Archiv | Frage an euch! RSS feed for this section

Diskussion: Hausaufgaben – ja oder nein?

30 Jul

Mir wurde gerade von einer Freundin ein Link geschickt – es geht mal wieder um die Diskussion, ob Hausaufgaben beibehalten oder abgeschafft werden sollten.

Hier der Link:

http://www.bild.de/politik/inland/schueler/abschaffen-debatte-deutschland-31588210.bild.html

Irgendwie verstehe ich beide Perspektiven.
Und wenn gerade am Gymnasium nach 8-9 Stunden Unterricht nochmal ca. 2 Stunden Hausaufgaben gemacht werden müssen, dann ist das schon ne große Belastung.
Bei mir sind oft Tränen geflossen, weil mein Kopf einfach überlastet war mit dem Umfang. (Gell, Papa?!) ich hatte aber das Glück. dass ich bei Bedarf jmd hatte, der mir helfen konnte – das hat aber nicht jeder…
Die im Artikel beschriebene Organisationsform finde ich gut, kann aber nur durch das Engagement der Schulleitung & Planer umgesetzt werden – und wenn auch ein Umdenken in den Köpfen der Lehrer geschieht.

Andererseits sind die Hausaufgaben in vielen Familien der einzige Berührungspunkt zwischen Kind, Eltern und Schule. Fallen sie weg, fällt auch das wichtige Thema „Schule“ in den Gesprächen zuhause weg – und die Eltern haben keinen Anlass mehr, sich mit den Aufgaben und schulischen Problemen ihrer Kinder auseinanderzusetzen.

Also mein Kurzfazit: Es muss einen Mittelweg geben. Zu viele Hausaufgaben stressen definitiv, sollten also reduziert werden. In Stoßzeiten am Gym standen Hausaufgaben in Mathe, Deutsch, Englisch und Biologie für den Folgetag an – nachdem man 16:30 aus der Schule nach Hause kam. Gerade in den weiterführenden Schulen könnte sich besser abgesprochen werden – HA für 2 Fächer könnten doch reichen, oder?!

In der Grundschule sieht das schon ein bisschen anders aus. Bei uns wurde täglich eine Mathe- und eine Deutschhausaufgabe aufgegeben. Fertig. Hin und wieder gab es kleine Zusatzaufgaben, wie „Bringe ein Bild von dir als Baby mit“, aber generell beschränken sich die HA auf diese Fächer – und werden von fast allen Schülern (außer den Nicht-Hortkindern) in der Schule erledigt. Einzig die HA von Freitag zu Montag wird unter Aufsicht der Eltern zuhause erledigt – was ich aus o.g. Gründen auch richtig & wichtig finde.
Der Umfang entspricht in etwa den Zeitangaben aus dem Artikel.

Nun zu euch
:
Was ist eure Meinung zu Hausaufgaben? Bist du als Elternteil genervt davon?
An die Lehrer: sprecht ihr euch ab mit den Kollegen oder kocht jeder sein eigenes Süppchen? Könntet ihr euch vorstellen auf HA zu verzichten?

Bin auf eure Meinungen gespannt!

Liebe Grüße,
Frau A.

Schulgarten…

17 Jun

Wer A sagt, muss auch B sagen.
Oder:
Wer Werken unterrichtet, muss auch Schulgarten machen.

Gerade für mich Pflanzenblindfisch (zur Erinnerung: ich habe RASEN in meine Balkonkästen gepflanzt) wird das eine große Herausforderung werden.

Also was tut man?
Natürlich in der aktuellen Schule den Schulgartenunterricht verfolgen. Heute waren die zweiten Klassen dran. Unkraut zupfen in der prallen Sonne.

Was habe ich gelernt?
– Schulgartensachen anziehen
– Werkzeuge besprechen
– Arbeit demonstrieren
– Arbeiten lassen
– Aufräumen
– zur Belohnung Radieschen frisch aus dem Beet holen & die Kinder essen lassen

Klingt simpel, oder?!

Den Stundenaufbau finde ich nicht sonderlich schwierig – mir macht eher mein mangelndes Fachwissen Sorgen.

Woher weiß ich, wann ich was pflanzen (lassen) muss?
Wann muss ich was ernten?
Wie werden die Pflanzen gepflegt?
Und und und.

Deshalb brauche ich jetzt eure Hilfe:
Kennt ihr gute Schulgarten-Bücher, mit denen Anfänger wie ich was anfangen können? Es muss zur Arbeit im Schulgarten passen, also welche Pflanzen eignen sich etc.

Bei Amazon gibt es „Schulgarten planen und anlegen […]“ – das klingt interessant, hat super Bewertungen – aber gibt’s nirgendwo mehr 😦

Kennt ihr gute Alternativen?!

Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: Motiviert wie ich nach der Schulgartenstunde war habe ich von 17:30 bis 19:30 im Garten von Schatzis Oma Unkraut gezupft (bzw ausgehebelt) und Beete gelockert. Hat Spaß gemacht (vor allem mit kurzer Hose & Bikini bei Sonnenschein) – und die Schwielen und Blasen an den Händen werde ich auch überleben 😉

Pps.:
[Hintergrundwissen: für Schulgarten und Werken ist je eine Wochenstunde eingeplant. Da das keinen Sinn macht, werden die Fächer meist epochal unterrichtet, d.h. Schulgarten mit 2h im Frühling und Herbst, Werken in Sommer und Winter – grob gesagt]

Mission: Balkongrün

8 Mai

Heute mal was nichtschulisches zur Abwechslung 😉

Ich gehöre ja (leider) zu den Menschen, die keinen grünen Daumen besitzen. Von den wenigen Pflanzen, die ich besitze, sind viele Version 2.0 oder 3.0 – also schon mehrfach ersetzt worden.

Derzeit gibt es 5 lebendige Pflanzen in meiner Wohnung, 3 verschiedene Arten – fragt mich aber nicht welche 😉

Draußen auf Balkonien sieht es nicht anders aus. Dieses Jahr wird unser dritter Balkonsommer. Im ersten Jahr hat mir eine begabte Freundin die Bepflanzung gemacht. Schöne bunte Blumen, sehr schick! Ich habe sie gezupft und gepflegt. Im Herbst blüten sie ab. Tod.
Im zweiten Jahr (die Freundin zog zwischenzeitlich weg) lag der Balkon brach. Das Referendariat hatte meine volle Aufmerksamkeit, ich saß nicht einmal draußen. Stattdessen machten sich die Brennnesseln breit und bildeten eine dennoch ansehnliche Bepflanzung. 😉

Nun also Sommer 3.
Mir war von vornherein klar, dass ich keine Blumen, Kräuter o.ä. pflanzen werde, also musste eine Alternative her.
Bedingungen:
– Grün
– Pflegeleicht

Meine Wahl fiel auf…Gras!

Klingt erstmal komisch, Rasen in Balkonkästen säen…aber ich probier’s einfach mal aus 🙂

Für alle, die genauso wenig Talent haben, hier der Arbeitsablauf zur Bepflanzung:

1. Unkraut zupfen & locker harken

20130508-203310.jpg

2. Alles wieder festdrücken

20130508-203342.jpg

3. Grassamen gleichmäßig aussäen

20130508-203431.jpg

4. Vorsichtig einharken

20130508-203511.jpg

5. Alles wieder festdrücken

20130508-203540.jpg

6. Leicht bewässern

20130508-203613.jpg

7. Abwarten!

Ich bin schon sehr gespannt, ob und wie sich diese Sache entwickelt. Es wäre einfach zu cool, wenn in ein paar Wochen wirklich Gras aus den Kästen sprießen würde – ich lass mich mal überraschen!

Verbrennungen wird der Rasen nicht bekommen, da er die Mittagssonne nicht abbekommt…und ich werde mir auch so Mühe geben und mich um die zarten Samen kümmern.

In diesem Sinne: happy Pflanzing!

Ps.: Denkt ihr, dass ich ne Meise habe? Ehrlich jetzt.

Stundenplanung – analog oder digital?

29 Apr

Nachdem ich gestern bei Twitter dieses Foto hochgeladen hatte, bekam ich ein paar ungläubige Rückmeldungen:

20130429-143107.jpg
Die Reaktionen:
„Aufm Block?!“
„Was für eine Papierverschwendung!“

Im anschließenden Gespräch stellte sich heraus, dass Herr Larbig (Lehrer, Blogger, Neue Medien-Spezialist) seine Vorbereitung fast ausschließlich digital tätigt.
Hier ein paar Auszüge aus dem Gespräch:

20130429-143814.jpg

20130429-143822.jpg

20130429-143828.jpg

Jetzt meine Frage an euch:
Wie handhabt ihr eure Unterrichtsvorbereitung?
– handschriftlich auf einem Block?
– im PC eingetippt & ausgedruckt?
– direkt am Tablet?
…oder ganz anders?

Bei mir ist das momentan ne Mischung aus handschriftlich und am PC getippt, ausgedruckt & mitgenommen. Das produziert viele lose Blätter, die wieder irgendwie irgendwo abgeheftet & einsortiert werden müssen. Chaos.
Da klingt Herrn Larbigs Variante doch gar nicht mal so schlecht, oder?

Mich interessiert eure Meinung & eure Erfahrungen, also fleißig kommentieren!

Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: ich hab die Planung für morgen mal ins iPad getippt & nehm’s mal mit in für Schule – testweise. Werde berichten!

Sweet Nothing

4 Apr

Das ist das, was ich in den Ferien getan habe: nichts.
Und es ist herrlich.
Kein Wecker, keine Termine, kein Schreibtisch, nichts.
Aufwachen, Essen, Rumliegen, Lesen, sinnlosen Mist im TV gucken.
Wow.

Echt schön. Aber irgendwie auch erschreckend, wie einfach man nen kompletten Tag mit nichts-tun rumkriegen kann… Und wie leicht man mit Sendungen im TV den Tag verplempert…

Momentan entspreche ich völlig dem Klischee, was der Großteil der Bevölkerung von Lehrern hat. Absolut faul in den Ferien. Hab ich bei „Spiegel Online“ mal wieder nachgelesen. Dort gibt es gerade die „Faktencheck“-Reihe, in der Schul-Klischees getestet / analysiert werden. Am Ende soll es eine 5-teilige Reihe werden, momentan gibt es die ersten 3 Teile der „Schul-Klischees im Faktencheck“: 

Teil 1: Lehrer haben es leicht – oder doch nicht?

Teil 2: Lehrer werden lohnt sich – oder?

Teil 3: Kleine Klassen lernen besser – oder doch nicht?

Dabei sind die Artikel schonmal ganz interessant. Noch interessanter sind aber die vielen vielen Kommentare, die zu den Artikeln abgelassen werden. Hier trifft man immer wieder auf ein Phänomen, welches unter dem Namen „Lehrer-Bashing“ gerade wieder topaktuell ist. Es wird einfach von allen Seiten draufgehauen. Nur weil alle irgendwann mal in der Schule waren, maßen sie sich an, über Schule und die Arbeit der Lehrer zu urteilen.
Besonders schön finde ich immer solche Kommentare:

„Lehrer müssen sich nicht vorbereiten – die kommen ohne Vorbereitung in die Schule, erzählen 45min was und verschwinden wieder.“

Was erwarten die Leute eigentlich? Dass man für jede Stunde ein 10-seitiges Skript mitbringt, durch das die Schüler und Eltern die genaue Stundenplanung des Lehrers nachvollziehen können? Geht’s noch? Solange in der Stunde bei den Schülern was ankommt, ist es schnurzegal ob er mit viel, wenig oder keiner (offensichtlichen) Vorbereitung den Raum betritt. Vorbereiten tut man sich als Lehrer IMMER. Arghs.

„Skifreizeiten, Klassenfahrten…Lehrer haben auch während der Schulzeit noch solche tollen Freizeitmöglichkeiten und können dabei bezahlt Urlaub machen…“

Ähm. Ich weiß nicht, was an 3-5 Tagen 24h Verantwortung tragen für ne komplette Klasse Urlaub sein soll. Hier sieht man wieder, dass die Leute das nur aus IHRER Sicht sehen. Aus Schülersicht mag das oft wie Urlaub aussehen. Da hat man ja auch nur sein EIGENES Wohl im Blick. Aber als Lehrer? Nee – da ist man Aufsichtsperson, Streitschlichter etc. pp. für 24 Schüler – und das dann meist noch auf EIGENE Kosten. Als WÄRE es Urlaub. Ist. es. aber. nicht.

…ach, ich könnte noch ne Weile weitere tolle Sachen raussuchen und mich drüber aufregen. Aber es bringt sowieso nichts. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen bezüglich Schule gemacht, jeder hat sein eigenes Bild auf Schule – und es ändert sich nach dem Verlassen nicht mehr.
Dabei hat sich so viel geändert in den letzten Jahren. Zumindest an einigen Stellen. Grundschule entspricht zum Beispiel nicht mehr dem, was Grundschule zu meiner Grundschulzeit noch war. Da gab es sowas wie Differenzierung kaum. Entweder man kam mit – oder eben nicht. Dann musste man eben auf ne andere Schule und fertig. Gruppenarbeit? Gruppentische? Soziales Lernen? Nö. Vielleicht allerhöchstens mal ne kleine Arbeit mit dem Banknachbar…Lernpartnerschaften oder sowas gabs nicht.
Sowas wird heute ganz anders gehandhabt.
Das habe ich selbst aber auch erst erfahren, nachdem ich im Studium wieder an einer Schule unterwegs war.

Heißt: es ist nicht mehr wie „damals“.

Aber wie gesagt, aufregen bringt nichts. Dadurch wird es nicht besser oder anders.
Die Lehrer, mit denen ich über dieses Thema geredet habe, sind sich einig:

1. Man muss sich diesbezüglich ein dickes Fell wachsen lassen.
2. Entweder solche Sprüche ignorieren ODER
3. einfach kontern

Wenn das Lehrer sein so einfach ist, man so reich wird und ständig frei und Ferien hat – warum werden dann nicht einfach alle Lehrer? 😉

Nun ja. Trotz allem ist es erschreckend, was manche Menschen zum Thema Schule und Lehrer zu äußern haben. Wie sich dieses Bild entwickelt und weitergetragen wird. Und dabei kann ich nicht mal meine eigene Familie ausschließen. Sogar meine Mutti sagte früher Sachen wie:
„Meine Freundin arbeitet 25 Stunden als Lehrerin und verdient so viel wie ich, die mindestens 40 Stunden arbeitet.“

Das ist ja mein Lieblingsklischee. Lehrer nach der Anzahl ihrer „Stunden“ zu beurteilen. Da hilft es nicht mal, wenn ich ihr sage, dass diese Stundenzahl nur die UNTERRICHTS-Stunden sind. Nicht die reguläre Arbeitszeit. Einfach nur die Anzahl der Stunden, in denen man VOR der Klasse steht und unterrichtet.
Natürlich klingen da 25 und 27 Stunden nach sehr wenig.
Aber nur, wenn man die Augen verschließt und glauben will, dass „Lehrer Sein“ aus „vor der Klasse stehen und reden“ besteht.
Tut es leider nicht.
Nach der Schule geht die Arbeit erst richtig los. Man reflektiert, man plant, man stellt Material her, macht Kopiervorlagen, wählt Methoden aus etc pp.
Und zwar: ZUHAUSE.

Das ist das nächste Ding. Ich würde meine Arbeit lieber IN der Schule verrichten. Frühs hin, bis Mittags unterrichten – und danach an einem eigenen Arbeitsplatz den weiteren Unterricht planen, Sachen vorbereiten…und dann von mir aus 16:30 nach Hause gehen.
Das wäre völlig okay für mich, weil ich dann Feierabend hätte und ein Privatleben.

Leider ist dem nicht so. Nach Schulschluss tobt in den meisten Klassenräumen in Thüringen die wilde Horde der Hortkinder, die sich mangels eigener Horträume dort die Zeit vertreiben müssen. Eigene Lehrerarbeitsplätze gibt es nicht. Und wer jetzt das Lehrerzimmer als Ort der Stille zum Arbeiten anpreisen will…der war noch nie in einem Lehrerzimmer 😉

Nun ja…was nicht ist, kann ja noch werden.
Also liebes Thüringen, liebes TMBWK, liebe Verantwortlichen: wenn ihr noch Ideen zur Verbesserung braucht: ich stehe euch gerne dafür zur Verfügung 😉

Solange lasse ich noch ein bisschen mein „Fell“ wachsen und frage euch: 

– Wie kontert ihr, wenn euch solche Klischees vorgeworfen werden? 
– Was ist eurer „Lieblings“-Klischee?
– Was würdet ihr verändern – wenn ihr könntet? 

Liebe & entspannte Grüße von der Couch,

Frau A.

Ps.: HIER zum Schluss noch ein interessanter Link, der diverse Kommentare bezüglich „Lehrer-Bashing“ inhaltlich etwas bündelt.

Pps.: HIER noch der Link zu einem Video zum Thema Lehrer-Klischees 😉

Licht und Schatten

15 Mrz

Diesen Blog zu schreiben ist gerade irgendwie ein zweischneidiges Schwert.

Einerseits werde ich massiv angefeindet und kritisiert, weil ich mein Prüfungsergebnis nicht zu 100% nachvollziehen kann.

Andererseits erreichen mich VIELE Nachrichten, die mir von ähnlichen Dingen berichten und mich ermutigen, etwas zu tun.

Konstruktive Kritik oder Anregungen finde ich immer gut. Pauschale Beleidigungen und Beschimpfungen werden aber ab sofort kommentarlos gelöscht. Wer sich von meinen Gedanken angegriffen fühlt, soll sich einen anderen Zeitvertreib suchen & sich nicht mit mir und meinem Leben belasten.

Für alle anderen: danke für eure Meinungen, Ideen und Erfahrungsberichte! Der Austausch mit euch macht mir Spaß und bestätigt mich in dem, was ich tue.

Der Blog wächst und gedeiht gerade kräftig, sodass die durchschnittliche Klickzahl momentan bei 1100 Klicks/Tag liegt. Das ist wahnsinnig viel und bringt sowohl Gutes, als auch Schlechtes mit sich. Licht und Schatten…
——
Schatten
Angriffe auf meine Persönlichkeit, die mich und meine Fähigkeit zur Selbstreflexion in Frage stellen.
Mein Kommentar dazu:
Ich mache mir viele Gedanken zu dem, was in der Schule passiert, was ich unterrichte, wie ich das tue. Nach jeder Stunde reflektiere ich und überdenke das weitere Vorgehen.
Vieles greife ich hier aus Platzgründen nicht auf, aber mir die Fähigkeit zur Reflexion abzusprechen ist lächerlich. Vor allem wenn man mich nicht kennt.
——
Licht
Einblicke
Durch meine Texte hier fühlen sich einige Leute animiert, aus ihren Erfahrungen zu berichten. Das finde ich super, weil es meine Artikel ergänzt und neue Facetten hinzufügt. Auch für mich ist es interessant, einen Einblick in andere (Lehrer)Leben zu bekommen.

Feedback
Hin und wieder trudeln Mails ein, in denen sich bei mir bedankt wird. Wofür? Für’s Mut machen, Einblick geben, Mund aufmachen. Für Geschichten und Ideen, die ich hier gerne teile.
Das freut mich, weil es mir zeigt, dass diese Zeilen hier anderen etwas bedeuten und ihnen vll sogar ein Stück weit helfen.

Wertschätzung
Inzwischen wurde ich von mehreren Seiten angefragt, den Blog in einem größeren Rahmen öffentlich zu machen. Sei es auf Websiten, in Zeitschriften etc. Offensichtlich besteht also Bedarf an offenen Worten und Einblicken in den steinigen Weg zum Lehrer-sein.
Das ist toll!
Schwierig ist hier für mich gerade, diesbezüglich eine Entscheidung zu treffen. Mache ich das? Mach ich’s nicht? Und wenn ja, mit wem?
Lieber ein kleiner, langsam durch Mundpropaganda wachsender Blog bleiben – oder auf einen Schlag nen Haufen Leser dazu bekommen.
Keine Ahnung.
Sinn und Zweck ist und bleibt für mich immernoch, dass ich mir hier meine Gedanken, Freude und auch kleine Aufreger von der Seele schreiben kann.
Wenn das anderen hilft oder sie ermutigt – umso besser.
Wenn sich manche deshalb trauen, etwas zu verändern – super!

In der nächsten Zeit werde ich versuchen, wieder vermehrt aus dem Unterricht zu berichten und mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Davon gibt es nämlich eine ganze Menge, die im Trubel der letzten Wochen gänzlich untergegangen sind.

Also: Prüfung und damit verbundene Ärgernisse abhaken & auf das echte Leben konzentrieren.

Einen weiteren Schritt in Richtung Resozialisierung habe ich heute gemacht.
Seit LANGER Zeit habe ich heute Schatzis Familie (die ich sehr mag) besucht. Besonders seine kleine Schwester (3. Klasse) freute sich wie verrückt und wich mir nicht mehr von der Seite. „Ich hab dich SOOOO vermisst. Kommst du morgen wieder???“ – was kann’s schöneres geben?!
Es hat sich toll angefühlt, wieder dort zu sein, zu quatschen und alles andere auszublenden.
Damit geht’s morgen nahtlos weiter. Ausflug mit Mutti und Schwester nach Erfurt. Sehr gut! Es ist immer wieder schön dort zu sein. Viele gute Erinnerungen an tolle Menschen, Tage, Nächte. Hach ja.
Abends steht zuhause ein Besuch bei unseren Freunden inkl. Kindern auf dem Plan…ich werde also langsam wieder in die Menschheit integriert – echt super!

In diesem Sinne: macht euch ein schönes Wochenende mit mehr Licht als Schatten!

Eure Frau A. 🙂

Metaphorisch

30 Jan

Heute nur kurz (bevor mein Schädel explodiert – was für eine Horror-Fahrt!).

Also seid ihr jetzt gefragt.
Im Seminar mussten wir heute diesen Satz vervollständigen:

20130130-195949.jpg

Was würdet ihr dazu schreiben?
Meine Auflösung gibt’s morgen. Erstmal seid ihr dran.

Los geht’s:
Lehrer zu sein ist für mich wie…

Abschluss. Arbeit

29 Dez

Ja, ich hocke dran an dem Ding. Es ist gerade 2:36 Uhr und ich habe noch zu tun. Letzte Nacht war ich bis 3:00 aktiv, wurde dann müde und wälzte mich noch sagenhafte 2 Stunden hin und her, bevor ich endlich einschlafen konnte.
Aber bemitleiden müsst ihr mich nicht.
Ich gestalte meine Tage derzeit relativ reizarm.
Heißt: lange schlafen, hier und da was aufräumen, essen, wieder schlafen und dann setze ich mich abends an den PC und schreibe ein paar Seiten.
Sicher wäre es schlauer, den Tag zu nutzen und zu arbeiten, aber da lenkt mich einfach zu viel ab. Obendrüber der spielende Junge, draußen die Autos und Nachbarn, in Treppenhaus Getrampel, E-Mails und Facebook, Anrufe, SMS…die üblichen Dinge eben.
Nachts zu arbeiten ist toll.
Hab ich zu Uni-Zeiten auch schon immer so gemacht. Nach der Uni erstmal ausgiebig Mittagschlaf gemacht und mich dann Abends dran gesetzt. Nicht unbedingt nur zum Schreiben von Arbeiten, sondern auch um mit Freunden zu chatten, Videos zu schauen oder zu lesen.
Nachts ist die Welt so schön ruhig. Gerade gibt es keine Geräusche außer meinem Tippen auf der Tastatur und dem leichten Rauschen des Lüfters. Sonst nichts. Herrlich!

Jetzt sollte man meinen, dass ich dann auch gut voran komme.
Hm.
Ich würde sagen es geht. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ich schaffe jeden Tag ein paar Seiten. Beim Schreiben des praktischen Teils ging das alles irgendwie flüssiger. Das waren ja Dinge, die ich selbst gemacht und erlebt habe – darüber konnte ich sehr gut berichten und reflektieren. Anders sieht es da beim wissenschaftlichen Teil aus. Das ist irgendwie zäh und anstrengend.
Mein Problem: ich habe zu den Themen ja ne eigene Meinung – die ist aber nur bedingt relevant und sollte mit irgendwelchen Zitaten von irgendwelchen Leuten aus irgendwelchen Büchern untermauert werden. Mit den richtigen Büchern ist das gar nicht SO schwer – trotzdem muss man viel lesen, blättern, suchen und die Zitate in den Kontext der Hausarbeit einbauen.
Ist alles machbar, ja.
Aber ich mag es nicht so.
Zu Uni-Zeiten habe ich mal ne Hausarbeit zu einem Roman abgegeben, in dem ich im Literaturverzeichnis lediglich den Roman stehen hatte. Keine weiteren Werke. Und ich fand meine Arbeit trotzdem toll. 😉 Der Dozent war davon nicht so überzeugt, gab mir eine 4,0 und meinte dann, als ich die Hausarbeit abholte und er nochmal drüber schaute: „Also Frau A., eigentlich hätte ich Sie durchfallen lassen müssen.“ UPS!
Und warum? Unwissenschaftlichkeit. Genau.
Irgendwie hängt mir das bis heute noch nach. Meine schriftlichen Arbeiten sind nie wirklich toll gewesen. Einsen waren nur in den Praktikumsberichten dabei – und da ging es auch um die Auswertung von Dingen, die ICH gemacht habe. Kein wissenschaftliches Blabla.
Nun ja. Sicher hat die Wissenschaft ihre Bedeutsamkeit und ist wichtig – bei meinen schriftlichen Arbeiten nervt sie aber 😉
Trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn ich wieder einen schlauen Satz von einem schlauen Menschen klug in die Arbeit verpackt habe. Irgendwie wertet das den ganzen Schnulli ja schon auf. Gerade, weil ich mich auch nicht gerne so geschwollen ausdrücke.
Ich denke man merkt auch im Blog, dass ich mich relativ einfach ausdrücke. Klar und deutlich. Verständlich. Dieses „aufgrund der Tatsache“ und „bei näherer Betrachtung“ oder „Laut XYZ…“ ist einfach nicht mein Ding. Klar klingt es gut. Aber das bin nicht ich.

Wahrscheinlich werde ich demnächst bei einer Infoveranstaltung vor einigen Studenten ein paar Worte zu mir, meiner Laufbahn & meinen Erfahrungen sagen.
Wenn ich mir das in meinem Kopf vorher schon ausmale, sehe ich mich eher als Spaß machend und so redend wie jetzt. Eine geschwollene, feierliche Rede wird mir wohl nie über die Lippen kommen. Zumindest nicht in der Form, wie das so üblich ist 😉

Nun ja.
Heute habe ich mich noch damit befasst, wie/wo/wann ich die Abschlussarbeit zum Druck & zum Binden bringe. Hier zeigte sich mal wieder die (sorry) Bescheuertheit der Abgabetermine. Der normale Termin ist der 4.1.2013 (also genau 3 Monate nach dem offiziellen Beginn am 4.10.2012). Leider hat mir eine Druckerei komplett abgesagt und die andere hat FERIEN. Bis. zum. Vierten. Januar.
Na prima!
Aber – Fuchs wie ich bin – hab ich dort ne Mail hingeschickt & sogar prompt ne Antwort bekommen. Zu meinem „Glück“ war ich im Oktober mal 4 Tage krank geschrieben, habe ne Verlängerung um die 4 Tage beantragt und darf deshalb die Arbeit nun am 8.1.2013 abgeben. Schwein gehabt. Ansonsten hätte ich nicht gewusst, wie ich das machen soll. Keine Ahnung, wie die anderen das dann hinkriegen… Ich hab jedenfalls nen Termin am 7.1. zum Binden. Danach werde ich das Ding gleich zur Post schaffen, damit es seinen Weg ins Seminar findet.
Eine Alternative wären übrigens Online-Druckereien gewesen. Bei 3 Exemplaren Hardcover mit 60 Seiten hätte ich da aber irrsinnige 75€ hinlegen müssen. Verrückt. Dort wo ich es machen lasse, wird es mich maximal 25 Euro kosten. Also: immer schön die Preise vergleichen.

Einen Tipp hab ich noch für die Erfurter Studenten: ich habe meine Masterarbeit dort in der Kreativwerkstatt des cjd binden lassen. Dort arbeiten „Menschen mit und ohne Behinderung, die durch einen Mediengestalter fachlich unterstützt werden.“ Warum man da hingehen sollte? Erstens ist die Qualität gut & der Preis super – Zweitens ist es ein Fest zu sehen, wie dort die Abläufe sind. Wie mit den behinderten Menschen umgegangen wird, wie stolz sie auf ihre Arbeit sind (damals waren 2 Frauen dafür zuständig, den Preis auszurechnen. Dann haben sie ihre Ergebnisse verglichen & sich gefreut, dass die das selbe Ergebnis hatten – SO GOLDIG!). Ich fands dort wirklich toll! Für das Fachliche ist ein Mediengestalter da (netter Typ!), also kann eigentlich nichts schief gehen. Tolle Sache!

Jepp. Jetzt hab ich die Zeit bis um 3 wieder einmal rumgekriegt. Mal sehen, ob ich heute schneller einschlafen kann. Müde bin ich immerhin schon mal (letztes Nickerchen war von 19-21 Uhr).

In diesem Sinne: Gute Nacht!
Frau A.

Ps.: Frage an euch:
Arbeitet ihr gerne wissenschaftlich? Oder liegt euch mehr die Praxis? Mögt ihr schriftliche Arbeiten? Und Zitieren? 😉

Früher war ALLES besser!

24 Dez

Wenn ich sowas höre, krieg ich nen Hals. Wirklich.
Es gibt wenige Dinge auf der Welt, die mich wirklich aufregen, aber
– „Früher war alles besser“
und
– „Das Internet ist das größte Übel der Menschheit“
sind zwei davon.
Und beide traten heute auf.
Prima.

[Hintergrund: ich komme gerade von einer Familien-Geburtstagsfeier. War wirklich schön. Bis auf das, was nun kommt.]

Ich dachte ja eigentlich nicht, dass ich wirklich mit meiner Elterngeneration diese Art von Konflikt haben würde. Klar, damals war die DDR und man war mit VIEL VIEL weniger zufrieden, als die verwöhnten Kinder von heute. Und WARUM? Na klar, weil man nicht so viel hatte und nicht so viel kannte. Man kann sich nicht drüber ärgern dass es keine Bananen gibt, wenn man keine Bananen kennt. So einfach ist das.

Und FRÜHER, da hat man als Kind ja noch draußen gespielt und getobt. Heute sitzen alle nur noch vor PC, TV und Konsolen.
UND WARUM?! Weil die Eltern den Kindern den Schnulli kaufen, hinstellen und sich damit die Arbeit einer sinnvollen Beschäftigung ersparen. AUSSERDEM: es gibt nicht nur solche Kinder. Es gibt noch Kinder, die draußen spielen. Ja, echt. Erlebe ich noch. Montags im Sitzkreis, wenn die Kinder von Wanderungen und Ausflügen erzählen… Ja, es sind bestimmt nicht mehr SOOOO viele Kinder wie früher (weil sich die Möglichkeiten geändert haben), aber dennoch: Kinder spielen auch heute noch fangen, verstecken und im Matsch.

Und FRÜHER, da konnte man sich als Kind noch STUNDENLANG mit der selben Sache beschäftigen. Es – gab – ja – nichts – anderes! Diese verwöhnten Kinder heute… also die können sich ja gar nicht entscheiden zwischen ihren tausend Spielsachen. Tze!!! UND WARUM??? Weil sie es von allen möglichen Leuten geschenkt bekommen, die Eltern nichts dagegen tun und sich das Problem selber schaffen. Und wer schenkt den vielen Mist? Genau, meine Eltern / Großeltern-Generation – die ja selber kaum was hatten. Oma & Opa wollen dem Enkelchen ja was gutes tun… Ist klar… FRÜHER gab es sicher NUR brave Kinder, die mit einem Holzklotz gespielt, nie gequengelt und ganz leise stundenlang alleine gespielt haben. Wenn sie nicht gerade alleine im Wald unterwegs waren, klar.

Und FRÜHER, da hat man sich auch über eine leere Videokassette gefreut. Jupp. [habe den Live-VIDEO-Beweis von 1995 gesehen] Und WARUM? Weil damals die Videokamera MODERN war. Neumodisches Zeugs. Musste man haben… Und ne Videokassette war natürlich ein ideales Geschenk. Das ist in etwa so, wie wenn man heute jemandem zu Weihnachten eine SD-Karte für seine Digitalkamera schenkt, wenn man sie braucht. Oder nem Musikliebhaber ne Spindel Rohlinge. Ist doch völlig okay. Nette Sache, auch heute noch. Aber dass mit „früher hat man sich NOCH über XYZ gefreut…“ ARGHS!!!!

Kommen wir zu Punkt 2.
„Das Internet ist eines der größten Übel der Menschheit“
Definitiv.
Immerhin fiel der Satz „Neben den vielen guten Sachen…“ – aber danach wurde es mal wieder reichlich klischeehaft.
Das Internet ist ein rechtsfreier Raum, man kann seine Kinder nicht davor beschützen, es verdirbt die Menschen und so weiter.
Dass sich Argumente wie „Die Menschen kommunizieren kaum noch miteinander“ und „Auf Facebook postet jeder den kleinsten Pups“ nicht vertragen, ist dabei keinem aufgefallen. Nein. Dafür wurde – ohne natürlich dort angemeldet zu sein – alles durch den Dreck gezogen. Wie sinnlos man dort seine Zeit verschwendet, wie egal alles dort ist, wieviel Mist die Leute dort reinstellen, dass man überwacht wird…bli bla blubb.
Aber dass man dort Kontakt halten kann zu Leuten, die man sonst nicht sehen würde. Dass man dort mit anderen Leuten kommuniziert. Dass es dort Austauschbörsen gibt, über die man Probleme lösen kann. Dass man sich dort über Nachrichten etc. informieren kann. Das ist alles wurscht.
ES. IST. BÖSE!!!!
Ich gebe zu, dass in den Behauptungen sicher auch einiges an Wahrheit steckt. Das ist aber kein Grund, Facebook und das Internet zu verteufeln. Wenn man sich mit den Dingen beschäftigt und Gedanken über den Umgang macht, dann kann man alles sinnvoll nutzen und sich zum Vorteil machen.
Aber NEIN.
Die armen Kinder werden durch das Internet in einen rechtsfreien, unkontrollierbaren Raum gezerrt.
Meine Argumentation, dass man Kinder auch im Internet (z.B. durch diverse Programme) schützen kann, wurde dezent überhört. „Dann gehen sie halt zu Freunden“. Jepp, machen sie. Als ob die Generationen vor uns nicht auch zu Freunden gegangen sind, um „unerlaubte“ Sachen zu machen…
Und wenn man SO gegen das Internet ist: wieso hat man es denn dann zuhause?
Vielleicht sollte man dann einfach seinen Stecker ziehen, den Vertrag kündigen (natürlich per handgeschriebenem Brief) und dann mit seinem Festnetztelefon glücklich werden. ARGHS.
Ich könnte mich gerade stundenlang über diese Diskussion aufregen.
Und dann sitzen alle da, hören dem Hauptredner zu, nicken andächtig & stimmen ein.
HILFE!!!
Gegenwehr kam nur von mir.
Wahrscheinlich, weil ich nicht so naiv bin zu glauben, dass früher alles besser war. Ich wette, dass sie auch früher schon fanden, dass früher alles besser war. Garantiert. Und ich wette auch, dass sie FRÜHER nicht begeistert waren, als der heutige Gastgeber mit seiner damals neumodischen Videokamera rumgelaufen ist & die Leute gefilmt hat. Und: TA-DAAAAH…alle freuen sich, als er heute die Kassette auspackt und ein Video von Weihnachten 1995 zeigt. Weil es eine Erinnerung ist. An damals. An Leute, die heute nicht mehr da sind. Ein paar Stunden Erinnerung. Konserviert auf einem Band.
Und was ist Facebook?
Springt doch mal 15 Jahre vor und schaut dann zurück.
Was sind die Statuseinträge und geposteten Fotos dann?
Nicht auch Erinnerungen? Erinnerungen, die wesentlich zahlreicher und anschaulicher sind? Erinnerungen, die von den Menschen persönlich kommen. Die Dinge sind, die sie der Welt zu diesem Zeitpunkt mitteilen wollten. Bilder & Einblicke in Menschen, von Menschen, für Menschen. Konserviert im Internet.

Der Unterschied?
Hm. Gering.
Früher wurde das Leben auf einem Video festgehalten, heute bei Facebook gepostet.
Früher sahen das nur die Anwesenden, heute kann man es verteilen, wo man will.
Von FRÜHER gibt es nur die (natürlich geschönten) Erinnerungen im Kopf. Oder Video. Oder Fotos.
Von HEUTE wird es später wesentlich mehr Informationen geben, über wesentlich mehr Dinge. Im Internet. Oder auf Sticks.
Vielleicht sollte man mal ein bisschen aus seiner Zeit rauszoomen und die Dinge mit Abstand betrachten.
Früher war nicht alles besser, es war einfach ANDERS. 
Und nur weil heute die Dinge anders sind, sind sie nicht gleich schlechter.

Es gibt immernoch gute Nachbarschaft, spielende Kinder, musizierende Familien und Spaß im Leben.
Genau so, wie es immernoch böse Menschen, Gewalt und Hass gibt.

Ich bin mir sicher, dass es zu diesem Thema sehr kontroverse Meinungen gibt – konnte ich ja heute selbst erleben.
Dabei finde ich es schade, dass immer alle „neuen“ Dinge so niedergemacht werden. Sicher hat alles seine Vor- und Nachteile, aber etwas konsequent schlecht zu reden, weil man es früher auch ohne geschafft hat, finde ich einfach nur schlimm.
Früher kam auch kein Krankenwagen & man musste selbst irgendwie ins Krankenhaus kommen.
Früher ist man an Erkältungen oder Zahnentzündungen gestorben.
Früher lebte man unter einer Diktatur & konnte nicht frei entscheiden.
Früher musste man zum Klo nach draußen in eine Holzhütte.
Früher hatte nicht jeder ein eigenes Auto.
Früher konnte man keine Störung in der Firma zuhause vom PC beheben.
Früher lebte man zu acht in einem Zimmer.
Früher musste man mit Kohle heizen.
Früher gab es nicht immer alles, was man wollte.
Früher musste man aufpassen, was man sagt.
Früher… war nicht alles besser.

Und ja, heute ist die Welt auch nicht perfekt. Das wird sie auch nie sein.
Und trotzdem ist sie schön. Trotzdem haben wir es gut. Trotzdem hat sich vieles verbessert.
Wie leben in einer tollen Zeit mit vielen Erleichterungen, Innovationen und Veränderungen.
Nicht alles ist gut, nicht alles ist schlecht – man sollte den Dingen eine Chance geben, sich zu entwickeln.
Man sollte sich mit Dingen befassen, bevor man sie schlecht redet.
Man sollte über die Zukunft nachdenken, die man mit den heutigen Worten & Taten schafft.

Ich freue mich, dass ich hier im Blog aka. Internet das alles mit euch teile.
Warum?
Weil ich sowohl gutes, als auch schlechtes festhalte.
Und das kann ich dann auch in 20 Jahren noch nachlesen.
Falls mir mal die Worte „Früher war alles besser“ rausrutschen.
Dann kann ich nämlich nochmal nachlesen, dass das nicht gestimmt hat.

Ach übrigens:
Wisst ihr, warum es so viele schöne & tolle Erinnerungsfotos gibt?
Weil man in wütenden, traurigen, schrecklichen Momenten selten die Kamera zückt & abdrückt.
(E. v. Hirschhausen)
…und weil man sich daran gar nicht erinnern will! (Frau A.)

In diesem Sinne:
Danke fürs zuhören.
Bin auf eure Meinung gespannt!

Bis bald,
Frau A.

Kopf aus, Ferien an

23 Dez

Ja ich weiß, ich sollte meinen Kopf noch nicht ausschalten – immerhin ist die Abschlussarbeit aka „Schriftliche Prüfung“ noch nicht fertig.
Aber ich muss erstmal ein paar Tage entspannen, ausschlafen, rumcouchen bevor ich mich darauf konzentrieren kann.
Also steht statt Schreibtisch derzeit auf dem Plan
– Geburtstagsfeiern in der Familie
– Kino („Der Hobbit“ war toll!)
– Kochen (ja, echt. Ich hab gekocht!)
– Spielen (Pflanzen vs. Zombies)
– Couchen (mit Kuscheldecke & Tee)
– Schatzi 🙂

Auch die Weihnachtsfeiertage sind zum entspannen eingeplant. Momentan sieht’s so aus:

24. Dezember
Plätzen Backen mit Schatzi, nachmittags geht jeder zu seiner Familie zwecks Essen, Bescherung & beisammen sein. Abends treffen wir uns wieder Zuhause bei uns 🙂

25. Dezember
Lecker Essen gehen mit Schatzi & meiner Familienhälfte.

26. Dezember
Lecker Essen mit & bei Schatzis Familie. Seine Mutti macht hervorragendes Essen… selbstgemachte Klöße, dunkle Soße…ein Traum!

Normalerweise geht’s dann nach den 3 Tagen hier zu meinem Papa 100km entfernt. Das wird dieses Jahr leider zum ersten Mal seit Jahren nichts. Er muss arbeiten, ich muss arbeiten, Schatzi muss arbeiten. Aber so schlimm ist es nicht, spätestens in den nächsten Ferien ist dann wieder Papa-Zeit 🙂 Und wir sind beide so vernünftig, Prioritäten zu setzen – da passt das schon.
Mein Geschenk ist aber schon angekommen & von Schatzi erfühlt worden (ich wäre niemals drauf gekommen…) – da es aber noch verpackt ist, gibt’s die Bilder & die Auflösung erst nach Weihnachten 😉

A propos Geschenke. Ich hatte alles schon rechtzeitig. Wobei es nicht so viel war dieses Jahr. Schatzi hat sein Geschenk schon 2 Wochen in Benutzung, meine Mutti wollte ein Buch & für ihren Freund (es ist komisch ihn so zu nennen, er gehört ja zu meiner Familie & in mein Herz) hab ich auch was nettes 😉
Meine kleine Schwester ist dieses Jahr leider wieder nicht dabei. Als Hotelfachfrau schippert sie gerade auf nem Kreuzfahrtschiff durch die Karibik…beneiden tu ich sie trotzdem nicht. An den Weihnachtstagen & Silvester wird sie mindestens 16h Arbeiten müssen am Tag. Das ist schon heftig. So haben die Gäste ne tolle Zeit – sie eher weniger…und das als Weihnachts-Fan…
Aber auch hier gibt es Lichtblicke. Allzu lange wird sie dort nämlich nicht mehr sein. Anfang Januar (leider nach meinem Geburtstag) kommt sie dann endlich wieder nach Hause. Darauf freue ich mich schon sehr. In den über anderthalb Jahren auf dem Schiff habe ich sie vll 3 Tage gesehen – viel zu wenig! Mal sehen, wie 2013 für sie läuft. Aufs Schiff wird sie dann nicht mehr gehen – aber sie ist super ausgebildet & findet sicher was neues tolles 🙂

So, jetzt hab ich aber genug geschrieben über mich. Wie verbringt ihr die kommenden 3 Tage? Auch so entspannt? Oder gehört ihr zu denen, deren Familien hunderte Kilometer entfernt wohnen?

A propos Entfernung: da hab ich’s ja gut. Von unserer Wohnung fährt man etwa 6 Minuten zu meiner Mutti und etwa 10 Minuten zu Schatzis Eltern. Ein Hoch auf das Dorfleben 😉

In diesem Sinne: genießt die nächsten Tage im Kreise eurer lieben. Streitet nicht allzu viel. Trinkt viel Wasser zwischendurch (soll helfen bei dem vielen Gefutter). Versöhnt euch. Habt euch lieb & macht euch ne schöne Zeit. Diese Ruhe hat man viel zu selten.

Frohe Weihnachten
wünscht
Frau A. 🙂

Ps.: Ab dem 27. muss ich mich dann aber ranhalten – am 4.1. ist offizielle Abgabe…