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Schwimmbadgeschichten

19 Jul

Heute im Schwimmbad.

Zwei etwa 10-jährige Jungs suchen einen Platz, um ihre Pommes zu essen.
Sie laufen supercool über die Wiese, schauen sich um.
Der eine dann: „Ey Alter, ich weiß wo wir uns hinsetzen…aufs Schaukelpferd!“

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Suchergebnis

21 Jun

„Suche das Verb im Wörterbuch. Schreibe es mit Seite und Spalte auf!“

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Bringen einen immer wieder zum Lachen, die Kinder… 😉

Schönes Wochenende!

Lacher des Tages: Lehrer

12 Jun

Heute mal wieder was zum Lachen – gefunden bei Facebook!

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In diesem Sinne…noch 4einhalb Wochen bis Schuljahresende! 😉

Eins nach dem Anderen

13 Mai

Das ist momentan die Devise.
Also Stück für Stück alles abarbeiten und über Erfolge freuen.

Heute:
– diverse Termine mit Mentoren gemacht
– im Bastelladen nachgehakt bzgl. Material für meine AG
– Mathe-Skript für die Mündliche fertig gemacht
– Wäsche gewaschen
– eingekauft

Reicht doch, oder?!
Was passiert, wenn ich zu viel in meinen Kopf lade, habe ich heute morgen nämlich gesehen.

Da saß ich nämlich gemütlich in meiner Deutschklasse & hospitierte, als plötzlich die Tür auf ging.

Ein Mädchen aus der Matheklasse schaute rein und fragte:
„Ist die Frau A. hier?“

Ich machte mich bemerkbar.

„Sie haben uns wohl vergessen?!“

Ich war immernoch irritiert.

„Wir haben doch jetzt Mathe!!!“

Dann machte es Klick.
Ich hatte meinen Stundenplan aus Prüfungsvorbereitungsgründen verändert und Montag ist der einzige Tag, an dem ich schon zur zweiten Stunde in meiner Matheklasse bin.

Das hatte ich aber verrrafft. Besonders weil ich mich gefreut hatte, meine andere Mentorin beim Einführen von „Division mit Rest“ zu hospitieren. Das iPad war schon im Anschlag, die Überschrift getippt…und dann das.

Ups. Voll peinlich.

Ich packte zusammen, flitzte hinter in die Klasse und dann ging’s rucki zucki los…die Kinder fandens witzig.
Ganz so schlimm war’s nicht, weil ich trotzdem alles geschafft habe (aufwändiges Tafelbild adé!). Dann muss man eben effizienter arbeiten…und ich war froh, dass ich so gut vorbereitet war und sofort umschalten konnte von gucken auf unterrichten…

Trotzdem: sowas passiert mir nicht nochmal!

In diesem Sinne…eins nach dem anderen! 🙂

Kinder, Kinder…

2 Mai

Heute mal wieder ein paar Anekdoten aus der Schule.

Heute wurde gelacht!
Wir hatten heute in Deutsch den folgenden Text:

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In den wurden dann Adjektive eingesetzt:

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Und dann kam das Lustige: aus diesem Text sollte mithilfe der gegenteiligen Adjektive ein „Unsinnstext“ entstehen…die Kinder haben sich gekringelt vor Lachen 😉

Heute wurde geweint!
…nur aus total sinnlosen Gründen. Ein Mädchen hatte während Mathe unterm Tisch rumgefummelt. Kurze Ermahnung. 20 Sekunden später heult sie Rotz & Wasser. Es stellt sich raus: sie hat mit einem Stift ein MINIMALE Kerbe in den Korb unterm Tisch geritzt. Kaum sichtbar. Unabsichtlich.
…aber sie schien Mega Angst zu haben. Nicht vor mir, sondern wahrscheinlich vor der Reaktion ihrer eigentlichen Lehrerin. Beruhigen war nur schwer möglich, aber ich hab’s dann hingekriegt.

Heute wurden die Eltern angerufen!
Nicht wegen Ärger, sondern aus gesundheitlichen Gründen. Echt gruselig, wenn ein Kind neben einem steht, dem fast das Herz aus der Brust springt. Hoffentlich nix Ernstes!

Heute wurde geschrieben!
…und zwar Straftext. Wer sich nicht benehmen kann, andere verprügelt, auf die Nase haut & dann nicht mal einsichtig ist und sich entschuldigt – der muss schreiben. Inwiefern das pädagogisch wertvoll ist, mag ich nicht zu beurteilen. Aber offensichtlich scheint sie ihren Fehler erkannt zu haben:

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Nun ja. Eben hab ich noch nen Kuchen gebacken – der Liebste hat morgen Geburtstag. Mal sehn ob’s schmeckt, ich werde berichten.

Kopfschütteln des Tages:
Die Leute auf dem Schulamt sind nicht in der Lage, bei Google Maps meinen (mehrmals in Deutschland vorkommenden) Wohnort mit PLZ einzugeben. Stattdessen krieg ich dann nen Brief, dass meine Fahrtzeiten in der Reisekostenabrechnung nicht hinhauen…uar!!!

Whatever.
Morgen Schule, Samstag Schule (fragt nicht) und in exakt 3 Wochen schon die Mündliche. Gemacht ist noch nicht viel, grobe Planung der Einsprechthemen steht – aber ich hab keinen Schimmer, was ich alles lernen soll. Und vor allem WANN!

Aber: wird schon werden. Ist immer irgendwie geworden. 😉

Gesunde Ernährung

7 Feb

Gesunde Ernährung – das ist gerade das Thema in der zweiten Klasse. Eine Sache, die man sehr schön anschaulich gestalten kann & mit der man großen Einfluss auf die Kinder und ihr Denken hat.

Positiv für uns ist, dass unsere Klasse am Projekt „Klasse2000“ teilnimmt. Heißt: in regelmäßigen Abständen kommt eine sogenannte „Gesundheitsförderin“ zu uns, hält eine Stunde zu einem bestimmten Thema und geht dann wieder. Das schöne daran ist: die Stunden sind richtig toll aufgearbeitet & gelingen eigentlich immer!
In den Zeiten, in denen die Frau nicht da ist, sind die Lehrer am Zug & können inhaltlich an bestimmten Themen arbeiten. Dazu gibt es eine Lehrerhandreichung, in der komplett ausgearbeitete Stunden enthalten sind, inkl. Vorbereitung, Elternbriefen, Material etc. Echt cool!

Nun ja. Ich habe u.a. heute eine solche „KLARO-Stunde“ gehalten. Ein Stückchen davon möchte ich euch nicht vorenthalten, weil ich es echt toll fand.

Heute stand u.a. ein Obst & Gemüsequiz auf dem Plan. Dazu hatte ich eine große Tabelle an der Tafel vorbereitet:

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Die Schüler sollten also ihr Wissen & Können in den Kategorien Hören, Sehen, Schmecken & Fühlen beweisen.

Dazu habe ich die Klassen bankreihenweise aufgeteilt:

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Die Zahlen in den Feldern stehen für unterschiedlich schwere Aufgaben & gleichzeitig die erreichbaren Punkte. Die Aufgaben der Kategorien sind wie folgt:
Hören = etwas durch ein Worträtsel erraten.
Sehen= ein Bild wird langsam aufgedeckt & muss erkannt werden.
Schmecken = eine Kostprobe am Geschmack erkennen.
Fühlen = etwas in einem Beutel erfühlen.

Ablauf:
1. eine Gruppe wählt eine Aufgabe, z.B. „Hören 80“.
2. Ich lese die zugehörige Rätselfrage vor. (Z.B. „Ich wachse im Weinberg, kann Grün oder blau sein & aus mir macht man Getränke. Wer bin ich?“)
3. die Gruppe darf sich beraten, nennt dann die Lösung.
4.
Richtig: Punkte eintragen an Tafel
Falsch: Frage darf von der nächsten Gruppe beantwortet werden
5. Das passende Bild wird auf die Zahl gehangen, die Aufgabe ist gelöst.
6. die nächste Gruppe, usw.

Am Ende sieht das dann so aus:

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(Ist gleich noch ein bisschen Mathe mit drin 😉 )

Danach ließ ich die Schüler einzeln vor kommen & je eine Karte entweder Obst oder Gemüse zuordnen. Ohne dass ich bei falschen Zuordnungen einschritt.
Ergebnis:

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Danach durften sich die Schüler dazu äußern, wir korrigierten falsche Angaben & dann war dieser Stundenteil schon rum.

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Dauer: etwa 40min
Material:
– laminierte Bildkarten mit Magnet (selbst hergestellt, Bilder von Google)
– passendes Obst & Gemüse (zum Schmecken geschnibbelt, zum Fühlen komplett – ca 7€ Kosten)
Spaßfaktor: hoch
Strafe (ggf.): Punktabzug

Mir hat das Spaß gemacht & den Kindern glaube ich auch. Der Teller mit Apfelstückchen war im Anschluss im Nu verputzt 😉

Also: danke an „Klasse 2000“ für die Idee 🙂

Zum Schluss noch mein Tageshighlight:
Heute durften die Kinder in Ethik (wie gewohnt) von ihrer Woche erzählen, was schön war, was nicht etc.
Eine Schülerin sagte:
„Ich habe mich über die Mathestunde heute mit der Frau A. gefreut, da durften wir mit dem Datum rechnen.“
Thihi.
Hatte heute so nen Spontaneinfall & ließ die Kinder am Stundenanfang aus „7.2.2013“ selbstständig Aufgaben bilden. Bei den Schwachen kam dann eben 7+2=9 raus, die Stärkeren bildeten richtig lange Kettenaufgaben mit bis zu 7 Summanden – war cool. 🙂

Nebenbei hospitierte mich meine VfA, die mich auf ein Problem aufmerksam machen wollte, dessen ich mir schon LANGE bewusst bin – wozu ich aber nichts sagen bzw. kaum was ändern kann. Bin ja nicht die Klassenleiterin. Morgen ist die Auswertung der Stunde & da werde ich das auch nochmal ansprechen. Geht um Hilfsmittel für Schüler. Expliziter werde ich vorerst nicht, vll ergibt sich das ein andermal.

Für heute bin ich erstmal zufrieden. Hab noch 2 Tonnen Obst & Gemüse hier & werde mich dann wohl ausnahmsweise mal gesund ernähren. Die Unterrichtseinheit hat also auch für mich was Gutes 😉

In diesem Sinne: Adios Amigos!
Frau A. 😉

Metaphorisch

30 Jan

Heute nur kurz (bevor mein Schädel explodiert – was für eine Horror-Fahrt!).

Also seid ihr jetzt gefragt.
Im Seminar mussten wir heute diesen Satz vervollständigen:

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Was würdet ihr dazu schreiben?
Meine Auflösung gibt’s morgen. Erstmal seid ihr dran.

Los geht’s:
Lehrer zu sein ist für mich wie…

Schlaflos schlaff Schlaraff

3 Jan

Auch wenn die Abschlussarbeit bereits in den letzten Zügen liegt – es geht langsam an die Substanz. Letzte Nacht wollte ich mal früher ins Bett (um 1:15 Uhr). Dann lag ich wach & wälzte mich umher. Neben mir Schatzi, friedlich schlummernd. Prima. Für den Schreibtisch war mein Kopf zu müde, fürs schlafen aber zu wach – also blätterte ich mich durch meine diversen News-Apps, belas mich zu hundert verschiedenen Themen und war um 3 immernoch nicht müde genug.
Also: links rum drehn, rechts rum, auf den Bauch & wieder von vorne. Ganz toll.
Irgendwann bin ich dann eingeschlafen. Und war kurz vor 8 wieder hellwach.
Da mein Bettnachbar immernoch friedlich schlief, begann ich erneut zu „blättern“ & entdeckte ein Mail von Limango.
Ganz schlechte Idee.
Ne Stunde später schickte ich die Mega-Bestellung übers Handy ab. Hm… Die Klamotten-Konversation mit „Miss M.“ bei Twitter war dem Kontostand nicht gerade förderlich 😉

Und der Blick aus dem Fenster macht die Sache auch nicht besser. Grau grau grau. Es wurde nicht mal richtig hell heute – schlimm.

Beim Friseur war ich später todmüde, wurde aber durch das Quatschen aufgeheitert. Freundin & Friseurin in einem zu haben ist schon ne gute Sache. Und das Ergebnis ebenso 🙂

Eben waren wir einkaufen (Schatzi muss sein neustes Küchengerät sofort ausprobieren) & ich versuche, mich wach zu halten. Vielleicht klappt das ja (auch wenn mir gleich die Augen zu fallen) & ich kann heute Nacht mal wie ein normaler Mensch schlafen…das wäre toll!

Zum Schluss noch etwas, über das sich manche Menschen sicher aufregen würden. Ich stand nur fragend vor dem folgenden Schild & beschloss mit Schatzi, dass es sich dabei wohl um einen Witz handeln muss.
Es geht um die interessante Preispolitik bei tegut… Weniger Inhalt, höherer Preis & das auch noch orange leuchtend als Angebot markieren…:

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Nein danke! 😉

In diesem Sinne: müde Grüße,
Frau A.

Ja, ich will.

30 Nov

Nein, nicht heiraten.
Sondern Lehrerin sein.
Vor einer Klasse stehen.
Mit ihnen üben.
Ihnen etwas beibringen.
Ihr Wissen nutzen.
Mit ihnen Zeit verbringen.
Ja, das will ich.

Nachdem ich heute zum inzwischen dritten Mal die Funktion als Klassenleiterin übernehmen durfte & somit 5 Stunden für die 2. Klasse alleine verantwortlich war, wurde mir das mal wieder klar.

Nach anfänglichem bangen Fragen nach meiner Mentorin („Wo ist denn Frau Deutsch?“) und meiner Erklärung („Die hat heute frei, weil sie so fleißig war & mir immer so toll hilft. Ich soll euch aber ganz lieb grüßen“) lächelten die Kinder wieder & es konnte losgehen.

Mathe
Klappte gut. Ich hatte nach der täglichen Übung (Springen, wenn man das Ergebnis weiß) eine andere Übungsform gewählt & ließ die Kinder eine Tabelle ins Heft zeichnen. Trotz Vorgabe waren die Ergebnisse sehr unterschiedlich 😉
An der Tafel sah das so aus (rechts):

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Das Rechnen klappte ohne Probleme, also wollte ich sie noch eine Aufgabe im Arbeitsheft rechnen lassen. Die hatten natürlich alle schon gelöst (das ist das Blöde dran, wenn man die Klasse sonst nur in D/HSK hat), also plante ich spontan um & ließ was anderes lösen.

Dann noch eine Sachaufgabe aus dem Buch (Frage, Rechnung, Antwort siehe Bild) & dann war’s das auch schon.

Der erste Haken am Tagesfahrplan konnte gemacht werden.

Deutsch.
Zielorientierung: „Heute wollen wir uns noch einmal mit Nomen beschäftigen & eine ganz neue, besondere Form kennenlernen“
Neu & besonders waren die zusammengesetzten Nomen, die aus 2 oder mehr Nomen bestehen.
Also erstmal eine allgemeine Übung im Heft & dann ne kleine Einführung an der Tafel:

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Den Schülern war schnell klar, um was es ging, also folgte ein kleines Spiel.
Finde deinen Partner und überlegt, welcher Artikel dazu passt!“

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Dazu hatte ich die kleinen Puzzleteile vorbereitet (haben alle auf nen kleinen weißen Notizzettel gepasst, der Aufwand muss nicht immer riesig sein) und laminiert.

Die Kinder haben sich bewegt, hatten Spaß & fanden auch die Nomen & Artikel heraus – sehr gut! 🙂

Die anschließenden Übungen gelangen auch fast allen Schülern, also scheine ich es gut erklärt zu haben 😉

Die entstandenen Wörter im Arbeitsheft ließ ich dann nach dem ABC ordnen & hatte damit auch gleich noch was sinnvolles angefangen 😉

HSK
Hier hatte ich 2 Stunden eingeplant zum Thema Haustiere/Wildtiere/Nutztiere (Wiederholung von gestern) und zum neuen Thema „Hund“.
Dazu ließ ich die Schüler ihr Wissen nennen & schrieb rechts an der Tafel in Stichwörtern mit.
Dann erstellten wir einen kleinen Steckbrief, bei dem ich den Schülern relativ viel Mitspracherecht ließ.

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Dann folgte der Körperbau des Hundes, bei dessen Beschriftung die Fachbegriffe genannt werden sollten. Sprich: Fang, Rute, Flanke, Läufe & Pfoten.
Puh! Dachte ich mir. Zwar standen die Erklärungen dabei, aber das war mir nicht anschaulich genug.
Also macht ich mich zum Hund, zeigte an mir verschiedene Körperteile und ließ die Kinder das dann mit den Fachwörtern beim Hund benennen. Machte richtig Spaß 🙂
Dann war das Beschriften des Hundes ein Kinderspiel – das war schön zu sehen!

Beim Thema „Hund als Nutztier“ bzw „Hundeberufe“ waren viele Schüler erstaunt, wo Hunde alles helfen können. Es gab Schlitten/Jagd/Blinden/Hirten- und Polizeihunde, deren Wichtigkeit die Schülern dann aber auch benennen konnten.

Letzter Punkt war die Körpersprache des Hundes. Dazu waren 4 Bilder im Heft vorgeben und 4 kleine Texte dazu. Zuerst ließ ich die Schüler anhand der Körperhaltung vermuten, was der Hund damit anzeigt. Danach kam es zur großen Überraschung, weil aus dem „Der wälzt sich auf der Wiese und spielt“ nämlich das „Ich unterwerfe mich einem Stärken“ wurde – ganz anders, als gedacht.

Leider konnte ich zeitbedingt nicht noch weiter über das Verhalten gegenüber (fremden) Hunden reden – das wird aber definitiv noch gemacht.

In der letzten Stunde, die ich am Plan als kleines Geschenk eingezeichnet hatte, ließ ich die Wettertabelle ausfüllen:

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Und in Anbetracht des Niederschlages Schnee habe ich mich dann tatsächlich dazu durchgerungen, mit den Kindern zu singen…

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Wer mich kennt weiß, dass das kein kleiner Schritt für mich war… (Den Text hatte ich mir in der Stunde noch fix übers Handy im Internet gesucht – sonst hätte ich das nicht hingekriegt 😉 )

Dann gabs noch eine Reflexion a la „Was hast du in dieser Woche neues gelernt / erfahren?“. Im Zuge dessen habe ich noch ein paar Informationen ergänzt & die Stunde abgerundet.

Ganz am Ende war dann tatsächlich noch Zeit, das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ vorzulesen. Leider nicht bis zum Ende, aber es war trotzdem toll, wie gebannt & leise sie mir zugehört haben. Hach ja.

Was war noch so?
– leise Frühstückspause
– Schülerversammlung
– Hausaufgaben aufgeben
– Streit schlichten
– Für Ruhe sorgen

Alles in allem muss ich sagen: es war echt schön. Die Kinder mal einen kompletten Tag zu erleben. Nicht von Klasse zu Klasse springen zu müssen. Ansprechpartner von Sekretärin, Hort & Kindern zu sein. Organisatorisches zu klären. Zu unterrichten.

Sicher war es auch anstrengend, aber es war auch cool zu sehen, wie meine Planung funktioniert hat, wie ich differenziert habe, wie viel wir geschafft haben. Schön!

Putzig waren mal wieder die Kommentare der Schüler. Heute durfte ich mir mehrfach von einer Schülerin anhören, dass sich meine Schreibschrift verbessert hat…
Frau A., du hast doch geübt. Deine Schrift sieht jetzt richtig toll aus!“
… Danke, Kleine! 😉

Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber ich denke, dass ich das Wichtigste gesagt habe: ich hatte Spass & der Beruf ist genau das, was ich den Rest meines Lebens gerne machen will. 🙂

In diesem Sinne: auf in ein langes Wochenende!

Zur Freude des Tages geht es für mich & Schatzi heute ins Kino. 3 Stunden „Cloud Atlas“ – mal sehen, ob das wirklich so toll ist 😉

Ganz liebe freudig-glückliche Grüße,
Frau A. 🙂

Schülermund…

27 Nov

So, weg mit den vernebelten Gedanken, den Halstabletten & den Couch-Tagen mit viel Schlaf.
Her mit den Taschentüchern und wieder AB in die Schule! 😉

Seit gestern bin ich wieder – mehr oder weniger fit – in der Schule. Mein Kopf ist wieder klar und ich fühle mich gesund – nur bei meinen Nasennebenhöhlen ist das noch nicht angekommen. Egal! Ich will nix verpassen und viel lernen, also geht das schon.

Freudig kam ich gestern in die Schule, platzte in den So-war-mein-Wochenende-Erzählkreis und durfte (als ich dran war) auch was sagen. Immerhin hatte ich in der vorherigen Woche 4 Schultage verpasst und die Kinder E-WIG-KEI-TEN nicht mehr gesehen… Also erzählte ich kurz von meinen Gesundungsbemühungen der Woche und sagte, dass ich schon FAST wieder ganz gesund bin. Viel mehr gab es nicht zu berichten – ich lag ja flach.

Dann ging der Kreis weiter und irgendwann war ein Mädchen dran.
Statt über ihr Wochenende zu sprechen, sagte sie:
„Ich hab mich gleich gewundert, warum Frau A. so nen roten Kopf hat. Die ist nämlich noch gar nicht wieder gesund!“ 
Hat sie gut erkannt 😉
(mir war zwar nicht bewusst, dass ich nen roten Kopf hatte – aber als mich ne Kollegin im Lehrerzimmer auch noch darauf ansprach, beschloss ich, meiner Selbstwahrnehmung vorübergehend nicht mehr zu trauen 😉 ) 

—————–

Eine weitere Episode – bei dir ich mir nicht GANZ sicher bin, ob ich richtig gehandelt habe…
Letztens (hach, es ist blöd nicht genau sein zu können…aber sonst wirds zu offensichtlich für Insider) erwischte ich einen Schüler bei einer Extra-Aufgabe dabei, wie er seinen Rand vollkritzelte. Die eigentliche Aufgabe war es, u.a. einen Text in Schönschrift abzuschreiben. Das Abschreiben klappte, die Schönschrift weniger…aber was ich auf dem Rand stehen sah, verschlug mir kurz die Sprache:

„Leck mich, Meyer!“

Meyer ist hier natürlich ein Synonym für einen Nachnamen eurer Wahl. Nicht mal mit Frau/Herr, sondern einfach nur: „Leck mich, Meyer!“

BÄM. Person Meyer befand sich zu diesem Zeitpunkt im Nebenraum und war mit anderen Schülern beschäftigt.
Also: was tun?
Möglichkeit a) Rüber gehn. „Petzen“. Person Meyer sich aufregen lassen.
Möglichkeit b) Schüler zur Rede stellen. Schimpfen. Nichts sagen.

Hmpf. Schwierig. Einerseits war ich schockiert von den Worten, andererseits war Person Meyer gerade so mit anderen Dingen beschäftigt, dass ich dort nicht stören wollte. Hätte absolut nicht gepasst.
Also entschied ich mich für Möglichkeit b.
Er begründete mir seine Worte damit, dass Meyer nebenan immer so laut schimpfen würde und er sich deshalb nicht konzentrieren könnte. Aha. Dass er aber aus Selbstverschulden schreiben musste – statt wie die anderen etwas schönes zu machen – schien ihn nicht zu interessieren.
Also habe ich kurz geschimpft, befohlen die Schandtat zu entfernen und unter „Ich werds auch nie wieder tun!“-Beteuerungen des Schülers zu antworten „Das will ich auch hoffen!!!“.

Keine Ahnung ob das richtig war. Ich hab’s halt so gemacht. Was hättet ihr getan?!

——————

So, mit einem schönen Schülerspruch will ich aber heute schließen – ein Blogartikel (der 223. übrigens…) sollte ja nicht schlecht enden…
Also hier nun mein Highlight des Tages: 

Derzeit wird in Klasse 2 das Wetter thematisiert. Heute war die zweite Stunde dazu, die Inhalte von gestern wurden wiederholt und ausgebaut. Unter anderen ging es darum, dass warme Luft aufsteigt und kalte Luft absinkt. Nachdem das besprochen wurde, stellte meine Mentorin eine kleine „Rätselfrage“, um zu überprüfen, ob die Schüler den Inhalt verstanden hatten.

Frage: „Wenn ich eine Fliege im Wohnzimmer habe, und die dort Urlaub machen will – wohin fliegt sie dann?“

Die Kinder überlegten.
Bei einem Schüler schoss die Hand förmlich nach oben… und aus vollster Überzeugung antwortete er:

„In den Süden!“

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Aaaah… Ist das nicht herrlich?!
Das war so putzig, weil er sich so sicher war, dass die Antwort stimmt.
Das war wieder so ein Moment, in dem ich dachte: „Ja, das will ich machen. Das ist die Arbeit, die wirklich Spaß macht. Egal wie anstrengend es manchmal sein mag.“ Auch später, als zwei Mädchen ganz stolz waren, weil sie ihre Aufgabe schon erledigt hatten. Diese Blicke, die sie ausgetauscht haben, so voller Freude… einfach nur schön! 🙂

Á propos schön… heute werden wir die 100.000 Klicks knacken.
Heißt: mit dem Landen auf dieser Seite hier, habt auch ihr dazu beigetragen, dass ich mich heute Abend (wenn’s dann soweit ist) freuen werde, wie ein kleines Kind 🙂 Keine Ahnung wieso, aber irgendwie ist es schön zu wissen, dass sich so viele Leute für meine Zeilen hier interessieren. Inzwischen sind es über 400 Klicks pro Tag… Wenn ein neuer Artikel erscheint manchmal sogar 600 bis 700…das ist Wahnsinn & irgendwie auch wahnsinnig cool.

Deshalb schließe ich heute mal freudig mit den Worten:

Auf die nächsten 100.000! 🙂

Liebe Grüße,
Frau A. 🙂