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Ein Tag, Vier Bilder

21 Apr

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links oben
Lieblingsteil des Tages. Staubfänger von dm. Traumhaft, wie einfach putzen plötzlich sein kann.
Unsere Wohnung glänzt & das freut mich sehr!

rechts oben
Erdbeereisbecher von Mutti. Lecker!

unten links
Dinner. Echte Thüringer Rostbratwürste. Einfach nur lecker. Echt = ohne Kümmel!

unten rechts
Abendbeschäftigung. Nadelfilzen. Vorbereitungen für den Unterrichtsbesuch morgen.
(Wer jetzt denkt HÄ??? Wieso noch n UB, die Prüfung ist doch durch?! – die Fachleiterin wollte einfach gerne nochmal kommen…für mich 😉 )

Heißt: jetzt n kurzes Nickerchen (ja, um 19:50 – wenn mein Körper MÜDE sagt, darf er schlafen), dann die Planung für die 3 UB-Stunden morgen & dann auf in die neue Woche.

Ausblick:
Ich werde diese Woche die Note für meine schriftliche Abschlussarbeit erfahren. Somit stehen dann 80% meiner Note fest. Die letzten 20% gibt’s dann zur Mündlichen in 4 Wochen. Uaaar!!!

In diesem Sinne: weiter geht’s!
Eure Frau A.

Ps.: Mit dem Zeugnis, das ich dann in knapp 5 Wochen krieg, bin ich dann offiziell Lehrerin. So mit Abschluss und fertig und so. Kann’s kaum erwarten 🙂

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Tschüss Abschlussarbeit!

6 Jan

So ganz traue ich mir ja noch nicht, euphorisch zu sein – immerhin ist die Abschlussarbeit weder gedruckt, noch gebunden, noch unterwegs ins Studienseminar, aber…
Ich freue mich verkünden zu dürfen, dass ich sie heute morgen um 1:58 Uhr fertig gestellt habe. Die „schriftliche Prüfung“ ist somit beendet!

…und wenn sich das jetzt nach „aaaaach, so schlimm war’s doch gar nicht“ anhört… Es war schlimm!

Ich fasse mal kurz die betreffenden Monate zusammen:
OKTOBER
Ab 4. Oktober durften wir offiziell mit der Bearbeitung der Abschlussarbeit starten. Das ging bei mir natürlich nicht so einfach, weil montags entweder ein Unterrichtsbesuch oder ein anderes Thema in Werken anstand. Dann waren da auch noch 2 Wochen Herbstferien, in denen nicht viel passierte – außer die dezente Vorbereitung auf die Unterrichtseinheit, die nach den Ferien starten sollte.

NOVEMBER
Dann ging es los. Geplant waren 2 Doppelstunden, sprich: an 2 Montagen hintereinander wollte ich mit den Schülern an meinem Thema arbeiten. In Werken. Dazu mussten Absprachen mit Kollegen getroffen werden (normalerweise wechseln die Werkgruppen wöchentlich, wir wären also nur alle 3 Wochen drin gewesen… müsst ihr nicht verstehen…). Das klappte aber ganz gut, sodass ich den Werkraum 2 Mal für mich hatte.
Dafür gab es ein anderes Problem: die erste Doppelstunde verlief traumhaft, sodass ich in der zweiten Doppelstunde den Anspruch erhöhte – und die Schüler damit vollstens überforderte. Am eigentlichen Thema (grob gesagt: „Bewertungskriterien“) konnte ich fast gar nicht arbeiten, sodass die Arbeit an diesem Punkt eigentlich schon den Bach runter ging.
ABER: ich lasse mich ja nicht so leicht unterkriegen und setzte deshalb noch eine weitere Doppelstunde an, in der sich die Schüler zum selben Thema, aber in einem anderen Lernbereich beweisen konnten. Fazit: das was ich erreichen wollte, habe ich geschafft. Nur der Weg dort hin & das drum herum waren nicht ganz so optimal 😉 Durch die dritte Doppelstunde schleppte ich mich mehr oder weniger & war am Tag darauf den Rest der Woche krank geschrieben…(was sich im Nachhinein als „positiv“ herausstellen sollte)

DEZEMBER
Im Dezember stand an jedem Wochenende in meinem Planer „HAUSARBEIT SCHREIBEN“. In Ansätzen habe ich das auch gemacht – aber neben der normalen Unterrichtsplanung, Alltag und Freunden & Familie, die Aufmerksamkeit fordern war das gar nicht so leicht. Andere hätten hier vielleicht die Priorität auf vollstes ein-igeln und Kontaktabbruch zur Außenwelt reagiert – aber das wollte ich auch nicht. Das Problem dabei, mit Freunden auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, statt zu arbeiten ist aber dieses: wenn der Ausflug nicht zur vollsten Zufriedenheit ist, ärgert man sich im Nachhinein über die verschwendete Zeit, die man lieber am PC verbracht hätte. (Ich erinnere an dieser Stelle gerne an den äußerst depressiven Artikel im Juni). Trotzdem war es gut, auch mal raus zu kommen.
Dann standen die Weihnachtsferien an. In Thüringen ab dem 24.12.2012. Mein Plan, mir bis zum 26.12. Ruhe zu gönnen und erst ab dem 27.12. durchzustarten ging auf. Ich war mir dessen bewusst, dass bis zur Abgabe am 4.1. nicht viel Zeit war, hatte aber an manchen Teilen der Arbeit (gerade am Praktischen) schon gut vorgearbeitet. Also verschob ich meinen Tagesrhythmus so, wie er zu Uni-Zeiten schon war: tagsüber schlafen / entspannen, nachts WACH. Das klappte ganz gut, weil mich tagsüber einfach zu viel abgelenkt hätte. Momentan kämpfe ich noch mit den Nachwirkungen und versuche, den Tagesablauf wieder zu normalisieren…
Pünktlich vor Silvester, am 31.12., schickte ich einen vorläufigen Entwurf zur Korrektur / Meinungsbildung an eine ehemalige Studienkollegin & konnte den Silvesterabend entspannt verbringen.

JANUAR
Den Entwurf, den ich meiner Freundin geschickt hatte, korrigierte ich natürlich auch selbst. Dabei fielen mir an vielen Stellen Fehler auf. Der Hammer kam dann aber erst, als ich den kommentierten Entwurf per Mail zurück bekam – allein in der Einleitung 13 Anmerkungen und ein rot geschriebener Text untendrunter. Ups. Insgesamt hatte sie an über 80 Stellen etwas zu meckern – berechtigterweise. Also setzte ich mich dran, arbeitete einiges um, fügte hier & dort was hinzu und verlängerte die Arbeit an vielen Stellen noch einmal. Dann druckte ich es zur letzten Korrektur aus & schickte es ein letztes Mal an meine „Miss Korrektur„. Gestern war es dann soweit – die finale Korrektur stand an.

Multitasking Deluxe – links oben die Endfassung, rechts oben die Version mit Anmerkungen von Miss Korrektur und unten meine ausgedruckte Fassung mit meinen handschriftlichen Kommentaren.
Dann arbeitete ich die Arbeit noch einmal komplett durch. Miss Korrektur hatte noch einmal 118 Anmerkungen gemacht. Zum Glück meist nur Wortwiederholungen und nette Kommentare wie „Das klingt total behindert“ 😉 Als ich alles eingearbeitet hatte, kümmerte ich mich noch um die Nummerierung der Seitenzahlen. Die müssen ja mal hier arabisch und dort römisch und dann wieder arabisch sein – ätzend.
Die Seitenzahlen auf Deckblatt und Themenblatt habe ich dann ganz einfach mit einem kleinen weißen Kästchen verdeckt, dass ich über sie gezogen habe – sieht doch kein Mensch, wenn das gedruckt ist 😉

Gegen 1:20 dann der Super-Gau.
„Word funktioniert nicht mehr.“ 

Ich dachte ich muss sterben.
Natürlich hatte ich immer wieder sorgfältig auf Laptop UND externer Festplatte gespeichert, aber… die letzte Version war von 1:02. Und in den 18 Minuten war viel passiert. Ich hatte formatiert, die Fußnoten überarbeitet, eine Leistungspyramide eingefügt. Alles weg. Und es bliebt auch weg. Ich hatte ja 18 Minuten nicht gespeichert.
Also den ganzen Kram nochmal von vorne. Juchu! 😉

Danach wollte mich Adobe noch ärgern und verschob ständig die Seiten, wenn ich als pdf speichern wollte… kurz: es war ein echter Kampf.

1:58 speicherte ich die word und pdf-Versionen dann zum letzten Mal, ging rüber zu Schatzi, schloss die Festplatte an & ließ ihn die Arbeit auf eine CD brennen (daran wird dann Plagiatsüberprüfung betrieben). Mit ruhigen Händen bastelte ich einen Umschlag für die CD, beschriftete sie und packte sie ein.

Dann ging ich wieder nach drüben ins Wohnzimmer zu Schatzi und bemerkte dort erst meine eiskalten, zitternden Hände. Ich hatte es geschafft. Ein riesiger Stein plumpste von meinem Herzen & ich musste erstmal heulen. Aber nur ein bisschen. Und nur, weil ich es endlich geschafft habe. Puh.
Dann entdeckte ich die Flasche Batida, die uns unsere Gäste (ja, wir hatten auch noch Besuch gestern) mitgebracht hatten und genehmigte mir zum ersten Mal seit langer Zeit ein Glas Batida-Kirsch. Es schmeckte herrlich 🙂

Inzwischen war es schon 2:45 und Schatzi wollte ins Bett. Ich konnte aber noch nicht schlafen, also griff ich zu einem Buch und las. Ich habe ein Buch gelesen. Einfach so.
Warum ich mich darüber so freue? Das war in der letzten Zeit nicht möglich. Vor lauter Abschlussarbeit und Schreiben und Planen kam ich einfach nicht mehr dazu, irgendwas „für mich“ zu lesen… Kurz: es war schön 🙂

Und das Beste: ich schlief dann ein wie ein Baby und wachte erst kurz vor 13 Uhr auf (okay, ich hatte nen blöden Alptraum, aber immerhin KONNTE ich durchschlafen – ein Wunder!).

Momentan sitze ich an der Planung für die nächste Woche – das Leben geht ja auch nach der Abschlussarbeit weiter. Aber es ist schon schön zu wissen, dass man den ersten (benoteten) Schritt Richtung Ziel hinter sich gebracht hat. Es folgt noch
– Bewertung durch Schulleitung und Studienseminar
– praktische Prüfung (2 Stunden vor Kommitee halten)
– mündliche Prüfung (mit Praxisproblemen etc.)
Also habe ich ein Viertel hinter mir. Das ätzendste Viertel, meiner Meinung nach 😉

Jetzt muss nur noch am Montag beim durcken & binden alles gut gehen & dann bin ich zufrieden!

In diesem Sinne,
freudige Grüße
Frau A. 🙂

Ps.: Jetzt muss ich erstmal die liegen gebliebenen Sachen aufarbeiten – Rechnungen, Monatsberichte, Schreibtisch aufräumen. Aber alles ist besser, als Abschlussarbeit schreiben.

Pps.: Zum Schluss noch mein Dank. Der geht insbesondere an die großartige, fantastische, phänomenale Miss Korrektur, die mir mit ihren Einwürfen, Ideen und Meckereien die Augen geöffnet und mich auf grobe Mängel hingewiesen hat. Ich bin so dankbar dafür, dass du das auf dich genommen und mir geholfen hast – DANKE! (das Paket für dich ist bald unterwegs). Mein zweiter Dank geht an Schatzi. Dafür, dass er mich in den Hintern getreten, getröstet und vor allem mit leckerer Nahrung versorgt hat. Und dafür, dass er mich immer unterstützt und Verständnis für die vielen Stunden am Schreibtisch hat. 
Es ist schön, dass es Menschen wie euch beide gibt & dass ich euch kennen darf. 🙂 

Abschluss. Arbeit

29 Dez

Ja, ich hocke dran an dem Ding. Es ist gerade 2:36 Uhr und ich habe noch zu tun. Letzte Nacht war ich bis 3:00 aktiv, wurde dann müde und wälzte mich noch sagenhafte 2 Stunden hin und her, bevor ich endlich einschlafen konnte.
Aber bemitleiden müsst ihr mich nicht.
Ich gestalte meine Tage derzeit relativ reizarm.
Heißt: lange schlafen, hier und da was aufräumen, essen, wieder schlafen und dann setze ich mich abends an den PC und schreibe ein paar Seiten.
Sicher wäre es schlauer, den Tag zu nutzen und zu arbeiten, aber da lenkt mich einfach zu viel ab. Obendrüber der spielende Junge, draußen die Autos und Nachbarn, in Treppenhaus Getrampel, E-Mails und Facebook, Anrufe, SMS…die üblichen Dinge eben.
Nachts zu arbeiten ist toll.
Hab ich zu Uni-Zeiten auch schon immer so gemacht. Nach der Uni erstmal ausgiebig Mittagschlaf gemacht und mich dann Abends dran gesetzt. Nicht unbedingt nur zum Schreiben von Arbeiten, sondern auch um mit Freunden zu chatten, Videos zu schauen oder zu lesen.
Nachts ist die Welt so schön ruhig. Gerade gibt es keine Geräusche außer meinem Tippen auf der Tastatur und dem leichten Rauschen des Lüfters. Sonst nichts. Herrlich!

Jetzt sollte man meinen, dass ich dann auch gut voran komme.
Hm.
Ich würde sagen es geht. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ich schaffe jeden Tag ein paar Seiten. Beim Schreiben des praktischen Teils ging das alles irgendwie flüssiger. Das waren ja Dinge, die ich selbst gemacht und erlebt habe – darüber konnte ich sehr gut berichten und reflektieren. Anders sieht es da beim wissenschaftlichen Teil aus. Das ist irgendwie zäh und anstrengend.
Mein Problem: ich habe zu den Themen ja ne eigene Meinung – die ist aber nur bedingt relevant und sollte mit irgendwelchen Zitaten von irgendwelchen Leuten aus irgendwelchen Büchern untermauert werden. Mit den richtigen Büchern ist das gar nicht SO schwer – trotzdem muss man viel lesen, blättern, suchen und die Zitate in den Kontext der Hausarbeit einbauen.
Ist alles machbar, ja.
Aber ich mag es nicht so.
Zu Uni-Zeiten habe ich mal ne Hausarbeit zu einem Roman abgegeben, in dem ich im Literaturverzeichnis lediglich den Roman stehen hatte. Keine weiteren Werke. Und ich fand meine Arbeit trotzdem toll. 😉 Der Dozent war davon nicht so überzeugt, gab mir eine 4,0 und meinte dann, als ich die Hausarbeit abholte und er nochmal drüber schaute: „Also Frau A., eigentlich hätte ich Sie durchfallen lassen müssen.“ UPS!
Und warum? Unwissenschaftlichkeit. Genau.
Irgendwie hängt mir das bis heute noch nach. Meine schriftlichen Arbeiten sind nie wirklich toll gewesen. Einsen waren nur in den Praktikumsberichten dabei – und da ging es auch um die Auswertung von Dingen, die ICH gemacht habe. Kein wissenschaftliches Blabla.
Nun ja. Sicher hat die Wissenschaft ihre Bedeutsamkeit und ist wichtig – bei meinen schriftlichen Arbeiten nervt sie aber 😉
Trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn ich wieder einen schlauen Satz von einem schlauen Menschen klug in die Arbeit verpackt habe. Irgendwie wertet das den ganzen Schnulli ja schon auf. Gerade, weil ich mich auch nicht gerne so geschwollen ausdrücke.
Ich denke man merkt auch im Blog, dass ich mich relativ einfach ausdrücke. Klar und deutlich. Verständlich. Dieses „aufgrund der Tatsache“ und „bei näherer Betrachtung“ oder „Laut XYZ…“ ist einfach nicht mein Ding. Klar klingt es gut. Aber das bin nicht ich.

Wahrscheinlich werde ich demnächst bei einer Infoveranstaltung vor einigen Studenten ein paar Worte zu mir, meiner Laufbahn & meinen Erfahrungen sagen.
Wenn ich mir das in meinem Kopf vorher schon ausmale, sehe ich mich eher als Spaß machend und so redend wie jetzt. Eine geschwollene, feierliche Rede wird mir wohl nie über die Lippen kommen. Zumindest nicht in der Form, wie das so üblich ist 😉

Nun ja.
Heute habe ich mich noch damit befasst, wie/wo/wann ich die Abschlussarbeit zum Druck & zum Binden bringe. Hier zeigte sich mal wieder die (sorry) Bescheuertheit der Abgabetermine. Der normale Termin ist der 4.1.2013 (also genau 3 Monate nach dem offiziellen Beginn am 4.10.2012). Leider hat mir eine Druckerei komplett abgesagt und die andere hat FERIEN. Bis. zum. Vierten. Januar.
Na prima!
Aber – Fuchs wie ich bin – hab ich dort ne Mail hingeschickt & sogar prompt ne Antwort bekommen. Zu meinem „Glück“ war ich im Oktober mal 4 Tage krank geschrieben, habe ne Verlängerung um die 4 Tage beantragt und darf deshalb die Arbeit nun am 8.1.2013 abgeben. Schwein gehabt. Ansonsten hätte ich nicht gewusst, wie ich das machen soll. Keine Ahnung, wie die anderen das dann hinkriegen… Ich hab jedenfalls nen Termin am 7.1. zum Binden. Danach werde ich das Ding gleich zur Post schaffen, damit es seinen Weg ins Seminar findet.
Eine Alternative wären übrigens Online-Druckereien gewesen. Bei 3 Exemplaren Hardcover mit 60 Seiten hätte ich da aber irrsinnige 75€ hinlegen müssen. Verrückt. Dort wo ich es machen lasse, wird es mich maximal 25 Euro kosten. Also: immer schön die Preise vergleichen.

Einen Tipp hab ich noch für die Erfurter Studenten: ich habe meine Masterarbeit dort in der Kreativwerkstatt des cjd binden lassen. Dort arbeiten „Menschen mit und ohne Behinderung, die durch einen Mediengestalter fachlich unterstützt werden.“ Warum man da hingehen sollte? Erstens ist die Qualität gut & der Preis super – Zweitens ist es ein Fest zu sehen, wie dort die Abläufe sind. Wie mit den behinderten Menschen umgegangen wird, wie stolz sie auf ihre Arbeit sind (damals waren 2 Frauen dafür zuständig, den Preis auszurechnen. Dann haben sie ihre Ergebnisse verglichen & sich gefreut, dass die das selbe Ergebnis hatten – SO GOLDIG!). Ich fands dort wirklich toll! Für das Fachliche ist ein Mediengestalter da (netter Typ!), also kann eigentlich nichts schief gehen. Tolle Sache!

Jepp. Jetzt hab ich die Zeit bis um 3 wieder einmal rumgekriegt. Mal sehen, ob ich heute schneller einschlafen kann. Müde bin ich immerhin schon mal (letztes Nickerchen war von 19-21 Uhr).

In diesem Sinne: Gute Nacht!
Frau A.

Ps.: Frage an euch:
Arbeitet ihr gerne wissenschaftlich? Oder liegt euch mehr die Praxis? Mögt ihr schriftliche Arbeiten? Und Zitieren? 😉

Guter Start!

5 Nov

Heute war ein guter Tag. Gemeinsam aufstehen mit dem Liebsten, zusammen im Bad fertig machen, Abschiedskuss, Fahrt zur Schule (komisch, dass es so hell ist – damit hatte ich nicht gerechnet) – dort noch fix in den Hortraum von Klasse 1 geschlichen und aus Lego nen Anhänger gebaut (für die Werkenstunde – Anschauung ist alles!).

Dann ging es auch schon los. Noch vor dem Klassenraum kamen mir Schüler entgegen. „Frau A., ich hab dir Bücher mitgebracht!“ „Frau A., die Lotta hat ein Geschenk für dich!“ Okay, erstmal rein in den Raum. Dort kamen gleich mehrere Kinder auf mich zu, umarmten mich freudig & strahlten – so hab ich das gern. Dann kam Lotta auf mich zu & überreichte mir ein Geschenk. MIR! Ich wusste gar nicht so recht warum, aber freute mich. Ein selbstgestalteter Teelichthalter aus Glas mit Elektro-Teelicht drin – cool!
Meine Mentorin & die Horterzieherin bekamen auch eins 🙂
(es stellte sich dann heraus, dass die Kleine Geburtstag hatte… auch schön, am eigenen Geburtstag Geschenke VERTEILEN!)

Nun ja. Nachdem ich eine Stunde bei meiner Mentorin hospitiert hatte, war ich dran. Thema Thermometer. War vor den Ferien schonmal kurz dran, aber da habe ich die Kinder ein wenig überfordert. Ablesen erfordert Übung, und das war heute auch unser Ziel. Nach dem Einstieg über ein Rätsel (sinngemäß: Herr Celsius hat es erfunden. Es besteht aus bestimmten Teilen. Die Zahlen Null und 100 spielen eine wichtige Rolle. Es zeigt an, wie warm oder kalt etwas ist. ) kamen die Kinder auf die Lösung. Dann sind wir schrittweise die Hinweise durchgegangen, haben die Teile des Thermometers beschriftet, über Gefrier-und Siedepunkt gesprochen und dann mithilfe von Zahlenstrahlen das Ablesen von Zahlen geübt (Partnerarbeit). Funktionierte wirklich gut. Auch das Ablesen der Temperaturen auf den gezeichneten Thermometern war dann kein Problem mehr. Am Stundenende beauftragte ich noch vier Schüler, einen Forscherauftrag zu morgen zu erledigen. Bin schon gespannt, ob sie es wirklich gemacht haben und welche Ergebnisse dabei herausgekommen sind. Dazu aber morgen mehr. 😉

Das Tafelbild sah in etwa so aus (wurde natürlich schrittweise aufgebaut):

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(Dort wo das X unter den Thermometern steht, hätten Minusgrade abgelesen werden sollen – das machen wir dann morgen separat)
Die Thermometer stammen aus einem Arbeitsblatt im Internet, die Kinder hatten das AB, und ich die vergrößerten Thermometer (einfach rauskopiert, vergrößert, laminiert, fertig) an der Tafel.

Yo. Danach ging’s an die Werkenstunde, über die ich mir gestern stundenlang den Kopf zerbrochen hatte. Den Einstieg nutzte ich, um noch einmal die verschiedenen Bauteile zu wiederholen. Das war auch nötig, da die letzte Modellbau-Stunde noch vor den Ferien war und ich dabei nicht anwesend war.
Dann folgte die Motivation, indem ich den Kindern eine (fiktive) Geschichte vom Wochenende erzählte. Sinngemäß „Ich war am Wochenende bei einer Freundin. Dort haben wir die letzten Äpfel von den Bäumen geerntet. Habt ihr eine Idee, wie man so viele Äpfel vom Baum in die Scheune bekommen kann?!“
Von Korb über Sack bis zur Schubkarre waren alle Ideen dabei. Auch die von mir favorisierte Antwort „mit einem Anhänger“ kam vor. Puh! 😉
Danach zeigte ich verschiedene Ausführungen von einachsigen Anhängern (meine heute morgen eilig ausgedruckten Bilder hab ich natürlich vergessen zu nutzen) und ließ die Gemeinsamkeiten aufzählen.
— ich spule jetzt mal vorwärts —

Jedenfalls waren die Kinder Top motiviert, ich musste kaum helfen und ALLE schafften die Vorgabe. Viele montierten noch zusätzlich einen Rahmen, „damit die Äpfel nicht herausfallen“ oder einen Ständer, „damit der Anhänger gerade steht“. Sie wurden richtig kreativ. Manche Jungs verpassten ihrem Anhänger sogar Rückleuchten (aus Schrauben)…zum Schießen! 😉
Am Ende wurden die Anhänger verglichen, Mankos festgestellt, Hinweise gegeben und die bedeutsamen Stellen herausgestellt. Die Kinder waren zufrieden – ich auch – und machten sich an die Demontage. Die gehört im Modellbau nämlich auch dazu…am Ende muss das Modell wieder zerlegt werden, damit andere Kinder ebenso damit arbeiten können. Interessanterweise geschah das ohne Murren – faszinierend!

Bilder? Klar!
Mein Modell:

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Beispiele von einachsigen Anhängern:

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…und eine kleine Zusammenfassung (rechts unten die Rücklichter):

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Fazit: zufrieden. Sehr! Ich freu mich schon auf die Modellbau-Stunde nächste Woche. Da steigt das Niveau & es kommt der Aspekt Bewertungskriterien dazu – wird spannend!

Einzig doofe Sache: zwar sind die meisten körperlichen Beschwerden weg, dafür hat sich mein Körper (wie prophezeit) was Neues ausgedacht: Augenzucken. Rechts. Olé!

Naja, wird auch wieder verschwinden 😉

Jetzt gönne ich mir meinen Mittagschlaf & dann fasse ich die Werken-Erkenntnisse des Tages für die Abschlussarbeit in Worte.

Liebe Grüße,
Frau A. wie „Ach, ist Schule toll!“

Ferienfazit

4 Nov

So, die beiden Wochen Erholungspause sind rum.
Was hab ich geschafft?
Objektiv: nicht viel
Subjektiv: nichts 😉

Stört mich aber auch nicht so sehr. Das Ausschlafen hat mir gut getan, genauso wie den Tag im Nachthemd verbringen, fast nur Brille tragen, einschlafen wenn man müde ist, Freunde besuchen, abends mit Schatzi auf der Couch zu liegen, sich frühs nochmal umzudrehen, zu grinsen wenn andere was von Arbeit schreiben, geplante Dinge auf „morgen oder so“ zu verschieben…oder auch kurz vor Mitternacht zu bloggen – wie gerade.

Alles Dinge, die in der letzten Zeit nicht möglich waren oder die ich mich nicht getraut habe zu tun. Und es war toll, mal loszulassen und durch den Tag zu treiben.
Gestern habe ich sogar (das erste Mal seit MONATEN) wieder Alkohol getrunken. Das hab ich mir lange nicht erlaubt – aus Angst, katerbedingt den nächsten Tag zu vergammeln… Nun ja. Gestern gab es den ersten Glühwein der Saison. Bei einer Freundin. Aus der Mikrowelle. Erhitzungszeit mindestens 3 Minuten. Heißt: in dem Glühwein war gar kein Alkohol mehr. Aber das war mir auch egal – mir reicht auch alkoholfreier Glühwein (hach, Glühwein…Weihnachtsmarkt…gebrannte Mandeln…bald!!!!).

Jedenfalls war heute wieder ein Planungstag. Man muss ja wieder reinkommen in den Schulrhythmus. Geschafft habe ich die beiden Stunden zum Thermometer und nach einiger Quälerei auch die erste Doppelstunde zum Modellbau.
Das hier wird’s werden:

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Für die Laien: ein einachsiger Anhänger. Gebaut mit einem Metallbaukasten. Aus tiefsten DDR-Zeiten 😉

Mal sehen, wie das morgen klappt. Mögliche Schwierigkeiten: die Rundstäbe sind ziemlich kurz, also wird es knapp mit Kontermuttern & Rad. Aber es wird schon werden. Und wenn nicht, gibt’s eben spontane Problemlösung. Immerhin kenne ich ja EINEN möglichen Knackpunkt schon 😉

Ich lass mich einfach mal überraschen!

In diesem Sinne: gute Nacht!
Eure Frau A.

Ps.: Eine meiner Ferienbeschäftigungen war übrigens auch das hier:

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Ja richtig – ich habe eine Tamagotchi-App. Sagt das jetzt was über mich aus? Bin auf eure Deutungen gespannt 😉

Wirre Woche

1 Nov

Kennt ihr das? Völliger Verlust von Zeit und Raum in den Ferien.
Es ist gerade 13:38 und hätte ich nicht auf die Uhr geschaut, wäre meine Zeitschätzung wohl bei 5 Stunden später gewesen.
Ich fühle mich, als müsste ich gleich ins Bett. Müde. Geschafft. Bettfertig.

Dabei habe ich heute eigentlich noch nicht so viel gemacht.

Aufstehen um 10:30, Rollos hoch, lüften, ein bisschen aufräumen, meine neuste IKEA-Errungenschaft aufbauen (ein 2x4er Expedit-Regal. War gar nicht so leicht, das alleine zu machen, aber…ich bin ja Werken-Lehrerin 😉 ). Dann musste ich mein großes 4x4er Expedit ausräumen, nen halben Meter verschieben, wieder einräumen. Dann kleine IKEA-Boxen zusammenbauen, einräumen. Dann das neue Regal an seinen Platz schieben, einräumen. Dann ein bisschen Schreibtisch sortieren (also eigentlich habe ich nur den Müll raussortiert, eingeheftet hab ich die wichtigen Dinge noch nicht). 2 wichtige Briefe mit Fristen finden. Daraufhin Mails schreiben. Gaszähler ablesen (ja, es wird teurer, ganz toll…). Die wollen auch den Füllstand des Behälters wissen. Nur blöd, dass der irgendwo steht, wo ich nicht hinkomme. Telefonisch erreicht man in dem Laden auch keinen. Hmpf. Den Monatsbericht fürs Studienseminar muss ich auch noch tippen. Juchu…

Jetzt digitalisiere ich ein paar Materialien (also der Scanner scannt und ich schiebe immer mal was nach, damit es auch nur eine einzige Datei wird). Dann müsste ich irgendwie auch mal was essen – vielleicht bin ich deswegen so müde.

Es könnte aber auch an meinen Medikamenten liegen, die ich mir gerade einwerfen muss. Antibiotika. Gegen Blasenentzündung.
Langsam glaube ich, mein Körper will mich verarschen. Ist der eine Mist weg, kommt der nächste. Ist der weg, hat er sich wieder was Neues ausgedacht, mit dem man sich die Zeit vertreiben kann. Echt ätzend. 2 Wochen vor den Ferien hätte ich mir am liebsten die Haut vom Körper gekratzt. Das war toll, sag ich euch. Komischerweise nur am Oberkörper. Mysteriöser Mist. Dann war das weg und ich bekam nen Ausschlag am Auge. Nur nen kleinen, aber juckend wie sau. Creme drauf: weg. Keine Creme: wieder da. Pft.
Ich hab keine Ahnung, woran das liegen könnte.
Hatte ja den Verdacht, dass es an meinem Müsli-mit-Milch-Konsum liegen könnte (Laktoseintoleranz?!)…jetzt hab ich zwar laktosefreie Milch gekauft, kann sie aber nicht trinken (wegen dem Antibiotikum) – waaaaaaaaah. Ich will Müsli essen!!!

Naja, bevor ich euch noch weiter mit meinen Krankheitsgeschichten langweile, lieber den aktuellen Status meiner Abschlussarbeit:

– der formale Rahmen steht (Deckblatt, Seitenzahlen, Rand)
– inhaltlich habe ich gerade ne halbe Seite (die entstand irgendwann mal mitten in der Nacht)
– zitierfähige Quellen habe ich schon gefunden (endlich bringen die vielen Bücher hier mal was)
– Planung meiner Unterrichtsstunden zum Thema steht noch NICHT.
– Werkobjekt selbst ausprobiert habe ich auch noch NICHT.
…und Lust drauf hab ich momentan auch keine. Gibt noch sehr viel zu tun in der nächsten Zeit. Vielleicht krieg ich morgen diesbezüglich ja was auf die Reihe… 😉

Ansonsten: 
Nach den Ferien stehen 2 Unterrichtsbesuche an. Inklusive jeweils dem „Gespräch zum Ausbildungsstand“ – knapp die Hälfte des Vorbereitungsdienstes ist nämlich schon rum. Verrückt, oder? Um was es in dem Gespräch genau geht & was ich dafür alles machen muss, sage ich euch, wenn ich es mache. Auch noch so ein Programmpunkt für die nächsten Tage. Selbstreflexion und so.

Aber jetzt such ich mir erstmal etwas essbares – sonst fall ich noch in Ohnmacht hier 😉

In diesem Sinne: Adios Amigos!
Frau A.

Ps.: Um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Verliert ihr auch das Zeitgefühl in den Ferien? 
Mir kommt es gar nicht so vor, als wären schon anderthalb Wochen rum…

1. Herbstferientag

22 Okt

Ja, in Thüringen sind nun auch endlich die Ferien angekommen – juchu!

Ich habe mir schon eine MEGA To-Do-Liste geschrieben, die u.a. einen Teil der Abschlussarbeit, Schrank ausmisten, Fenster putzen, Bügeln und weiteren Alltagskram, den man nebenher nicht schafft, umfasst. Auf einer weiteren Liste stehen Freunde, die ich vernachlässigt habe & in den Ferien gerne mal wieder sehen würde. Und dann gibt es noch eine Liste an Läden, die ich in den Ferien gerne mal wieder abklappern würde (IKEA!!!!!!).

Yo. Also viel zu tun für 2 Wochen Ferienzeit.
Wirklich „Urlaub“, also wegfahren, steht nicht auf dem Programm. Hatte ich eigentlich vor (Strand & Meer & so), aber Schatzi hat gerade Saison & da ist Urlaubssperre.
Also: Listen abarbeiten.

Heute habe ich Folgendes geschafft:
NICHTS!
Und es ist mir auch völlig egal. Ha!

Mein Tag lief wie folgt ab:
5:45 Innere Uhr sagt „Aufstehen“. Ich sage „Vergiss es!“
6:00 Wecker klingelt. Er steht auf. Ich dreh mich nochmal um.
7:00 Abschiedskuss. Ich döse wieder weg.
9:00 Zack, hellwach. Ich schnappe mir das Handy & stöbere mich durchs Netz.
10:00 Ich lese immernoch diverse Artikel zu diversen Themen.
10:28 Es klingelt an der Haustür. Ich bleibe liegen.
10:35 Ich lese online, dass es mein Amazon-Paket war. Egal.
11:00 Ich lache herzhaft. Immernoch im Bett liegend.
12:00 Ich döse wieder weg. Das Bett ist herrlich fluffig.
14:30 Wieder wach. Ups, schon so spät?
14:35 Ich lese wieder Artikel.
15:15 Der Hunger (& die Blase) siegen. Ich stehe auf.
15:30 Der Stockbrotteig backt als Pizza im Ofen.
15:50 „Frühstück!“
16:10 Ich schlurfe ins Arbeitszimmer & lese meinen Fitnessstudiovertrag.
16:20 „Diese Gauner“ – so leicht komme ich da nicht mehr raus.
16:45 Ich schlage nach, ob meine Private vll was zuzahlt.
17.00 Ich glaube nicht.
17:15 Es klingelt an der Haustür. Ich mache auf. Schatzis Papa.
17:20 Verabschiedung.
17:58 Jetzt gerade. Ich krieg kalte Hände. Vielleicht sollte ich mich wieder ins Bett kuscheln.

^^
Wahnsinnig spannend, so ein Ferientag, nicht?
Auffällig:
Keine Glotze. Kaum Menschenkontakt. Viel horizontale Ausrichtung. Viel Lesen. Wenig bewegen. Viel Schlaf. Leichtes Anbahnen von Problemlösung.
Einfach nur durch den Tag treiben. Herrlich.

Für morgen haben ich mir „Fenster putzen“ vorgenommen. Danach soll es nämlich schweinekalt werden & bei unter 10 Grad putze ich keine Fenster. Nein danke. Am Mittwoch habe ich ein Date mit einer Freundin inkl. Baby – Mädchentage sind toll! Und ansonsten…mal sehn! 🙂

Frage an euch:
Wie verbringt ihr so eure Ferien? Auch mit einem Gammeltag zwischendurch? Oder habt ihr ständig was zu tun? Erzählt mal!

Liebe Grüße,
die tiefenentspannte (& gleich wieder ins Bett huschende) Frau A.

Aufgeben oder weiter machen?

18 Okt

Nein, keine Sorge – bei mir ist alles in Butter.
Das scheint aber eine Ausnahme zu sein – denn bei den anderen geht es gerade richtig rund.
Es gibt wirklich Referendare, die überlegen gerade, die ganze Sache abzubrechen.
Nach 4,5 Jahren Studium, dem Warten auf den Platz und den ersten 8 Monaten des Referendariats.
Kann das wirklich wahr sein?
Aufgeben?
Aber warum?

Hier ein Einblick in das Leben der Anderen…:

Nach den Sommerferien sollten wir von unserer Schule für 10-12 Unterrichtsstunden fest eingeplant sein. Im Stundenplan. Bedarfsdeckender Unterricht. Allein in der Klasse.
So wurden die meisten von uns auch eingeplant. Nur leider nicht so, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist.
Beispiel:
Wir werden in 4 Fächern ausgebildet: Deutsch, Mathe, HSK (Heimat-& Sachkunde) und dem Viertfach, bei mir ist das Werken ( bei anderen Sport, Musik, Kunst, Schulgarten etc.)
Die Stunden dazu sollten einigermaßen ausgeglichen verteilt sein, da ja alle entweder für die mündliche oder die praktische Prüfung relevant sind. Oder für die Abschlussarbeit.

Nun sieht das in manchen Schulen so aus:
– 4x Mathe
– 6x Kunst
– 2x Ethik

Fällt euch was auf?
Kein Deutsch.
Kein HSK.
…und Ethik ist NICHT ihr Viertfach. Nein. Sie muss es FACHFREMD unterrichten, hat keine Ahnung davon, keine Grundlagen, nichts.

Wie soll sie fit werden für Prüfungsstunden? Wie sicherer werden in D und HSK? Wie Erfahrungen sammeln? 
Naja.
Stattdessen hat sie sich in ihren Freistunden noch Lehrer gesucht, die sie EIN BISSCHEN D und HSK machen lassen. Damit sie wenigstens ETWAS von den Fächern mitbekommt. (Die unterscheiden sich nämlich massiv von Mathe)

Schlimm oder?!

…aber was noch viel schlimmer ist: Gespräche mit der Schulleitung führen ins Leere. Und Gespräche mit der Seminarleitung werden nicht gesucht.

Das hat auch nen Grund. In einem anderen Fall wurde nämlich Hilfe gesucht… und das führte zu noch mehr Problemen & zu absolut keiner Besserung. Im Gegenteil. Stattdessen wurde gesagt „Schreiben Sie sich die negativen Dinge auf die eine Seite – und versuchen Sie, diese Sachen positiv umzuformulieren.“ 

Hallo?
Wird es dadurch besser?
Ich denke nicht.
Sicher, in jeder schlechten Sache stecken auch positive Dinge (deswegen bin ich ja so ein positiver Mensch), aber… die Probleme lösen sich dadurch nicht. Und wenn man nicht mal von der höchsten Instanz Hilfe erwarten kann, ist das wirklich…schlimm.

…und diese Fälle sind keine Einzelfälle. Probleme mit Mentoren hier, fehlende Materialien da, ständig Hofaufsicht dort, keine freie Methodenwahl da… die Liste könnte ich noch ne Weile fortführen.
Sicher ergeben sich auch viele Probleme aus Gründen der Sympathie / Antipathie, aber dennoch sollte es für alles ne Lösung geben. Bei vielen wird es jedoch immer verfahrener… Wie gesagt: „Dann brech ich den Mist halt ab“ zu hören ist schon hart. Und von unseren Vorgängern habe ich auch schon erfahren, dass Leute abgebrochen haben.
Das ist schon krass.
Nach Studium, Wartezeit und Großteil des Ref plötzlich OHNE irgendwas da zu stehen.
Schlimm.

Wenn ich sowas höre bin ich wirklich froh, dass es mir nicht so geht. Dass ich nette Mentoren, eine verständnisvolle Schulleitung und eine tolle schulische Ausstattung habe. Echt. Dazu noch Rückhalt von Familie, Verständnis von Freunden, hin und wieder Trost von Schatzi. So geht das ganz gut.

Andere kriegen leider die volle Ladung Mist ab & müssen sich durchkämpfen ohne Ende.
Ich hoffe nur, dass sie an diesen Herausforderungen wachsen…und nicht zerbrechen.
Es wäre schade um ihre Persönlichkeit und ihr Talent.

Denkt mal darüber nach, liebe Schulen, Lehrer, Mentoren, Fachleiter und Verantwortliche in höheren Positionen.

Folgen des Referendariats

16 Okt

Vernachlässigung der sozialen Kontakte, Vereinsamung im Arbeitszimmer, Kellerbräune, kalte Füße, Überforderung, Verzweiflung, Wut, Enttäuschung…alles Dinge, die in den 18 Monaten vorkommen können. Und über die man sich bewusst sein sollte.

Heute kam noch eine neue Sache dazu, die ich so nicht erwartet hatte.
Ich war nämlich heute seit langer Zeit mal wieder beim Friseur. Bei dem Ansatz war das auch dringend notwendig. Und irgendwie hatte ich Lust aus Veränderung. Zwar keine große, aber…irgendwie haben mich die blonden, ausgefransten, strohigen Dinger genervt.
Also etwas dunklere Farbe drauf und dann ging’s ans schneiden.
Meine Friseurin war schockiert über meine Haare. Wieso sind die so dünn? Was hast du mit denen gemacht?

Fazit:
– etliche Zentimeter mussten fallen (kleiner Zopf geht noch)
– ich habe wohl stressbedingt vor der Ferien „einiges an Federn gelassen“, was die Haare betrifft.

Verrückt. Kann Stress echt auf die Haare schlagen?

…und bevor sich jemand aus meiner Schule Sorgen macht: die Zeit in der Schule ist toll. Stressig sind nur die Fahrten ans Seminar & die umfangreichen Aufträge dazu. Und mit dem Schnulli geht es ja jetzt wieder richtig los…

Aber: im Moment fühle ich mich gut. Ich habe einen guten Rhythmus für meine Stundenplanungen gefunden, nutze den Samstag als Familien/Freunde-Tag und versuche so viel Zeit wie möglich mit Schatzi rauszuschlagen. Funktioniert bisher ziemlich gut, deshalb werde ich das nach den Ferien beibehalten.

Dann stehen zwar 2 neue UBs, die Durchführung der Stunden für die Abschlussarbeit, das Schreiben der Abschlussarbeit, ein Hospitationszirkel und wöchentliche Seminare an, aber…ich werd das schon hinkriegen 😉

In diesem Sinne: liebe Grüße von der Couch – die gönne ich mir heute Abend mal, mit duftigen „neuen“ Haaren 😉

Frage an euch:
Wie äußert sich Stress bei euch? Auch mit ausfallenden Haaren?

Thema: Abschlussarbeit / Hausarbeit

30 Aug

Ja, ich lebe noch.
Pünktlich um 18 Uhr habe ich mit meiner Fachleiterin (die mich in der Themenfindung betreut und mich dann am Ende bewertet) telefoniert. Davor hatte ich echt ein bisschen Bammel.
Mein Exposé hatte sie mir mit einigen kleinen Anmerkungen / Hinweisen bereits heute Mittag zurück geschickt. Dazu kleinere Formulierungshilfen für das Thema.
Heute nachmittag formulierte ich dann ein bisschen herum, beachtete die Hinweise… und war bereit für das Telefonat.

Und ganz ehrlich: ich hätte gar nicht so nervös sein brauchen – es war total relaxt.

Mein Fazit: 
1. Ich mag meine Fachleiterin. 
Sie macht zwar einen strengen und rustikalen Eindruck, ist aber ein sehr netter Mensch und sehr geradeaus. Sowas finde ich gut. Auf Rumgelaber steht sie ebensowenig wie ich. Voll auf meiner Wellenlänge!

2. Wenn man weiß wo man hin will…
…dann wird das auch was. Und sie hat den Eindruck, dass ich weiß, was ich will und dass ich das auch hinkriegen werde. Mein Thema findet sie toll, meine Umsetzungsideen ebenso…das führt zu:

3. ICH FREU MICH! 🙂 
Ganz ehrlich! Wir haben nur minimal an meinem Themenvorschlag gebastelt. Hier ein Wort gestrichen, da eins eingefügt und ZACK, war es fertig. 🙂 Dann haben wir ein Alternativthema geschrieben, ich sollte überlegen, welche mir besser gefällt (natürlich mein zuerst formuliertes) und dann war die Sache geritzt.

Danach haben wir noch so ein bisschen gequatscht, den nächsten Unterrichtsbesuch (Ende September) halb fest gemacht uns gegenseitig viel Spaß in der Schule gewünscht und das war`s.
Nach 39 Minuten waren wir fertig und beide offensichtlich sehr zufrieden.

Weiterer Verlauf: 
Ich habe jetzt das Thema in das offizielle Formular eingetragen, es ausgedruckt, unterschrieben, eingescannt und ans Studienseminar geschickt.
Dann wird es (hoffentlich) vom Prüfungsamt genehmigt.
Und ab 4.10.2012 beginnt für alle der offizielle Zeitraum für das Anfertigen der Hausarbeit.
Am 4.1.2013 (also nach exakt 3 Monaten) wird das Schmuckstück dann vor Ort abgegeben.
Und dann wird es einen Teil unsere Abschlussnote aka Zukunft bilden.

Aber wie gesagt: auch wenn die nächste Zeit sicher nicht ganz so leicht werden wird – ich freu mich drauf. Auch auf die Hausarbeit, weil das eine Sache ist, die mich selbst interessiert, die man gut anleiten kann und auf die ich richtig Lust habe.

Natürlich kann ich euch das Thema nicht sagen, weil ich sonst total leicht zu identifizieren wäre. Und ich muss ja anonym bleiben. Leider. Aber ich denke, dass ihr während der Arbeit sicher einen Einblick bekommen werdet. Ganz bestimmt.

…und nach dem sage & schreibe dritten Artikel heute, entlasse ich euch nun in euren verdienten Feierabend!

In diesem Sinne:
Adios Amigos! 🙂