auch mal ne versaute Prüfung.

Pps.: Falls hier Fachleiter jeglicher Studienseminare mitlesen: 
Mein Freund hat heute gesagt, dass dieses wirklich extreme Rumhacken heute vielleicht eine Retourkutsche ist, für meine Äußerungen bezüglich Studienseminar und Ausbildung hier im Blog. Und dass es vielleicht besser wäre, zu manchen Dingen öffentlich den Mund zu halten. 
Das werde ich natürlich NICHT tun. Ich habe eine Meinung und finde, es wäre sträflich, sich abzuducken, alles ohne murren auszuhalten und zu versuchen, irgendwie durch das System durchzukommen. 
Ich finde, dass es die Leute verdient haben, auch mal hinter die Kulissen zu schauen und zu sehen, wie es abläuft und wo es Probleme gibt. 
Dabei sind meine Ausführungen nicht personenbezogen. Es geht um das System, in dem man zu einem umsichtigen, kompetenten, mitfühlenden, vorausschauendem, tollen Lehrer ausgebildet werden soll. Das System, dass einen in den 18 Monaten unter einen enormen Druck setzt, der einfach manchmal zu viel wird. 
Ich will hier niemanden angreifen oder lächerlich machen. Ich schreibe hier anonym über meine Erlebnisse und tausche mich mit anderen aus. 
Nicht mehr und nicht weniger. 
Und ich hoffe, dass dieses „Retourkutsche“-Ding nur ein sinnloser Gedanke war, in dem kein Fünkchen Wahrheit steckt. 
Alles andere wäre…gelinde gesagt…unverantwortlich.