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„Was braucht ein Referendar?“

13 Aug

…und was braucht er NICHT?! 😉

Da in letzter Zeit vermehrt – wohl durch den Beginn einer neuen Runde Referendariat – Suchanfragen dieser Art zum Blog führen, möchte ich den scheinbar vorhandenen Bedarf mal decken.

Also: Was braucht ein Referendar? 

Zunächst einmal: es ist ganz normal, dass man sich zu Ref-Beginn mit diversen Sachen eindecken will. „Oh Gott, ich brauche noch dies und das und jenes!“ – Ging mir genauso. Meine erste richtige „Lehrer“-Bestellung machte ich damals bei TIMETEX. Was ich mir genau bestellt habe, könnt ihr HIER nachlesen.
Aber was habe ich davon wirklich behalten und genutzt?
Häufig: Füller, Kuli, Timetex-Beutel, Kleber, Markierungs-Streifen, Klebemagnete
Selten: Knetkleber Elastofix
Nie: Referendar-Heft, Lehrer Werkzeug Box Profi

Eine Auflistung der Dinge, die ICH vor Ort habe, findet ihr HIER. Aber nicht erschrecken 😉

Viele Dinge, die man auf den ersten Blick toll findet, stellen sich dann in der Praxis als total sinnlos heraus. Das gilt für Bücher, genauso wie für Materialien, Hefte, Trallala.

Was braucht man nun wirklich? 
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1. Bücher / Zeitschriften
Verkneift es euch, Infobücher wie „Überleben im Referendariat“, „Kursbuch Referendariat“ etc. zu kaufen. Zumindest kurz bevor es losgeht – da bringt es euch sowieso nichts mehr, weil ihr in kürzester Zeit 1000 andere Sachen im Kopf haben werdet & das Buch nur in der Ecke verstaubt. Also dazu ein dickes: NEIN!
Stattdessen: Tauscht euch untereinander aus. Mit Refs die schon weiter sind, mit den anderen Refs aus eurem Jahrgang, egal. Das bringt wesentlich mehr als ein steriles Buch. 

Ein weiteres NEIN geht an diverse Grundschulzeitschriften. Im Ref habt ihr keine Zeit, die Dinger zu lesen – auch wenn sie toll sind, und auch wenn ihr sie günstiger kriegt!

Wozu ich JA sage, sind definitiv die Lehrerhandbücher/Handreichungen zu den Materialien mit denen ihr im Unterricht arbeitet. Dort findet ihr sinnvolle Ideen, Verknüpfungen und ggf. auch Zusatzmaterialien. Sicher nicht immer günstig, aber als Referendar bekommt man meist 50% Rabatt & kann sich die Sachen dann leisten.
Ein weiterer absoluter Gold-Tipp ist gerade für die Grundschule ein Account beim „Zaubereinmaleins“ – dort findet ihr auch hilfreiche Tipps und Ideen und könnt euch einiges an Material selbst herstellen, statt teuer zu kaufen. Voller Zugriff kostet EINMALIG 20€…und ist es definitiv wert, glaubt mir!

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2. Büromaterial 
Was man DEFINITIV haben sollte sind: 
Bleistift, Füller, Patronen, Kuli, Lineal, Rotstift, Tipp-Ex, Locher, Tacker, Drucker, Druckerpapier, Ersatzpatronen für den Drucker (geht schneller leer als man denkt!), Blöcke, Markierstifte, farbige Papiere, Ordner, Klarsichtfolien, Notizzettel, Klebestreifen, Laptop, Internetzugang, E-Mail-Postfach –
…und vor allem ORDNUNG in all diesen Sachen. Dazu habe ich mir HIER Gedanken gemacht – das „Magazin“ nutze ich heute fast täglich! Definitiv Gold wert!

Was man haben KANN, aber NICHT MUSS: 
Laminiergerät (Erhöht Wiederverwendbarkeit der Materialien)
Handhebelschere (Ich liebe sie – erleichtert das Schnippeln massiv!)
Doppelseitige IKEA-Bilderrahmen (z.B. für Gruppenarbeiten etc.)
Kisten, Boxen, Aufbewahrungen für Material
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…mehr ist es eigentlich (zumindest für mich) nicht. Ich denke, dass man die ganzen Sachen ruhig angehen, und sich nicht verrückt machen (lassen) sollte. Was man genau braucht, sieht man dann relativ schnell – und kann es sich dann besorgen. Sich im Voraus mit 1000 Sachen einzudecken beruhigt zwar ein bisschen das Gewissen, schont aber weder den Geldbeutel noch die Umwelt. 

Deshalb: ruhig bleiben, abwarten, Grundausrüstung besorgen und dann flexibel reagieren.

Liebe Grüße,
Frau A. (die auch VIEL ZU VIEL Sachen vor und im Ref gekauft hat…und jetzt den Fehler zu Beginn des „richtigen“ Lehrerlebens wieder macht 😉 )

Übrigens: was die Lehrertasche betrifft – ausprobieren ist da ganz wichtig. Ich würde mir nichts „einfach so“ kaufen, ohne es mal getestet zu haben. Der Rucksack aus meiner Timetex-Bestellung war z.B. unpraktisch für mich. Ich habe mich dann in meinem Kollegium umgeschaut und mich in die – absolut NICHT nach Lehrer aussehende – Tasche meiner Mentorin verliebt…und glücklicherweise eines der wenigen privat verkäuflichen (weil seit 10 Jahren nicht mehr in Produktion) Exemplare aus England importieren können. Es muss also nicht immer ne dicke Lehrertypische-Leder-Umhängetasche sein.

Bleibt euch einfach treu – nicht nur was die Tasche betrifft! 😉

Fataler Fehler

1 Jul

Auf dem Heimweg von der Schule halte ich manchmal zum Einkaufen bei LIDL an. Irgendwie gefällts mir da.

Nachdem ich erfolgreich sämtliche Süßigkeiten hinter mir gelassen hatte, kam ich in die Werbungs-Angebotszone…Blöcke, Stifte, Radiergummi, Bücher, Hefte, alles.
Meine Alarmglocken schrillten zwar, aber…zu spät. Der Jäger & Sammlertrieb der Lehrerin in mir war geweckt & ließ mich alles mögliche in den (viel zu tiefen) Einkaufswagen befördern.
Besonders fatal: die kleinen Bücher & Hefte (Mandalas, Konzentrationsübungen etc.)

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Ihr seht: die Hölle.
Gerade für mich Anfängerin, die gerne zu Beginn schon eine kleine Klassenbibliothek hätte…schlimm.
An der Kasse müsste ich dann laut lachen, als mir ein Betrag von 83€ genannt wurde. Dann schüttelte ich den Kopf und verfrachtete alles im Kofferraum.
Das sah dann so aus:

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Nun ja. Um andere vor einem ähnlichen Kaufrausch zu schützen, postete ich bei Facebook in der Gruppe „Der steinige Weg“ das obige Kofferraumbild und warnte mit den Worten:
Fataler Fehler. Geht auf keinen Fall zu LIDL. AUF KEINEN FALL!!!“

Was passiert?
Keine 2 Stunden später erreichen mich über WhatsApp Bilder wie dieses hier:

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Oder bei Facebook Nachrichten wie „Mein Konto und ich hassen dich“
Oder
Ich hab mich jetzt auch eingedeckt.“

Können die alle nicht lesen?! 😉

Nun ja. So ist das eben. Ich werde ab sofort auch akribisch damit beginnen, Zettel aufzuheben für die Steuererklärung. Sonst bin ich nach einem Schuljahr wohl pleite 😉

Liebe Grüße,
Miss Shoppingqueen 😉

Ps.: Geht auf keinen Fall zu LIDL!!!!

Fazit Mündliche Prüfung

26 Mai

Am 23.5.2013 war es soweit. Die letzte Prüfung stand an.
Ich war am Vorabend schon in der Seminarstadt eingetroffen, es gab leckere Waffeln zum Dinner, dazu ein Sektchen, alles ganz entspannt. Nachdem meine Freundin ins Bett gegangen ist, saß ich noch ein bisschen, blätterte in den Unterlagen und ging dann gegen halb 12 schlafen.

VOR der Prüfung
Am Prüfungstag wurde in 2 Durchgängen geprüft. Vormittags und Nachmittags. Ich war in der zweiten Gruppe, deren Prüfungen ab 13:00 anstanden. Nur blöd, dass ich schon 6:30 hellwach im Bett saß und noch über 6 Stunden überbrücken musste. Sofort nach dem wach werden war ich irgendwie hibbelig und aufgeregt.

Dann klingelte mein Telefon. Mein Chef war dran und wünschte mir viel Erfolg bei der Prüfung. Fand ich cool. Sein Tipp um die Zeit rumzukriegen: „Gucken Sie sich doch nen Film an!“ – Dazu war ich aber nicht in der Lage. Stattdessen lenkte mich ein Kumpel per SMS ab…und dann klingelte das Telefon erneut. Ein Freund & ehemaliger Studienkollege, der das Ref bereits im Februar beendet hat gab mir letzte Tipps und quatschte so lange mit mir, bis die Nervosität fast weg war. DANKE DANKE DANKE!
Dann traf ich mich mit einer anderen LAA und unseren Vfa’s (Verantwortlichen für Ausbildung uns unseren Schulen – sie waren Teil der Prüfungskommission) und wir machten uns auf gen Studienseminar.
Dort saßen die anderen aus Gruppe 1 schon glücklich und zufrieden mit ihren Zeugnissen und Sektgläsern rum. Echt blöd, wenn man selbst noch alles vor sich hat.

BEI der Prüfung
Die Prüfung lief so ab wie angekündigt. Die ersten 5 Minuten das auswendig gelernte Einsprechthema runterbeten, dann die beiden Praxisprobleme durchlesen, eins auswählen, Stichpunkte dazu machen und dann reden, reden, reden. Als mir nix mehr einfiel, wurden Fragen gestellt. Sobald die Prüfung losging war ich nicht mehr nervös. Ich wusste, dass ich mich vorbereitet hatte, also was sollte passieren?
Nach exakt 30min Prüfung ging es zurück in den Aufenthaltsraum. Dort wurde sich kurz mit den anderen LAA ausgetauscht (wir wurden ja parallel geprüft), nochmal kurz in die Unterlagen geschaut und dann zur nächsten Prüfung gestartet.

NACH der Prüfung
Als wir alle 3 Prüfungen hinter uns hatten, fiel die Nervosität vollends ab. Wir klatschen uns ab, umarmten uns und warteten dann auf die Verkündung unserer Noten.
Meine Gefühle waren gemischt. 2mal hatte ich ein gutes bis sehr gutes Gefühl, einmal ein mittemäßiges. Besonders in Werken fand ich mich persönlich sehr stark. Gerade weil ich ein Thema hatte, in dem ich mich super auskenne, schon viel gemacht habe und gut reden konnte. Trotzdem bekam ich nur ne 3. Unverständlich.

Die Notenverkündung
Nachdem etwa 45min vergangen waren, wurden wir in alphabetischer Reihenfolge einzeln in einen Raum gerufen. Dort teilte uns die Frau vom Schulamt unsere einzelnen Prüfungsleistungen der mündlichen Prüfung mit. Dann gabs von der Seminarleitung das vorläufige Zeugnis überreicht, worauf die obligatorischen Gratulationen erfolgten.
Von Stolz war hier noch keine Rede, immerhin hatte ich es doch nicht geschafft, noch auf „gut“ zu kommen. Der Durchschnitt rief förmlich „HAHA, knapp daneben ist auch vorbei!“ – aber damit hatte ich ja gerechnet.
Auf dem Flur folgten dann noch Gratulationen und gute Wünsche von anderen Fachleitern.

Besonders intensiv war die die Begegnung mit der Fachleiterin, die auch in meiner praktischen Prüfung anwesend war. Ich glaube sie sagte auf dem Flur nur einen Satz, aber der Blick in ihre Augen zeigte mir irgendwie, dass sie sich dessen bewusst ist, was diese Bewertung damals für mich bedeutet. War eine ganz eigenartige Situation und ich bilde mich auch ein, eine Träne in ihrem Auge gesehen zu haben. Wir atmeten beide tief durch und umarmten uns…Puh. [das Ganze ist so unwirklich, weil ich von ihr sehr viel gelernt habe, sie sehr schätze, aber sich das NULL in meinen Bewertungen niedergeschlagen hat]

DANACH
wurden die andere LAA und ich von unseren VfA’s noch zu einem Eis eingeladen. Dann ging’s nach Hause. Es war inzwischen schon fast 18 Uhr.

Auf der HEIMFAHRT
Bevor ich losfahren konnte, musste ich erstmal gefühlte 10000 Nachrichten und Mails beantworten. Dann stöpselte ich mein Handy an und hörte solche Lieder wie DIESES (besonders ab 1:14 bzw. der Refrain sprechen mich da an) und sang lauthals mit. Irgendwann überkam mich der Wunsch, jemanden anzurufen. Ich entschied mich für meinen Papa (mit Mutti und Schatzi hatte ich zwischendurch schon geredet).
Er ging ran, fragte wie’s gelaufen ist und dann sagte ich zum ersten Mal den Satz:

Papa, ich bin jetzt Lehrerin!

Dann fiel dieser Brocken plötzlich von mir ab und mit 160 Sachen auf der Autobahn kamen mir die Tränen und ich heulte voll los. Sturzbäche. Rotz und Wasser.

Papa ich habs geschafft!
Ich bin Lehrerin.
Richtige Lehrerin.

Endlich!

Am Ende der Leitung war es kurz still. Ich glaube mein Papa musste sich auch erst sammeln. Das große Kind hat nach 7 langen Jahren mit vielen Höhen und Tiefen ihr Ziel erreicht. Lehrerin. Wahnsinn.

Und ich muss hier an dieser Stelle ganz ehrlich sagen: ohne meinen Freund und meine Familie wäre ich an manchen Tagen wahrscheinlich durchgedreht. Aber es war immer jemand da (und sei es nur am Telefon), der mir mein Ziel wieder vor Augen gehalten hat. Der gesagt hat, dass ich das schaffe. Dass ich mich durchbeißen soll. Dass ich mal ne Pause machen soll. Dass sie an mich glauben.

DANKE dafür!!!

Auf dem Heimweg hielt ich noch kurz bei meiner Mutti an. An der Haustür fielen wir uns heulend in die Arme. Freude und Stolz, dass es nach der langen Zeit endlich geschafft ist.
„Meine kleine Lehrerin“…sobald das in den letzten Tagen jemand gesagt hat, hätte ich losheulen können. Meine Mutti wollte vor Freude sogar meine ehemalige Grundschullehrerin anrufen und ihr davon berichten 😉

Zuhause angekommen war das alles noch ganz unwirklich. Schatzi schaute mich mit einem ganz besonderen Blick an…und wieder: „Meine kleine Lehrerin“ – Freudentränen.

In der Nacht konnte ich mal wieder richtig schlafen…und obwohl die Nacht nur 5 Stunden lang war, war ich am nächsten Morgen fit.

In der SCHULE
Freitag vertrat ich meine Mathementorin, u.a. in meiner Matheklasse. Die Schüler wussten ja, dass ich am Tag davor Prüfung hatte. Also erzählte ich ihnen, dass ich die Prüfung geschafft habe und nun eine richtige Lehrerin bin.
Und was machten sie?
Sie applaudierten wie wild und freuten sich mit mir 🙂
Die Stunden schüttelte ich aus dem Ärmel, selbst eine Vertretungsstunde in einer mir bisher unbekannten Klasse war kein Problem. Der Tag war einfach nur cool. Erleichtert, entspannt, froh.

Was ändert sich jetzt?
1. Ich glaube die wichtigste Neuigkeit ist, dass dieser immense Druck abgefallen ist. Es kommt keiner mehr, der mich beurteilt. Ich muss keine Ausarbeitungen mehr schreiben. Ich kann einfach nur Lehrerin sein. Das, was ich schon immer sein wollte.

2. Ich habe wieder soziale Kontakte. So viele Menschen, wie ich dieses Wochenende gesehen habe, habe ich sonst in 2 Monaten nicht getroffen. Und so viele Sachen haben wir sonst auch nicht gemacht. Ich war bei meiner Mutti, bei den Schwiegereltern, auf nem Geburtstag, bei einer Freundin, bei einem befreundeten Pärchen und sogar schick Essen mit Schatzi.
Und das Beste: all das OHNE schlechtes Gewissen. Ohne zu denken „Ich muss noch dies, das und jenes machen“. Herrlich!

…eine Sache gibt es noch, die wieder neu für mich ist. Ich habe erstmalig seit mindestens anderthalb Jahren wieder ein Buch zu meinem privaten Vergnügen in die Hand genommen. Damit hab ich mich in mein Bett gekuschelt und einfach nur gelesen. Stundenlang. Mitten in der Nacht, frühs, nachmittags…einfach so! Und es war toll. Ich hatte ganz vergessen, wie schön es ist etwas zu lesen.
[Übrigens ist es das Buch von Philipp Möller: „Isch geh Schulhof“ – hat mir meine Lieblingsmentorin zur bestandenen Prüfung geschenkt. Danke nochmal!]

Jepp. Jetzt muss ich aufhören zu schreiben. Mein Kuchen will nämlich vollendet werden.
Ja, richtig gehört: Kuchen. Dass mein Hirn sich langsam entspannt merke ich auch daran, dass ich plötzlich Lust hatte, nen Kuchen zu backen. Einfach so. Sonntag nachmittag. Irre.

Aber ihr habt Recht: es ist ein tolles Gefühl, alle Prüfungen hinter sich zu lassen und sein Ziel erreicht zu haben. Noch am Prüfungsabend saß ich an meinem Schreibtisch und suchte die Zeugniskopien für meine Bewerbung raus. Dabei wurde mir erstmal bewusst, was ich schon alles geschafft habe in den letzten Jahren…
2006 – Abitur
2009 – Bachelor of Arts
2011 – Master of Arts
2013 – 2. Staatsexamen = Grundschullehrerin
…und das alles mit 25. Verrückt!

Wie geht’s jetzt weiter?
Schule und Studienseminar laufen ganz normal weiter. Einmal wöchentlich Seminarveranstaltungen, ansonsten Schule. Bis zu den Sommerferien. Irgendwann sind dann die Vorstellungsgespräche (in Thüringen schulamtsbezogen) und dann hoffe ich, dass sich jemand findet, der eine junge, motivierte Lehrerin einstellen möchte 😉

Welche Ziele habe ich noch?
Ich würde gerne noch die Zusatzqualifikation machen, um meinem eigentlichen Ziel, Englischlehrerin zu werden näher zu kommen. Dafür muss ich nochmal 2 Semester berufsbegleitend einen Kurs besuchen – aber das ist mir die Sache Wert! 🙂

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal noch einen schönen entspannten Sonntag Abend.
Nochmal vielen Dank auch an euch für’s mitfiebern, beglückwünschen und freuen – es ist echt toll zu wissen, dass es euch gibt und dass ihr euch für mich freut!

Ganz liebe Grüße,
Frau Lehrerin 😉

Ps.: Manchmal überlege ich, es dem Philipp Möller gleich zu tun und auch ein Buch zu schreiben. Oder einen Referendariatsratgeber. Was haltet ihr davon?

Pps.: Der Blog endet natürlich nicht hier – ich werde weiter schreiben! 🙂

Wochensternchen

27 Jan

So, nun ist die Woche mal wieder rum.
Ich bin ganz zufrieden, weil ich viel geschafft habe.
Was alles?
Hmmmm… Ein Ausschnitt:

1. Ich versuche gerade, zu jeder Stunde konkrete Ziele zu formulieren, suche im Lehrplan nach dem Lernbereich und formuliere Teilziele. Das klappt bisher ganz gut und ich werde langsam besser darin. Denke ich 😉

2. Ich habe im Studienseminar bei einer entsprechenden Veranstaltung sämtliche Probleme unseres Jahrgangs konstruktiv angesprochen. Das Atmosphäre war gut, die Leitung schien ehrliches Interesse zu haben. War positiv, denke ich.

3. Ich habe im Werkenseminar filzen gelernt. Konnte mir bisher rein GAR NICHTS darunter vorstellen. Jetzt schon. Und ich fand es so toll, dass ich mir inzwischen verschiedene Filzwolle, Nadeln und Unterlagen bestellt habe & demnächst versuchen werde, selbst ein paar Sachen zu filzen. Filzen ist übrigens Werken-Thema in der Schuleingangsphase – war mir neu. Aber mir gefällt es, dann kann ich das auch gut vermitteln 🙂

4. Ich habe im Rahmen einer Infoveranstaltung versucht, den Studenten einen kleinen Einblick in das „Nach dem Studium“ zu geben. Dazu noch ein paar kleinere Hinweise, auf was man achten sollte. Vielleicht mache ich das nächstes Jahr nochmal, dann wird das ein bisschen strukturierter und geplanter – das wäre ne tolle Sache. Hat Spaß gemacht, vor den Studenten zu stehen und Wissen weiter zu geben. 🙂

5. Ich habe Freunde besucht und hatte Spaß mit ihren 2 Kindern. Die sind sowas von goldig, man möchte sie die ganze Zeit knutschen. Langsam werden sie auch wilder – ist sehr interessant, die Entwicklung zu beobachten… Mit dem Großen kann man sich inzwischen schon richtig gut unterhalten & wenn Besuch kommt, zeigen sie was sie so können – tolle Sache, diese Kinder 🙂

6. Ich habe die nächste Woche vorbereitet. War gar nicht mal so wenig, weil für den Seminartag am Mittwoch einiges gemacht / mitgebracht werden muss. Im Matheseminar werde ich kurz eine Unterrichtsstunde inkl. Material vorstellen – also musste ich den Kram auch noch raussuchen. Aber wenn man Wissen hat, sollte man es auch weiter geben, finde ich. Also mach ich das gerne. Außerdem dürfen wir jetzt das Studienseminar bewerten mit einem Fragebogen. Da werden sich manche richtig auslassen, denke ich. Von mir gibts relativ wenig Kritik.

7. Ich habe mich ein bisschen fortgebildet. Auf eure Literaturtipps hin habe ich mir „Sprachunterricht heute“ gekauft – liest sich wirklich gut, ist informativ und man kann einiges mitnehmen. Gefällt mir & wird jetzt (wenn denn mal Zeit für sowas ist) schrittweise durchgelesen. Danke nochmal für den Tipp! 🙂

Jepp. Ich denk mal die Aufzählung reicht für heute.
Am Freitag wurde in der Schule die Woche ausgewertet. Es wurde entschieden, welche Schüler sich ein goldenes Wochensternchen verdient haben, weil alle gepasst hat in der Woche. Als die Runde rum war und die Schüler ihr Sternchen hatten, sagte jemand:
„Und die Frau Aaaaaaa???“
Mentorin: „Na was meint ihr, hat sie eins verdient?“
S.: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!“
M: „Aber warum denn? Das müsst ihr begründen!“
Dann meldeten sie sich und sagten ihre Gründe:
– weil sie so nett ist
– weil sie uns immer hilft
– weil wir mit ihr reden können
– weil sie ihre Prüfung hinter sich hat
– weil wir bei ihr was lernen können

– weil sie so schöne Stunden macht
– …

Hach, das war schön 🙂
Also packte ich mein „Hausaufgabenheft“ aus und meine Mentorin klebte mir unter lautem Jubeln der Klasse mein goldenes Wochensternchen ein.
Glaubt ihr nicht?
Ha:

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In diesem Sinne – auf dass es so weiter geht 😉
Liebe Grüße,
Frau A.

Wer hat noch keins…?

13 Nov

Heute mal eine Sache, die wohl jeder Lehrer kennt. Und die wohl jeden Lehrer nervt.
Man möchte mit dem Unterricht beginnen, teilt Materialien aus (oder lässt austeilen) und am Ende bleiben immer mindestens 3 Hefte übrig. Warum? Weil kein Name drin steht. Weil der Umschlag fehlt. Weil man sie nicht zuordnen kann.
ODER: ein Heft fehlt, obwohl der Schüler es GANZ SICHER in die Ablage gelegt hat und es BESTIMMT nicht irgendwo zuhause rumschludert.

Dann steht man vor der Klasse und muss a) die Hefte willkürlich verteilen oder b) den Unterricht so umplanen, dass auch die heftlosen Kinder mitmachen können. („Schau mit dem Nachbar ins Heft“ geht eben nicht immer) So geht wertvolle Unterrichtszeit verloren, die am Ende wieder fehlt, um über wichtige Dinge zu reden oder um die Stunde schön abzurunden.

Und warum?

Weil die Eltern am Schuljahresbeginn nicht in der Lage sind, den Kindern Umschläge für Bücher und Hefte zu kaufen und – jetzt kommt der richtig schwere Part – diese mit dem Namen ihres Kindes zu beschriften.

Jetzt mal ehrlich: ist das wirklich so schwer? Uns Lehrern würde ja sogar der Vorname reichen.

Aber nein. Nichts. Da kann man schon froh sein, wenn wenigstens an nen Umschlag gedacht wurde…

Und was besonders schade ist: die Kinder können in den meisten Fällen ja nicht mal was dafür. Stattdessen müssen sie dann drunter leiden, dass sie nicht ordentlich mitarbeiten können. Dass die anderen Schüler mit dem Kopf schütteln, weil schon wieder ein Heft fehlt. Und dass man als Lehrer auch irgendwie missmutig wird, wenn über 2 Monate nach Schuljahresbeginn immernoch nachgefragt, gesucht und improvisiert werden muss.

Und falls jetzt Eltern sagen, dass das zu aufwändig ist…:

Liebe Eltern,
wir Lehrer haben Ihren Kindern schon in sämtliche Bücher die Namen eingetragen, ihn auf Karten vermerkt und noch zusätzliche Zettel ausgefüllt, nur damit ihr Kind die Bücher bekommen kann.
Und nein, nicht nur für IHR Kind, sondern auch für 22 weitere.
Haben Sie doch bitte Erbarmen und tragen ihren Kindern wenigstens in Arbeits- und Übungshefte den Namen ein.
Wir wären Ihnen dafür sehr dankbar!

Natürlich wird dieser Ruf in den Weiten des Internet verhallen und keinen Einfluss auf das Verhalten von Eltern haben.
Vielleicht aber auch doch.

Deshalb abschließend noch ein Hinweis an alle Eltern (& die, die es werden wollen):
Wenn Lehrer vor/zu Schuljahresbeginn Zettel ausgeben, auf denen steht, was genau benötigt wird – besorgen sie es bitte einfach.
Besorgen sie es, schützen sie es mit einem Umschlag (wie stark, hängt von Ihrem Kind ab) und beschriften Sie diese Arbeitsmaterialien.
Wer ganz sicher gehen will, tut dies auch noch bei Stiften, Linealen, Scheren und sonstigem Arbeitsmaterial… denn wir Lehrer können uns nicht die Scheren und Füller von allen Kindern merken.
Unsere Aufgabe ist eigentlich, Wissen zu vermitteln – nicht, den Kindern ihre Sachen hinterherzuräumen und Dinge zu erledigen, für die eigentlich die Eltern zuständig wären. Und Hefte und Stifte sind davon ja noch das geringste Übel, wenn ich sehe, dass Schulpersonal Kindern die Essensbestellungen ausfüllen will, weil die Eltern nicht in der Lage dazu sind & die Kinder hungern müssen…
Aber naja…

In diesem Sinne: schönen Tag noch 😉
Frau A.

Frage an euch: 
Bin ich frech, wenn ich sowas schreibe? Oder habe ich Recht? Wie seht ihr das? 

101 Dinge…

17 Aug

Beim Bummel durch eine Buchhandlung fiel mir dieses Buch ins Auge…

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Nach kurzem Blättern war klar: das ist was für mich!

Statt die 10€ auszugeben kaufte ich es mir also „gebraucht, wie neu“ für 3€ bei Amazon – ohne einen Mangel. Ich Fuchs 😉

Nun ja, was stehen da denn nun für ominöse Sachen drin?

Eine Sache habe ich mir für die nächste Zeit schon herausgesucht, und zwar: „Kleb eine Münze auf den Boden!“
Klingt nicht lustig? Doch!
Stellt es euch doch mal vor, wie die Leute probieren, die Münze aufzuheben…und es nicht hinkriegen…Herrlich!
Tipps werden dazu natürlich auch gegeben. Man sollte sich einen relativ belebten Platz aussuchen, den man aber auch unauffällig beobachten kann. (Vor dem Kaufhaus, Bushaltestelle, vor dem Kino, auf dem Schulhof…).

Geklebt wird mit einem ungiftigen Alleskleber, und „es ist nicht wichtig welchen Wert die Münze hat – ein Dummer findet sich immer“ 😉

Damit das Geschehene auch für die Ewigkeit (oder die Zeit, wenn man alt & langweilig ist) dokumentiert wird, ist jeder Sache ein kleines Formular angeschlossen.
Im Falle der Münze dieses hier:

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Hat man eine Sache erledigt, darf man sich von hinten einen Klebestern nehmen und ihn auf das Formular kleben:

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Coole Sache, oder?

Neben dem Ding mit der Münze stehen natürlich auch noch 100 andere Sachen drin. Davon habe ich einige sogar schon erledigt…z.B. Nr.36: Starte deinen eigenen Blog! Yeah!

Ich bin gespannt, wie es mit den Dingen vorangeht. Prinzipiell sind alle machbar und auch schön erklärt. Das wird bestimmt noch interessant 😉

Da ich mir nicht sicher bin, ob ich die komplette Auflistung hier reinkopieren darf, lass ich das mal lieber und lege euch das Buch lieber als Tipp ans Herz.

Ich finde, es ist echt ne coole Geschenkidee für Leute bis…sagen wir mal 35?! (Oder ab wann ist man alt & langweilig? 😉 )

In diesem Sinne:
Genießt das heiße Wochenende!
Frau A.

Lovely London

18 Mai

So, heute melde ich mich mal live aus London. 🙂
Schon als wir gestern Abend vom Flughafen Richtung Stadt gefahren sind, wusste ich wieder, warum ich diese Stadt so liebe.
Überall die kleinen Backsteinhäuser mit mindestens 5 Schornsteinen, die bunten Straßenmarkierungen, die großen Laternen, die weißen einfachverglasten Fenster, die vollgestopften Mini-Läden, die Pubs, die weißen zu Hotels umfunktionierten Häuser in dessen Keller man isst & den Leuten fast unter den Rock gucken kann…die Straßenmarkierungen, die einen daran erinnern, dass man nach rechts / links schauen soll, die dicken gelben Blitzer, die Busse, Sandwichs in jedem Laden, die schwarzen Zäune, die alles kontrastreicher erscheinen lassen…und und und.
Einfach schön.

Inzwischen bin ich schon zum 7. Mal hier & kenne mich ein bisschen aus. Ich kaufe keine einzelnen Tickets mehr, sondern habe eine Oyster-Card. Da steigt man in den Bus ein, hält die Karte an so nen Scanner & dann bucht es automatisch ab. Je nachdem wie oft man fährt bis zu nem bestimmten täglichen Maximalpreis. Cool!

Neu diesmal: ich musste die Karte vorher erstmal aufladen. An nem Automaten. Und es hat sogar geklappt 🙂

Übrigens ist unsere Mission diesmal kein typischer Londontouristenkram, sondern etwas ganz anderes.

Heute stand „Warner Bros. Studio Tour: the making of Harry Potter“ auf dem Programm. Leider befinden sich die Studios n ganzes Stück außerhalb von London, also musste ich austüfteln, wie wir da hin kommen.
Und so marschierten wir heute morgen gen Underground, stiegen 1x um (40min) nahmen am Bahnhof in Euston einen Zug (45min) & kamen pünktlich an der Watford Junction an. Dort erwartete uns ein Shuttlebus im Harry Potter Design – cool! (15min)

In den Studios angekommen (Merke: wie wir vorher online Buchen!) waren wir schon von der Eingangshalle fasziniert. Zu sehen, dass die Darsteller anfangs wirklich noch Kinder waren, war schon irgendwie verrückt.

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Dann ging es los. Wir liefen durch Filmsets, sahen Requisiten, durften vor einem GreenScreen auf einem Besen durch die Luft reiten, tranken das berühmte Butterbeer (gibts nur an 2 Orten in der Welt – SAUlecker!!!), spazierten durch die Winkelgasse, sahen Hagrid in Originalgröße und Hogwarts als riesiges Modell.
Hier mal ein paar Eindrücke:

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Besonders die Special Effects & die Arbeit der Maske zu sehen war faszinierend. Diese Details, Durchdachtheit & Liebe – Wahnsinn!

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Danach ging es in die Winkelgasse. Dort zu stehen war echt der Hammer. Es war so gemütlich dort, so schön, so vertraut – ganz eigenartig. Wir wollten gar nicht mehr weg dort.

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Dann dachten wir, dass schon Schluss sei, schauten uns noch ein paar kleine Modelle aus Pappe an…

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…und fanden das schon ziemlich cool. …als wir um die Ecke bogen und uns vor einem riesigen Hogwarts-Modell wiederfanden. Man kennt das ja aus den Filmen, aber so richtig kann man sich die Ausmaße ja nicht vorstellen…aber es war echt riesig!

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Schon toll!
Also ich würde das jedem empfehlen, der die Story um Harry Potter auch nur ansatzweise mag.
Kurz zu meinem Bezug: ich habe damals noch bevor die Bücher berühmt wurden, einen Band davon gelesen bzw. verschlungen & fands super. Umso besser, dass der Hype darum dann zu 8 tollen Filmen geführt hat 🙂 ich würde mich also als „Fan“ der ersten Stunde bezeichnen.

Aber Schluss damit.
Weitere Aktivitäten:
– illegal meine Mum auf dem GreenScreenBesen gefilmt
– erstmals beim Einkaufen „Self Check-Out“ gemacht (Sachen komplett selbst einscannen & Zahlen – kenn ich sonst nur von Ikea…)
– richtig essen gewesen (Thai)
– mit Passport-Kontrolleuren gescherzt
Und und und.

Jetzt reichts aber für heute, ich mampf jetzt noch ein Stück davon:

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Morgen steht bummeln & Abends vll in nem Pub Fussball gucken an (ich Mags zwar nicht, aber mal offen gegen die Bayern zu sein fetzt 😉 ) leider müssen wir Sonntag schon um 3 Uhr FRÜHS das Hotel verlassen wegen unserem Flieger – allzu lang wird der Tag morgen also nicht.

In diesem Sinne: londonige Grüße!

Merke: Geschichten gehen immer.

15 Mai

…sogar in der 5. Stunde bei der wilden 1. Klasse…und sogar, nachdem man sich erst 15min mit dem Schreibkurs abgemüht hat…und sogar mit 3 GANZ unlusthaften Gesichtern an den Tischen.

Da muss mein einfach ein Mädchen vor holen, was sein Buch kurz vorstellt, etwas vorliest…und es wird leise.
Gut wäre es natürlich, wenn das Mädchen so gut lesen würde, dass es alle verstehen.
Ist dem nicht so, kann auch gerne die Lehrerin (in dem Fall: ich) übernehmen.
Das habe ich auch getan.

Und siehe da: es war mucksmäuschenstill. Traumhaft leise. Wunderschön.
Am liebsten hätte ich gar nicht mehr aufgehört zu lesen.
Musste ich aber.
Weil die Kinder lachten.
…über die einbeinigen grünen Monster von einem außerirdischen Planeten, die immer heimlich die Socken aus unseren Waschmaschinen klauen….weil sie doch sonst nen kalten lila Fuß bekommen. 😉

Aber es war echt erstaunlich, wie schnell die Lautstärke runter & die Konzentration hoch ging.
Nächstes Mal lese ich die Geschichte weiter vor – ich will ja auch wissen, wie es weiter geht. 😉

Für heute muss ich aber noch die Reflexion vom Unterrichtsbesuch gestern schreiben. Für beide Fächer etwa je eine Seite. Abzugeben nach 3 Tagen. Da ich aber dann keine Zeit mehr habe (LONDON! <3), mache ich das heute noch fertig. Dann hab ich das weg & kann mich auf den Unterrichtsbesuch nächste Woche konzentrieren.
Die Planung habe ich heute mit meiner Mentorin (D/HSK) gemacht – ich glaube, das könnte ganz cool werden, wenn alles glatt läuft. 🙂

Ich werde auf jeden Fall berichten. Für morgen steht ja wieder Studienseminar an. Diesmal die Themen: „Division“ (Ma) und „Prävention von sexuellem Missbrauch“ (HSK). In ersteres muss ich mich nochmal einlesen. Ich kann das zwar, aber WIE man das vermittelt, weiß ich auch nicht. Noch nicht 😉

Also: heute Abend noch viel zu tun.
Deshalb ein freudiges: Adios Amigos! 🙂

Typisch Grundschule: Das Freundebuch

11 Apr

Am letzten Tag vor den Ferien, nach meiner Werkenstunde, kam ein Mädchen aus der Klasse ganz schüchtern zu mir und fragte mich, ob ich mich in ihr Freundebuch eintragen würde.
Na klar!
(Ich fand Freundebücher schon selbst in der Grundschule toll & war immer ganz stolz, wenn ich mich eintragen durfte. Und das Stöbern in den Einträgen der anderen war auch ganz interessant… Besonders, wenn man bei manchen Sachen keine Ideen hatte… Hehe)
Eigentlich wollte ich es ihr noch am selben Tag zurück geben, aber ich hatte dann keine Zeit mehr – und packte es ein.
Eben fiel es mir wieder in die Hände und ich machte mich daran, es auszufüllen.

Dabei stellten sich mir einige Fragen: 
– schreibe ich meinen richtigen Vornamen rein?
– geht die Kids mein Wohnort was an?
– …und meine Telefonnummer?
– sollte ich bei Hobby ehrlich sein und „ausschlafen“ eintragen?
– klebe ich ein Bild von mir ein?

Hm.
Ich habe mich wie folgt entschieden:
Mein Vorname ist in der Schule „Frau“. Also steht bei meinem Namen jetzt „Frau A.“ 😉
Mein Wohnort steht drin, aber ohne Straße und genauere Hinweise (und mein Wohnort existiert mehrmals in Deutschland, ha!)
Meine Telefonnummer habe ich nicht eingetragen. Die Kids gehen in die 4. Klasse und werden bis auf die Werkenstunden eh kaum etwas mit mir zu tun haben. Also: nein!
Meine Hobbies…hm…da habe ich das Schlafen mal dezent weggelassen und mich für andere Dinge wie wandern, Filme schauen etc entschieden – ist wohl besser so, Vorbildfunktion 😉
…und ein Bild? Von mir? Nee, sicher nicht. Erstens habe ich nicht so viele und zweitens ist das eher unspektakulär. Also male ich dann noch ne Sonne rein oder so.

A propos Sonne… mir ist aufgefallen, dass ich neben meine Einträge insgesamt 2 Sonnen, 2 Geldscheine, 2 Smileys und eine Blume gemalt habe – was sagt das jetzt über mich aus? 

Zum Schluss noch eine kleine „Freundebuch“-Anekdote. 
Wie gesagt, ich durfte mich in der Grundschule selbst oft in die Bücher eintragen. Unter „Das will ich einmal werden“ stand da bei mir „Lehrerin oder Sängerin“. Schon immer. In jedem Buch.
…rückblickend bin ich ganz froh, dass es in Richtung Lehrerin gegangen ist. Sängerin ist (außerhalb meiner Dusche und meines Autos) wohl doch nicht SO ne gute Idee gewesen 😉

Nächstes Mal im Angebot:
die lustigsten Kinderantworten aus dem Freundbuch.
Natürlich 100% anonym und 100% süß.
Ich fang schonmal an zu tippen 😉

IKEA & Schule

1 Apr

3 Silben, die (zumindest mir) jedes Mal von neuem Freude bereiten.
Obwohl ich letzte Woche schon mit Mutti dort war, machten wir gestern nochmal einen Ausflug in das schönste Möbelhaus der Welt… IKEA!
Punkt 9:30 gings erstmal zum Frühstücken ins hauseigene Restaurant.
Echt Wahnsinn, wie man so viele tolle Sachen zu solchen Preisen anbieten kann… Da stört es mich auch nicht, dass ich mein Tablett selbst wegbringen muss, oder dass mir nichts serviert wird – im Gegenteil.

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Es war wie immer lecker – und hat nur 5€ gekostet 🙂

Danach ging’s durch die inspirierenden Abteilungen & mir fiel auf, dass ich eigentlich keine Möbel mehr kaufen kann, weil einfach kein Platz mehr ist in unseren 3ZKB 66qm… Aber zum Glück gibt’s ja Deko & andere tolle Sachen 😉

Nun ja, wir blieben in der Kinderabteilung hängen. Neben Handpuppen & Kuscheltieren fiel mir dort ein Buch in die Hände.
Die Helden im Gemüsegarten“
Beim Durchblättern fand ich es schon süß, aber dann sah ich den folgenden Satz:
„Und als die Hummel wieder trocken war, konnte sie wieder hochfliegen.“
Da war es um mich geschehen, ich quiekste vor Verzückung & das Buch verschwand in meinem gelben Ikea-Beutel.

Weitere Errungenschaften:
Die grünen PERSBY-Stoffbälle scheinen aus dem Sortiment zu gehen. Sie kosten nur noch 0,39€ – also hab ich mir noch 3 Stück mitgenommen. Sie eignen sich hervorragend als Gesprächsbälle etc.

Am Ende sah mein Korb so aus & mein Konto war um 55€ leichter – aber dafür gibt’s mal wieder mehr Ordnung in der Wohnung.

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Die anderen Sachen sind weniger lehrermäßig, also lasse ich die mal weg.

Wenn ich groß bin, und ein Haus mit eigenem Arbeitszimmer habe, werde ich jedenfalls ganz ganz viele Expedit-Regale kaufen, und viele Kisten und es wird einfach traumhaft werden 🙂

Kann’s kaum erwarten 🙂