Archiv | Empfehlungen RSS feed for this section

„Was braucht ein Referendar?“

13 Aug

…und was braucht er NICHT?! 😉

Da in letzter Zeit vermehrt – wohl durch den Beginn einer neuen Runde Referendariat – Suchanfragen dieser Art zum Blog führen, möchte ich den scheinbar vorhandenen Bedarf mal decken.

Also: Was braucht ein Referendar? 

Zunächst einmal: es ist ganz normal, dass man sich zu Ref-Beginn mit diversen Sachen eindecken will. „Oh Gott, ich brauche noch dies und das und jenes!“ – Ging mir genauso. Meine erste richtige „Lehrer“-Bestellung machte ich damals bei TIMETEX. Was ich mir genau bestellt habe, könnt ihr HIER nachlesen.
Aber was habe ich davon wirklich behalten und genutzt?
Häufig: Füller, Kuli, Timetex-Beutel, Kleber, Markierungs-Streifen, Klebemagnete
Selten: Knetkleber Elastofix
Nie: Referendar-Heft, Lehrer Werkzeug Box Profi

Eine Auflistung der Dinge, die ICH vor Ort habe, findet ihr HIER. Aber nicht erschrecken 😉

Viele Dinge, die man auf den ersten Blick toll findet, stellen sich dann in der Praxis als total sinnlos heraus. Das gilt für Bücher, genauso wie für Materialien, Hefte, Trallala.

Was braucht man nun wirklich? 
————————
1. Bücher / Zeitschriften
Verkneift es euch, Infobücher wie „Überleben im Referendariat“, „Kursbuch Referendariat“ etc. zu kaufen. Zumindest kurz bevor es losgeht – da bringt es euch sowieso nichts mehr, weil ihr in kürzester Zeit 1000 andere Sachen im Kopf haben werdet & das Buch nur in der Ecke verstaubt. Also dazu ein dickes: NEIN!
Stattdessen: Tauscht euch untereinander aus. Mit Refs die schon weiter sind, mit den anderen Refs aus eurem Jahrgang, egal. Das bringt wesentlich mehr als ein steriles Buch. 

Ein weiteres NEIN geht an diverse Grundschulzeitschriften. Im Ref habt ihr keine Zeit, die Dinger zu lesen – auch wenn sie toll sind, und auch wenn ihr sie günstiger kriegt!

Wozu ich JA sage, sind definitiv die Lehrerhandbücher/Handreichungen zu den Materialien mit denen ihr im Unterricht arbeitet. Dort findet ihr sinnvolle Ideen, Verknüpfungen und ggf. auch Zusatzmaterialien. Sicher nicht immer günstig, aber als Referendar bekommt man meist 50% Rabatt & kann sich die Sachen dann leisten.
Ein weiterer absoluter Gold-Tipp ist gerade für die Grundschule ein Account beim „Zaubereinmaleins“ – dort findet ihr auch hilfreiche Tipps und Ideen und könnt euch einiges an Material selbst herstellen, statt teuer zu kaufen. Voller Zugriff kostet EINMALIG 20€…und ist es definitiv wert, glaubt mir!

——————————
2. Büromaterial 
Was man DEFINITIV haben sollte sind: 
Bleistift, Füller, Patronen, Kuli, Lineal, Rotstift, Tipp-Ex, Locher, Tacker, Drucker, Druckerpapier, Ersatzpatronen für den Drucker (geht schneller leer als man denkt!), Blöcke, Markierstifte, farbige Papiere, Ordner, Klarsichtfolien, Notizzettel, Klebestreifen, Laptop, Internetzugang, E-Mail-Postfach –
…und vor allem ORDNUNG in all diesen Sachen. Dazu habe ich mir HIER Gedanken gemacht – das „Magazin“ nutze ich heute fast täglich! Definitiv Gold wert!

Was man haben KANN, aber NICHT MUSS: 
Laminiergerät (Erhöht Wiederverwendbarkeit der Materialien)
Handhebelschere (Ich liebe sie – erleichtert das Schnippeln massiv!)
Doppelseitige IKEA-Bilderrahmen (z.B. für Gruppenarbeiten etc.)
Kisten, Boxen, Aufbewahrungen für Material
—————————–
…mehr ist es eigentlich (zumindest für mich) nicht. Ich denke, dass man die ganzen Sachen ruhig angehen, und sich nicht verrückt machen (lassen) sollte. Was man genau braucht, sieht man dann relativ schnell – und kann es sich dann besorgen. Sich im Voraus mit 1000 Sachen einzudecken beruhigt zwar ein bisschen das Gewissen, schont aber weder den Geldbeutel noch die Umwelt. 

Deshalb: ruhig bleiben, abwarten, Grundausrüstung besorgen und dann flexibel reagieren.

Liebe Grüße,
Frau A. (die auch VIEL ZU VIEL Sachen vor und im Ref gekauft hat…und jetzt den Fehler zu Beginn des „richtigen“ Lehrerlebens wieder macht 😉 )

Übrigens: was die Lehrertasche betrifft – ausprobieren ist da ganz wichtig. Ich würde mir nichts „einfach so“ kaufen, ohne es mal getestet zu haben. Der Rucksack aus meiner Timetex-Bestellung war z.B. unpraktisch für mich. Ich habe mich dann in meinem Kollegium umgeschaut und mich in die – absolut NICHT nach Lehrer aussehende – Tasche meiner Mentorin verliebt…und glücklicherweise eines der wenigen privat verkäuflichen (weil seit 10 Jahren nicht mehr in Produktion) Exemplare aus England importieren können. Es muss also nicht immer ne dicke Lehrertypische-Leder-Umhängetasche sein.

Bleibt euch einfach treu – nicht nur was die Tasche betrifft! 😉

Advertisements

Tipp des Tages: Namensetiketten

7 Aug

Dass ich in meiner Ausbildungsschule viel gelernt habe, sieht man an meiner heutigen Tätigkeit: Namensschilder machen! 
…und zwar diesmal nicht aufwändig handschriftlich, sondern ganz einfach am PC. 
Warum?
1. weil es wesentlich schneller geht
2. weil es sauberer ist 
3. weil es was hermacht 😉

In meiner Ausbildungsschule hat das die Sekretärin übernommen. Die Lehrer mussten nur sagen, wie viele Sätze sie von den Namen benötigen. Da ich davon ausgehe, dass es so einen tollen Service in meiner neuen Schule nicht gibt, übernehme ich diese Aufgabe einfach selbst! 🙂 

Man braucht dazu: 
– Namen der Schüler 
– bedruckbare Etiketten
– Drucker
– Word 

Meine Etiketten sind von „Pripa“, bestellt bei Amazon. Es gibt viele unterschiedliche Größen, aber ich habe mich für DIESE hier entschieden. 

Ablauf: 
– Neues Dokument öffnen
– oben auf SENDUNGEN klicken
– dann links auf ETIKETTEN
– es öffnet sich ein Fenster – dort auf OPTIONEN
– bei Etikettenhersteller „ANDERE“ auswählen
– auf NEUES ETIKETT drücken
– dort dann die Etiketten-Daten eingeben (Höhe, Breite, Anzahl – siehe Verpackung)
bestätigen
– im „Umschläge und Etiketten“-Fenster (ohne bei Adresse etwas einzugeben) auf NEUES DOKUMENT
Tipp: Wenn ihr einen Bogen haben wollt, der NUR mit eurem Namen (Adresse, was auch immer) bedruckt ist, könnt ihr das bei Adresse angeben – dann steht das automatisch auf allen Etiketten. Wollt ihr einzelne Namen eingeben lasst es weg – sonst müsst ihr’s dann eh wieder rauslöschen 😉 

Dann müsste sich die Tabelle (mit gestrichelten Linien) öffnen und ihr könnt die Namen (oder was auch immer) eintragen. 

WICHTIG: Beim Drucken dann nicht vergessen, auch das Etikettenpapier einzulegen 😉 

Liebe Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren wünscht: 
Frau A. (die jetzt auch eigene Namenskleberchen hat!)

Twitter. Oder: Meine Artikel des Tages

5 Aug

„Wo findest du nur immer diese ganzen Sachen?“ 
Das fragte mich Schatzi, als ich wiederholt lachend neben ihm auf der Couch saß, mich kringelte und ihm Nachrichten aus aller Welt vorlas. 
Die Antwort? Auf Twitter! 

Mir ist bewusst, dass vielen Menschen Twitter zwar namentlich, aber nicht praktisch bekannt ist. Gründe werden u.a. HIER benannt. 

Ich selbst bin schon eine ganze Zeit bei Twitter aktiv. Einerseits um auch dort die neusten Links zum Blog zu verbreiten, andererseits aber auch, weil ich mich dort irgendwie näher dran am Weltgeschehen empfinde. 
Ein gutes Beispiel sind da z.B. die Promi-News. Ich folge u.a. @tmz und @eonline, 2 großen Celebrity-News-Kanälen aus Amerika. Das was ich dort lese, landet in den deutschen Klatschblättern meist erst eine Woche später. Die deutschen Promiwebseiten brauchen für die Übersetzung mindestens einige Stunden, manchmal erscheinen die Infos auch erst Tage später. 

Selbiges gilt dann auch für Neuigkeiten im Weltgeschehen. Papstwahl, ESC, „royal baby“ und diverse andere Großereignisse lassen sich minutiös nachvollziehen. Fernsehsendungen gewinnen massiv an Spaßfaktor, wenn man die Tweets andere Leute zum Thema mitliest und eigene Kommentare abgibt. 

Und natürlich bekommt man auch direkt interessante, spannende, kritische und lustige Nachrichten sämtlicher Medien zu Gesicht, wenn man den „richtigen“ Leuten folgt. 

Deshalb heute meine Lacher-Artikel des Tages 🙂 

1. „Vierjähriger als Bürgermeister wiedergewählt“
http://www.welt.de/vermischtes/article118708357/Vierjaehriger-als-Buergermeister-wiedergewaehlt.html

2. „Londoner Kanalisation: 15-Tonnen-Fettklumpen entdeckt“
http://www.sueddeutsche.de/panorama/londoner-kanalisation-tonnen-fettklumpen-entdeckt-1.1739401

3. „Bewerbungen: 8 super kreative Beispiele aus der Webwelt“
http://t3n.de/news/bewerbung-online-kreativ-471573/

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! 
Macht euch keine Sorgen, wenn ihr mal bei Twitter vorbeischaut und es euch überfordert. Wer sich dafür interessiert findet im Netz viele Anleitungen und Hilfen (zum Beispiel DIESE) und kann sich dann langsam einarbeiten. 

Mich (& meine Tweets) findet ihr übrigens unter dem Namen [existiert nicht mehr] 😉 

Liebe Grüße und noch einen schönen Montag wünscht: 
Frau A, 🙂 

Erste-Hilfe-Kurs: Teil 1

3 Aug

Um mich optimal auf die mir bevorstehenden neuen Aufgaben vorzubereiten (und um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten) muss ich an einem 2-tägigen Kurs teilnehmen, der mich fit machen soll in Sachen Erste Hilfe. 

An 2 Samstagen wird dazu ein Berg von Wissen von 8-14 Uhr in meinen Kopf gepustet. 

Heute ging’s los. In einem vergleichsweise kleinen Trüppchen (6 Personen) wurden wir von unserem Kursleiter begrüßt. Als pensionierter Sportlehrer („Ich bin weit über 70!“) verfügte er sowohl über das notwendige Wissen, als auch über eine nicht überhörbare Stimme – einschlafen wäre nicht möglich gewesen. 

Aber: das Bedürfnis hatte ich auch nicht. Im Gegenteil. Ich kam mir heute vor wie ein wissbegieriger Schwamm. Meinen ersten (und letzten) Kurs hatte ich vor mehr als 7 Jahren als Voraussetzung für den Führerschein gemacht – lange her, viel vergessen…und laut Kursleiter hat sich seitdem auch EINIGES verändert. 

Also saß ich heute morgen mit Block und Stift bewaffnet dort und lauschte den Ausführungen. Wie es sich für einen guten Lehrer gehört, folgte nach theoretischen Erläuterungen meist sofort die praktische Umsetzung.  Ich durfte u.a. das Bewusstsein meiner Partnerin überprüfen (am Arm berühren, „Hallo, können Sie mich hören?“ – Zum Glück reagierte sie gleich 😉 Es war wirklich interessant, verschiedene Dinge wieder mal zu hören und auszuprobieren. 

Der Grundtenor war eigentlich immer: wenn man weiß, was man tun muss, dann kann man es schnell und richtig machen & hat so wenig Arbeit wie möglich mit dem Verletzten. Wenn man weiß, was man zu tun hat, kann man selbst auch ruhiger bleiben, als wenn man völligst neben sich versuchen will, zu helfen. 

Neben der Bewusstseinsprüfung ging es heute auch um die anderen Lebenszeichen (Atmung, Bewegung, Puls, Temperatur), Lagerungen und Griffe (Stabile Seitenlage, Oberkörper/Beine hoch lagern, Herzdruckmassage, „lebensrettender Handgriff“). Wir sprachen über Knochenbrüche, Verbrennungen, Erfrierungen und natürlich auch darüber, wie man einen NOTRUF richtig absetzt. 

Entgegen meiner Erinnerung ist nämlich nicht zwangsweise notwendig zu sagen, WER man selbst ist. Dieses W hatte ich noch im Kopf. Stattdessen steht das 5. W für WARTEN auf Rückfragen. 
Würdet ihr aus dem Kopf alle 5 W’s für einen Notruf zusammen kriegen? (*Auflösung am Ende des Artikels) 

Interessant fand ich auch, warum er die Zahlen 
1
10
100
im Zusammenhang mit der Absperrung von Unfallstellen an die Tafel schrieb. Die 100 war mir klar – 100m entfernt muss das Warndreieck aufgestellt werden (bei Kurven, Bergkuppen, Autobahnen gerne auch noch weiter weg). 
Aber 10 und 1?!
Wisst ihrs?! (**Auflösung am Ende)

Im Allgemeinen fand ich den Kurs heute sehr informativ und vor allem anschaulich. Ich (als Lehrerin) konnte einiges an seinem Unterrichtsaufbau & seiner Methodik erkennen und fand, dass er (trotz über 10 Jahren in Rente) noch einen wahnsinnig tollen Job gemacht hat. Wie er selbst sagte: „Es ist schön, auch nach der Zeit im Schuldienst noch Menschen etwas beibringen zu können!“ – und das merkte man ihm auch an. Ich konnte ihn mir förmlich vor einer Schulklasse vorstellen – streng, fordernd, aber auch sehr positiv und wohlwollend. Eben ein richtiger Lehrer. 

Interessant waren aber auch die anderen Kursteilnehmer. Wie ein Mini-Querschnitt durch eine Klasse – und das bei nur 6 Personen. Ich selbst würde mich heute als die Streberin einordnen (mit Block & Stift im Anschlag und immer als Testobjekt vorne). Dann gab es noch „die Schöne Blonde“, den Klassenkasper, den Coolen, den anderen Streber und natürlich auch einen lustlosen genervten Typen, dessen nuschelnde Antworten man kaum verstehen konnte. Nächstes Mal setze ich mich ganz hinten hin, damit ich das Szenario noch ein bisschen weiter studieren kann. Ich beobachte meinen Mitmenschen ja gerne 😉 

Nächsten Samstag geht’s um den Sani-Kasten, Druckverbände, Herzdruckmassage (praktisch), viele andere Dinge…und natürlich eine kleine Prüfung, in der wir unser Wissen und Können beweisen müssen 😉 

Ich freu mich schon drauf, weil es es ne gute Sache ist, sein Wissen wieder aufzufrischen und über bestimmte Dinge nochmal genauer nachzudenken. 

Deshalb mein Appell an euch: auch wenn ihr keine Lehrer seid (die müssen in Thüringen solche Kurse alle 2 Jahre besuchen) – es lohnt sich. Wenn man wirklich mal in eine Unfallsituation kommen sollte, als Erster bei einem Verletzten ankommt – dann kann das Wissen aus einem solchen Kurs wirklich Leben retten. 

Kosten? Wenn man es selbst zahlen muss: 35€, aber meist zahlen das die Arbeitgeber, bzw. die Berufsgenossenschaft. 

Definitiv wertvoll investierte Zeit! 

In diesem Sinne: schönen Abend noch und bis demnächst!
Frau A. 

Hier wie versprochen noch die Auflösungen zu den Fragen: 
* WO geschah es? WAS ist passiert? WIE VIELE Verletzte? WELCHE Verletzungen? WARTEN auf Rückfragen!

**
10 (Meter entfernt von der Unfallstelle beim Helfen den eigenen Wagen abstellen – damit Rettungskräfte näher ran können)
1 (Meter auf der Fahrbahn das Warndreieck positionieren – also nicht am Straßenrand, sondern AUF der Fahrbahn.)

Linktipp: Ein Studienreferendar erzählt

29 Jul

Auch in Sachsen ist nicht alles Gold was glänzt. Gymnasiallehrer sollen z.B. in Grundschulen unterrichten…eine von vielen weitere Schweinereien.
Das Gute: die Referendare machen endlich auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam…aber lest selbst!

http://www.l-iz.de/Bildung/Leipzig%20bildet/2013/07/Ein-Studienreferendar-erzaehlt-50039.html

Liebe Grüße,
Frau A. 🙂

Linktipp: Von Badetoten & Rettungsschwimmern

21 Jul

In den Ferien poste ich interessante Links. Diesmal im Blog vom „Assistenzarzt“ mit dem Titel:

Zu viele Badetote durch Leichtsinn und Überschätzung“

Lesen & nachdenken!

http://assistenzarzt.wordpress.com/2013/07/21/zuviele-badetote-durch-leichtsinn-und-uberschatzung/

Tipps für den Deutschunterricht

18 Jul

Gerade im Netz gefunden – vieles ist bekannt, aber Klaus Dautel fasst wertvolle Hinweise und gute Ideen nochmal konzentriert zusammen.
Gedacht ist das Ganze insbesondere fürs Gymnasium, aber auch ich als Grundschullehrerin finde den Artikel interessant.

Viel Spaß beim Lesen!

http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/dautel/mtph7.html

„Bitte tragen Sie das heutige Datum ein!“

2 Jul

So förmlich gab ich heute zu Beginn meiner Mathestunde Anweisungen.

Legen Sie Ihr Matheheft bereit!
Unterstreichen Sie das Wort Übung!
Schreiben Sie nur das Ergebnis auf!
Lesen Sie die Lösungen vor!

Keine Ahnung wieso ich das gemacht habe, aber…anstatt stur zu rechnen schienen die Kinder total Spaß daran zu haben. Beim ebenso förmlichen Verlesen der Aufgaben wurde kurz gekichert, gerechnet, geschrieben & das wieder von vorn.
War echt lustig irgendwie.

Dann war heute „Der Würfel“ dran – als erster geometrischer Körper. Zur Begriffsklärung dürfte jeder mal seinen eigenen Körper anfassen (welch ein Gelächter!) bis wir zu den geometrischen Körpern kamen. Dann wurde der Würfel auf Flächen, Ecken & Kanten hin untersucht. Besonders die Anzahl der Kanten war gar nicht so leicht herauszufinden. Von 7-24 waren alle möglichen Ergebnisse dabei – trotz einem Steckwürfel als Realie pro Kind.
Egal, alles wurde aufgeklärt & dann wurde noch etwas aus Würfeln gebaut.

Hach, irgendwie hat der Tag heute richtig Spaß gemacht. Der lockere Einstieg wirkte sich positiv auf die Stimmung aus, sogar die Gruppenarbeit klappte bei fast allen.

Sehr gut! Ich freu mich schon auf die letzten anderthalb Wochen. Es stehen noch einige schöne Dinge an, bevor ich TSCHÜSS sagen muss.

Das TSCHÜSS sagen wird nicht so schön, aber ich gehe motiviert, gestärkt, inspiriert und zufrieden – was kanns besseres geben?!

In diesem Sinne: Always look on the bright side of life! 🙂

Fataler Fehler

1 Jul

Auf dem Heimweg von der Schule halte ich manchmal zum Einkaufen bei LIDL an. Irgendwie gefällts mir da.

Nachdem ich erfolgreich sämtliche Süßigkeiten hinter mir gelassen hatte, kam ich in die Werbungs-Angebotszone…Blöcke, Stifte, Radiergummi, Bücher, Hefte, alles.
Meine Alarmglocken schrillten zwar, aber…zu spät. Der Jäger & Sammlertrieb der Lehrerin in mir war geweckt & ließ mich alles mögliche in den (viel zu tiefen) Einkaufswagen befördern.
Besonders fatal: die kleinen Bücher & Hefte (Mandalas, Konzentrationsübungen etc.)

20130701-200323.jpg
Ihr seht: die Hölle.
Gerade für mich Anfängerin, die gerne zu Beginn schon eine kleine Klassenbibliothek hätte…schlimm.
An der Kasse müsste ich dann laut lachen, als mir ein Betrag von 83€ genannt wurde. Dann schüttelte ich den Kopf und verfrachtete alles im Kofferraum.
Das sah dann so aus:

20130701-200557.jpg

Nun ja. Um andere vor einem ähnlichen Kaufrausch zu schützen, postete ich bei Facebook in der Gruppe „Der steinige Weg“ das obige Kofferraumbild und warnte mit den Worten:
Fataler Fehler. Geht auf keinen Fall zu LIDL. AUF KEINEN FALL!!!“

Was passiert?
Keine 2 Stunden später erreichen mich über WhatsApp Bilder wie dieses hier:

20130701-200849.jpg

Oder bei Facebook Nachrichten wie „Mein Konto und ich hassen dich“
Oder
Ich hab mich jetzt auch eingedeckt.“

Können die alle nicht lesen?! 😉

Nun ja. So ist das eben. Ich werde ab sofort auch akribisch damit beginnen, Zettel aufzuheben für die Steuererklärung. Sonst bin ich nach einem Schuljahr wohl pleite 😉

Liebe Grüße,
Miss Shoppingqueen 😉

Ps.: Geht auf keinen Fall zu LIDL!!!!

Politisches Seminar Teil 2

29 Jun

23.000 Schritte.
Das zeigte heute der Schrittzähler einer anderen Seminarteilnehmerin an, als wir gegen 22:30 die Hotellobby betraten.

Auf dem Plan stand zunächst der erneute Besuch des Bundestages. Diesmal aber mit dem Ziel, den Plenarsaal kennenzulernen. Dazu hörten wir uns auf der Besuchertribüne einen sehr interessanten Vortrag an. Empfehlenswert!

20130630-004503.jpg

Danach machten wir uns auf den Weg in die Gedenkstätte „Berlin Hohenschönhausen“. Entgegen der allgemeinen Erwartungen war das kein KZ, sondern u.a. ein ehemaliges DDR-Gefängnis. Unsere Führerin zeigte uns Zellen, Flure & Verhörräume.
Besonders interessant war dabei für mich, dass Seminarteilnehmer aus dem Westen mit der Architektur & Inneneinrichtung GAR nichts anfangen konnten.
„Sowas hab ich noch nie gesehen.“
„Sah das echt so aus?!“
„Hätte nicht gedacht, dass es SO schlimm war!“

Hm. Für mich DDR-bzw. Ost-Kind waren das optisch keine wirklichen Neuigkeiten. Die Möbel und den Geruch von Linoleum kenne ich von früher.
Was mich beeindruckt hat war aber die Offenheit der noch ziemlich jungen Führerin (Fr. Hoffmann). Manchmal etwas flapsig, aber trotzdem korrekt erklärte sie uns geschichtliche Abläufe und Besonderheiten.
Ich gebe zu: manchmal hatte ich Gänsehaut und ein bisschen Tränen in den Augen, weil einige Erzählungen schon heftig waren.
Eindrücke? Hier:

20130630-005401.jpg

20130630-005439.jpg

20130630-005500.jpg

20130630-005539.jpg

Danach ging es zu einem weiteren interessanten Punkt. Einer Führung zum Thema Mauer. Startpunkt war das Brandenburger Tor und auch hier hatten wir nen tollen Führer. Es ist wirklich faszinierend, wie manche Menschen Geschichte zum Leben erwecken können. Gerade seine persönlichen Eindrücke zur Zeit des Mauerfalls (er war dabei vor Ort) sind sehr emotional. Der Gänsehaut & Kloß im Hals-Faktor war auch hier hoch. Geschichten, Orte & Wissen vermischten sich & gaben ein eindrucksvolles Bild.

Mein Fazit in Kurzform:
Deutschland hat eine wirklich bewegte Geschichte, die einerseits erschreckend, andererseits beeindruckend zugleich ist. Ich bin froh, dass ich in unserer freien Zeit leben darf & kaum persönliche Einschränkungen habe.

Ihr seht: das ist keine Spaßveranstaltung, wie es mir von Freunden vorgeworfen wurde. Im Gegenteil. Hier gibt es so viel zu sehen & zu lernen, dass man es fast nicht aufnehmen kann. Sitzpausen gab es heute nur in den kurzen Phasen in der S-Bahn, sonst waren wir permanent zu Fuß unterwegs.

Morgen noch ein Programmpunkt, dann gehts zurück nach Hause.

In diesem Sinne: Bis bald & liebe Grüße aus Berlin!