Mündliche Prüfung. Vorbereitungen.

11 Mai

So, ich muss mich mal ein bisschen von dem ganzen Kram ablenken. 😉 
In knapp 12 Tagen steht die mündliche Prüfung an und ich muss zugeben: ich habe den Aufwand etwas unterschätzt! 

Insbesondere die ersten 5 Minuten der Prüfung, in der ich zu einem selbstgewählten, vorbereiteten Thema sprechen „darf“. Die Themen selbst sind geschrieben und abgeschickt. Die Inhalte stehen prinzipiell auch GROB in meinem Kopf…aber jetzt muss ich das Ganze auch noch irgendwie zu Papier kriegen. 

Profi-Tipp von Ex-Referendaren: 
Schreib dir nen Fließtext und lern den auswendig!
Für 5 Minuten reden sind das etwa 2 A4-Seiten am PC. 

Ähm…WAS?!?!?! 
2 Seiten Text auswendig lernen? 
No way. 

Auswendig lernen ist so ne Sache, die ich in meinem Leben noch nie beherrscht habe und auch nie beherrschen werde. Gerade im Geschichtsunterricht war das nicht gerade von Vorteil (auch nicht in der mündlichen Abiprüfung), aber naja. 

Das mit dem Fließtext schreiben probiere ich jetzt erstmal aus – wobei das für mich wohl mehr ein Grundgerüst wird, auf das ich mich stützen kann. So wie ich mich kenne, werde ich das Ganze am Ende wieder zurecht kürzen und auf ein paar kleine Stichpunkte kommen. Liegt mir einfach mehr, als dieses Pseudo-Gesülze. 

Problem: zur Prüfung darf man keine Notizen o.ä. mitnehmen. Man muss also die 5 Minuten fachlich korrekt, ohne etwas zu vergessen, unter Beachtung aller Kriterien und frei sprechen. 

Der Sinn dahinter sollte EIGENTLICH sein, dass man langsam in die Prüfungssituation kommt und zu Prüfungsbeginn sicher ist (weil man ja wenigstens etwas weiß, sollte dann der große Blackout kommen). 
Ob dieser Sinn wirklich erfüllt wird, weiß ich nicht. Und so richtig erschließt es sich mir auch nicht, warum man sozusagen einen themengebundenen Vortrag auswendig lernen soll. 

Sicherlich ist das Wissen dann vorhanden, wenn man sich darauf vorbereitet – dann muss man egtl auch nix auswendig lernen – aber es gibt feste Bewertungskriterien und da muss dies, das und jenes beachtet werden – wovon man sicherlich was vergisst im Eifer des Gefechts. 😉 

Ich lass mich mal überraschen, wie das alles sein wird. 

Momentan merke ich wieder die Beeinflussung meines Soziallebens durch das Ref. In der letzten Zeit war alles relativ entspannt (das habe ich echt gebraucht!), das hat sich wieder geändert. Mein Freund schwirrt hier und da umher, ist gerade auf ner Geburtstagsfeier (mit superleckerem Essen 😦 ) von gemeinsamen Freunden – und ich hocke im Arbeitszimmer und zerbrech mir den Kopf. Prüfungszeit eben. 

Aber das Schöne an der Sache ist ja: in 12 Tagen ist das alles vorbei. Dann hab ich mein Zeugnis und darf mich Grundschullehrerin nennen (sollte es denn klappen…). Darauf freue ich mich schon riesig! 

Trotzdem ist es unwirklich, wie viel Vorbereitung man in die je 5min Einsprechthemen – also insgesamt 15min Vortrag – steckt. Ich glaube da wäre es mir lieber, wenn ich zu Prüfungsbeginn aus 5 Begriffen wählen und zu denen 5min reden könnte. Spontan und ohne mir stundenlang den Kopf zu zerbrechen… 
Naja, die Spontanität wird ja dann im zweiten Teil der Prüfung getestet…mit einem Praxisproblem. 

Dazu schreib ich jetzt aber nix, sonst komm ich mit meinen Konzepten nicht voran. 

Nur so viel noch: Ich bin vor der Prüfung nur noch 3 Tage an der Schule (schulfreien Tagen sei Dank) und muss mich zusammenreißen und die Zeit zuhause nutzen, um was ordentliches auf die Beine zu stellen. Immerhin ist die Mündliche die letzte minimal-kleine Chance, um doch noch das Prädikat „GUT“ auf dem Zeugnis stehen zu haben. 

Und ich bin gut, also sollte das da auch zu lesen sein! 

In diesem Sinne: euch noch ein schönes Wochenende! 😉 
Frau A. 

Ps.: Neben den Vorbereitungen für die Einsprechthemen muss natürlich auch noch für den weitaus größeren Teil der Prüfung gelernt werden. Das gestaltet sich schwierig, weil man prinzipiell alles wissen muss. Gesetze, Lehrplan, Dienstrecht…das ist ein dicker Berg, in dem keine Ordnung herrscht, weil es keine Vorgaben hinsichtlich Lernstoff gibt. 
Allein Dienstrecht umfasst neben Schulrecht, Schulordnung, Lehrerdienstordnung noch diverse andere Verordnungen mit gefühlten 7879 Paragraphen. 
Das kann noch heiter werden. 

Pps.: Wer mir jetzt mit „Selbst Schuld, falsches Zeitmanagement“ kommt, kriegt ne Melone vor die Rübe geworfen. 

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18 Antworten to “Mündliche Prüfung. Vorbereitungen.”

  1. Jan-Martin Klinge 12. Mai 2013 um 16:07 #

    Viel Erfolg.
    Mir hat bei dem Vortrag geholfen, das „Tafelbild“ vorher zu kennen: Also, ich wußte, was ich anschreiben will und habe mich daran durch den Vortrag gehangelt. Das ging ziemlich gut. 🙂

  2. kecks 12. Mai 2013 um 15:49 #

    habt ihr denn keine mündliche abiturprüfung mit eingangsreferat gehalten? in bayern hat das jeder kandidat nach abitur und 1. staatsexamen (vorbereiteter vortrag und dann prfüungsgespräch dazu und zu weiteren themen) mindestens 5x, eher öfter hinter sich gebracht. normalerweise ist auswendiglernen das dümmste, was man machen kann – das ist nur oberflächliches bla, kein tieferes verständnis. lieber vorbereiten wie jedes andere referat im studium auch, so dass du es am ende mit wenigen stichpunkten (sozusagen die gliederung in stichpunkten) auf einem spickzettel halten kannst. dann trägst du das anhand der spickzettel einfach 2-5x oder so deinem freund, der wand oder dem gras im balkonkasten vor (man soll ja mit pflanzen sprechen 😉 ). danach kannst du es dann auch ohne spickzettel in der prüfungssituation referieren. eh voilá… 😉

  3. kaffeekännchen 12. Mai 2013 um 11:28 #

    hast du während des studiums keine mündlichen prüfungen mit einsprechthema (frei gewählt, vom prüfer vorher abgenickt, 5-10minuten) gehabt?

    • bambooos 12. Mai 2013 um 11:46 #

      Nö, nicht wirklich.
      Bachelor/Master in Erfurt war fast ausschließlich Noten durch Klausur, Hausarbeit oder Vortrag. In den 4,5 Jahren hatte ich 2 mündliche Prüfungen, in denen ich das Thema erst während der Prüfung erfahren habe.

      • kaffeekännchen 12. Mai 2013 um 13:20 #

        hmm, okay. dann bereitet uns die uni leipzig schon ganz gut auf die prüfungen im ref vor.
        dennoch bin ich der meinung, dass du das schaffst!!! ich drück dir jedenfalls die daumen! 🙂

      • bambooos 12. Mai 2013 um 13:26 #

        Dankeschön!
        Wird schon alles werden, bin ja nicht die Erste, die das über sich ergehen lassen muss 😉
        Die Uni Erfurt hat noch viel aufzuholen in Sachen Lehrerausbildung…aber es wird langsam. Leider hab ich da nix mehr von 😉

  4. kekss 12. Mai 2013 um 08:59 #

    Huhu frau a. 🙂
    Ich hatte vor 2 wochen meine mdl.-bin jetzt euch fertige (gym)lehrerin und weiss genau,wie du dich fuehlst!du schaffst das 🙂

    Aber lass dir gesagt sein,dass die einsprechthemen wirklich flutschen sollten und du am besten die ganze zeit ohne punkt und komma reden solltest!!!
    Duerft ihr praxisbeispiele mitbringen?das kam bei mir seeeeeehr gut an!

    Tschaka,ich druecke dir ganz doll die daumen-und bald beginnt auch fuer dich der angenehmste teil des refs 🙂 🙂 🙂

    • bambooos 12. Mai 2013 um 11:47 #

      Hey!
      Mitbringen dürfen wir nix, aber wir dürfen natürlich mündlich praktische Beispiele/Umsetzungen nennen.
      Ist sogar ein Bewertungskriterium bei uns…mal sehn wie’s wird 😉

  5. Zauberlehrling 11. Mai 2013 um 20:08 #

    Von wegen falsches Zeitmanagement! Ich hab bisher in meinem ganzen Studium (2.Mastersemester) nichts zu den von dir genannten Themen gehört oder gelesen…. Also weiß ich ja, was ich in den Sommerferien noch nachholen kann… Super freu ich mich ja mal riesig!!

    Dir alles gute für die Prüfung!! 😉 bin von deinem Blog begeistert und verfolge gespannt, was dir alles passiert / über den Weg läuft und lerne für meine Zukunft gleich mit 😉

    LG Zauberlehrling

    • bambooos 11. Mai 2013 um 20:11 #

      Schön zu lesen, das es anderen was bringt 🙂
      Mit den Gesetzen musst du dich noch nicht befassen, das kommt dann alles im Ref. Eins nach dem anderen!

      Liebe Grüße 🙂

  6. Susi-q 11. Mai 2013 um 19:54 #

    Frau A. du schaffst das! =) So wie es schon Tausende vor dir geschafft haben. =)

  7. Smut 11. Mai 2013 um 17:21 #

    Wirf schon mal die Melone ich sag dir das schon die ganze zeit und der U. auch. Ätzend wenn die Alten immer recht haben!!!!! Und ja du bist gut!!!!!!!! Glaub an dich und es wird funktionieren. Aber ohne Fleiß keinen Preis und wieder haben die alten recht 😎😎😎😎😎

  8. umblaettern 11. Mai 2013 um 15:36 #

    Mir geht’s genauso, ich hab meine letzten Prüfungen am Dienstag und Mittwoch, ich bin aber auch so ein schrecklicher Prokrastinierer…. vor allem GSB treibt mich in den Wahnsinn, dabei sind das gerade mal 10 Minuten Prüfung…

  9. auchlehrer 11. Mai 2013 um 15:31 #

    Wenn du so gar kein Auswendiglerntyp bist – hast du es schon mal mit einer Mindmap versucht? Da kann man sich an den Zweigen langhangeln und die Gefahr des Vergessens ist nicht ganz so groß. Und die Entspannung zwischen den Lernabschnitten nicht vergessen, sonst hast du bald selbst “ ’ne Rübe wie ’ne Melone“ 😉

    • bambooos 11. Mai 2013 um 15:33 #

      Oaaar…Mindmaps. Ganz schlimm. Viel zu unorganisiert. Ich mag Stichpunkte 😉

  10. stellinchen 11. Mai 2013 um 15:09 #

    Iiiich will eine Melone!!!
    “Selbst Schuld, falsches Zeitmanagement”
    *gespannt abwartet* 😀

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