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„Was braucht ein Referendar?“

13 Aug

…und was braucht er NICHT?! 😉

Da in letzter Zeit vermehrt – wohl durch den Beginn einer neuen Runde Referendariat – Suchanfragen dieser Art zum Blog führen, möchte ich den scheinbar vorhandenen Bedarf mal decken.

Also: Was braucht ein Referendar? 

Zunächst einmal: es ist ganz normal, dass man sich zu Ref-Beginn mit diversen Sachen eindecken will. „Oh Gott, ich brauche noch dies und das und jenes!“ – Ging mir genauso. Meine erste richtige „Lehrer“-Bestellung machte ich damals bei TIMETEX. Was ich mir genau bestellt habe, könnt ihr HIER nachlesen.
Aber was habe ich davon wirklich behalten und genutzt?
Häufig: Füller, Kuli, Timetex-Beutel, Kleber, Markierungs-Streifen, Klebemagnete
Selten: Knetkleber Elastofix
Nie: Referendar-Heft, Lehrer Werkzeug Box Profi

Eine Auflistung der Dinge, die ICH vor Ort habe, findet ihr HIER. Aber nicht erschrecken 😉

Viele Dinge, die man auf den ersten Blick toll findet, stellen sich dann in der Praxis als total sinnlos heraus. Das gilt für Bücher, genauso wie für Materialien, Hefte, Trallala.

Was braucht man nun wirklich? 
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1. Bücher / Zeitschriften
Verkneift es euch, Infobücher wie „Überleben im Referendariat“, „Kursbuch Referendariat“ etc. zu kaufen. Zumindest kurz bevor es losgeht – da bringt es euch sowieso nichts mehr, weil ihr in kürzester Zeit 1000 andere Sachen im Kopf haben werdet & das Buch nur in der Ecke verstaubt. Also dazu ein dickes: NEIN!
Stattdessen: Tauscht euch untereinander aus. Mit Refs die schon weiter sind, mit den anderen Refs aus eurem Jahrgang, egal. Das bringt wesentlich mehr als ein steriles Buch. 

Ein weiteres NEIN geht an diverse Grundschulzeitschriften. Im Ref habt ihr keine Zeit, die Dinger zu lesen – auch wenn sie toll sind, und auch wenn ihr sie günstiger kriegt!

Wozu ich JA sage, sind definitiv die Lehrerhandbücher/Handreichungen zu den Materialien mit denen ihr im Unterricht arbeitet. Dort findet ihr sinnvolle Ideen, Verknüpfungen und ggf. auch Zusatzmaterialien. Sicher nicht immer günstig, aber als Referendar bekommt man meist 50% Rabatt & kann sich die Sachen dann leisten.
Ein weiterer absoluter Gold-Tipp ist gerade für die Grundschule ein Account beim „Zaubereinmaleins“ – dort findet ihr auch hilfreiche Tipps und Ideen und könnt euch einiges an Material selbst herstellen, statt teuer zu kaufen. Voller Zugriff kostet EINMALIG 20€…und ist es definitiv wert, glaubt mir!

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2. Büromaterial 
Was man DEFINITIV haben sollte sind: 
Bleistift, Füller, Patronen, Kuli, Lineal, Rotstift, Tipp-Ex, Locher, Tacker, Drucker, Druckerpapier, Ersatzpatronen für den Drucker (geht schneller leer als man denkt!), Blöcke, Markierstifte, farbige Papiere, Ordner, Klarsichtfolien, Notizzettel, Klebestreifen, Laptop, Internetzugang, E-Mail-Postfach –
…und vor allem ORDNUNG in all diesen Sachen. Dazu habe ich mir HIER Gedanken gemacht – das „Magazin“ nutze ich heute fast täglich! Definitiv Gold wert!

Was man haben KANN, aber NICHT MUSS: 
Laminiergerät (Erhöht Wiederverwendbarkeit der Materialien)
Handhebelschere (Ich liebe sie – erleichtert das Schnippeln massiv!)
Doppelseitige IKEA-Bilderrahmen (z.B. für Gruppenarbeiten etc.)
Kisten, Boxen, Aufbewahrungen für Material
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…mehr ist es eigentlich (zumindest für mich) nicht. Ich denke, dass man die ganzen Sachen ruhig angehen, und sich nicht verrückt machen (lassen) sollte. Was man genau braucht, sieht man dann relativ schnell – und kann es sich dann besorgen. Sich im Voraus mit 1000 Sachen einzudecken beruhigt zwar ein bisschen das Gewissen, schont aber weder den Geldbeutel noch die Umwelt. 

Deshalb: ruhig bleiben, abwarten, Grundausrüstung besorgen und dann flexibel reagieren.

Liebe Grüße,
Frau A. (die auch VIEL ZU VIEL Sachen vor und im Ref gekauft hat…und jetzt den Fehler zu Beginn des „richtigen“ Lehrerlebens wieder macht 😉 )

Übrigens: was die Lehrertasche betrifft – ausprobieren ist da ganz wichtig. Ich würde mir nichts „einfach so“ kaufen, ohne es mal getestet zu haben. Der Rucksack aus meiner Timetex-Bestellung war z.B. unpraktisch für mich. Ich habe mich dann in meinem Kollegium umgeschaut und mich in die – absolut NICHT nach Lehrer aussehende – Tasche meiner Mentorin verliebt…und glücklicherweise eines der wenigen privat verkäuflichen (weil seit 10 Jahren nicht mehr in Produktion) Exemplare aus England importieren können. Es muss also nicht immer ne dicke Lehrertypische-Leder-Umhängetasche sein.

Bleibt euch einfach treu – nicht nur was die Tasche betrifft! 😉

Tipp des Tages: Namensetiketten

7 Aug

Dass ich in meiner Ausbildungsschule viel gelernt habe, sieht man an meiner heutigen Tätigkeit: Namensschilder machen! 
…und zwar diesmal nicht aufwändig handschriftlich, sondern ganz einfach am PC. 
Warum?
1. weil es wesentlich schneller geht
2. weil es sauberer ist 
3. weil es was hermacht 😉

In meiner Ausbildungsschule hat das die Sekretärin übernommen. Die Lehrer mussten nur sagen, wie viele Sätze sie von den Namen benötigen. Da ich davon ausgehe, dass es so einen tollen Service in meiner neuen Schule nicht gibt, übernehme ich diese Aufgabe einfach selbst! 🙂 

Man braucht dazu: 
– Namen der Schüler 
– bedruckbare Etiketten
– Drucker
– Word 

Meine Etiketten sind von „Pripa“, bestellt bei Amazon. Es gibt viele unterschiedliche Größen, aber ich habe mich für DIESE hier entschieden. 

Ablauf: 
– Neues Dokument öffnen
– oben auf SENDUNGEN klicken
– dann links auf ETIKETTEN
– es öffnet sich ein Fenster – dort auf OPTIONEN
– bei Etikettenhersteller „ANDERE“ auswählen
– auf NEUES ETIKETT drücken
– dort dann die Etiketten-Daten eingeben (Höhe, Breite, Anzahl – siehe Verpackung)
bestätigen
– im „Umschläge und Etiketten“-Fenster (ohne bei Adresse etwas einzugeben) auf NEUES DOKUMENT
Tipp: Wenn ihr einen Bogen haben wollt, der NUR mit eurem Namen (Adresse, was auch immer) bedruckt ist, könnt ihr das bei Adresse angeben – dann steht das automatisch auf allen Etiketten. Wollt ihr einzelne Namen eingeben lasst es weg – sonst müsst ihr’s dann eh wieder rauslöschen 😉 

Dann müsste sich die Tabelle (mit gestrichelten Linien) öffnen und ihr könnt die Namen (oder was auch immer) eintragen. 

WICHTIG: Beim Drucken dann nicht vergessen, auch das Etikettenpapier einzulegen 😉 

Liebe Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren wünscht: 
Frau A. (die jetzt auch eigene Namenskleberchen hat!)

Basteltipp oder Lacher des Tages

26 Mai

…falls jemand Lust zum Basteln hat:

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Quelle: Twitter (@outerspace_girl)

Fasching & Co.

5 Feb

Ich bin ja kein Faschingsfan. Das Verkleiden, Reden halten & Gesinge ist einfach nicht meine Welt. Nervt mehr, als das es mir was bringt.
Oder wie Schatzi gesagt hat:
„Wenn die Kunden das GANZE Jahr schlecht gelaunt sind, brauchen sie an DEM Tag auch kein fröhliches Getue aufsetzen.“
Recht hat er.
Aber das nützt alles nix – in der Schule steht Fasching fest auf dem Programm, inkl. Reden, Gesang, Witzen & Tänzen. Da muss man eben mitziehen.

Als Werkenlehrer muss dann natürlich auch was passendes auf dem Unterrichtsprogramm stehen…also haben wir am Montag Clowns gebastelt.
(Davon habe ich ca. 30 Sekunden vor Stundenbeginn erfahren. Hieß: durchaus spontan & fachlich korrekt die Stunde halten. Lief prima. Es fetzt wenn man allein in der Klasse ist & man komplett man selbst sein kann!)

Nun ja. Diverse Schablonen:

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Angerissen auf bunten Papieren, geklebt mit bedacht, verziert mit Eifer…und ZACK, hat man am Ende der Doppelstunde durchaus ansehnliche Clowns hergestellt:

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Besonders gelungen fand ich den hier:

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Nun ja. Highlight der Stunde?
Ich hab den Kindern gezeigt, wie man mit einem Locheisen arbeitet (Feste Unterlage, Holzhammer, Locheisen), um die Punkte zur Gestaltung herzustellen (man hätte auch schneiden können).
Das produzierte einiges an Lautstärke, woraufhin ich die Schüler nur noch 5 Löcher lochen & den Rest schneiden ließ. Das war einem Schüler aber immernoch zu laut, sodass er nach vorne kam & diesen Zettel auf den Hammer legte:

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Das fand ich schon ein bisschen putzig, aber…ging ja nicht anders. 😉
Um MICH zu verwarnen legte er mir dann kleine „Strafzettel“ auf den Lehrertisch, inkl meiner Strafe „pro Tag“… Das hab ich dann aber ignoriert & bin nicht weiter drauf eingegangen.

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Naja, die Ergebnisse fand ich jedenfalls nicht schlecht. Ich hab die Kinder gut angeleitet & der Rest ging wie von selbst. Hab sogar rechtzeitig aufgehört & noch ne Reflexion am Ende geschafft…War echt schön! 🙂

A propos schön.
Schön war auch….
…die 4.Klasse in Werken allein im Griff zu haben.
…eine Bestellung für Werken vorzubereiten.
…bei starkem Regen das Gedicht im Kopf zu haben (zumindest den Anfang):

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…später unter blauem Himmel zu fahren:

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…Rosa Wolken zu sehen:

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…bei IKEA zu essen (ja, alles meins. Ich war allein dort):

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…und am Ende seit langem mal wieder bei meiner Gastmutti einzukehren, zu essen & zu quatschen. (Morgen schmiert sie mir bestimmt wieder ein Frühstücksbrot..hehe)

Passt also alles.
Die umfangreicheren Stunden für Donnerstag hab ich geplant. Morgen muss ich dazu noch Bilder raussuchen & Obst & Gemüse kaufen, aber dann wird das bestimmt ne coole Sache 😉

In diesem Sinne:
Gute Nacht & bis bald,
Eure Frau A.
🙂

Anleitung: Aufsteller einfach & schnell

17 Jan

Die Lehrprobenvorbereitungen sind fast fertig – noch schnippeln hier, ordnen da, aber prinzipiell ist alles okay.

Habe mir gerade überlegt, wie ich die 16 Teile des Lapbooks übersichtlich trennen & anordnen kann auf dem Materialtisch. Auf laminieren & Schnulli hatte ich grad keine Lust, also dachte ich kurz nach 😉

Dabei hatte ich nen Geistesblitz & faltete mir kleine Aufsteller mit Zahlen, die dem Materialplan entsprechen.

Material:
– Papierstreifen (Reste vom Zurechtschneiden von ABs gehen)

Zeitaufwand:
– 10 Sekunden pro Streifen 😉

Gestaltung:
– flexibel

Ergebnis:

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Anleitung:

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Kurzanleitung:
Papierstreifen 2 Mal in die selbe Richtung falten. Aufstellen. Fertig.

Wichtig: das erste gefaltete Teilstück muss etwas kürzer sein als Teil 2, sonst steht der Aufsteller sehr gerade & man sieht die Beschriftung nicht so gut.

Jepp, das war’s schon.
Das hat sicher schon mal jemand vor mir erfunden, aber ich dachte ich teile das mal mit euch. Direkt aus meinem Hirn 🙂
Wenn’s mal schnell gehen und nicht übermäßig gestaltet sein muss, geht auch mal sowas, denke ich 😉

Liebe Grüße,
Frau A. 🙂

Der letzte Schultag 2012

21 Dez

Tschakka, geschafft.
Heute war der letzte Schultag 2012. jetzt sind offiziell Ferien & Erholungszeit.
Heute war ein guter Tag. Ich bin trotz 4-5cm Neuschnee meinen Schleichweg Richtung Schule gefahren, hatte trotz Rutschen keine Angst & kam pünktlich zur ersten Stunde in der Schule an.

Denn: heute war die Schul-Weihnachtsfeier, bei der sowohl Klassen als auch Chor verschiedene Lieder & Gedichte präsentierten.

Aber bevor ich mich dort hinbegeben habe, verteilte ich noch kleine Geschenke auf den Plätzen meiner Kollegen. Bei meinen Mentorinnen bedankte ich mich mit einem kleinen Tütchen inkl Sekt & Süßem & einem Dankes-Zettel (individuell). Die anderen Kolleginnen, die ich auch alle lieb gewonnen habe, bekamen einen kleinen Zettel mit Text & Glücksschweinchen aus Schokolade. Hausmeister & Sekretärin haben nun jeweils eine Schachtel „Merci“, ich denke das sagt alles. Und mein Schulleiter bekam seine Lieblingspralinen (die ich durch Nachforschungen herausgefunden habe…) inklusive kleinem Dank.

Jepp. Nachdem ich alles verteilt hatte, konnte sich das Programm genießen lassen. Besonders den Chor fand ich super, echt cool, was die Musiklehrer mit den Kindern so auf die Beine gestellt haben… 🙂

Danach war noch kurz „Unterricht“ – unsere Klasse durfte ihre Plakate zu ihren Heimatorten fertig stellen & präsentieren. Haben wir jetzt zum zweiten Mal gemacht (also ein Plakat) und es wird immer besser, echt toll 🙂

Langsam trudelten dann die „das wäre doch nicht nötig gewesen“-Aussagen meiner Kolleginnen ein. Wo sie recht haben. 😉 Aber ich freue mich über die letzten Monate, also wollte ich mich bedanken. Basta!

Dann gabs auch noch ein Geschenk für mich. Von meiner Mentorin. Da musste ich echt lachen.
Beim Schrottwichteln auf der Lehrer-Weihnachtsfeier letzte Woche war ich nämlich ganz scharf auf einen kleinen Mini-Werkzeugkasten. Nicht für Werkzeug, sondern für anderen Krimskrams. Leider habe ich den am Ende nicht bekommen. Schwamm drüber.
Und dann packe ich das Geschenk unter grinsen meiner Mentorin aus…und es ist tatsächlich so ein kleiner Werkzeugkasten – coooool!!! Da hab ich mich wirklich gefreut. 1., weil ich damit nicht gerechnet hatte und 2., weil es toll ist, wenn Menschen nicht sinnlosen Mist schenken, sondern sich was dabei denken 🙂
Für sie hatte ich natürlich auch noch ein extra-Geschenk: nämlich die Abschlussfeier unserer Klasse am Ende der 1.Klasse. Da hatte ich gefilmt. Zuhause wurde das dann geschnitten, untertitelt & gebrannt. Fertig 🙂 Ich glaube, sie hat sich drüber gefreut. Die Aufnahme der Klassenweihnachtsfeier gibt’s dann ein andermal.

Ein weiteres Geschenk gabs vom Chef. Darüber habe ich mich auch gefreut – neben einer netten Karte gab es nämlich auch das Kollegiums-Foto, das wir im Sommer gemacht haben. Mit mir drauf. Find ich echt super…wieder so ein Meilenstein für mich. Als Lehrerin Teil eines Kollegiums… 🙂

Da wurde ich heute schon ein bisschen traurig, als ich mit meiner Mentorin anschaute, was unsere Klasse nächstes Jahr um diese Zeit in Kunst machen wird – das werde ich nämlich leider nicht mehr mitbekommen, weil das Referendariat dann schon zuende ist. :-/

Nun ja. Trotzdem war es ein schöner letzter Schultag. Zuhause habe ich ausgiebig gemittagschlaft & gleich geht’s zur Familie – Reste vom gestrigen Geburtstagsessen verspeisen – lecker!!!
Abendplanung? Wie ich es am liebsten habe: mit Schatzi auf der Couch 🙂

In diesem Sinne:
Liebe Grüße,
Frau A. 🙂

Ps.: Frage an euch:
Wie war euer „letzter Schultag“ heute? Gabs Geschenke von Kollegium oder Eltern?

Prototyp

12 Nov

Nachdem heute eigentlich die für meine Abschlussarbeit wichtigste Stunde laufen sollte – die aber absolut nicht zufriedenstellend verlief – nehme ich nächste Woche im selben Themenbereich einen neuen Anlauf.

Heißt: statt mit dem Metallbaukasten werden die Kinder aus Alltagsmaterial eigene Fahrzeuge herstellen.

Den Prototypen dafür habe ich nach der heutigen Werkenstunde gleich in Angriff genommen, weil ich irgendwas machen musste 😉

Hier mein Arbeitsablauf.

Schritt 1: Material vorbereiten
Man braucht:

– Korken
– Holzspieße
– Trinkröhrchen
– TetraPaks / Schachteln
– Papierreste
– Kleber
– Vorstecher
– Bastelschere
Und ggf. Cuttermesser & Heißklebepistole (brauchte ich aber heute nicht)

Die Korken müssen mit der Säge halbiert werden, damit aus ihnen richtige Räder werden.

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Schritt 2: Rohbau
Der Schokomilchkarton wurde ausgespült, abgetrocknet und dann mit Papier wie ein Geschenk verpackt.
Dann kam der gelbe futuristische Aufbau und anschließend die grünen Sitze.
Alles vorher schon gefaltet und dann nur noch an den passenden Stellen mit Kleber befestigt.

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Schritt 3: Radaufhängung
Achtung!
Die Spießer können nicht einfach mit den Korken festgeklebt werden – zumindest nicht, wenn sich die Räder drehen sollen.
Deshalb wird der Spieß durch einen Strohhalm geschoben. Dabei sollte der Holzspieß natürlich länger sein, als der Strohhalm. Beides sollte aber nicht zu weit überstehen.
Dann wird der Strohhalm ganz einfach mit Klebeband befestigt. Wichtig dabei: der Klebestreifen muss richtig nah dran sein. Und die Achsen sollten gerade sein.
Auch wichtig, damit das Fahrzeug nicht eiert: die Korken müssen mittig angebohrt werden (mit dem Vorstecher).

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Schritt 4: Feintuning
Zum Schluss wird das ganze Fahrzeug noch verziert. Ich habe mich auf ein paar ausgeschnittene Formen beschränkt, bei den Kindern wird es sicher bunter & wilder werden 😉

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Vielleicht ist das für euch ja eine interessante Anregung, um in der Schule oder Zuhause auch mal mit Kindern sowas zu machen 🙂

In diesem Sinne: schönen Abend noch!
Frau A.

Ps.: Wie findet ihr mein Auto? Mir gefällt’s 🙂

Geometrie-Seminar

17 Okt

Wie erwähnt: heute stand Seminar auf dem Plan. Thema Mathe, genauer: Geometrie.

Und es war gar nicht mal so schlimm. Heute wurde nämlich mal das gemacht, was uns immer vorgepredigt wird: Handlungsorientierung!

Wow!

Es gab verschiedenste Materialien…Würfel, Klickies, Knete, Holzspiesser und und und… Dann wurden Themen wie Körper, Flächen, Würfelnetze und Kantenmodelle besprochen. Das sag dann so aus:

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Danach haben wir einen „Zauberfisch“ gemacht.
Ablauf:
– aus einem Notizzettel (quadratisch) 8 Dreiecke falten
– die Dreiecke ausschneiden
– die Grundform des Fisches legen

Dann:
Wenn man 2 Dreiecke (immer ausgehend von der Grundform) woanders hinlegt, kann man verschiedenste geometrische Formen legen…
– Dreieck
– Parallelogramm
– Trapez
– Quadrat
– …

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Cool, oder?
Jetzt muss ich mir nur noch Geometriestunden „besorgen“ & dann werde ich ein paar Sachen davon mal ausprobieren. Hab jetzt richtig Lust auf das Thema Körper & Flächen – komisch!

Joar. Dann ging es noch ums Geodreieck & was man beachten muss…eigentlich Kleinigkeiten…aber wichtige Kleinigkeiten…:

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Ein bisschen Symmetrie (inkl. kurzem Beitrag von mir) gab es auch. Wir haben gespiegelt und coole Materialien kennengelernt:

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War echt cool, irgendwie.

Jetzt sitze ich mit meiner Freundin auf der Couch, wir quatschen über die Schule (also gleich wieder, wenn ich hiermit fertig bin & sie die Hausaufgaben korrigiert hat) und essen Gummitierchen – gefällt mir. Der zweite Couch-Abend in Folge 😉

Also: macht euch auch nen schönen Abend! Bis bald,
Frau A. 🙂

Krieg auf dem Schulhof

27 Sep

Uuuuh, heute ein brachialer Titel für den Artikel…aber irgendwie fühlte es sich so an…

Kurzer Rückblick: 
In einer der letzten Dienstberatungen sagte mein Schulleiter:
„Sie wollen doch ne richtige Lehrerin sein, oder?“
Ich: „Na klar!“
Seitdem hab ich auch Hofaufsicht. 😉

Nachdem letzte Woche friedlich verlief, sah das heute schon ganz anders aus [an dieser Stelle nur ein AUSZUG! aus den 20 Minuten]:

Streit 1 („Der hat mich geschubst!“) geschlichtet. Wer sich nicht verträgt, sollte sich aus dem Weg gehen.

Streit 2 („Die Großen ärgern mich!“) kurz beobachtet. Gesehen, dass die Großen den Kleinen wirklich über den Schulhof gejagt haben. Alle 3 beigepfiffen, sie zur Rede gestellt & wieder entlassen. War nicht schön, die angsterfüllten Augen des kleinen Jungen zu sehn. Nee, sowas geht gar nicht. Also jemanden jagen, obwohl gar nicht fangen gespielt wird.

Situation 3 („Ich bin hingefallen. Mein Knie tut weh!“)
kurz getestet, Knie für heil befunden. Angewiesen, dass nicht auf die Holzdinger gegangen wird, wenn es nass ist. Da sind die nämlich sau rutschig. Ich dachte, sowas weiß man. Nun ja.

Situation 4 („Guck mal, an dem Apfel sind braune Stellen.“)
mit „Dann beiß nur von der anderen Seite ab“ gelöst. Auf die Idee wäre die Kleine nämlich nicht gekommen. Dann schien sie zufrieden zu sein.

In Situation 5 kam niemand zu mir, das beobachtete ich selbst. 3 Schüler aus Klasse 4, die sich gegenseitig in die Magengegend traten und wirklich übel umherschubsten. Eine davon weinte. Also ein kurzes, lautes „HEY!!!!“, alle 3 beigepfiffen und mir auch von einem Unbeteiligten die Situation erklären lassen. Dabei den Arm tröstend um das weinende Mädchen gelegt. Fazit: Alle 3 hatten irgendwie Schuld, auch wenn der Auslöser (wie eigentlich immer bei sowas) pillepalle war. Also ermahnt, dass nicht getreten & geschubst wird. Und gefordert, dass sich gegenseitig entschuldigt wird. Ein Mädchen stellte sich quer & zickte. Nach der Ansage: „Wenn das jetzt nicht klappt, kannst du auch gerne die Schulregeln abschreiben“ fügte sie sich aber.

Dann kam das erlösende Klingeln am Ende der Pause. Puh.

Da war es fast schon gut, dass ich heute keine eigenen Stunden halten musste. Normalerweise steht das so auf dem Plan, aber für heute war ein Wandertag angesetzt, der aber wetterbedingt verschoben wurde. Die Stunden waren natürlich nicht vorbereitet, aber meine Kolleginnen hatten eh schon ihre Stunden geplant. Also läuft ab morgen wieder alles nach Plan (1x Ma, 1xD) und dann passt das 🙂

Highlight des Tages: 
Nach Unterrichtsende war ich wieder in meinem Lieblingsraum, um den nächsten Unterrichtsbesuch in Werken vorzubereiten. Montag werde ich wieder in Mathe & Werken beobachtet. Für die 2. Klasse steht ein Laufigel auf dem Programm. Den wollte ich heute schonmal vorbereiten (Sachen in Werken sollte man IMMER vorher einmal selbst ausprobieren, ganz wichtig!). 
Auf dem Weg nach oben, um Papier zu holen, lief mir der Hausmeister über den Weg. Er schob gerade die Tischtennisplatte aus der Turnhalle, um Platz für den morgigen Unterricht zu machen.
Auf sein: „Spiel´mer ne Runde?“ antwortete ich mit „Klar!“…Er: „Kannst du das?“ Ich: „Na sicher!“
…dann schoben wir die Platte wieder rein & spielten ein paar Runden. Meistens führte ich & verlor dann nach einem 10:10. Verdammt!  Ich glaube wir haben 6 Sätze gespielt…am Ende stand es 5:1 für ihn – aber immer knapp!
Trotzdem hat es Spaß gemacht – Tischtennis fand ich schon immer toll. Mein Papa hat sogar ne Platte in der Garage stehen, dort spielen wir im Sommer immer mal…

Nun ja. Danach wurde ich noch auf einen Tee ins Hausmeisterzimmer eingeladen (wenn ich groß bin, will ich auch ne Werkbank mit Schraubstock & Co…), rupfte dort ein bisschen Papier für den Igel, quatschte und verließ dann gegen halb 3 die Schule. Sehr schön!

Heutiges Fazit: 
Hausmeister & Sekretärinnen sind toll. Zumindest alle, die ich bisher kennenlernen durfte.

Deshalb die Frage des Tages an euch:
– habt ihr auch so nen netten Hausmeister? 
– ist eure Sekretärin auch so ein Goldschatz?
– oder kommt ihr mit diesen Leuten nicht so zurecht?
– UND: was waren eure krassesten Schulhofszenen? 

Schonmal vielen Dank für die Antworten,
Liebe Grüße,
Frau A. 🙂

Die Jahreszeiten

14 Jun

Heute stand mal wieder eine eigene Stunde an. Selbst planen. Selbst überlegen. Selbst gestalten.
Cool! Thema: Einführungsstunde zu Jahreszeiten und Monaten.
Nicht so cool hingegen war die Vorbereitungszeit. Dienstag habe ich davon erfahren, Mittwoch war ich komplett im Studienseminar & heute in der 2. Stunde war’s soweit. Viel Zeit war also nicht wirklich. Also gestern Abend heim gedüst (Ankunft nach 2,5h Horror-Regen-Fahrt: 19:45), kurz was gegessen, nach gescheiten Materialien gesucht… und nichts Ordentliches gefunden.
Also musste ich selbst ran… alles selbst erstellt, gedruckt, laminiert, wieder ausgeschnitten…
DAS ist dann (23:30) dabei raus gekommen:

Die Jahreszeiten mit den entsprechenden Monaten und einem passenden Bild dazu.
Die Bilder habe ich so ausgesucht, dass sie zu der Geschichte gepasst haben, die ich dazu vorgelesen habe.

Am Anfang lagen alle Karten durcheinander herum, die Kinder durften dann gruppenweise während des Vorlesens die passenden Karten zu ihrer Jahreszeit heraussuchen… Danach wurde der Kreis gelegt & darüber gesprochen.

Ach ja, mein Einstieg war (das erste Mal in meiner Lehrerkarriere) musikalisch.
Dafür habe ich Herrn Rolf Zuckowski ein bisschen reicher gemacht:

…aber „Die Jahresuhr“ passt einfach perfekt in das Thema.
Und die Kids haben echt voll mitgemacht & das komplette Lied (über 3min) mitgesungen. Cool! 🙂

Später im Sitzkreis, als ich die Monatsnamen nochmal der Reihe nach aufgegriffen habe, fingen sie spontan an, nochmal das komplette Lied zu singen – irgendwie süß. Hat mich an meine Zeit im Hort erinnert, als mir das Lied das erste Mal von enthusiastischen Zweitklässlern vorgesungen wurde – in Endlosschleife. 😉

Naja, in der Auswertung wurde ich für Einstieg & Aufbau gelobt. Kleinigkeiten kann man natürlich wie immer optimieren, aber aus dieser Woche nehme ich mir was Gutes mit:

„Du wirst immer besser!“

Endlich mal ein Lob! 🙂

Ansonsten…gestern war hart. 19 Stunden ohne Pause auf den Beinen (von 5:00 – 0:00 Uhr) und heute morgen wieder um 5 Uhr raus…schon ganz schön heftig…aber muss ja, ne?! 😉