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Ein kleiner Schritt noch…

18 Aug

…denn ab morgen gilt mein neuer Arbeitsvertrag – die Vorbereitungswoche beginnt, der erste Einsatz als richtige, eigenständige Lehrerin naht.

Gefühle?
Eine Mischung aus Vorfreude und Aufregung. Freude, weil sich langsam alles zusammenfügen wird. Aufregung, weil noch viel zu tun, vorzubereiten & zu erfahren ist.

Ich bin gespannt, wie die Vorbereitungswoche laufen wird – ein Bericht wird folgen!

Deshalb: allen Lehrern, Referendaren, Studenten & Praktikanten einen guten Start ins neue Schuljahr!

Liebe Grüße,
Frau A. wie …Anfang.

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Wo soll ich anfangen?

6 Aug

Die Hälfte der Ferien ist rum. Der „richtige“ Urlaub mit Wegfahren etc. auch vorbei. Der Freund wieder an der Arbeit…und auch ich muss mir langsam überlegen, wie das nächste Schuljahr so aussehen soll. 

Abgesehen davon, dass noch VIELE VIELE Fragen offen sind (z.B. Welche Fächer werde ich unterrichten? In welchen Klassenstufen?) kann ich mich noch nicht wirklich auf eine inhaltliche Planung einlassen. Stattdessen stöbere ich durch Materialien, bestelle schonmal neue Druckerpatronen und belese mich zu Themen wie Klassenraumgestaltung, Buchstabenwegen etc. 

Alles in allem: CHAOS! 

Die nächsten 3 Wochen sehen so aus, dass ich…
1. mein Arbeitszimmer fertig machen muss.
Dort stehen noch Kisten, Ordner und Materialien herum, die einsortiert werden müssen. Nachdem alte Möbel sperrmüllbedingt endlich verschwunden, und neue Möbel den Weg zu mir gefunden haben (Bilder werden folgen wenn alles fertig ist), muss auch eine neue Ordnung geschaffen werden. Trotz meiner relativ kurzen Zeit im „aktiven“ Dienst hat sich schon einiges angesammelt – Wahnsinn! 

2. Materialien vorbereiten muss
Dazu müsste ich aber GENAU wissen, welche Bücher, Arbeitshefte etc. für die Schüler bestellt worden sind. Da ich das nicht weiß (und auch bis zur Vorbereitungswoche wohl nicht rausfinden werde), gestaltet sich das äußerst schwierig. 
Einige grundlegende Dinge hat die Schule ja schon besorgt (nicht unbedingt zu meiner Zufriedenheit…), ob das alle ist, weiß ich aber nicht. Allgemeine Sachen lassen sich sicher schon vorbereiten, aber…falls noch Hefte fehlen oder ich mir z.B. den Druckschriftlehrgang selbst aussuchen (& bestellen) muss, sollte ich das egtl wissen. Nun ja…

3. Klassenraumgestaltung überlegen
Beim letzten Besuch in „meinem“ Klassenzimmer habe ich bereits die Tische gestellt (vorerst frontal, alles andere wird sich entwickeln), aber der Rest ist noch kahl & leblos…und vor allem ohne Aufbewahrungsflächen für die Materialien der Kinder. In allen anderen Räumen gibt es Ablagefächer und großzügige Regale – nur bei mir nicht. Das muss ich definitiv klären – aber wohl auch erst in der Vorbereitungswoche. Schiebt sich also auch noch nach hinten. 

4. Elternabend vorbereiten 
DAS wird noch ein interessantes Thema werden. Der erste richtige Elternabend. Angst habe ich davor eigentlich nicht. Im Gegenteil. Ich freue mich drauf, bin aber auch auf die Reaktionen der Eltern gespannt, wenn da eine noch sehr junge Lehrerin steht. 😉 Da muss ich mir eben noch überlegen, was ich alles sagen will, zu welchen Themen ich informieren möchte, dann muss der Elternsprecher gewählt werden etc. Spannendes Thema! 

Dennoch: ich weiß gerade nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Prioritäten fallen mir diesmal irgendwie schwer, weil viele Dinge noch ungeklärt sind und auch in den nächsten anderthalb Wochen nicht geklärt werden können. Schwierig. 

Aber: wird schon werden! 😉 

Abschied nehmen – Teil 1

7 Jul

So, die große Abschiedswoche beginnt morgen & ich stimme mich ein, indem ich mich materiell von einigen unnötigen Dingen entledige.

Wie wahrscheinlich alle Frauen habe auch ich viel zu viele Klamotten. Und viel zu viele Dinge, die ich gar nicht (mehr) anziehe.

Weil ich ab August genug andere Sachen im Kopf haben werde, sollte mich der Griff in den Schrank dann bitte ent- statt belasten.

Deshalb: ausmisten.

Nach stundenlanger Arbeit kann ich nun ein neues Ordnungssystem, mehr Übersicht und Struktur vorweisen.

Highlight:
Mir fiel mein altes Gürtelablagesystem wieder in die Hände. Es ist schon faszinierend, was man alles mal schön und toll fand.
Der schwarz-goldene Gürtel stammt z.B. aus meiner Zeit als Thekenchefin in einer Disco, Stichwort „Gold Party“ 😉

Der weiße Gürtel mit den schwarzen Sternen gefällt mir heute noch – war aber ein Fehlkauf, weil er mir viel zu lang ist. Falls jemand Interesse hat… 😉

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Naja. Das Aussortieren ging ziemlich leicht und schmerzlos. Zu sehr hat mich das Schrank-Chaos genervt.

Ergebnis:

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Weitere anstehende Abschiede:
– meine Klassen (Freitag)
– meine Kollegen (übernächster Dienstag)
– mein Chaos-Arbeitszimmer (in den Ferien)

Eine interessante letzte Woche steht nun noch an. Montag gehts z.B. mit den 4. Klassen auf Exkursion nach Erfurt…und auch sonst wird’s nicht langweilig werden 😉

Liebe Grüße & noch nen schönen Sonntag,
Frau A. wie Ausmisten 🙂

Schulgarten…

17 Jun

Wer A sagt, muss auch B sagen.
Oder:
Wer Werken unterrichtet, muss auch Schulgarten machen.

Gerade für mich Pflanzenblindfisch (zur Erinnerung: ich habe RASEN in meine Balkonkästen gepflanzt) wird das eine große Herausforderung werden.

Also was tut man?
Natürlich in der aktuellen Schule den Schulgartenunterricht verfolgen. Heute waren die zweiten Klassen dran. Unkraut zupfen in der prallen Sonne.

Was habe ich gelernt?
– Schulgartensachen anziehen
– Werkzeuge besprechen
– Arbeit demonstrieren
– Arbeiten lassen
– Aufräumen
– zur Belohnung Radieschen frisch aus dem Beet holen & die Kinder essen lassen

Klingt simpel, oder?!

Den Stundenaufbau finde ich nicht sonderlich schwierig – mir macht eher mein mangelndes Fachwissen Sorgen.

Woher weiß ich, wann ich was pflanzen (lassen) muss?
Wann muss ich was ernten?
Wie werden die Pflanzen gepflegt?
Und und und.

Deshalb brauche ich jetzt eure Hilfe:
Kennt ihr gute Schulgarten-Bücher, mit denen Anfänger wie ich was anfangen können? Es muss zur Arbeit im Schulgarten passen, also welche Pflanzen eignen sich etc.

Bei Amazon gibt es „Schulgarten planen und anlegen […]“ – das klingt interessant, hat super Bewertungen – aber gibt’s nirgendwo mehr 😦

Kennt ihr gute Alternativen?!

Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: Motiviert wie ich nach der Schulgartenstunde war habe ich von 17:30 bis 19:30 im Garten von Schatzis Oma Unkraut gezupft (bzw ausgehebelt) und Beete gelockert. Hat Spaß gemacht (vor allem mit kurzer Hose & Bikini bei Sonnenschein) – und die Schwielen und Blasen an den Händen werde ich auch überleben 😉

Pps.:
[Hintergrundwissen: für Schulgarten und Werken ist je eine Wochenstunde eingeplant. Da das keinen Sinn macht, werden die Fächer meist epochal unterrichtet, d.h. Schulgarten mit 2h im Frühling und Herbst, Werken in Sommer und Winter – grob gesagt]

Fazit Mündliche Prüfung

26 Mai

Am 23.5.2013 war es soweit. Die letzte Prüfung stand an.
Ich war am Vorabend schon in der Seminarstadt eingetroffen, es gab leckere Waffeln zum Dinner, dazu ein Sektchen, alles ganz entspannt. Nachdem meine Freundin ins Bett gegangen ist, saß ich noch ein bisschen, blätterte in den Unterlagen und ging dann gegen halb 12 schlafen.

VOR der Prüfung
Am Prüfungstag wurde in 2 Durchgängen geprüft. Vormittags und Nachmittags. Ich war in der zweiten Gruppe, deren Prüfungen ab 13:00 anstanden. Nur blöd, dass ich schon 6:30 hellwach im Bett saß und noch über 6 Stunden überbrücken musste. Sofort nach dem wach werden war ich irgendwie hibbelig und aufgeregt.

Dann klingelte mein Telefon. Mein Chef war dran und wünschte mir viel Erfolg bei der Prüfung. Fand ich cool. Sein Tipp um die Zeit rumzukriegen: „Gucken Sie sich doch nen Film an!“ – Dazu war ich aber nicht in der Lage. Stattdessen lenkte mich ein Kumpel per SMS ab…und dann klingelte das Telefon erneut. Ein Freund & ehemaliger Studienkollege, der das Ref bereits im Februar beendet hat gab mir letzte Tipps und quatschte so lange mit mir, bis die Nervosität fast weg war. DANKE DANKE DANKE!
Dann traf ich mich mit einer anderen LAA und unseren Vfa’s (Verantwortlichen für Ausbildung uns unseren Schulen – sie waren Teil der Prüfungskommission) und wir machten uns auf gen Studienseminar.
Dort saßen die anderen aus Gruppe 1 schon glücklich und zufrieden mit ihren Zeugnissen und Sektgläsern rum. Echt blöd, wenn man selbst noch alles vor sich hat.

BEI der Prüfung
Die Prüfung lief so ab wie angekündigt. Die ersten 5 Minuten das auswendig gelernte Einsprechthema runterbeten, dann die beiden Praxisprobleme durchlesen, eins auswählen, Stichpunkte dazu machen und dann reden, reden, reden. Als mir nix mehr einfiel, wurden Fragen gestellt. Sobald die Prüfung losging war ich nicht mehr nervös. Ich wusste, dass ich mich vorbereitet hatte, also was sollte passieren?
Nach exakt 30min Prüfung ging es zurück in den Aufenthaltsraum. Dort wurde sich kurz mit den anderen LAA ausgetauscht (wir wurden ja parallel geprüft), nochmal kurz in die Unterlagen geschaut und dann zur nächsten Prüfung gestartet.

NACH der Prüfung
Als wir alle 3 Prüfungen hinter uns hatten, fiel die Nervosität vollends ab. Wir klatschen uns ab, umarmten uns und warteten dann auf die Verkündung unserer Noten.
Meine Gefühle waren gemischt. 2mal hatte ich ein gutes bis sehr gutes Gefühl, einmal ein mittemäßiges. Besonders in Werken fand ich mich persönlich sehr stark. Gerade weil ich ein Thema hatte, in dem ich mich super auskenne, schon viel gemacht habe und gut reden konnte. Trotzdem bekam ich nur ne 3. Unverständlich.

Die Notenverkündung
Nachdem etwa 45min vergangen waren, wurden wir in alphabetischer Reihenfolge einzeln in einen Raum gerufen. Dort teilte uns die Frau vom Schulamt unsere einzelnen Prüfungsleistungen der mündlichen Prüfung mit. Dann gabs von der Seminarleitung das vorläufige Zeugnis überreicht, worauf die obligatorischen Gratulationen erfolgten.
Von Stolz war hier noch keine Rede, immerhin hatte ich es doch nicht geschafft, noch auf „gut“ zu kommen. Der Durchschnitt rief förmlich „HAHA, knapp daneben ist auch vorbei!“ – aber damit hatte ich ja gerechnet.
Auf dem Flur folgten dann noch Gratulationen und gute Wünsche von anderen Fachleitern.

Besonders intensiv war die die Begegnung mit der Fachleiterin, die auch in meiner praktischen Prüfung anwesend war. Ich glaube sie sagte auf dem Flur nur einen Satz, aber der Blick in ihre Augen zeigte mir irgendwie, dass sie sich dessen bewusst ist, was diese Bewertung damals für mich bedeutet. War eine ganz eigenartige Situation und ich bilde mich auch ein, eine Träne in ihrem Auge gesehen zu haben. Wir atmeten beide tief durch und umarmten uns…Puh. [das Ganze ist so unwirklich, weil ich von ihr sehr viel gelernt habe, sie sehr schätze, aber sich das NULL in meinen Bewertungen niedergeschlagen hat]

DANACH
wurden die andere LAA und ich von unseren VfA’s noch zu einem Eis eingeladen. Dann ging’s nach Hause. Es war inzwischen schon fast 18 Uhr.

Auf der HEIMFAHRT
Bevor ich losfahren konnte, musste ich erstmal gefühlte 10000 Nachrichten und Mails beantworten. Dann stöpselte ich mein Handy an und hörte solche Lieder wie DIESES (besonders ab 1:14 bzw. der Refrain sprechen mich da an) und sang lauthals mit. Irgendwann überkam mich der Wunsch, jemanden anzurufen. Ich entschied mich für meinen Papa (mit Mutti und Schatzi hatte ich zwischendurch schon geredet).
Er ging ran, fragte wie’s gelaufen ist und dann sagte ich zum ersten Mal den Satz:

Papa, ich bin jetzt Lehrerin!

Dann fiel dieser Brocken plötzlich von mir ab und mit 160 Sachen auf der Autobahn kamen mir die Tränen und ich heulte voll los. Sturzbäche. Rotz und Wasser.

Papa ich habs geschafft!
Ich bin Lehrerin.
Richtige Lehrerin.

Endlich!

Am Ende der Leitung war es kurz still. Ich glaube mein Papa musste sich auch erst sammeln. Das große Kind hat nach 7 langen Jahren mit vielen Höhen und Tiefen ihr Ziel erreicht. Lehrerin. Wahnsinn.

Und ich muss hier an dieser Stelle ganz ehrlich sagen: ohne meinen Freund und meine Familie wäre ich an manchen Tagen wahrscheinlich durchgedreht. Aber es war immer jemand da (und sei es nur am Telefon), der mir mein Ziel wieder vor Augen gehalten hat. Der gesagt hat, dass ich das schaffe. Dass ich mich durchbeißen soll. Dass ich mal ne Pause machen soll. Dass sie an mich glauben.

DANKE dafür!!!

Auf dem Heimweg hielt ich noch kurz bei meiner Mutti an. An der Haustür fielen wir uns heulend in die Arme. Freude und Stolz, dass es nach der langen Zeit endlich geschafft ist.
„Meine kleine Lehrerin“…sobald das in den letzten Tagen jemand gesagt hat, hätte ich losheulen können. Meine Mutti wollte vor Freude sogar meine ehemalige Grundschullehrerin anrufen und ihr davon berichten 😉

Zuhause angekommen war das alles noch ganz unwirklich. Schatzi schaute mich mit einem ganz besonderen Blick an…und wieder: „Meine kleine Lehrerin“ – Freudentränen.

In der Nacht konnte ich mal wieder richtig schlafen…und obwohl die Nacht nur 5 Stunden lang war, war ich am nächsten Morgen fit.

In der SCHULE
Freitag vertrat ich meine Mathementorin, u.a. in meiner Matheklasse. Die Schüler wussten ja, dass ich am Tag davor Prüfung hatte. Also erzählte ich ihnen, dass ich die Prüfung geschafft habe und nun eine richtige Lehrerin bin.
Und was machten sie?
Sie applaudierten wie wild und freuten sich mit mir 🙂
Die Stunden schüttelte ich aus dem Ärmel, selbst eine Vertretungsstunde in einer mir bisher unbekannten Klasse war kein Problem. Der Tag war einfach nur cool. Erleichtert, entspannt, froh.

Was ändert sich jetzt?
1. Ich glaube die wichtigste Neuigkeit ist, dass dieser immense Druck abgefallen ist. Es kommt keiner mehr, der mich beurteilt. Ich muss keine Ausarbeitungen mehr schreiben. Ich kann einfach nur Lehrerin sein. Das, was ich schon immer sein wollte.

2. Ich habe wieder soziale Kontakte. So viele Menschen, wie ich dieses Wochenende gesehen habe, habe ich sonst in 2 Monaten nicht getroffen. Und so viele Sachen haben wir sonst auch nicht gemacht. Ich war bei meiner Mutti, bei den Schwiegereltern, auf nem Geburtstag, bei einer Freundin, bei einem befreundeten Pärchen und sogar schick Essen mit Schatzi.
Und das Beste: all das OHNE schlechtes Gewissen. Ohne zu denken „Ich muss noch dies, das und jenes machen“. Herrlich!

…eine Sache gibt es noch, die wieder neu für mich ist. Ich habe erstmalig seit mindestens anderthalb Jahren wieder ein Buch zu meinem privaten Vergnügen in die Hand genommen. Damit hab ich mich in mein Bett gekuschelt und einfach nur gelesen. Stundenlang. Mitten in der Nacht, frühs, nachmittags…einfach so! Und es war toll. Ich hatte ganz vergessen, wie schön es ist etwas zu lesen.
[Übrigens ist es das Buch von Philipp Möller: „Isch geh Schulhof“ – hat mir meine Lieblingsmentorin zur bestandenen Prüfung geschenkt. Danke nochmal!]

Jepp. Jetzt muss ich aufhören zu schreiben. Mein Kuchen will nämlich vollendet werden.
Ja, richtig gehört: Kuchen. Dass mein Hirn sich langsam entspannt merke ich auch daran, dass ich plötzlich Lust hatte, nen Kuchen zu backen. Einfach so. Sonntag nachmittag. Irre.

Aber ihr habt Recht: es ist ein tolles Gefühl, alle Prüfungen hinter sich zu lassen und sein Ziel erreicht zu haben. Noch am Prüfungsabend saß ich an meinem Schreibtisch und suchte die Zeugniskopien für meine Bewerbung raus. Dabei wurde mir erstmal bewusst, was ich schon alles geschafft habe in den letzten Jahren…
2006 – Abitur
2009 – Bachelor of Arts
2011 – Master of Arts
2013 – 2. Staatsexamen = Grundschullehrerin
…und das alles mit 25. Verrückt!

Wie geht’s jetzt weiter?
Schule und Studienseminar laufen ganz normal weiter. Einmal wöchentlich Seminarveranstaltungen, ansonsten Schule. Bis zu den Sommerferien. Irgendwann sind dann die Vorstellungsgespräche (in Thüringen schulamtsbezogen) und dann hoffe ich, dass sich jemand findet, der eine junge, motivierte Lehrerin einstellen möchte 😉

Welche Ziele habe ich noch?
Ich würde gerne noch die Zusatzqualifikation machen, um meinem eigentlichen Ziel, Englischlehrerin zu werden näher zu kommen. Dafür muss ich nochmal 2 Semester berufsbegleitend einen Kurs besuchen – aber das ist mir die Sache Wert! 🙂

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal noch einen schönen entspannten Sonntag Abend.
Nochmal vielen Dank auch an euch für’s mitfiebern, beglückwünschen und freuen – es ist echt toll zu wissen, dass es euch gibt und dass ihr euch für mich freut!

Ganz liebe Grüße,
Frau Lehrerin 😉

Ps.: Manchmal überlege ich, es dem Philipp Möller gleich zu tun und auch ein Buch zu schreiben. Oder einen Referendariatsratgeber. Was haltet ihr davon?

Pps.: Der Blog endet natürlich nicht hier – ich werde weiter schreiben! 🙂

Mission: Balkongrün

8 Mai

Heute mal was nichtschulisches zur Abwechslung 😉

Ich gehöre ja (leider) zu den Menschen, die keinen grünen Daumen besitzen. Von den wenigen Pflanzen, die ich besitze, sind viele Version 2.0 oder 3.0 – also schon mehrfach ersetzt worden.

Derzeit gibt es 5 lebendige Pflanzen in meiner Wohnung, 3 verschiedene Arten – fragt mich aber nicht welche 😉

Draußen auf Balkonien sieht es nicht anders aus. Dieses Jahr wird unser dritter Balkonsommer. Im ersten Jahr hat mir eine begabte Freundin die Bepflanzung gemacht. Schöne bunte Blumen, sehr schick! Ich habe sie gezupft und gepflegt. Im Herbst blüten sie ab. Tod.
Im zweiten Jahr (die Freundin zog zwischenzeitlich weg) lag der Balkon brach. Das Referendariat hatte meine volle Aufmerksamkeit, ich saß nicht einmal draußen. Stattdessen machten sich die Brennnesseln breit und bildeten eine dennoch ansehnliche Bepflanzung. 😉

Nun also Sommer 3.
Mir war von vornherein klar, dass ich keine Blumen, Kräuter o.ä. pflanzen werde, also musste eine Alternative her.
Bedingungen:
– Grün
– Pflegeleicht

Meine Wahl fiel auf…Gras!

Klingt erstmal komisch, Rasen in Balkonkästen säen…aber ich probier’s einfach mal aus 🙂

Für alle, die genauso wenig Talent haben, hier der Arbeitsablauf zur Bepflanzung:

1. Unkraut zupfen & locker harken

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2. Alles wieder festdrücken

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3. Grassamen gleichmäßig aussäen

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4. Vorsichtig einharken

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5. Alles wieder festdrücken

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6. Leicht bewässern

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7. Abwarten!

Ich bin schon sehr gespannt, ob und wie sich diese Sache entwickelt. Es wäre einfach zu cool, wenn in ein paar Wochen wirklich Gras aus den Kästen sprießen würde – ich lass mich mal überraschen!

Verbrennungen wird der Rasen nicht bekommen, da er die Mittagssonne nicht abbekommt…und ich werde mir auch so Mühe geben und mich um die zarten Samen kümmern.

In diesem Sinne: happy Pflanzing!

Ps.: Denkt ihr, dass ich ne Meise habe? Ehrlich jetzt.

Sonntag, Balkontag

5 Mai

Mit Sonnen am Sonntag war’s heute nix. Stattdessen haben wir unseren Balkon frühlingsfit gemacht.
Es wurde geschrubbt, geputzt und geölt & jetzt kann man endlich wieder draußen sitzen – sehr gut!

Einziges Manko ist die Nord-Ost-Ausrichtung des Balkons. Sonne bis maximal 11 Uhr, dann wandert sie ums Haus rum.

Aber: Balkon ist trotzdem toll!
Wenn ich ne super Aussicht haben will, muss ich ihn nämlich nur betreten & dann sehe ich das:

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Schön, oder?
See, Wiese, Felder, alles da. Dorf eben.

Nicht so schön ist das, was hier auf dem Tisch liegt & noch gemacht werden muss.
Prüfungsvorbereitung (Dienstag muss ich die Einsprechthemen inkl. Literaturangaben abschicken) und Stundenplanung für morgen:

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Damit mach ich jetzt auch mal weiter, bevor es zu kalt wird draußen. 🙂

Ich wünsche euch ne schöne Woche – allzu lang ist die ja glücklicherweise nicht 😉

On a Day like today

27 Apr

Das Lied zum Titel.

Sinnlos-Samstag. So könnte man das zusammenfassen. Nichts getan, nichts bewegt, nichts erledigt.

Einziges Highlight:
Das Frühstück um 15:00.

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Dafür konnte ich mich mal zu was Gesundem hinreißen & habe mir mal wieder meinen Apfel-Zimt-Nüsschen-Quark gemacht. Abgedeckt mit einer Schicht Bananenscheiben, garniert mit Zimt & Kakao.

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Mir schmeckts.
Mehr gibt’s nicht zu berichten.

Hab festgestellt, dass ich bis zur mündlichen Prüfung aufgrund der Feier-, Ferien- & Seminartage nur noch 9 oder 10 Mal an der Schule bin.

Das geht jetzt Ratz fatz & bald ist’s vorbei. So wie dieser sinnloser Tag heute.

In diesem Sinne: Adios Amigos!

Ein Tag, Vier Bilder

21 Apr

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links oben
Lieblingsteil des Tages. Staubfänger von dm. Traumhaft, wie einfach putzen plötzlich sein kann.
Unsere Wohnung glänzt & das freut mich sehr!

rechts oben
Erdbeereisbecher von Mutti. Lecker!

unten links
Dinner. Echte Thüringer Rostbratwürste. Einfach nur lecker. Echt = ohne Kümmel!

unten rechts
Abendbeschäftigung. Nadelfilzen. Vorbereitungen für den Unterrichtsbesuch morgen.
(Wer jetzt denkt HÄ??? Wieso noch n UB, die Prüfung ist doch durch?! – die Fachleiterin wollte einfach gerne nochmal kommen…für mich 😉 )

Heißt: jetzt n kurzes Nickerchen (ja, um 19:50 – wenn mein Körper MÜDE sagt, darf er schlafen), dann die Planung für die 3 UB-Stunden morgen & dann auf in die neue Woche.

Ausblick:
Ich werde diese Woche die Note für meine schriftliche Abschlussarbeit erfahren. Somit stehen dann 80% meiner Note fest. Die letzten 20% gibt’s dann zur Mündlichen in 4 Wochen. Uaaar!!!

In diesem Sinne: weiter geht’s!
Eure Frau A.

Ps.: Mit dem Zeugnis, das ich dann in knapp 5 Wochen krieg, bin ich dann offiziell Lehrerin. So mit Abschluss und fertig und so. Kann’s kaum erwarten 🙂

Es naht: die mündliche Prüfung

16 Apr

Um nicht über die üblen Nebenwirkungen des Prednisons nachzudenken, dass ich in den nächsten Tagen krankheitsbedingt noch einnehmen muss, lenke ich mich heute mal damit ab, in die Zukunft zu schauen.
Nicht die ferne Zukunft, sondern in die nahe.
Was steht in den nächsten Wochen an:

Das große Ganze steht in der nächsten Zeit unter dem Motto „Mündliche Prüfung“.
Dazu steht in der Prüfungsordnung:

(3) Die mündliche Prüfung für das Lehramt an Grundschulen erstreckt sich auf folgende Gebiete:

1. Pädagogik, Allgemeine Didaktik, Pädagogische Psychologie, soziologische Aspekte der
Erziehung, Schulrecht und Dienstrecht (erste Teilprüfung)
2. Didaktik und Methodik der beiden Ausbildungsfächer, die nicht Gegenstand der praktischen Prüfung waren (zweite und dritte Teilprüfung)

Ablauf der mündlichen Prüfung

Im Allgemeinen besteht jede Mündliche aus 2 Teilen:
– Einsprechthema (5min)
– Praxisproblem (20min)

Das „Einsprechthema“ darf man sich vorher frei wählen / ausdenken. Hierbei darf man 5min zu einem selbstgewählten, klar umrissenen Thema sprechen und dieses sowohl fachlich korrekt, als auch praktisch fundiert darlegen.
Vorher muss das Thema eingereicht und genehmigt werden.
In der Prüfung selbst muss man dazu frei und ohne Notizen sprechen.

Das „Praxisproblem“ ist ein von den Prüfern festgelegtes Problem, zu dem man sein Wissen zeigen muss. Dabei handelt es sich um ein grob umrissenes Problem aus dem schulischen Alltag mit Bezug zum jeweiligen Fach.

In Werken könnte das zum Beispiel so aussehen:
„Im Werkunterricht muss die Lehrerin vermehrt Schüler versorgen, die sich beim Sägen mit der Laubsäge verletzen haben.“ [Kurzform]

Dann sollte man sich u.a. mit dem Lehrplan auskennen (In welcher Klassen wird mit der Laubsäge gearbeitet?) und auch sein fachliches Wissen anbringen (Wurde die Säge richtig eingeführt? Welche Probleme kann es bei der Arbeit geben? Wie kann man sie vermeiden? etc. pp.) Das Ganze garniert mit eigenen Praxisbeispielen, fertig!
Mit seinem Wissen sollte man seine 20min Redezeit möglichst vollständig füllen um Fragen der Prüfer zu entgehen. 😉

Zeitlicher Ablauf (soweit ich das verstanden habe):
– 5min Einsprechthema
– Auswahl des Praxisproblems (man hat 2 zur Auswahl)
– 3min Zeit für Notizen zum Problem
– 20min Redezeit (inkl. Fragen, wenn noch Zeit ist)

Jepp. Die Vorbereitung auf die Prüfung ist je nach Fachbereich ganz unterschiedlich. Die Prüflinge in HSK dürfen sich bestimmte Bereiche ankreuzen, in denen sie gerne geprüft werden würden. Die Prüflinge in Mathe (also ich) dürfen lediglich die Klassenstufe angeben, in der sie unterrichtet haben. Und wie es bei D, Werken und im allgemeinen Seminar aussieht, weiß ich noch nicht.

Was ich ein bisschen doof finde: in Mathe könnte z.B. aus Geometrie als Thema drankommen – auch wenn ich das noch nicht einmal selbst im Unterricht durchgeführt habe. Meine Mathementorin macht Geometrie nämlich immer, wenn ich am Studienseminar bin. Also hab ich weder eine Stunde gesehen, noch eine gehalten. Das ist den Prüfern aber egal. Juchu! 😉

ABER: Es gibt noch ein paar Kniffe, die einen retten können, DENN:
Das Thema, das man als Einsprechthema wählt, wird im Anschluss NICHT in den Praxisproblemen vorkommen.

Heißt: wenn ich Geometrie wähle, wird das danach nicht als Praxisproblem vorkommen. Aber ich könnte mich fachlich im Voraus gut vorbereiten…Hm…

Naja, mal abwarten, wie das Ganze laufen wird. Ich habe jetzt meinen Prüfungstermin, meine Prüfungszeiten und auch die Prüfer erfahren. Dabei werde ich nach der Mittagspause dran sein – wenn alle Prüfer hoffentlich schön gegessen haben und entspannt sind 😉

Nachtrag:
Es sind also 3 Teilprüfungen, die zeitlich mit je etwa 30min angesetzt sind. Also 1,5h Prüfung mit jeweils 30min Pause dazwischen
Nachtrag 2: mein Jahrgang ist der letzte, der nach dieser Prüfungsordnung geprüft wird. Mal sehn wie’s danach wird 😉
.

Also Planung für die nächste Zeit:

– Einsprechthemen überlegen und einreichen
– Einsprechthemen vorbereiten und einüben
– Lehrpläne auswendig lernen (zumindest grob)
– …

Jepp. Das Problem, das ich noch sehe ist: WANN zum Teufel soll ich das machen und WANN soll ich dafür lernen? Der Schulbetrieb geht ganz normal weiter, ich muss ganz normal noch ins Seminar fahren und alles andere läuft auch ganz normal.

Motivation?
In 5 Wochen ist es vorbei!
(Natürlich nur theoretisch – das Ref geht offiziell bis 31.7.-aber in 5 Wochen sind ALLE Prüfungen durch und ich kriege mein Zeugnis)

In diesem Sinne: auf in die letzte Phase der Lehrerausbildung! 🙂