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Erste-Hilfe-Kurs: Teil 1

3 Aug

Um mich optimal auf die mir bevorstehenden neuen Aufgaben vorzubereiten (und um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten) muss ich an einem 2-tägigen Kurs teilnehmen, der mich fit machen soll in Sachen Erste Hilfe. 

An 2 Samstagen wird dazu ein Berg von Wissen von 8-14 Uhr in meinen Kopf gepustet. 

Heute ging’s los. In einem vergleichsweise kleinen Trüppchen (6 Personen) wurden wir von unserem Kursleiter begrüßt. Als pensionierter Sportlehrer („Ich bin weit über 70!“) verfügte er sowohl über das notwendige Wissen, als auch über eine nicht überhörbare Stimme – einschlafen wäre nicht möglich gewesen. 

Aber: das Bedürfnis hatte ich auch nicht. Im Gegenteil. Ich kam mir heute vor wie ein wissbegieriger Schwamm. Meinen ersten (und letzten) Kurs hatte ich vor mehr als 7 Jahren als Voraussetzung für den Führerschein gemacht – lange her, viel vergessen…und laut Kursleiter hat sich seitdem auch EINIGES verändert. 

Also saß ich heute morgen mit Block und Stift bewaffnet dort und lauschte den Ausführungen. Wie es sich für einen guten Lehrer gehört, folgte nach theoretischen Erläuterungen meist sofort die praktische Umsetzung.  Ich durfte u.a. das Bewusstsein meiner Partnerin überprüfen (am Arm berühren, „Hallo, können Sie mich hören?“ – Zum Glück reagierte sie gleich 😉 Es war wirklich interessant, verschiedene Dinge wieder mal zu hören und auszuprobieren. 

Der Grundtenor war eigentlich immer: wenn man weiß, was man tun muss, dann kann man es schnell und richtig machen & hat so wenig Arbeit wie möglich mit dem Verletzten. Wenn man weiß, was man zu tun hat, kann man selbst auch ruhiger bleiben, als wenn man völligst neben sich versuchen will, zu helfen. 

Neben der Bewusstseinsprüfung ging es heute auch um die anderen Lebenszeichen (Atmung, Bewegung, Puls, Temperatur), Lagerungen und Griffe (Stabile Seitenlage, Oberkörper/Beine hoch lagern, Herzdruckmassage, „lebensrettender Handgriff“). Wir sprachen über Knochenbrüche, Verbrennungen, Erfrierungen und natürlich auch darüber, wie man einen NOTRUF richtig absetzt. 

Entgegen meiner Erinnerung ist nämlich nicht zwangsweise notwendig zu sagen, WER man selbst ist. Dieses W hatte ich noch im Kopf. Stattdessen steht das 5. W für WARTEN auf Rückfragen. 
Würdet ihr aus dem Kopf alle 5 W’s für einen Notruf zusammen kriegen? (*Auflösung am Ende des Artikels) 

Interessant fand ich auch, warum er die Zahlen 
1
10
100
im Zusammenhang mit der Absperrung von Unfallstellen an die Tafel schrieb. Die 100 war mir klar – 100m entfernt muss das Warndreieck aufgestellt werden (bei Kurven, Bergkuppen, Autobahnen gerne auch noch weiter weg). 
Aber 10 und 1?!
Wisst ihrs?! (**Auflösung am Ende)

Im Allgemeinen fand ich den Kurs heute sehr informativ und vor allem anschaulich. Ich (als Lehrerin) konnte einiges an seinem Unterrichtsaufbau & seiner Methodik erkennen und fand, dass er (trotz über 10 Jahren in Rente) noch einen wahnsinnig tollen Job gemacht hat. Wie er selbst sagte: „Es ist schön, auch nach der Zeit im Schuldienst noch Menschen etwas beibringen zu können!“ – und das merkte man ihm auch an. Ich konnte ihn mir förmlich vor einer Schulklasse vorstellen – streng, fordernd, aber auch sehr positiv und wohlwollend. Eben ein richtiger Lehrer. 

Interessant waren aber auch die anderen Kursteilnehmer. Wie ein Mini-Querschnitt durch eine Klasse – und das bei nur 6 Personen. Ich selbst würde mich heute als die Streberin einordnen (mit Block & Stift im Anschlag und immer als Testobjekt vorne). Dann gab es noch „die Schöne Blonde“, den Klassenkasper, den Coolen, den anderen Streber und natürlich auch einen lustlosen genervten Typen, dessen nuschelnde Antworten man kaum verstehen konnte. Nächstes Mal setze ich mich ganz hinten hin, damit ich das Szenario noch ein bisschen weiter studieren kann. Ich beobachte meinen Mitmenschen ja gerne 😉 

Nächsten Samstag geht’s um den Sani-Kasten, Druckverbände, Herzdruckmassage (praktisch), viele andere Dinge…und natürlich eine kleine Prüfung, in der wir unser Wissen und Können beweisen müssen 😉 

Ich freu mich schon drauf, weil es es ne gute Sache ist, sein Wissen wieder aufzufrischen und über bestimmte Dinge nochmal genauer nachzudenken. 

Deshalb mein Appell an euch: auch wenn ihr keine Lehrer seid (die müssen in Thüringen solche Kurse alle 2 Jahre besuchen) – es lohnt sich. Wenn man wirklich mal in eine Unfallsituation kommen sollte, als Erster bei einem Verletzten ankommt – dann kann das Wissen aus einem solchen Kurs wirklich Leben retten. 

Kosten? Wenn man es selbst zahlen muss: 35€, aber meist zahlen das die Arbeitgeber, bzw. die Berufsgenossenschaft. 

Definitiv wertvoll investierte Zeit! 

In diesem Sinne: schönen Abend noch und bis demnächst!
Frau A. 

Hier wie versprochen noch die Auflösungen zu den Fragen: 
* WO geschah es? WAS ist passiert? WIE VIELE Verletzte? WELCHE Verletzungen? WARTEN auf Rückfragen!

**
10 (Meter entfernt von der Unfallstelle beim Helfen den eigenen Wagen abstellen – damit Rettungskräfte näher ran können)
1 (Meter auf der Fahrbahn das Warndreieck positionieren – also nicht am Straßenrand, sondern AUF der Fahrbahn.)

Countdown mündliche Prüfung

20 Mai

In 3 Tagen ist es soweit, die letzte Hürde auf dem Weg zum Lehrer-Sein muss noch genommen werden. Die letzten 20% meiner Abschlussnote fehlen noch. Das letzte Mal Prüfung für hoffentlich lange Zeit.

Was mir jetzt im Weg steht ist nicht etwa das Fachliche – ich denke Lehrplantechnisch bin ich gut gerüstet (außerdem weiß man eh nicht was drankommt, also kann man sich das Unwissen gut schönreden) – nee, die Einsprechthemen nerven.

Die Themen sind fertig, die je 2 Seiten Text dazu geschrieben…aber wie krieg ich das jetzt in meinen Schädel?!

Wer mich kennt weiß, dass ich keine Probleme mit dem Reden habe, schlagfertig sein kann & auch spontan bin.
Aber das ist ja nicht wirklich gefordert. Das Thema muss wissenschaftlich & inhaltlich umfassend behandelt werden. Und um nicht ins Labern zu verfallen, sollte es sich schon so schön anhören wie es auf dem Papier geschrieben steht. Auf insgesamt 6 Seiten Papier.

Uarghs.

Das nervt. Sehr. Ich hab keine Ahnung wo ich das alles noch hinstopfen soll in meinem Gehirn.

Da haben es die Sachsen besser. Auch 3 mündliche Prüfungen, ähnlicher Aufbau – aber an 3 verschiedenen Tagen mit mindestens ner Woche Abstand. SO kann man sich gut auf die einzelnen Themen vorbereiten. Das ist sicher auch gehirngerechter als das hier grade.

Aber naja. Was soll man machen?!
Ich würde wirklich gern in den Mündlichen ne 1 schaffen um meine Zeugnisnote noch zu retten – ob das realistisch ist wage ich zu bezweifeln.

Meistens kam meine lockere Art nicht so gut an. Wahrscheinlich freuen sich manche Prüfer, wenn vor ihnen aufgelöste, nervliche Wracks sitzen…so bin ich aber nicht. So war ich auch nicht in der praktischen Prüfung, als ich 15min vor Prüfungsbeginn relaxt (weil super vorbereitet) an der Schule ankam & mich die Prüferin abschätzig mit den Worten „Na Sie haben ja auch die Ruhe weg!“ musterte…

Nun ja. Ein Schritt noch. Noch ein bisschen das Hirn quälen mit Dingen, die man später einfach nachschlagen wird.

Dann kann ich mich wieder um die vielen liegen gebliebenen Sachen kümmern. Schreibtisch (ein Gebirge aus Papier & Briefen), Gesundheit (meine Lunge hat definitiv ein Problem, macht mir ein bisschen Angst), Pakete, Freunde, Pflanzen…

A propos Pflanzen… Die sind gerade (neben dem Blick auf meinen Freund) ein wahrer Freundenquell für mich. Meine Balkonbepflanzung sprießt täglich vor sich hin…und es nimmt langsam die Formen an, die ich mir vorgestellt habe.
Guckt, der Vergleich von vorgestern und heute:

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Cool, oder?!
Mal sehen, was ich mir damit noch einfallen lasse. Meinem Balkonrasen scheint es jedenfalls prächtig zu gehen 🙂

Jetzt aber Schluss mit Ablenkung. Ich muss noch ungefähr 75 Mal die Einsprechthementexte lesen und mich durch die Gesetze pflügen…und und und…

In 3 Tagen um diese Uhrzeit ist schon alles vorbei. Also Augen zu & durch!

Die Prinzessin mit den eiskalten Erbsen

18 Mai

Heute gibt es wieder einen Lesetipp.
Einfach weil es mich sehr berührt hat.

Was macht es mit euch?
Klick: „Die Prinzessin mit den eiskalten Erbsen.“

Ich habe danach den kompletten Blog gelesen…es sind nicht viele Artikel, aber dafür intensive. Danke an die Autorin für diesen Einblick und die positive Einstellung.

Bewundernswert und wunderschön!

Ps.: News von Mission Balkongrün. Gestern/heute:

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Wozu planen?

16 Mai

Es kommt eh immer anders als man denkt.

Wozu Abfahrtzeit planen?
Ich fahr eh später los als gedacht.

Wozu wegen evtl. Wildwechsel langsam fahren?
Mir fliegt eh n Vogel vor die Scheibe.

Wieso Mathe planen?
Es ist spontan Wandertag.

Wieso Vertretungen vorher gesagt bekommen?
Man kann doch auch spontan 2 Stunden Mathe ohne fachliche Vorbereitung in Klasse 4 halten.

Wieso Material mitbringen?
Manche Sachen dauern eh länger als man denkt.

Fazit des Tages:
Locker lassen ist ganz gut & die Welt dreht sich auch weiter, wenn man nicht die volle Kontrolle hat.
Der Tag hat super funktioniert, die Stimme hat gehalten. Ich hatte viel zu tun, musste spontan umschalten und hatte trotzdem Spaß.
Also schulisch alles im grünen Bereich.

Jetzt hab ich noch 6 Tage Zeit um
1. wieder selbst fit zu werden und
2. für die Prüfung fit zu werden.

Mögen die Spiele beginnen…

Abendprogramm

10 Apr

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…was gibt es schöneres am Abend als ein Pulmotin-Dampfbad?!

An dieser Stelle DANKE an meinen Freund, der das für mich so toll vorbereitet hat. Ein echter Goldschatz! 🙂

Er hat mir auch befohlen, morgen nach der Schule zum Arzt zu gehen & mir was verschreiben zu lassen. Diese Lungenschmerzen sind echt fies. Vor allem weil ich sonst so gut wie keine Beschwerden habe. Klarer Kopf, meist klare Nase…nur die Lunge streikt, brennt, kratzt.

Ich werde mich an seinen Rat halten. Ne Krankschreibung kommt nicht in Frage – solange ich sprechen kann, geh ich in die Schule!

Weitere News:
Meine Bewerbung ist im Schulamt angekommen. Hatte schon gedacht, dass sie mich vergessen haben…aber nein – sie haben nur gerade viel zu tun & die Eingangsbestätigung sollte mich demnächst erreichen. Sehr gut!

Der Termin für meine mündliche Prüfung steht jetzt auch fest. Noch knapp 6 Wochen, dann ist es soweit. Momentan kümmere ich mich ein bisschen um die Rahmenbedingungen – dass ich vermehrt die Fächer unterrichte, in denen ich Prüfung habe. Mal sehn ob das was bringt. Vielleicht kann die Mündliche ja doch noch was rausreißen.

Nun ja. Ich vegetiere noch ein bisschen vor mich hin, mache dann noch die Planung für morgen fertig & dann geht’s ins Bett.
Ich freu mich schon aufs Wochenende!

In diesem Sinne: Adios Amigos!
Frau Pulmotin

Ps.: Vielleicht sollte ich es wie Sissi machen & einfach ein paar Monate nach Madeira auswandern. Das wäre doch nett!

Mein Tag in Bildern

8 Apr

Heute mal in Bildform 😉

Gestern Abend – noch fix die Hausaufgabe für die Kinder vorbereitet:

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Weckzeiten wie auf viel zu früh gestellt (links)…und pünktlich aufgewacht (rechts):

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Den Tag mit entspannter Musik begonnen (ich liebe Melodie & Flair des Liedes…):

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Danach in die Schule gedüst und erstmal 3 Stunden selbst unterrichtet, dabei u.a. das hier:

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Für 2 StundenSchulgarten (eigentlich ist das ja meine Werkenstunde, aber es ist Frühling & da hat das Vorrang…) ging es mit meiner Mentorin nach draußen…die Kinder sollten „den Frühling suchen“:

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In Anbetracht meiner kratzenden Lunge und schniefenden Heuschnupfennase habe ich mich nach dem Unterricht dann hiermit eingedeckt und mir schon die erste Ladung Augentropfen verpasst:

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Jepp. Das war der heutige Tag. Es gibt auch noch ein lustiges Bild vom Vertretungsplan, auf dem als Vertretung 5x mein Name untereinander steht – sieht cool aus 😉

Ansonsten…um zu vermeiden, dass ich mir den Mund fusslig rede um zu erklären, warum ICH da bin und nicht meine Mentorin, hab ich heute als erstes noch vor Unterrichtsbeginn an die Tafel geschrieben:

„Frau Deutsch ist krank 😦
Heute alles mit Frau A. :)“

Dann musste ich nur noch an die Tafel zeigen, wenn die Frage kam 😉

Ansonsten lief es heute ganz harmonisch ab. Die Kinder waren ein bisschen quasselig, was aber kein Wunder ist nach 2 Wochen Ferien. Also hab ich sie viel (zielgerichtet) reden lassen – was übrigens auch Teil des Lehrplans ist und sie langsam zur Leistungsbereitschaft geführt , wie es meine Mentorin angeraten hat. 🙂

Bei der Rückgabe der HSK-Arbeit zum Thema Zähne, die wir vor den Ferien geschrieben hatten, war plötzlich Totenstille…Ich zeigte mich enttäuscht darüber, dass viele Kinder Punkte verschenkten, weil sie beim Besprechen der Aufgaben nicht zugehört haben. Wenn dort steht „Antworte im Satz“ und man tut es nicht – dann werden Punkte abgezogen. Und nachdem wir mindestens 100 mal wiederholt haben, was ein Satz ist, will ich als Antwort dann nicht „die Backenzähne“ sehen. Nö.
Dass es keine Eins gab schockierte die Kinder ein wenig, aber…selbst Schuld. Das müssen sie jetzt einfach lernen. Schlimm sind die Noten nicht – in Thüringen gibt es seit neustem erst ab Klasse 3 „richtige“ Noten…aber manche waren schon geknickt und guckten mich böse an.
Aber da steh ich drüber, ich habe fair bewertet und kann die Ergebnisse rechtfertigen.
Interessant ist, wie man die Kinder bei solchen dezent emotional angehauchten Sequenzen fesseln kann – ein bisschen Schauspiel gehört halt doch dazu 😉

Yo. Ein bisschen nachdenklich bin ich dann Zuhause angekommen, weil ich auf dem Heimweg eine Freundin besucht habe, die derzeit nicht allzu gut dasteht – weil sie anderen geholfen hat & dafür in den Hintern getreten wurde… Sowas nervt, aber lässt sich wohl leider nicht ändern. Bin derzeit am Überlegen, wie ich ihr etwas Gutes tun kann… Fällt mir sicher was ein. 🙂

Ansonsten…jetzt ein kurzes Nickerchen, dann die Planung für meine 5 Stunden morgen (u.a. eine Stunde in der mir fremden Klasse 1 – das wird interessant) und heute Abend hoffentlich früh Feierabend für maximale Schatzi-Zeit.
Hab heute morgen mal wieder gemerkt, wie schön es eigentlich ist, neben dem Mann aufzuwachen, den man liebt. Einfach klasse 🙂

In diesem Sinne: ich hoffe ihr hattet auch nen guten Start in die Woche!

Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: Habe heute den Termin für meine mündliche Prüfung erfahren. Über die Schule, nicht übers Seminar. Mal sehn wann die offizielle Mail an uns rausgeht…

Linktipp

15 Feb

Nachdem ich im Studienseminar auf einen Flyer gestoßen bin & eben noch ne Mail von dort bei mir ankam möchte ich euch auf die Seite:

http://www.forrefs.de/

aufmerksam machen.
„For Refs“ –> Für Referendare, ne?! 😉

War gerade dort & finde, dass man da einige interessante Sachen nachlesen und sich informieren kann.
Auch für „fertige“ Lehrer in der sogenannten „Dritten Ausbildungsphase“ ist was dabei.

Inwiefern euch die Seite weiterhilft dürft ihr selbst ausprobieren – ich finds ganz nett! Besonders die weiterführenden Links & Literaturtipps unter den Artikeln animieren zum weiter lesen.

Also viel Spaß beim Stöbern dort!

Kurz zu mir: ich glaube mein Körper ist sich noch unsicher ob es nun krank werden will oder nicht. Hitzewallungen & Kopfschmerzen sind schon da – ich hoffe aber, dass ich noch 4 Wochen durchhalte und die Prüfung FIT hinter mich bringen kann.
In meinem Kollegium grassiert auch die Krankheit – die meisten werden die Ferien wohl zum auskurieren nutzen. Das ist echt typisch Lehrer – zur Schulzeit fit sein (oder so tun) & in den Ferien flach liegen.

Naja, ich hoffe dass nach den Ferien alle gesund & munter zurück sind – die erste OP-Kandidatin steht bei uns schon fest. Heißt: nach den Ferien muss ne Weile vertreten werden. Oder DARF, denn das heißt für mich, dass ich in den zweiten Klassen übernehme, während meine Mentorinnen die Kollegin vertreten. Find ich ne gute Idee 🙂

Mal sehn wies wird.

Jetzt wird erstmal der Ferienmodus aktiviert. Ausruhen. Nichts tun. Traumhaft 🙂

In diesem Sinne: Adios Amigos,
Frau A. 🙂

Gesunde Ernährung

7 Feb

Gesunde Ernährung – das ist gerade das Thema in der zweiten Klasse. Eine Sache, die man sehr schön anschaulich gestalten kann & mit der man großen Einfluss auf die Kinder und ihr Denken hat.

Positiv für uns ist, dass unsere Klasse am Projekt „Klasse2000“ teilnimmt. Heißt: in regelmäßigen Abständen kommt eine sogenannte „Gesundheitsförderin“ zu uns, hält eine Stunde zu einem bestimmten Thema und geht dann wieder. Das schöne daran ist: die Stunden sind richtig toll aufgearbeitet & gelingen eigentlich immer!
In den Zeiten, in denen die Frau nicht da ist, sind die Lehrer am Zug & können inhaltlich an bestimmten Themen arbeiten. Dazu gibt es eine Lehrerhandreichung, in der komplett ausgearbeitete Stunden enthalten sind, inkl. Vorbereitung, Elternbriefen, Material etc. Echt cool!

Nun ja. Ich habe u.a. heute eine solche „KLARO-Stunde“ gehalten. Ein Stückchen davon möchte ich euch nicht vorenthalten, weil ich es echt toll fand.

Heute stand u.a. ein Obst & Gemüsequiz auf dem Plan. Dazu hatte ich eine große Tabelle an der Tafel vorbereitet:

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Die Schüler sollten also ihr Wissen & Können in den Kategorien Hören, Sehen, Schmecken & Fühlen beweisen.

Dazu habe ich die Klassen bankreihenweise aufgeteilt:

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Die Zahlen in den Feldern stehen für unterschiedlich schwere Aufgaben & gleichzeitig die erreichbaren Punkte. Die Aufgaben der Kategorien sind wie folgt:
Hören = etwas durch ein Worträtsel erraten.
Sehen= ein Bild wird langsam aufgedeckt & muss erkannt werden.
Schmecken = eine Kostprobe am Geschmack erkennen.
Fühlen = etwas in einem Beutel erfühlen.

Ablauf:
1. eine Gruppe wählt eine Aufgabe, z.B. „Hören 80“.
2. Ich lese die zugehörige Rätselfrage vor. (Z.B. „Ich wachse im Weinberg, kann Grün oder blau sein & aus mir macht man Getränke. Wer bin ich?“)
3. die Gruppe darf sich beraten, nennt dann die Lösung.
4.
Richtig: Punkte eintragen an Tafel
Falsch: Frage darf von der nächsten Gruppe beantwortet werden
5. Das passende Bild wird auf die Zahl gehangen, die Aufgabe ist gelöst.
6. die nächste Gruppe, usw.

Am Ende sieht das dann so aus:

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(Ist gleich noch ein bisschen Mathe mit drin 😉 )

Danach ließ ich die Schüler einzeln vor kommen & je eine Karte entweder Obst oder Gemüse zuordnen. Ohne dass ich bei falschen Zuordnungen einschritt.
Ergebnis:

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Danach durften sich die Schüler dazu äußern, wir korrigierten falsche Angaben & dann war dieser Stundenteil schon rum.

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Dauer: etwa 40min
Material:
– laminierte Bildkarten mit Magnet (selbst hergestellt, Bilder von Google)
– passendes Obst & Gemüse (zum Schmecken geschnibbelt, zum Fühlen komplett – ca 7€ Kosten)
Spaßfaktor: hoch
Strafe (ggf.): Punktabzug

Mir hat das Spaß gemacht & den Kindern glaube ich auch. Der Teller mit Apfelstückchen war im Anschluss im Nu verputzt 😉

Also: danke an „Klasse 2000“ für die Idee 🙂

Zum Schluss noch mein Tageshighlight:
Heute durften die Kinder in Ethik (wie gewohnt) von ihrer Woche erzählen, was schön war, was nicht etc.
Eine Schülerin sagte:
„Ich habe mich über die Mathestunde heute mit der Frau A. gefreut, da durften wir mit dem Datum rechnen.“
Thihi.
Hatte heute so nen Spontaneinfall & ließ die Kinder am Stundenanfang aus „7.2.2013“ selbstständig Aufgaben bilden. Bei den Schwachen kam dann eben 7+2=9 raus, die Stärkeren bildeten richtig lange Kettenaufgaben mit bis zu 7 Summanden – war cool. 🙂

Nebenbei hospitierte mich meine VfA, die mich auf ein Problem aufmerksam machen wollte, dessen ich mir schon LANGE bewusst bin – wozu ich aber nichts sagen bzw. kaum was ändern kann. Bin ja nicht die Klassenleiterin. Morgen ist die Auswertung der Stunde & da werde ich das auch nochmal ansprechen. Geht um Hilfsmittel für Schüler. Expliziter werde ich vorerst nicht, vll ergibt sich das ein andermal.

Für heute bin ich erstmal zufrieden. Hab noch 2 Tonnen Obst & Gemüse hier & werde mich dann wohl ausnahmsweise mal gesund ernähren. Die Unterrichtseinheit hat also auch für mich was Gutes 😉

In diesem Sinne: Adios Amigos!
Frau A. 😉

Ruckizucki eieiei

28 Jan

Heute nur ganz kurz:
Mein Auge zuckt schon wieder.
Ich kapier das nicht. Eigentlich bin ich ganz relaxt (denke ich). Die Ziele für für nächste Zeit sind klar, ich belese mich nebenbei, habe kurze Besprechungen zu meinen Stunden, werde vor der Prüfung noch 2x hospitiert, kriege Hilfe von allen Seiten. Alles gut also.

Warum nervt mich dann mein Auge?
Diesmal zuckt nicht mal das Lid, sondern das Stück unter dem Auge, der Tränensack oder so. Und zwar richtig heftig & sichtbar.
Ätzend.

Das Internet gibt noch Magnesiummangel als Grund an. Hm. Hab mich mal Tabletten diesbezüglich besorgt heute.

Wahrscheinlich liegt es auch an meiner miserablen Ernährung.
Bis 11 Uhr esse ich meistens nix, dann nur 1-2 Kekse, trinke ne 0,5l Flasche Wasser. Gegen 2 bin ich daheim, dann gibt’s ne Schüssel Müsli. Manchmal.
Und Abends dann auch nix besonderes (wenn nicht gerade Schatzi kocht).

Ich bin mir dessen bewusst, dass das nicht gut ist. Aber ändern kann ich es auch irgendwie nicht. Durch die Obst-& Gemüseabteilung marschiere ich durch, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Außer Bananen packe ich da maximal noch n Apfel ein, 2 Mal im Jahr oder so. Keine Ahnung was das soll.
Ich nehme mir hin&wieder vor, gesund zu leben. Dann kaufe ich Möhren, Paprika etc. Davon esse ich 2 Tage & dann war’s das wieder. Hauptnahrungsmittel sind Schokolade & Kekse. Und Schokomilch.

Wahrscheinlich muss ich wirklich erstmal umfallen, bevor ich das Ausmaß kapiere.

Naja. Ich hoffe erstmal, dass das doofe Augenzucken wieder verschwindet. Das nervt gewaltig & macht mir schon ein bisschen Sorgen. Gerade, weil mein Kopf eigentlich entspannt ist & kein offenkundiger Stressfaktor auszumachen ist.

Egal – wird schon wieder verschwinden 😉
Ich glaub das reicht erstmal aus meiner Krankenakte 😉

Liebe Grüße,
Frau A.

Schülermund…

27 Nov

So, weg mit den vernebelten Gedanken, den Halstabletten & den Couch-Tagen mit viel Schlaf.
Her mit den Taschentüchern und wieder AB in die Schule! 😉

Seit gestern bin ich wieder – mehr oder weniger fit – in der Schule. Mein Kopf ist wieder klar und ich fühle mich gesund – nur bei meinen Nasennebenhöhlen ist das noch nicht angekommen. Egal! Ich will nix verpassen und viel lernen, also geht das schon.

Freudig kam ich gestern in die Schule, platzte in den So-war-mein-Wochenende-Erzählkreis und durfte (als ich dran war) auch was sagen. Immerhin hatte ich in der vorherigen Woche 4 Schultage verpasst und die Kinder E-WIG-KEI-TEN nicht mehr gesehen… Also erzählte ich kurz von meinen Gesundungsbemühungen der Woche und sagte, dass ich schon FAST wieder ganz gesund bin. Viel mehr gab es nicht zu berichten – ich lag ja flach.

Dann ging der Kreis weiter und irgendwann war ein Mädchen dran.
Statt über ihr Wochenende zu sprechen, sagte sie:
„Ich hab mich gleich gewundert, warum Frau A. so nen roten Kopf hat. Die ist nämlich noch gar nicht wieder gesund!“ 
Hat sie gut erkannt 😉
(mir war zwar nicht bewusst, dass ich nen roten Kopf hatte – aber als mich ne Kollegin im Lehrerzimmer auch noch darauf ansprach, beschloss ich, meiner Selbstwahrnehmung vorübergehend nicht mehr zu trauen 😉 ) 

—————–

Eine weitere Episode – bei dir ich mir nicht GANZ sicher bin, ob ich richtig gehandelt habe…
Letztens (hach, es ist blöd nicht genau sein zu können…aber sonst wirds zu offensichtlich für Insider) erwischte ich einen Schüler bei einer Extra-Aufgabe dabei, wie er seinen Rand vollkritzelte. Die eigentliche Aufgabe war es, u.a. einen Text in Schönschrift abzuschreiben. Das Abschreiben klappte, die Schönschrift weniger…aber was ich auf dem Rand stehen sah, verschlug mir kurz die Sprache:

„Leck mich, Meyer!“

Meyer ist hier natürlich ein Synonym für einen Nachnamen eurer Wahl. Nicht mal mit Frau/Herr, sondern einfach nur: „Leck mich, Meyer!“

BÄM. Person Meyer befand sich zu diesem Zeitpunkt im Nebenraum und war mit anderen Schülern beschäftigt.
Also: was tun?
Möglichkeit a) Rüber gehn. „Petzen“. Person Meyer sich aufregen lassen.
Möglichkeit b) Schüler zur Rede stellen. Schimpfen. Nichts sagen.

Hmpf. Schwierig. Einerseits war ich schockiert von den Worten, andererseits war Person Meyer gerade so mit anderen Dingen beschäftigt, dass ich dort nicht stören wollte. Hätte absolut nicht gepasst.
Also entschied ich mich für Möglichkeit b.
Er begründete mir seine Worte damit, dass Meyer nebenan immer so laut schimpfen würde und er sich deshalb nicht konzentrieren könnte. Aha. Dass er aber aus Selbstverschulden schreiben musste – statt wie die anderen etwas schönes zu machen – schien ihn nicht zu interessieren.
Also habe ich kurz geschimpft, befohlen die Schandtat zu entfernen und unter „Ich werds auch nie wieder tun!“-Beteuerungen des Schülers zu antworten „Das will ich auch hoffen!!!“.

Keine Ahnung ob das richtig war. Ich hab’s halt so gemacht. Was hättet ihr getan?!

——————

So, mit einem schönen Schülerspruch will ich aber heute schließen – ein Blogartikel (der 223. übrigens…) sollte ja nicht schlecht enden…
Also hier nun mein Highlight des Tages: 

Derzeit wird in Klasse 2 das Wetter thematisiert. Heute war die zweite Stunde dazu, die Inhalte von gestern wurden wiederholt und ausgebaut. Unter anderen ging es darum, dass warme Luft aufsteigt und kalte Luft absinkt. Nachdem das besprochen wurde, stellte meine Mentorin eine kleine „Rätselfrage“, um zu überprüfen, ob die Schüler den Inhalt verstanden hatten.

Frage: „Wenn ich eine Fliege im Wohnzimmer habe, und die dort Urlaub machen will – wohin fliegt sie dann?“

Die Kinder überlegten.
Bei einem Schüler schoss die Hand förmlich nach oben… und aus vollster Überzeugung antwortete er:

„In den Süden!“

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^

Aaaah… Ist das nicht herrlich?!
Das war so putzig, weil er sich so sicher war, dass die Antwort stimmt.
Das war wieder so ein Moment, in dem ich dachte: „Ja, das will ich machen. Das ist die Arbeit, die wirklich Spaß macht. Egal wie anstrengend es manchmal sein mag.“ Auch später, als zwei Mädchen ganz stolz waren, weil sie ihre Aufgabe schon erledigt hatten. Diese Blicke, die sie ausgetauscht haben, so voller Freude… einfach nur schön! 🙂

Á propos schön… heute werden wir die 100.000 Klicks knacken.
Heißt: mit dem Landen auf dieser Seite hier, habt auch ihr dazu beigetragen, dass ich mich heute Abend (wenn’s dann soweit ist) freuen werde, wie ein kleines Kind 🙂 Keine Ahnung wieso, aber irgendwie ist es schön zu wissen, dass sich so viele Leute für meine Zeilen hier interessieren. Inzwischen sind es über 400 Klicks pro Tag… Wenn ein neuer Artikel erscheint manchmal sogar 600 bis 700…das ist Wahnsinn & irgendwie auch wahnsinnig cool.

Deshalb schließe ich heute mal freudig mit den Worten:

Auf die nächsten 100.000! 🙂

Liebe Grüße,
Frau A. 🙂