Erfahrungsaustausch

19 Jun

Nachdem ich u.a. von „Jettalein“ in den Kommentaren nette Anregungen erhalten habe, mache ich’s einfach mal offiziell: 

Welche Materialien findet ihr super für eine erste Klasse? 
Was eignet sich eurer Meinung nach für Ma/D/HSK?
Welche Tipps habt ihr? 

Ich würde mich freuen, wenn eine kleine Literatur & Materialsammlung zustande kommen würde – da hätten sicher einige was davon, nicht nur ich 😉 

Also: womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht? 
Was sollte man beachten? 

Ich fang mal an: 
Das KLASSE2000-Projekt finde ich super. Themen wie Ernährung, Entspannung etc. werden dabei mit fertigen Unterrichtsentwürfen für Lehrer leicht durchführbar gemacht. Zusätzlich dazu kommt ein „Gesundheitsförderer“ in die Klassen und hält pro Schuljahr selbst 2-3 Unterrichtsstunden. Diese Impulse können dann von Lehrern aufgegriffen und fortgeführt werden. Dazu gibt es tolle durchdachte Materialien, auch für die Kinder. Das Ganze läuft (wenn gewünscht) über die komplette Grundschulzeit. 
Bedingung: die Kosten von 200€ pro Schuljahr/Klasse müssen (von einem Sponsor bzw. Paten) übernommen werden. Weitere Info’s findet ihr auf der Website.

Jetzt seid ihr dran!
Ich freu mich auf eure Beiträge! 
Liebe Grüße, 
Frau A. 

[Ich bin mir natürlich dessen bewusst, dass jede Klasse anders ist und andere Bedürfnisse hat – mir geht es um generelle Anregungen und Ideen.]

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21 Antworten to “Erfahrungsaustausch”

  1. MissHalfway 8. August 2013 um 22:39 #

    Ich empfehle noch die Blitzrechnekartei vom Klett Verlag. Gehört eigentlich zum Zahlenbuch, kann aber auch unabhängig davon genutzt werden.
    http://zahlenbuchfanclub.de/?p=2084

  2. Käfer 25. Juni 2013 um 15:33 #

    Ich bekomme im neuen Schuljahr auch zum ersten Mal eine erste Klasse und „muss“ mit der Mimi- Fibel arbeiten. Ich habe allerdings vor, diese als eine Möglichkeit des Lesens von vielen zu nutzen. Zusätzlich bestelle ich die Liesmal Hefte 1 und 2 (bei schnelleren Schülern eventuell später noch das Heft 3)
    Sobald du dir Gedanken über den Klassenraum gemacht hast, würde ich mich über Ideen freuen. Bin da schon die ganze Zeit am grübeln. Wie lagern die anderen die Schülermaterialien? Ablagen oder Stehordner? Oder beides? Gibt es eine separate Leseecke? Was für Sitzkissen nehmt ihr? Da schwirren einem so viele Fragen im Kopf herum….

  3. auchlehrer 21. Juni 2013 um 08:10 #

    Da ich nicht im Grundschulbereich bin, gibt es von mir keine Erfahrungen, aber dafür zwei Links:
    http://www.4teachers.de/?action=showtopic&dir_id=2684&topic_id=2445

    http://blog.4teachers.de/drachenburg

  4. Stephieacasa 20. Juni 2013 um 11:36 #

    Nur mal eine Frage als frische Gymnasiallehrerin:
    inwiefern lassen Grundschullehrer ihre Kinder wirklich so schreiben, wie sie es wollen?

    Bei uns kommen Schüler mit argen Rechtschreibproblemen an und ich höre im Kollegium bei mir viele Vorurteile zur Methodik der Grundschullehrer.

    Was steckt dahinter, wem hilft es, gibt es vielleicht neue, passendere Ideen?

    Danke für eure Hilfe,
    Stephie

    • Souly 20. Juni 2013 um 12:58 #

      Die Rechtschreibleistung ist relativ gesehen schlechter geworden, dass kann man nicht an einer Methode festmachen. Ich arbeite zum Beispiel nicht nach Jürgen Reichens „Lesen durch Schreiben“.

      Die Kinder (zumindest in NRW) werden immer jünger, wenn sie in die Klasse kommen. Es gibt viele große Klassen, eine veränderte Kindheit, es wird prozentual gesehen weniger gelesen und mehr TV konsumiert. 1000 andere Gründe spielen ebenfalls in dieser Sache eine Rolle. Es gibt z. B. Studien, die belegen, dass veränderte Familiensituationen (Patchwork, Scheidung, etc.) starken Einfluss auf die RS-Leistung eines Kindes hat.

      Haben die Gymnasiallehrer wirklich mal geprüft, ob die Kinder, deren Rechtschreibung ’schlechter‘ geworden ist wirklich alle ‚Schreiben lernten, wie sie wollten‘. Letzteres ist, auch wenn ich nicht nach Reichen arbeite, übrigens ein Gerücht.

      Die Kinder lernen nicht zu schreiben wie sie wollen, sondern es geht um das Konzept, dass sie von Anfang an schreiben, zunächst nur die Laute und Wörter, die sie hören können. Nach und nach werden Rechtschreibphänomene eingeführt. Ob dieser Ansatz gut für die Entwicklung der RS-Kompetenz ist oder schädlich bzw. nachteilig gegenüber anderen Methoden, darüber will ich mir keine Meinung erlauben.

      Ich pauke mit meinen Kindern ausführlich die Regeln und lasse sie lernen, aber habe bisher keinen Hinweis darauf/Beweis dafür, dass sie dadurch besser Schreiben als andere. Ich beruhige lediglich mein Gewissen, indem ich sagen kann, wir haben die Regeln besprochen, sie wurden zum Lernen aufgegeben und wir haben sie ausführlich geübt.

      • Alexandra 21. Juni 2013 um 20:59 #

        Toller Kommentar souly *like*

        Anmerkung: Ich hoffe immer, dass die Gymnasialkollegen und sonstige Kritiker auch wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass die Grundschüler von heute vielleicht nicht mehr über die gute Rechtschreibung der 70er Jahre verfügen, dafür aber exzerpierend lesen können, Lernplaklate erstellen können, Mindmaps erstellen können, Pro-Contra-Argumentationen führen können, Referate halten können etc. Auch das ist neben Grammatik, Lesen, Texte verfassen etc. Bestandteil des Deutschunterrichts. Und ja: Da kommt der Rechtschreibunterricht unter Umständen manchmal zu kurz.
        Man muss halt als Grundschullehrer in ca. 5 Wochenstunden Deutsch alles aus dem Lehrplan abdecken.

        An meiner Schule zählt übrigens die Rechtschreibleistung nur 17% der Deutsch-Zeugnisnote. In freien Texten etc. wird die Rechtschreibung auch nicht bewertet (Lehrplan NRW) – es handelt sich mMn schlichtweg um eine Prioritätenverschiebung weg vom RS-Unterricht hin zu einem allgemeinen Deutschunterricht, der seine Spuren in den leistungen hinterlässt.

        Das ist unabhängig von der Methode denke ich.

        Ob das nun gut odert schlecht ist, darüber muss sich jeder selbst eine Meinung bilden.

        LG Alexandra

  5. Jettalein 19. Juni 2013 um 19:33 #

    Und noch zu einer ganz anderen Baustelle: Mathematik. Zählen oder Rechnen? Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Cuisenaire-Stäben gemacht, da meine Lehrerin vom Vorbereitungsdienst hier so ne Art „Vorreiterin“ ist. Ich sehe hier und da, dass momentan viel nach „Dyskalkulie“ geschrien wird…. die Kinder aber keinerlei hilfreiches Anschauungsmittel haben. Darunter verstehe ich weder eine Art „Hunderterlineal“, bei dem schrecklich kleine Striche abgezählt werden sollen, noch ein „Hunderterquadrat“, bei dem die Kinder fleißig vorwärts und rückwärts zählen, ohne jegliche Strategie. Wie seht ihr das so?

  6. Julia S 19. Juni 2013 um 18:19 #

    Ich greif gerade mal das Zitat von jettalein auf: „Und Zusatzmaterial wie Lesedosen, Lies-Mal-Hefte (Jandorf-Verlag -> gleich bestellen, damit du weißt, ob deine Fibel-Kinder LESEN oder gut AUSWENDIG LERNEN)“.
    Hattest du für jedes Kind die Lies-Mal-Hefte (standen sie auf der Bücherliste?) oder wie hast du das gemacht? Ich finde die nämlich prima, bei uns stehen sie aber nicht auf der Bücherliste…

    • Jettalein 19. Juni 2013 um 19:28 #

      Ja, es gab die Lies-Mal-Hefte für jedes Kind. Die wurden damals glaub ich zu Beginn des zweiten Halbjahres angeschafft. Am Elternabend einfach vorgestellt, erklärt, was so toll daran ist, Preis genannt und dann gefragt, wer etwas dagegen hat. Haben immer gleich das Doppelpack gekauft, wobei es dann auch Kinder gab, die gleich bei Heft 3 angefangen haben. Das kann man ja vorher problemlos antesten, wenn man selbst von jedem Heft ein Exemplar hat. Im Heft selbst kann dann jedes Kind im eigenen Tempo arbeiten, z.B. während offenen Unterrichtsphasen und auch in den Ferien. Ich würde sie wahrscheinlich nicht mal auf die Bücherliste schreiben. Man weiß ja nicht, mit welchen Vorerfahrungen die Kinder so kommen. Hab auch die Erfahrung gemacht, dass man sowas gut über Elternbriefe klären kann. So habe ich u.a. meine Karteikästen angepriesen, die unsere Wörterklinik darstellen. Eltern finden es doch auch immer schön, wenn sich der Lehrer drum kümmert, das die kleinen ordentlich lernen können. 🙂

  7. Souly 19. Juni 2013 um 18:07 #

    Ich habe keine Gruppentische sondern eine Quadrat gestellt, obwohl ich früher immer Gruppentische hatte. Aber mittlerweile sage ich mir, Gruppenarbeit wird nicht besser oder schlechter durch Gruppentische. Ich habe gleich von Anfang an gesagt: „Ihr dürft arbeiten wo ihr wollt und mit wem ihr wollt, außer ich sage zu Stundebeginn etwas anderes.“ Einzige Bedingung ist absoluter Flüsterton. Okay, ich gebe es zu, dass klappt mal mehr weniger aber generall recht gut. Man kann vernünftig dabei arbeiten. Und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von ein paar Wochen, klappte es wie am Schnürchen. Während die einen nen Gruppentisch nehmen (der leer in der Mitte steht), schnappen sich andere Teppichfliesen und wieder andere arbeiten auf dem kreisrunden Teppich in der Mitte oder am eigenen Tisch.

    Manchmal werd ich noch gefragt, dürfen wir Partnerarbeit/Gruppenarbeit machen, meist sind es diesselben (unsicheren) Kinder. Ich sag dann „Ihr wisst doch, solange ich nichts anderes sage, dürft ihr.“

    Ich finde allein dadurch hat sich viel Positives in der Klasse bewegt – das soziale Zusammenleben aber am meisten, weil die Kinder wie selbstverständlich in ständig wechselnden Gruppen arbeiten.

    • bambooos 19. Juni 2013 um 18:11 #

      Klingt interessant !
      Wie machst du das dann im Unterricht? Erklärst du die Aufgaben & dann arbeiten die Kinder gemeinsam irgendwo im Raum?
      Hast du auch frontale Phasen oder arbeitest du dann immer so?

      • Souly 19. Juni 2013 um 20:06 #

        Ich mache zu 75% den Stundenbeginn im Sitzkreis mit Legekarten auf dem Boden, um etwas einzuführen. Oder ich bespreche etwas für eine Werkstatt/Lerntheke/Stationenarbeit. Weitere 15% mache ich bestimmt im Tafelkino, indem ich etwas an der Tafel vorbereitet habe, sei es geschrieben oder mit Karten zum Hängen und Umhängen und manchmal – so wie heute – gibt es auch mal nur eine frontale Einführung bzw. Wiederholung.

        Danach gibt es den Arbeitsauftrag und erst dann gehen die Kinder ihre eigenen Wege. Und sofern ich nichts anderes sage, dürfen sie wirklich arbeiten WO und mit WEM sie wollen. Ich habe nur zwei Kinder, denen ich absolut verbiete zusammenzuarbeiten, denn die beiden zusammen sind eine Katastrophe. Allerdings dürfen sie mit Ausnahme dieses EINEN Partners natürlich mit sämtlichen anderen Kindern der Klasse zusammenarbeiten. *g*

        Oft behalte ich mir einige Kinder noch für einen differenzierten Einstieg vier bis fünf Minuten länger da, prüfe noch einmal durch gezieltes Nachfragen, ob sie das Thema verstanden haben und wenn nicht, was oft genug vorkommt, erkläre ich es noch einmal. Hilft zwar nicht immer, aber einen Versuch ist es wert.

        Material differenziere ich, wenn ich ehrlich bin relativ wenig, da wir mit einem Buch arbeiten. Man würde heute gleichschrittiger Unterricht dazu sagen. Aber durch die Gruppen- und Partnerarbeit kommen fast alle Kinder irgendwie immer zum Ziel. Häufig nehmen sich meine starken Schülerinnen schwächerer Mitschüler an – und damit meine ich jetzt nicht ‚Ergebnisse vorsagen‘. Das haben wir am Anfang ein-/zweimal thematisieren müssen, ist aber jetzt kein Problem mehr.

        Ob das jetzt ein Produkt meiner Unterrichtsstruktur ist oder meine Klasse von vorneherein schon sehr sozial war, kann ich dir nicht sagen. Es funktioniert einfach bei meiner Klasse gut. Das muss nicht heißen, dass mein Konzept auf eine andere (z. B. meine nächste) Klasse passt oder dort funktionieren würde.

        Letztendlich muss jeder Lehrer/Lehrerin ausprobieren, was auf ihn/sie und seine/ihre Klasse passt.

        Wenn ich dich jetzt zum ausprobieren motiviert habe, würde mich das freuen. Wäre ja mal interessant zu erfahren, wie andere mit dieser Herangehensweise zurechtkommen.

      • bambooos 19. Juni 2013 um 20:10 #

        Danke für deine ausführliche Antwort!
        Das klingt wirklich interessant & bin ich so noch GAR nicht gewohnt. Werde das mal im Hinterkopf behalten 🙂
        Danke!

  8. Lotta 19. Juni 2013 um 17:57 #

    Ah cool, ich lese deinen Blog auch schon seit längerem und bekomme jetzt auch im neuen Schuljahr das erste Mal eine eigene erste Klasse. Hab im Dezember mein Examen gemacht und habe momentan eine vierte Klasse als Klassenlehrerin. Schreibst du deinen Blog dann auch über die kommende erste Klasse weiter? Wäre super 🙂

    • bambooos 19. Juni 2013 um 17:59 #

      Natürlich!
      Das ist irgendwie über die letzten Monate zur Gewohnheit geworden…und weil eh immer wieder Fragen und Ideen auftauchen ist der Blog echt ne tolle Möglichkeit sich auszutauschen.
      Mal sehen, wie’s uns ergehen wird!
      Liebe Grüße!

  9. Bianca 19. Juni 2013 um 17:19 #

    Willst du denn generell Gruppentische? Oder frontal? U-Form?

    Ich habe mit dem Mathetiger in der 1. Klasse in meiner damaligen Klasse in Thüringen super gute Erfahrungen gemacht. Wir hatten davon die Jahreszeitenhefte. Das passt wirklich immer ganz toll und die sind auch schon differenziert, so dass man das ganz gut nutzen kann, aber natürlich selbst auch noch differenzieren muss. Ansonsten musste ich auch die Fibel nehmen 😦

    • bambooos 19. Juni 2013 um 17:34 #

      Nein, nicht generell. Ich würde frontal beginnen, aber im Raum (je nach Platz) auch gerne Gruppentische oder Materialtische haben – je nachdem.
      Probier ich dann vor Ort aus 😉

  10. Coucou 19. Juni 2013 um 16:44 #

    Für Mathe finde ich die Bücher vom oldenbourg-Verlag „Fredo & Co“ und „Zahlenzauber“ (weiß nicht ob das auch in Thüringen genutzt wird) super. Ich muss leider in meiner 1 ein anderes Lehrwerk nutzen, habe mir aber von den oben genannten jeweils das Prüfpaket für 10Euro bestellt.
    Ansonsten gibt es gute Aufgaben und Unterrichtsentwürfe bei pikas von der Uni Dortmund (einfach googeln).
    Wichtig finde ich auch wie man den Klassenraum gestaltet – hast du dir da schon Gedanken gemacht?

    • bambooos 19. Juni 2013 um 16:48 #

      Darauf freue ich mich schon – hab bisher nur kurz reingeschaut, aber genau planen konnte ich noch nichts.
      Da ich nicht so viele Kinder habe, könnte ich gut zusätzliche Gruppentische als Arbeitsplätze stellen.
      Dann hätte ich gerne eine Leseecke (hab so ne aufklappbare Matratze von Tchibo)…mal sehen.
      Ich denke genauer werde ich mir das in der Vorbereitungswoche überlegen. Hast du gute Ideen dazu?

  11. leonich 19. Juni 2013 um 16:01 #

    Ich bin zwar keine Lehrerin, aber unsere gab schon mal Arbeitsblätter http://www.zaubereinmaleins.de aus.

    • bambooos 19. Juni 2013 um 16:05 #

      Oh ja, das Zaubereinmaleins ist ne tolle Inspiration. Und die einmaligen 20€ für den internen Zugang lohnen sich wirklich!

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