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Fazit Mündliche Prüfung

26 Mai

Am 23.5.2013 war es soweit. Die letzte Prüfung stand an.
Ich war am Vorabend schon in der Seminarstadt eingetroffen, es gab leckere Waffeln zum Dinner, dazu ein Sektchen, alles ganz entspannt. Nachdem meine Freundin ins Bett gegangen ist, saß ich noch ein bisschen, blätterte in den Unterlagen und ging dann gegen halb 12 schlafen.

VOR der Prüfung
Am Prüfungstag wurde in 2 Durchgängen geprüft. Vormittags und Nachmittags. Ich war in der zweiten Gruppe, deren Prüfungen ab 13:00 anstanden. Nur blöd, dass ich schon 6:30 hellwach im Bett saß und noch über 6 Stunden überbrücken musste. Sofort nach dem wach werden war ich irgendwie hibbelig und aufgeregt.

Dann klingelte mein Telefon. Mein Chef war dran und wünschte mir viel Erfolg bei der Prüfung. Fand ich cool. Sein Tipp um die Zeit rumzukriegen: „Gucken Sie sich doch nen Film an!“ – Dazu war ich aber nicht in der Lage. Stattdessen lenkte mich ein Kumpel per SMS ab…und dann klingelte das Telefon erneut. Ein Freund & ehemaliger Studienkollege, der das Ref bereits im Februar beendet hat gab mir letzte Tipps und quatschte so lange mit mir, bis die Nervosität fast weg war. DANKE DANKE DANKE!
Dann traf ich mich mit einer anderen LAA und unseren Vfa’s (Verantwortlichen für Ausbildung uns unseren Schulen – sie waren Teil der Prüfungskommission) und wir machten uns auf gen Studienseminar.
Dort saßen die anderen aus Gruppe 1 schon glücklich und zufrieden mit ihren Zeugnissen und Sektgläsern rum. Echt blöd, wenn man selbst noch alles vor sich hat.

BEI der Prüfung
Die Prüfung lief so ab wie angekündigt. Die ersten 5 Minuten das auswendig gelernte Einsprechthema runterbeten, dann die beiden Praxisprobleme durchlesen, eins auswählen, Stichpunkte dazu machen und dann reden, reden, reden. Als mir nix mehr einfiel, wurden Fragen gestellt. Sobald die Prüfung losging war ich nicht mehr nervös. Ich wusste, dass ich mich vorbereitet hatte, also was sollte passieren?
Nach exakt 30min Prüfung ging es zurück in den Aufenthaltsraum. Dort wurde sich kurz mit den anderen LAA ausgetauscht (wir wurden ja parallel geprüft), nochmal kurz in die Unterlagen geschaut und dann zur nächsten Prüfung gestartet.

NACH der Prüfung
Als wir alle 3 Prüfungen hinter uns hatten, fiel die Nervosität vollends ab. Wir klatschen uns ab, umarmten uns und warteten dann auf die Verkündung unserer Noten.
Meine Gefühle waren gemischt. 2mal hatte ich ein gutes bis sehr gutes Gefühl, einmal ein mittemäßiges. Besonders in Werken fand ich mich persönlich sehr stark. Gerade weil ich ein Thema hatte, in dem ich mich super auskenne, schon viel gemacht habe und gut reden konnte. Trotzdem bekam ich nur ne 3. Unverständlich.

Die Notenverkündung
Nachdem etwa 45min vergangen waren, wurden wir in alphabetischer Reihenfolge einzeln in einen Raum gerufen. Dort teilte uns die Frau vom Schulamt unsere einzelnen Prüfungsleistungen der mündlichen Prüfung mit. Dann gabs von der Seminarleitung das vorläufige Zeugnis überreicht, worauf die obligatorischen Gratulationen erfolgten.
Von Stolz war hier noch keine Rede, immerhin hatte ich es doch nicht geschafft, noch auf „gut“ zu kommen. Der Durchschnitt rief förmlich „HAHA, knapp daneben ist auch vorbei!“ – aber damit hatte ich ja gerechnet.
Auf dem Flur folgten dann noch Gratulationen und gute Wünsche von anderen Fachleitern.

Besonders intensiv war die die Begegnung mit der Fachleiterin, die auch in meiner praktischen Prüfung anwesend war. Ich glaube sie sagte auf dem Flur nur einen Satz, aber der Blick in ihre Augen zeigte mir irgendwie, dass sie sich dessen bewusst ist, was diese Bewertung damals für mich bedeutet. War eine ganz eigenartige Situation und ich bilde mich auch ein, eine Träne in ihrem Auge gesehen zu haben. Wir atmeten beide tief durch und umarmten uns…Puh. [das Ganze ist so unwirklich, weil ich von ihr sehr viel gelernt habe, sie sehr schätze, aber sich das NULL in meinen Bewertungen niedergeschlagen hat]

DANACH
wurden die andere LAA und ich von unseren VfA’s noch zu einem Eis eingeladen. Dann ging’s nach Hause. Es war inzwischen schon fast 18 Uhr.

Auf der HEIMFAHRT
Bevor ich losfahren konnte, musste ich erstmal gefühlte 10000 Nachrichten und Mails beantworten. Dann stöpselte ich mein Handy an und hörte solche Lieder wie DIESES (besonders ab 1:14 bzw. der Refrain sprechen mich da an) und sang lauthals mit. Irgendwann überkam mich der Wunsch, jemanden anzurufen. Ich entschied mich für meinen Papa (mit Mutti und Schatzi hatte ich zwischendurch schon geredet).
Er ging ran, fragte wie’s gelaufen ist und dann sagte ich zum ersten Mal den Satz:

Papa, ich bin jetzt Lehrerin!

Dann fiel dieser Brocken plötzlich von mir ab und mit 160 Sachen auf der Autobahn kamen mir die Tränen und ich heulte voll los. Sturzbäche. Rotz und Wasser.

Papa ich habs geschafft!
Ich bin Lehrerin.
Richtige Lehrerin.

Endlich!

Am Ende der Leitung war es kurz still. Ich glaube mein Papa musste sich auch erst sammeln. Das große Kind hat nach 7 langen Jahren mit vielen Höhen und Tiefen ihr Ziel erreicht. Lehrerin. Wahnsinn.

Und ich muss hier an dieser Stelle ganz ehrlich sagen: ohne meinen Freund und meine Familie wäre ich an manchen Tagen wahrscheinlich durchgedreht. Aber es war immer jemand da (und sei es nur am Telefon), der mir mein Ziel wieder vor Augen gehalten hat. Der gesagt hat, dass ich das schaffe. Dass ich mich durchbeißen soll. Dass ich mal ne Pause machen soll. Dass sie an mich glauben.

DANKE dafür!!!

Auf dem Heimweg hielt ich noch kurz bei meiner Mutti an. An der Haustür fielen wir uns heulend in die Arme. Freude und Stolz, dass es nach der langen Zeit endlich geschafft ist.
„Meine kleine Lehrerin“…sobald das in den letzten Tagen jemand gesagt hat, hätte ich losheulen können. Meine Mutti wollte vor Freude sogar meine ehemalige Grundschullehrerin anrufen und ihr davon berichten 😉

Zuhause angekommen war das alles noch ganz unwirklich. Schatzi schaute mich mit einem ganz besonderen Blick an…und wieder: „Meine kleine Lehrerin“ – Freudentränen.

In der Nacht konnte ich mal wieder richtig schlafen…und obwohl die Nacht nur 5 Stunden lang war, war ich am nächsten Morgen fit.

In der SCHULE
Freitag vertrat ich meine Mathementorin, u.a. in meiner Matheklasse. Die Schüler wussten ja, dass ich am Tag davor Prüfung hatte. Also erzählte ich ihnen, dass ich die Prüfung geschafft habe und nun eine richtige Lehrerin bin.
Und was machten sie?
Sie applaudierten wie wild und freuten sich mit mir 🙂
Die Stunden schüttelte ich aus dem Ärmel, selbst eine Vertretungsstunde in einer mir bisher unbekannten Klasse war kein Problem. Der Tag war einfach nur cool. Erleichtert, entspannt, froh.

Was ändert sich jetzt?
1. Ich glaube die wichtigste Neuigkeit ist, dass dieser immense Druck abgefallen ist. Es kommt keiner mehr, der mich beurteilt. Ich muss keine Ausarbeitungen mehr schreiben. Ich kann einfach nur Lehrerin sein. Das, was ich schon immer sein wollte.

2. Ich habe wieder soziale Kontakte. So viele Menschen, wie ich dieses Wochenende gesehen habe, habe ich sonst in 2 Monaten nicht getroffen. Und so viele Sachen haben wir sonst auch nicht gemacht. Ich war bei meiner Mutti, bei den Schwiegereltern, auf nem Geburtstag, bei einer Freundin, bei einem befreundeten Pärchen und sogar schick Essen mit Schatzi.
Und das Beste: all das OHNE schlechtes Gewissen. Ohne zu denken „Ich muss noch dies, das und jenes machen“. Herrlich!

…eine Sache gibt es noch, die wieder neu für mich ist. Ich habe erstmalig seit mindestens anderthalb Jahren wieder ein Buch zu meinem privaten Vergnügen in die Hand genommen. Damit hab ich mich in mein Bett gekuschelt und einfach nur gelesen. Stundenlang. Mitten in der Nacht, frühs, nachmittags…einfach so! Und es war toll. Ich hatte ganz vergessen, wie schön es ist etwas zu lesen.
[Übrigens ist es das Buch von Philipp Möller: „Isch geh Schulhof“ – hat mir meine Lieblingsmentorin zur bestandenen Prüfung geschenkt. Danke nochmal!]

Jepp. Jetzt muss ich aufhören zu schreiben. Mein Kuchen will nämlich vollendet werden.
Ja, richtig gehört: Kuchen. Dass mein Hirn sich langsam entspannt merke ich auch daran, dass ich plötzlich Lust hatte, nen Kuchen zu backen. Einfach so. Sonntag nachmittag. Irre.

Aber ihr habt Recht: es ist ein tolles Gefühl, alle Prüfungen hinter sich zu lassen und sein Ziel erreicht zu haben. Noch am Prüfungsabend saß ich an meinem Schreibtisch und suchte die Zeugniskopien für meine Bewerbung raus. Dabei wurde mir erstmal bewusst, was ich schon alles geschafft habe in den letzten Jahren…
2006 – Abitur
2009 – Bachelor of Arts
2011 – Master of Arts
2013 – 2. Staatsexamen = Grundschullehrerin
…und das alles mit 25. Verrückt!

Wie geht’s jetzt weiter?
Schule und Studienseminar laufen ganz normal weiter. Einmal wöchentlich Seminarveranstaltungen, ansonsten Schule. Bis zu den Sommerferien. Irgendwann sind dann die Vorstellungsgespräche (in Thüringen schulamtsbezogen) und dann hoffe ich, dass sich jemand findet, der eine junge, motivierte Lehrerin einstellen möchte 😉

Welche Ziele habe ich noch?
Ich würde gerne noch die Zusatzqualifikation machen, um meinem eigentlichen Ziel, Englischlehrerin zu werden näher zu kommen. Dafür muss ich nochmal 2 Semester berufsbegleitend einen Kurs besuchen – aber das ist mir die Sache Wert! 🙂

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal noch einen schönen entspannten Sonntag Abend.
Nochmal vielen Dank auch an euch für’s mitfiebern, beglückwünschen und freuen – es ist echt toll zu wissen, dass es euch gibt und dass ihr euch für mich freut!

Ganz liebe Grüße,
Frau Lehrerin 😉

Ps.: Manchmal überlege ich, es dem Philipp Möller gleich zu tun und auch ein Buch zu schreiben. Oder einen Referendariatsratgeber. Was haltet ihr davon?

Pps.: Der Blog endet natürlich nicht hier – ich werde weiter schreiben! 🙂

Grundschullehrerin.

23 Mai

Bin ich jetzt.
Was sagt ihr dazu?! 🙂

Bin grad auf dem Heimweg, deshalb nicht allzu viele Worte, aber…ich hab’s geschafft! Nach 7 Jahren Ausbildungszeit und vielen vielen verlorenen Nerven darf ich mich ab heute Grundschullehrerin nennen! 🙂

Liebe Grüße und DANKE an alle, die heute an mich gedacht & die Daumen gedrückt haben!

Innere Unruhe

21 Mai

So würde ich meinen Zustand grad beschreiben. Äußerlich cool, innerlich…keine Ahnung.

Dass in meinem Unterbewusstsein was vorgeht, habe ich heute mehrfach gemerkt.

Situation 1:
Nachdem ich eigentlich schon fertig war mit Duschen, begann ich unbewusst nochmal von vorne mit der Waschprozedur.

Situation 2:
Vor meinem Mittagschläfchen ratterte es erstmal 20min in meinem Kopf, bevor ich zur Ruhe kam.

Situation 3:
Habe gerade so ein kribbliges Gefühl im Körper.

Und auch sonst ist das grad eigenartig. Man lernt, kriegt Hunger, isst, wird müde, ratzt, lernt, kriegt Hunger…und stellt am Ende fest, dass man sich dies, das und jenes ja auch nochmal durchlesen sollte.

Ich werde am Donnerstag einfach versuchen das zu tun, was ich in meinen Matheaufzeichnungen irgendwo mal fett bzgl der Prüfung an die Seite gekritzelt habe:

!!! KOMPETENZ ZEIGEN !!!

Nach knapp anderthalb Jahren Ref ist auf jeden Fall Kompetenz vorhanden, sie muss nur noch ausgegraben und gezeigt werden…und ich will mich wenigstens dieses EINE Mal danach nicht ärgern, dass ich dies & das nicht gesagt habe. Wenigstens ein Mal!

Trotzdem bleibt mein Mantra: Cool bleiben. Nicht verrückt machen.

Planung für morgen:
– Friseur
Keine Ahnung warum ich mir den Termin gemacht habe. Vll um per Kopfmassage meine Hirnzellen zu aktivieren?! Aber eher zur Ablenkung, nötig ist der Besuch nicht…
– in die Seminarstadt fahren
Dort noch nen ruhigen Abend mit/bei meiner Freundin verbringen

Der Prüfungstag wird auch ruhig angegangen. Ab 13:00 geht’s für mich los, dann dürfen bis 15:30 die Daumen gedrückt werden…und dann ist’s geschafft!

Egal wie es ausgeht – ich freu mich schon drauf, diesen bösartigen Druck nicht mehr zu haben. Irgendwann muss auch mal Schluss sein damit…denn auch wenn man sich versucht einzureden dass alles okay ist – es drückt schon gewaltig.

In diesem Sinne: ich hoffe, dass ich euch am Donnerstag Abend was positives zu berichten habe.

Vielen Dank für eure lieben Worte und Mutmacher bisher – ihr seid toll & ich freue mich, dass ihr da seid!

Ganz liebe Grüße,
Frau A. wie AchGottchenBaldIstsRum!

Countdown mündliche Prüfung

20 Mai

In 3 Tagen ist es soweit, die letzte Hürde auf dem Weg zum Lehrer-Sein muss noch genommen werden. Die letzten 20% meiner Abschlussnote fehlen noch. Das letzte Mal Prüfung für hoffentlich lange Zeit.

Was mir jetzt im Weg steht ist nicht etwa das Fachliche – ich denke Lehrplantechnisch bin ich gut gerüstet (außerdem weiß man eh nicht was drankommt, also kann man sich das Unwissen gut schönreden) – nee, die Einsprechthemen nerven.

Die Themen sind fertig, die je 2 Seiten Text dazu geschrieben…aber wie krieg ich das jetzt in meinen Schädel?!

Wer mich kennt weiß, dass ich keine Probleme mit dem Reden habe, schlagfertig sein kann & auch spontan bin.
Aber das ist ja nicht wirklich gefordert. Das Thema muss wissenschaftlich & inhaltlich umfassend behandelt werden. Und um nicht ins Labern zu verfallen, sollte es sich schon so schön anhören wie es auf dem Papier geschrieben steht. Auf insgesamt 6 Seiten Papier.

Uarghs.

Das nervt. Sehr. Ich hab keine Ahnung wo ich das alles noch hinstopfen soll in meinem Gehirn.

Da haben es die Sachsen besser. Auch 3 mündliche Prüfungen, ähnlicher Aufbau – aber an 3 verschiedenen Tagen mit mindestens ner Woche Abstand. SO kann man sich gut auf die einzelnen Themen vorbereiten. Das ist sicher auch gehirngerechter als das hier grade.

Aber naja. Was soll man machen?!
Ich würde wirklich gern in den Mündlichen ne 1 schaffen um meine Zeugnisnote noch zu retten – ob das realistisch ist wage ich zu bezweifeln.

Meistens kam meine lockere Art nicht so gut an. Wahrscheinlich freuen sich manche Prüfer, wenn vor ihnen aufgelöste, nervliche Wracks sitzen…so bin ich aber nicht. So war ich auch nicht in der praktischen Prüfung, als ich 15min vor Prüfungsbeginn relaxt (weil super vorbereitet) an der Schule ankam & mich die Prüferin abschätzig mit den Worten „Na Sie haben ja auch die Ruhe weg!“ musterte…

Nun ja. Ein Schritt noch. Noch ein bisschen das Hirn quälen mit Dingen, die man später einfach nachschlagen wird.

Dann kann ich mich wieder um die vielen liegen gebliebenen Sachen kümmern. Schreibtisch (ein Gebirge aus Papier & Briefen), Gesundheit (meine Lunge hat definitiv ein Problem, macht mir ein bisschen Angst), Pakete, Freunde, Pflanzen…

A propos Pflanzen… Die sind gerade (neben dem Blick auf meinen Freund) ein wahrer Freundenquell für mich. Meine Balkonbepflanzung sprießt täglich vor sich hin…und es nimmt langsam die Formen an, die ich mir vorgestellt habe.
Guckt, der Vergleich von vorgestern und heute:

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Cool, oder?!
Mal sehen, was ich mir damit noch einfallen lasse. Meinem Balkonrasen scheint es jedenfalls prächtig zu gehen 🙂

Jetzt aber Schluss mit Ablenkung. Ich muss noch ungefähr 75 Mal die Einsprechthementexte lesen und mich durch die Gesetze pflügen…und und und…

In 3 Tagen um diese Uhrzeit ist schon alles vorbei. Also Augen zu & durch!

Wozu planen?

16 Mai

Es kommt eh immer anders als man denkt.

Wozu Abfahrtzeit planen?
Ich fahr eh später los als gedacht.

Wozu wegen evtl. Wildwechsel langsam fahren?
Mir fliegt eh n Vogel vor die Scheibe.

Wieso Mathe planen?
Es ist spontan Wandertag.

Wieso Vertretungen vorher gesagt bekommen?
Man kann doch auch spontan 2 Stunden Mathe ohne fachliche Vorbereitung in Klasse 4 halten.

Wieso Material mitbringen?
Manche Sachen dauern eh länger als man denkt.

Fazit des Tages:
Locker lassen ist ganz gut & die Welt dreht sich auch weiter, wenn man nicht die volle Kontrolle hat.
Der Tag hat super funktioniert, die Stimme hat gehalten. Ich hatte viel zu tun, musste spontan umschalten und hatte trotzdem Spaß.
Also schulisch alles im grünen Bereich.

Jetzt hab ich noch 6 Tage Zeit um
1. wieder selbst fit zu werden und
2. für die Prüfung fit zu werden.

Mögen die Spiele beginnen…

Ein Tag, Vier Bilder

21 Apr

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links oben
Lieblingsteil des Tages. Staubfänger von dm. Traumhaft, wie einfach putzen plötzlich sein kann.
Unsere Wohnung glänzt & das freut mich sehr!

rechts oben
Erdbeereisbecher von Mutti. Lecker!

unten links
Dinner. Echte Thüringer Rostbratwürste. Einfach nur lecker. Echt = ohne Kümmel!

unten rechts
Abendbeschäftigung. Nadelfilzen. Vorbereitungen für den Unterrichtsbesuch morgen.
(Wer jetzt denkt HÄ??? Wieso noch n UB, die Prüfung ist doch durch?! – die Fachleiterin wollte einfach gerne nochmal kommen…für mich 😉 )

Heißt: jetzt n kurzes Nickerchen (ja, um 19:50 – wenn mein Körper MÜDE sagt, darf er schlafen), dann die Planung für die 3 UB-Stunden morgen & dann auf in die neue Woche.

Ausblick:
Ich werde diese Woche die Note für meine schriftliche Abschlussarbeit erfahren. Somit stehen dann 80% meiner Note fest. Die letzten 20% gibt’s dann zur Mündlichen in 4 Wochen. Uaaar!!!

In diesem Sinne: weiter geht’s!
Eure Frau A.

Ps.: Mit dem Zeugnis, das ich dann in knapp 5 Wochen krieg, bin ich dann offiziell Lehrerin. So mit Abschluss und fertig und so. Kann’s kaum erwarten 🙂

Es naht: die mündliche Prüfung

16 Apr

Um nicht über die üblen Nebenwirkungen des Prednisons nachzudenken, dass ich in den nächsten Tagen krankheitsbedingt noch einnehmen muss, lenke ich mich heute mal damit ab, in die Zukunft zu schauen.
Nicht die ferne Zukunft, sondern in die nahe.
Was steht in den nächsten Wochen an:

Das große Ganze steht in der nächsten Zeit unter dem Motto „Mündliche Prüfung“.
Dazu steht in der Prüfungsordnung:

(3) Die mündliche Prüfung für das Lehramt an Grundschulen erstreckt sich auf folgende Gebiete:

1. Pädagogik, Allgemeine Didaktik, Pädagogische Psychologie, soziologische Aspekte der
Erziehung, Schulrecht und Dienstrecht (erste Teilprüfung)
2. Didaktik und Methodik der beiden Ausbildungsfächer, die nicht Gegenstand der praktischen Prüfung waren (zweite und dritte Teilprüfung)

Ablauf der mündlichen Prüfung

Im Allgemeinen besteht jede Mündliche aus 2 Teilen:
– Einsprechthema (5min)
– Praxisproblem (20min)

Das „Einsprechthema“ darf man sich vorher frei wählen / ausdenken. Hierbei darf man 5min zu einem selbstgewählten, klar umrissenen Thema sprechen und dieses sowohl fachlich korrekt, als auch praktisch fundiert darlegen.
Vorher muss das Thema eingereicht und genehmigt werden.
In der Prüfung selbst muss man dazu frei und ohne Notizen sprechen.

Das „Praxisproblem“ ist ein von den Prüfern festgelegtes Problem, zu dem man sein Wissen zeigen muss. Dabei handelt es sich um ein grob umrissenes Problem aus dem schulischen Alltag mit Bezug zum jeweiligen Fach.

In Werken könnte das zum Beispiel so aussehen:
„Im Werkunterricht muss die Lehrerin vermehrt Schüler versorgen, die sich beim Sägen mit der Laubsäge verletzen haben.“ [Kurzform]

Dann sollte man sich u.a. mit dem Lehrplan auskennen (In welcher Klassen wird mit der Laubsäge gearbeitet?) und auch sein fachliches Wissen anbringen (Wurde die Säge richtig eingeführt? Welche Probleme kann es bei der Arbeit geben? Wie kann man sie vermeiden? etc. pp.) Das Ganze garniert mit eigenen Praxisbeispielen, fertig!
Mit seinem Wissen sollte man seine 20min Redezeit möglichst vollständig füllen um Fragen der Prüfer zu entgehen. 😉

Zeitlicher Ablauf (soweit ich das verstanden habe):
– 5min Einsprechthema
– Auswahl des Praxisproblems (man hat 2 zur Auswahl)
– 3min Zeit für Notizen zum Problem
– 20min Redezeit (inkl. Fragen, wenn noch Zeit ist)

Jepp. Die Vorbereitung auf die Prüfung ist je nach Fachbereich ganz unterschiedlich. Die Prüflinge in HSK dürfen sich bestimmte Bereiche ankreuzen, in denen sie gerne geprüft werden würden. Die Prüflinge in Mathe (also ich) dürfen lediglich die Klassenstufe angeben, in der sie unterrichtet haben. Und wie es bei D, Werken und im allgemeinen Seminar aussieht, weiß ich noch nicht.

Was ich ein bisschen doof finde: in Mathe könnte z.B. aus Geometrie als Thema drankommen – auch wenn ich das noch nicht einmal selbst im Unterricht durchgeführt habe. Meine Mathementorin macht Geometrie nämlich immer, wenn ich am Studienseminar bin. Also hab ich weder eine Stunde gesehen, noch eine gehalten. Das ist den Prüfern aber egal. Juchu! 😉

ABER: Es gibt noch ein paar Kniffe, die einen retten können, DENN:
Das Thema, das man als Einsprechthema wählt, wird im Anschluss NICHT in den Praxisproblemen vorkommen.

Heißt: wenn ich Geometrie wähle, wird das danach nicht als Praxisproblem vorkommen. Aber ich könnte mich fachlich im Voraus gut vorbereiten…Hm…

Naja, mal abwarten, wie das Ganze laufen wird. Ich habe jetzt meinen Prüfungstermin, meine Prüfungszeiten und auch die Prüfer erfahren. Dabei werde ich nach der Mittagspause dran sein – wenn alle Prüfer hoffentlich schön gegessen haben und entspannt sind 😉

Nachtrag:
Es sind also 3 Teilprüfungen, die zeitlich mit je etwa 30min angesetzt sind. Also 1,5h Prüfung mit jeweils 30min Pause dazwischen
Nachtrag 2: mein Jahrgang ist der letzte, der nach dieser Prüfungsordnung geprüft wird. Mal sehn wie’s danach wird 😉
.

Also Planung für die nächste Zeit:

– Einsprechthemen überlegen und einreichen
– Einsprechthemen vorbereiten und einüben
– Lehrpläne auswendig lernen (zumindest grob)
– …

Jepp. Das Problem, das ich noch sehe ist: WANN zum Teufel soll ich das machen und WANN soll ich dafür lernen? Der Schulbetrieb geht ganz normal weiter, ich muss ganz normal noch ins Seminar fahren und alles andere läuft auch ganz normal.

Motivation?
In 5 Wochen ist es vorbei!
(Natürlich nur theoretisch – das Ref geht offiziell bis 31.7.-aber in 5 Wochen sind ALLE Prüfungen durch und ich kriege mein Zeugnis)

In diesem Sinne: auf in die letzte Phase der Lehrerausbildung! 🙂

Abendprogramm

10 Apr

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…was gibt es schöneres am Abend als ein Pulmotin-Dampfbad?!

An dieser Stelle DANKE an meinen Freund, der das für mich so toll vorbereitet hat. Ein echter Goldschatz! 🙂

Er hat mir auch befohlen, morgen nach der Schule zum Arzt zu gehen & mir was verschreiben zu lassen. Diese Lungenschmerzen sind echt fies. Vor allem weil ich sonst so gut wie keine Beschwerden habe. Klarer Kopf, meist klare Nase…nur die Lunge streikt, brennt, kratzt.

Ich werde mich an seinen Rat halten. Ne Krankschreibung kommt nicht in Frage – solange ich sprechen kann, geh ich in die Schule!

Weitere News:
Meine Bewerbung ist im Schulamt angekommen. Hatte schon gedacht, dass sie mich vergessen haben…aber nein – sie haben nur gerade viel zu tun & die Eingangsbestätigung sollte mich demnächst erreichen. Sehr gut!

Der Termin für meine mündliche Prüfung steht jetzt auch fest. Noch knapp 6 Wochen, dann ist es soweit. Momentan kümmere ich mich ein bisschen um die Rahmenbedingungen – dass ich vermehrt die Fächer unterrichte, in denen ich Prüfung habe. Mal sehn ob das was bringt. Vielleicht kann die Mündliche ja doch noch was rausreißen.

Nun ja. Ich vegetiere noch ein bisschen vor mich hin, mache dann noch die Planung für morgen fertig & dann geht’s ins Bett.
Ich freu mich schon aufs Wochenende!

In diesem Sinne: Adios Amigos!
Frau Pulmotin

Ps.: Vielleicht sollte ich es wie Sissi machen & einfach ein paar Monate nach Madeira auswandern. Das wäre doch nett!

Schulfasching 2013

11 Feb

Als ich heute morgen das Lehrerzimmer betrat traf mich fast der Schlag – bunt, bunter, unser Kollegium.
Ich schwang mich schnell ich ein – von meiner Mentorin mitgebrachtes – Kostüm und dann ging die Sause schon los.

Spiele im Klassenzimmer, Kostüme erklären und dann sagenhafte ANDERTHALB Stunden Programm. Schönes Programm! Alle haben durchgehalten – Aber danach waren die Kinder platt. Beim Frühstück herrschte angenehme Ruhe. Danach wurden verschiedene Spiele gemacht (Luftballontanz, Stuhltanz etc.) und dann ging es mit den mitgebrachten „Krachinstrumenten“ nach draußen. [Zitat Schatzi: „Ist nicht jedes Kind ein Krachinstrument?!“ 😉 ] Von Pfeifen & Tröten bis zu Vuvuzelas war alles dabei. Da haben einem ganz schön die Ohren geklingelt.
Alles in allem war es aber aber gelungener Tag, die Kinder hatten Spaß, ich auch – also passt das.

Lediglich auf dem Heimweg ging mir das Ganze nochmal aufn Senkel, als irgendwelche Idioten faschingsbedingt auf der Straße rumliefen, statt den Bürgersteig zu nutzen. Da werd ich ja zum Schwein bei sowas. Hab alle von der Straße weggehupt & grimmig angestarrt. Ha! Fasching hin oder her, ne Bundesstraße hat frei zu sein für den Verkehr, also mich. Basta! 😉

Damit ist das Kapitel Fasching 2013 für mich abgeschlossen. Juchu 😉

Kommen wir noch fix zu einem anderen Thema. Die Termine für die praktische Prüfung sind heute raus gegangen. Heißt für mich: in knapp 4 Wochen bin ich dran. Dann darf ich mich beweisen und 20% meiner Note erarbeiten. Uiuiuiiiii. Die Themen die ich zu diesem Zeitpunkt im Stoffverteilungsplan eingereicht habe klingen aber ganz nett – sowohl für die Stunde, als auch für die Sachanalyse 😉 Ich denke das ist machbar & freue mich schon drauf, wenns rum ist.
Schon komisch wie die Zeit jetzt rennt. In 4 Wochen praktische Prüfung, dann 8 Wochen später die Mündliche – und dann war’s das schon. Verrückt!

Was schön ist, ist zu merken wie man innerlich wächst. Letztes Jahr hatte ich meinen ersten richtigen Schultag auch um die Faschingszeit & war noch irgendwie fremd. Dieses Jahr wurde hier gequatscht, da getröstet, dort ein Witzchen gemacht. Ist schön, dazu zu gehören…und schade, dass das nur noch knapp 5 Monate so bleibt.

Aber: c’est la vie.

Jetzt wird erstmal die restliche Woche zuende gebracht & sich dann (NACH den Ferien) auf die Prüfung fixiert. Irgendwie freu ich mich schon drauf.

In diesem Sinne: liebe Grüße,
Frau A. 🙂

Ps.: Seid ihr traurig oder froh, dass Fasching bald rum ist?