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…und sonst geht’s mir gut.

15 Nov

Mit diesen Worten schließen die meisten Kinder ihre Redezeit im Ethik-Sitzkreis ab. Dabei erzählen sie kurz vom Wochenende, schönen oder traurigen Erlebnissen und interessanten Ereignissen.

Natürlich darf ich dabei auch was sagen (auch wenn ich nur hospitierend drinne sitze). Für mich war heute – aus verschiedenen Gründen – ein toller Tag:

1. ich durfte 3 Stunden hintereinander unterrichten. In der Hofpause hatte ich Aufsicht… Und es war toll! Wie eine richtige Lehrerin 🙂

2. Die Auswertung der Igelgeschichten lief gut. Einige von euch hatten ja empfohlen, die Schülertexte am PC abzuschreiben – das habe ich auch so gemacht. Im Heft hatte jeder Schüler dann noch einen kleinen Kommentar von mir (Super! Weiter so! Tolle Idee! Etc.)
Am Stundenanfang verteilte ich die Texte willkürlich, also hatte jeder den Text eines anderen.
Dann folgte die Methode „Lerntempo-Duett“ (gelernt im Studienseminar. Yeah!). Dabei suchen sich Schüler, die fertig sind, einen Partner mit dem sie den Text tauschen. Wichtig: das geschieht nur mit den Augen, also mucksmäuschenstill! 🙂
Hat echt gut geklappt!

3. meine Mathestunde in der anderen 2. Klasse lief auch prima. Kopfrechnen mit Hüpfen („Wer das Ergebnis weiß, springt in die Luft.“), dann Pfeilaufgaben und am Ende war sogar noch Zeit für eine Runde „U-Boot“ spielen.

4. Die Einführungsstunde zum Eichhörnchen musste spontan umgeplant werden, also nutzte ich meine Beobachtungen bei der Aufsicht für den Einstieg. Fand ich gut 🙂

5. A propos Aufsicht. Da hatte ich heute ein beeindruckendes Erlebnis.
Situation:
Auf dem Schulhof stehen 2 randvolle Paletten mit Wasserkästen. Die Kinder stürmen raus, schnappen sich jeder einen Kasten, tragen ihn die Treppe nach unten & laden ihn auf ein Rollbett o.ä. auf & fahren ihn in den Lagerraum. Einfach so. Ohne Aufforderung. Um dem Hausmeister zu helfen.
Fand ich total toll & war richtig baff.
Der Hausmeister dazu: „Das machen die immer so. Das macht denen Spaß!“
…war nicht zu übersehen. Zur Belohnung gabs heute ein paar Bonbons – „ab und zu geht das mal“ 😉

6. Hier also mein Einstieg in Kurzform:
Fleißige Schüler beobachtet – emsig Wasser vom Hof in Vorratsraum geschafft – dort holt man sich, was man braucht – „Da fällt mir doch glatt ein Tier ein, dass das auch so macht! Euch auch?!“
Und tatsächlich – neben dem Feldhamster wurde auch das Eichhörnchen genannt – cool! 🙂

Yo, klingt ganz gut. Finde ich. Hat heute echt Spaß gemacht. Natürlich lief nicht alles zu 100% super, es musste ermahnt und verbessert werden, aber das ist ja normal & gehört dazu zu diesem Job. Und aus Fehlern lernen ja auch die Kinder 🙂

In diesem Sinne: guter Tag!
Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: DANKE an die, die mir immer so fleißig Hinweise und Ideen geben – es ist wirklich toll, Feedback zu bekommen & das dann auch sinnvoll in den Unterricht zu integrieren. Ihr seid super! 🙂

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Einführung Hüpfdiktat Klasse 2

11 Sep

So, weil ich etwas zu faul bin, ich die ganze Planung nochmal einzeln zu erklären, kopiere ich sie euch einfach mal hier rein. Ich hoffe, ihr könnte damit was anfangen 😉 An manchen Ecken klingt es vielleicht etwas komisch, aber da kommt alles auf die Betonung an 😉

Mein Fazit: Mit der „eigentlichen“ Stunde konnte ich erst anfangen, nachdem ich das fremdartige Gerät namens „Polylux“ erklärt habe. Fast unaussprechbar für die Kinder – aber an der Tafel konnten sie’s entziffern. War lustig.
Im Allgemeinen lief die Stunde sehr gut, die Kinder waren (allein schon durch das Bild an der Wand) motiviert und machten gut mit. Wie immer hat etwas Bewegung gefehlt (ich arbeite daran!) und die Stunde hat nicht ganz gereicht. Heißt: Der 3. Satz wurde Hausaufgabe, die Sätze 4 und 5 werden am Donnerstag in einem Angebot vorkommen. WICHTIG: In der schriftl. Planung steht nix von den Spielsteinen…hab für jeden Schüler zu einen Holzspielstein (wie bei Mensch ärgere dich nicht) dabei gehabt. Den haben sie auf das jeweilige Kästchen gesetzt (diente der Orientierung & war wichtig!)

Yo. Soviel dazu. Ich werde gleich noch zu einem anderen Thema etwas schreiben, deshalb ist dieser Artikel hier heute etwas kürzer 😉

Liebe Grüße & viel Spaß beim Ausprobieren!
Frau A.

Ps.: Kursiv steht, was ich grob sage. Der Rest sind entweder erwartete S-Antworten oder meine Aktivitäten.
Pps.: Die Originaldatei zum Hüpfdiktat findet ihr HIER bei Wegerer. Gratis natürlich!
Ppps.: Für die mitlesenden RS oder GYM-Lehrer: sowas ist bestimmt auch was für die Großen…entsprechend fachlich geändert hätte zumindest ICH sowas cool gefunden. Die Tabelle lässt sich ja leicht erstellen in Word…

Jetzt aber:  Frau A´s Planung: Einführung Hüpfdiktat                                                                                  

Ziele:
Kennenlernen des Hüpfdiktats
Übersetzen von mehreren Sätzen

Ablauf:

–         „Heute habe ich euch etwas mitgebracht, bei dem man sein Köpfchen benutzen und gut aufpassen muss. Und zwar ist das ein Diktat. [Pause] Aber kein ganz normales Diktat, sondern ein besonderes…ein Hüpfdiktat!
Dabei müsst ihr aber nicht hüpfen, sondern nur eure Augen…
Wollen wir uns das mal anschauen?!“

  • Folie auf Polylux auflegen

–         „Schaut euch das mal an. Was seht ihr?“

  • Eine Tabelle, Buchstaben und Zahlen, Wörter

–         „Genau. Die verschiedenen Wörter sind ganz durcheinander angeordnet. Meint ihr, dass man daraus sinnvolle Sätze bilden kann?

  • Ja / Nein. Wieso?

–         „Es funktioniert mit einem besonderen Trick!
Ein kurzer Satz ist z.B.: 2D/ 4B/ 5E. Habt ihr eine Idee, wie man ihn entschlüsseln kann?“

  • S-Antworten, Lösung: „Ich finde es.“

–         „Die Zahlen & Buchstaben stehen immer für genau EIN Kästchen in unserer Tabelle. Die Zahl für die Zeile, der Buchstabe für die Spalte.“

–         Damit ihr besser schauen könnt, bekommt jetzt JEDER von mir ein eigenes Hüpfdiktat. Ihr klebt es auf ein neues Blatt in eurem D-Hefter. Los geht’s!

  • Im Hefter einkleben
  • Einzelne Kästchen suchen lassen
    • Was steht in 3C (Das ABC), 3E (schnell), 5B (gerade)
    • Wo steht: für mich (1B), sehr wichtig (4D), auch (3A)

–         „Wir probieren mal unseren ersten richtigen Satz.“

  • Ablauf:
  • Buchstaben an die Tafel anschreiben, schrittweise Lösung auch
  • S. schreiben nur die Lösung auf
  • Die genutzten Kästchen dürfen mit Buntstift ausgemalt werden.
    • 1. Satz: 3C/4A/ 1B/ 4D (Das ABC ist für mich sehr wichtig.)
      –> wofür ist es wichtig? (Dinge ordnen, Wörter bilden etc.)

 –         „Kriegen wir noch einen gemeinsam hin?“

  • 2. Satz: 2D/ 2A/5E/ 5B/ 1D(Ich lerne es gerade auswendig.)
  • Könnt ihr es denn schon auswendig?
    à evtl. ABC-Lied einbauen (stehend, jeden Buchstaben klatschen)

–         Den 3. Satz dürft ihr alleine lösen. Ihr schreibt die Abkürzungen mit auf und findet ihn dann heraus: 3. Satz: 3B/ 4A/ 5C/ 3D/ 5D (Im Wörterbuch ist alles ganz geordnet)

  • Vergleichen, wonach wird denn im Wörterbuch geordnet? –> nach dem ABC

–         Hausaufgabe: Löse Satz 4 und 5!

  • Vorher (mit Zeile frei dazwischen) aufs Blatt schreiben lassen!
    4. Satz: 5A/ 2B/ 5E/ 4C/ 1C
    5. Satz: 2C/ 2D/4E/ 1E/ 4B/ 2D/ 5E/ 3D/ 3E

2x Häschen Hoppelpoppel

30 Aug

Wie gestern beschrieben haben wir heute Besuch. Schatzis Schwester, 8 Jahre alt. Muss heute mal nicht in den Hort.

Den ersten Fehler habe ich gleich heute morgen gemacht. Als sie kam stand ich nämlich unter der Dusche. Und die Glotze lief. Also empfing sie Schatzi, der ihr natürlich gerne ihren Wunsch nach „Ich will Spongebob gucken“ erfüllte. Hmpf.
Da lagen sie nun beide auf der Couch, glotzten in die Röhre und sagten kein Wort. Prima!
Dann verabschiedete sich Schatzi in Richtung Friseur und wir Mädels waren allein. Nach 30min Nickelodeon reichte es mir. Ich machte das Ding aus & zeigte ihr eine meiner neusten Errungenschaften.
Das hier:

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Seit ich die Reihe „spielen. Denken. Lernen“ entdeckt habe, bin ich ein großer Fan geworden. Inzwischen habe ich neben Tangram noch „Duelle auf dem Papier“, „Streichholzspiele“ und „Origami“. Das schöne bei den Büchern ist, dass das nötige Material schon dabei ist.
Zum Beispiel bei Tangram:

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…die 7 Teile zum Legen sind schon dabei.
Gesehen habe ich das zu meiner Hortzeit bei einer jungen Lehrerin. Die ließ ihre 4.Klässler zur Überbrückung mit den Büchern arbeiten. Geht gut in Partnerarbeit & ist vor allem leise. 😉

Nun ja. Jedenfalls präsentierte ich Schatzis Schwester das Tangram.
Nächster Fehler: ich zeigte ihr die Originalaufgaben, in denen die Teile nicht erkennbar sind (Sondern nur die Umrisse):

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„Das kann ich nicht!“
Hm okay. Also nach hinten geblättert und sie nach den Lösungen bauen lassen:

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Das klappte auch ganz gut…wenn sie nur nicht bei der kleinsten Kleinigkeit gleich aufgeben würde… Wah!

2 Minuten später: „Mir ist langweilig.“
Hmpf.
Also Glotze wieder an.
Bei dem Mist den man da hört, kann man echt einen an die Klatsche kriegen.
Lieder zum Thema „Alien Allergie“ irgendwelche Serien mit Geheimagenten und weiterem Blabla. Ich krieg da echt Kopfschmerzen davon.

Nächstes Ding:
„Ich hab Hunger!“

Also erstmal zwei Würstchen verteilt. Jetzt ist sie besänftigt.

Schatzi ist inzwischen auch wieder da, gleich geht’s einkaufen und dann wird gekocht. Ofenpfannkuchen soll’s geben. Mal sehn was das wird.

In diesem Sinne,
Leicht kopfschmerzige Grüße & bis später 😉

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Berlin Rätsel

5 Aug

So unschön diese Stadt auch ist – irgendwie inspiriert sie. Und zwar (noch vor dem Reisebericht) zu einem kleinen Branchen-Rätsel.
Wir haben eben Berlin passiert und dabei sind uns die vielen Geschäfte mit passenden und unpassenden Namen aufgefallen.
Ein paar davon habe ich euch jetzt auf meinen zerschnipselten Sudoku-Zettel geschrieben…und ihr dürft versuchen, sie zuzuordnen 🙂
Links steht der Name, rechts die Branche.
Viel Spaß beim Knobeln!

Ps.: Natürlich habe ich auch an die Differenzierung gedacht. Deshalb ist ein Name mit Sternchen versehen und ohne eine Branchenbezeichnung. Kluge Köpfe kriegen sicher raus, um was es sich handelt 😉

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Eure Lösungsideen gerne unten in die Kommentare oder per Mail an bambooos@web.de – die Person mit der ersten richtigen Lösung, inkl. Sternchenaufgabe, bekommt eine schwedische Postkarte von mir geschickt 🙂 Echt!

Paradox

5 Jun

Es gibt Stunden, die bereitet man akribisch vor. Plant jeden kleinsten Schritt, ja manchmal sogar jedes Wort. Und es geht total in die Hose.

Dann gibt es Stunden, da denkt man sich: „Mut zur Lücke“ – und es wird glänzend.

Schon eigenartig.

Heute hatte ich den zweiten Fall.
Wir waren mit den Kids aus beiden ersten Klassen in die Turnhalle marschiert (10min Fußweg), um uns dort mit den Kindergarten-Kindern (den zukünftigen Erstklässlern) zu treffen und lustige sportliche Spiele zu machen. Dabei war ich auf dem Weg alleine für die wilde 1. Klasse zuständig. Das klappte erstaunlicherweise richtig gut, neben den üblichen Ermahnungen „Flott über die Straße“, „Keine Lücken lassen.“, „Schaut nach vorne!“ funktionierte es. Auch in der Sporthalle wars ziemlich cool. Meine beiden Kolleginnen aus der 1. Klasse und die KiGa-Erzieherinnen der Kindergartenkinder stellten sich kurz vor (ich war auch dran) und dann dachte sich jeder von uns Erwachsenen eine Erwärmungsübung aus. Bei Frau A. gab’s kräftiges Popowackeln (inkl. Gelächter) – danach war ich für 2 Stationen zuständig:
1. Rollbretter = ein Schüler sitzt auf dem Rollbrett, ein anderer zieht ihn im Slalom um Kegel.
2. Schwingen am Seil oder wie ich die Kinder begrüßt habe: „Herzlich Willkommen an der Lianen und Affen Station. Hier könnt ihr mal richtig abhängen“ 😉 Kam gut an, so ein bisschen Klimbim.
Interessant war, wie unterschiedlich die „Kleinen“ aus dem KiGa und unsere „Großen“ schon sind.

Nun ja. Danach gings zurück und die berühmte „OAR KEIN BOCK“ Ergänzungsstunde stand an. Bekanntermaßen haben die Kids da absolut keine Lust drauf & scheuen sich auch nicht, das zu sagen. Normalerweise quälen sie sich durch die 45min und sind froh, wenn es rum ist.

Heute aber… lief das anders.
Nach der Rückkehr aus der Turnhalle mussten sie sich erstmal umziehen, Jacken aus, Hausschuhe an, Straßenschuhe wegräumen. In den 5 Minuten kamen mindestens 5 Kinder an, die sich über jmd anderen beschweren wollten.
„Der hat mich getreten.“
„Die hat mir ins Ohr gebrüllt.“
„Der hat mich gehauen.“
„Der hat meinen Schuh weggeschmissen
„Die ärgert mich.“

Normalerweise kläre ich das dann, aber meine Antwort war diesmal: „Das besprechen wir gleich oben.“ 

Im Klassenraum angekommen (nach kurzer Trinkpause für die Kids) legte ich meine leicht verärgerte Stimme auf & hatte sofort die Aufmerksamkeit. So kennen sie mich nicht. Ich versuchs immer im Guten, aber diesmal war das Maß voll. Gut war auch, dass die Klassenlehrerin nicht da war & ich das diesmal lösen konnte.
Hier mein Text (so ähnlich lief das ab):
„So, 3 Dinge. (angezeigt mit den Fingern)
1. Die Augen und Ohren sind hier vorne bei mir.
2. Habe ich mich sehr gefreut, dass das so gut geklappt hat in die Turnhalle. Ihr habt super mitgemacht und sogar den Kleinen geholfen, das war toll. Dafür gibt es ein großes Lob von mir.
Das 3. ist aber nicht so schön. Alleine in der Umkleide unten kamen gerade 5 Kinder zu mir, sie sich über andere beschwert haben. Fünf! [in diesem Moment kam die Klassenlehrerin in den Raum.] Da wird an den Haaren gezogen, geschubst, gedrängelt, gespritzt, geworfen. Das muss alles nicht sein. Wir wollen hier gemeinsam gut zusammen arbeiten und etwas lernen. Da passt das nicht, wenn man sich weh tut und ärgert. Behandelt die anderen immer nur so, wie ihr auch behandelt werden wollt. Und ich glaube nicht, dass ihr umhergeschubst werden möchtet, oder? [betretene Gesichter].
Was mir auch nicht gefällt ist, dass ihr jeden Dienstag meckert, wenn es um die Ergänzungsstunde geht. Das ist ganz normaler Unterricht, der in eurem Stundenplan steht. Da gibt es nichts zu meckern. Und ich versuche jedes Mal, etwas Schönes mit euch zu machen was Spaß macht. Das klappt aber nur, wenn ihr auch mitmacht und euch anstrengt. Die Stunde gehört zu eurem Dienstag dazu und da will ich kein Gemecker mehr drüber hören, okay? 
Totenstille. Ein paar Kinder nicken.
Meine Klassenlehrerin nur kurz: „Ist ja interessant, dass ich das mal mitbekomme.“ Dann ging sie wieder.

Naja. Der Unterricht danach lief dann wirklich erste Sahne. Wir haben die Reimwörter an der Tafel wiederholt, in Schreibschrift m und mm geschrieben, in der Fibel gelesen und eine Aufgabe gelöst und am Ende war sogar noch Zeit dafür, den Kids etwas vorzulesen aus einem Piratenbuch.

…und das alles fast ohne Zwischenfälle. Wahnsinn.
Schon eigenartig, wie das manchmal läuft. Heute hatte ich nur die 3 Dinge (Reimwörter, Fibel, mm) auf meinem Zettel stehn, keine Zeitplanung, keine Zielorientierung – und es lief trotzdem. Verrückt…

Nun ja: Mittwoch & Donnerstag steht Studienseminar an, da muss ich noch was vorbereiten, aber erstmal Mittagschlaf. Ich bin jeden Tag total platt wenn ich nach Hause komme… aber wie hat schon Hilbert Meyer gesagt:

Der Mittagschlaf des Referendars ist heilig!

In diesem Sinne: AMEN & Gute Nacht! 😉

Kurznachricht.

20 Feb

Hey Leute – Sorry dass es mit der Zusammenfassung der Kennenlernwoche noch nicht geklappt hat, ich hab schon angefangen zu schreiben, aber im Moment ist einfach zu viel los.

Kurzfassung: ich habe dort im 12qm Zimmer mit 3 Doppelstockbetten aka 6er-Belegung sehr nette Mädels kennengelernt.
Zeit zum Atmen war kaum, hier ein stellvertretender Tagesablauf:

6:30-7:00 Aufstehn
(Anmerkung: 3 Duschen für 23 Mädchen… Deswegen früh aufstehn damit es sich etwas verteilt, ging ganz gut)

8:00 – 8:45 Frühstück
Gutes Buffet mit Wurst, Käse, Brötchen, Tee, Joghurt, Früchten etc.

9:00 – 12:30 Kennenlernen, Spiele, Nachdenken
Da haben wir allerhand interessantes (Nachdenken über die Menschen/Situationen, die uns zu dem gemacht haben was wir heute sind), Lustiges (Den eigenen Namen tanzen…) und eigenartiges (gehen Sie raus & hinterlassen Sie Mal ganz bewusst Spuren im Schnee. Überlegen Sie, welche Spuren Sie in Ihrem Leben hinterlassen wollen) gemacht.

12:30-13:30 Mittag
es gab u.a. Milchreis, Würstchen, Auflauf usw – alles sehr lecker meiner Meinung nach.

14:00 – 17:00 Sportliche Aktivitäten
Ja, Sport. Und das nicht zu knapp. Es lag dort ja massig Schnee. Also bot es sich an, stundenlange Schneewanderungen zu machen. Das körperliche Highlight war aber die Schneeschuhwanderung (nicht zu verwechseln mit Ski!) – die Hälfte der Strecke mussten wir unter Hardcore Bedingungen zurücklegen. Unser Guide hatte uns nämlich nicht gezeigt, dass man die Schuhe so einstellen kann, dass man nicht ständig den kompletten (nicht gerade leichten) Schuh anheben muss… Naja. Nach über 5einhalb Stunden hatten wir es geschafft. Den anschließenden einzigen freien Abend verbrachte ich mit Bademantel quatschend im Gemeinschaftsraum – todmüde!

18:00 Abendessen
auch hier gabs neben dem kalten Buffet immer was leckeres Warmes – ich kann nicht meckern.

20:00 Abendprogramm
Unter anderem stand „Der Club der Toten Dichter“ auf dem Programm – natürlich nicht nur zum Spass, am nächsten Tag wurde das alles ausgewertet. Außerdem gab es Nachtrodeln & Lagerfeuer.

Alles in allem ne interessante, aber auch sehr anstrengende Woche. Übrig bleibt für mich der Gedanke daran, dass ich nette Leute in meiner Gruppe im Studienseminar habe, auf die ich mich freuen kann.

Was mir noch ein bisschen Sorgen macht sind die ganzen Fahrten (täglich eine Stunde Fahrt zur Schule, insgesamt ca 110km) und 2 Tage die Woche ans Studienseminar (160km pro Strecke…). Heißt für mich, dass ich mich an das um 5 Uhr aufstehen wohl gewöhnen muss – das wird hart.

Aber: es sind nur 18 Monate – nächstes Jahr im August hab ich’s geschafft.

Jetzt gehen erstmal die Hospitationen los. Den Plan habe ich mit meinen Kolleginnen abgesprochen. Sieht ganz gut aus. Ich muss meine 15 Stunden an der Schule auf 3 Tage verteilen, also werde ich in vielen Klassen und bei verschiedenen Lehrerinnen mit drin sein – darauf freue ich mich schon. Auch wenn man irgendwie immer das Gefühl hat, irgendwo ne Last zu sein…aber daran muss man sich auch gewöhnen 😉

So, ich mach jetzt Feierabend. Groß&Kleinschreibung wurde nicht beachtet, ich tippe Grade mit dem Handy & das macht vieles von alleine so wie es will 😉

Also: Gute Nacht (haha, in 6h muss ich wieder aufstehn, verdammt) & bis morgen 🙂

Bald geht’s los!

12 Feb

So, da bin ich wieder. In meiner abstinenten Zeit ist nicht soooo wahnsinnig viel passiert, aber ich fasse es mal für euch zusammen.

1. Vereidigung
2. Erste Hospitationen
3. Festlegung „meiner“ Klassen
4. Ferien

Zur Vereidigung:
Das war ein bisschen wie in einer Sekte. Nach einer echt schönen Ansprache  von einem Mann, der alle anderen Anwesenden, außer sich, vorgestellt hat, mussten wir unseren Eid aufsagen.
20 erwachsene Menschen, die zusammen aufstehen, die Finger in die Luft strecken & das vorgesprochene nachbrabbeln – herrlich. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht mehr so richtig, WAS ich alles geschworen habe, aber es war auf jeden Fall was Gutes 😉

Gleich danach gings an die Schule, nochmal mit dem Direktor besprechen, wie es weitergehen soll – ich durfte selbst Prioritäten setzen, in welche Klassen ich gerne gehen würde. Um sicher zu gehen, sollte ich dann am Donnerstag und Freitag in den jeweiligen Klassen hospitieren – das war echt interessant. Ich war in beiden ersten Klassen – in einer der beiden durfte ich mich selbst vorstellen, natürlich unvorbereitet 😉 Die Kinder haben erst ganz normal ihre Lehrerin begrüßt & BÄM, sollten sich alle umdrehen & ich war auf einmal „vorne“. Also hab ich u.a. kurz erklärt, was ich an der Schule mache & gesagt, dass ich mich schon drauf freue mit den Kindern zu lernen & ihnen zu helfen… Reaktion?
Lehrerin: „Freut ihr euch denn auch?“
Kinder im Chor: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!“
…zu süß! 🙂

Am Freitag (dem letzten Schultag), war ich dann komplett bei meiner Mentorin mit in der 3. Klasse. Und – entgegen dem, was eigentlich vermutet wird an letzten Schultagen – es wurde noch richtiger Unterricht gemacht. Das aktuelle Thema war „Schule früher und heute“ & schien sie wirklich zu interessieren. Viele hatten Sachen von ihren Eltern / Großeltern dabei, z.B. ein altes Klassenbuch (da wurden übersichtlich ALLE Noten von Klasse 1 bis 8 eingetragen – in allen möglichen Fächern, auch Handarbeit), alte Max&Moritz-Bücher und noch was ganz „antikes“.
Es sah ungefähr so aus:

Die Kinder vermuteten dann, was das ist… u.a. der Vorschlag „Ein MP3-Player von früher.“
Von früher? Ich hatte selber noch so ein Ding & hab damit Musik gehört… da kommt man sich irgendwie alt vor, oder?!
Naja, daran muss man sich wohl gewöhnen – für mich ists schon eigenartig zu wissen, dass die Erstklässler 2005 erst geboren wurden – da hatte ich schon fast mein Abi… verrückt!

Ansonsten:
Meine Klassen zum hospitieren & unterrichten stehen soweit fest:
Ma, De & HSK in Klasse 1 (in 2 verschiedenen Klassen)
Werken in Klasse 3 (oder je nachdem wo’s möglich ist auch in anderen Klassen)
^^
Find ich gut – ich denke bei den Einsern kann man für sich selbst noch am meisten lernen – gerade weil wir an der Uni einfach nicht zu den „Kleinen“ gelassen wurden – war unseren Mentoren vielleicht zu heiß, keine Ahnung. Jedenfalls freu ich mich drauf 🙂

Aber jetzt steht erstmal was anderes an: 5 Tage Kennenlernfahrt mit den anderen Referendaren & meinen Ausbildern.
Der Koffer ist gepackt, die „zusätzlichen Materialien“ auch so ziemlich fertig, Schere, Kleber & Stifte verstaut… und damit ich auch was „Kurioses“ dabei habe, werde ich vielleicht noch den ein oder anderen Artikel ausm Blog ausdrucken – mal sehn 😉
Gitarre & Keyboard lass ich aber zuhause – die Blöße, sowas dabei zu haben, aber nur ein Lied spielen zu können will mich mir nicht geben – also lieber Understatement 😉

Jupps.

Und für die, die sich gewundert haben, warum es so lange nichts von mir zu hören gab: ich hab meinem Direktor vom Blog erzählt & er wollte erstmal gucken, was ich hier so verzapfe. Die aufmerksamen Kommentar-Leser werden den netten Freigabe-Kommentar sicher gesehen haben – also geht’s nun wie immer weiter hier.

Daher möchte ich meinen neusten Leser auch recht herzlich begrüßen: Hallo Chef! 🙂

Sofern ich in der „Pampa“ Internet habe, werde ich euch natürlich vor Ort mit den neusten News versorgen – wenn nicht, gibts am Ende der Woche eine Zusammenfassung. Bin schon gespannt welche „vielfältigen Aktivitäten“ für uns geplant wurden.
Mein Tipp: garantiert sowas wie:
„Ich bin Frau A., A wie Adler“
…sowas hatten wir schonmal an der Uni in nem Seminar – am Anfang kommt man sich doof vor, aber das vergeht – hoffentlich 😉

Nuja, ich mach jetzt Feierabend & kümmer mich noch ein bisschen um Schatzi – der hat’s verdient. So ne Woche ohne Drücken & Knutschen kann ganz schön lang werden, also: Akkus auffüllen 🙂

Schulgarten-Vertretung…

5 Jan

Haha. Vonwegen Schulgarten.
Ich hatte ja schon geplant, nichts zu planen und es auf mich zukommen zu lassen. Und das war auch gut so.
Warum?
Naja, ich wurde von meiner Chefin zum PC-Raum geschickt, um mit der Klassenlehrerin zu reden, was gemacht werden soll.
Chefin: „Geh mal hoch zu Frau Kanne, du sollst dann mit der 4 im Computerraum bleiben und die sollen ihre Aufgabe fertig machen – oder so. Geh ma hoch.“

Okay, ich flitze hoch – und mir kommen aus dem Raum die Erstklässler entgegen, inklusive ihrer Klassenlehrerin.
Ich: „Hm, ich dachte Frau Kanne wäre jetzt da drinne…“
Sie: „Nee, wir waren drin und gleich geht Frau Möller rein.“

Öhm, okay… Also bin ich in den Klassenraum der 4.Klasse und habe das Frau Kanne mitgeteilt.
Sie: „Echt?“
Ich: „Yo.“
Sie: „Naja, vielleicht gehen die ja nicht rein. Ich schick dann mal jemand zum Gucken runter.“
Ich: „Und was mach ich, wenn der Raum besetzt ist?“
Sie: „Erst Mathe kontrollieren und dann…hmm… ah, ich weiß… du kannst hier das Spiel mit ihnen machen, das ist voll genial! Ein Thüringen-Memory…“

Natürlich war der begehrte Raum NICHT frei – also: „richtiger“ Unterricht.
Mathe zu vergleichen war ja nicht das Problem – ich war sogar so nett & habe die richtigen Lösungen angeschrieben, nachdem sie genannt wurden… Eigentlich nicht nötig in Klasse 4, aber man kann 249989 schonmal mit 249998 verwechseln und das wäre ja echt doof. (und ganz ehrlich – ich schreibe gerne an die Tafel, das fetzt! Als Schüler durfte man das NIE NIE NIE bzw SEHR selten…und nun? Nun steh ich da vorne und schreibe an… und die Kinder kriegen Tafelverbot – hehe 😉 

Danach: Memory. Alle Kinder vor geholt, in Kreis setzen lassen. Regeln wiederholt. Und los.
…im Gegensatz zur Lehrerin fand ICH das Spiel nicht „genial“ – es waren 1. zu viele Karten und 2. hatten auch die Schüler keinen Bock da drauf… Naja. Die Aufmerksamkeit war gering, nur als ich ihnen Zusatzinfos gab (z.B. die „Veste Wachsenburg“ ist eine der Drei Gleichen…) kamen Ausrufe wie „aaaaaaaachsoooooooooooooo…“ und „cool“ – ansonsten wars eher ätzend und zäh.

Diese Stunde wird jedenfalls nicht in die Annalen eingehen – muss ja auch nicht.

Interessant fand ich übrigens, dass mir von der Lehrerin ein kleines Gerät gereicht wurde – „damit der Tom dich besser hören kann“… Hm, dass er auf einem Ohr taub ist wusste ich – aber dass ich sowas wie ein Funkgerät mit Mikro im Unterricht tragen muss, nicht 😉 Aber war ganz okay, es hat mich nicht weiter gestört, man kam sich ein bisschen vor wie im Fernsehen und das Wichtigste: Tom hat mich gehört 🙂

Yo, das war’s für heute!

Ps.: Das Wetter heute war ja mal grausig – auf meinen 25min Fahrt hatte ich (in der folgenden Reihenfolge) im Angebot: Regen, Sturm, Schneeregen, Schneesturm, Hagel, Blitz, Donner. Dazu beschlagene Scheiben, Matsch auf der Straße und und und…War richtig krass die Fahrt – aber ich habs geschafft! Juchu!

Galgenmännchen

22 Dez

Mit ungefähr 15 Extra-Versuchen (im
Bild ersichtlich als Haare, Ohren, Gesicht etc.) kamen die Kinder dann auf Maiks phänomenales Wort:

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Herrlich!

In diesem Sinne: schöne Ferien 🙂

IHR seid gefragt!!!

9 Dez

Ich hatte es ja schon geahnt – gestern noch angedeutet und jetzt ist es eingetreten.

Heute habe ich wieder Galgenmännchen gespielt, als meine Chefin reinkam. Sie schaute an die Tafel, sah den Galgen und sagte:

„Das kannst du nicht machen. Da jemanden an der Tafel erhängen. Wenn das die Eltern sehn!“

Ich: „Ernsthaft jetzt? Das ist doch nur n Spiel…“

„Ja klar. Da machen die garantiert nen Aufstand. Nimm doch was anderes als Zeichen.“

Jetzt meine Frage an euch:

Was könnte ich als Symbole für die falschen Buchstaben nehmen?
Es darf nicht zu kompliziert sein, weil die Kinder es malen können müssen.
Aber auch mindestens aus 10 Strichen bestehen, damit genug Zeit zum Raten ist.

Habt ihr ne Idee?! 

(Bitte hier als Kommentar posten oder in der Facebook-Gruppe – wäre euch echt dankbar!)