Stundenplanung – analog oder digital?

29 Apr

Nachdem ich gestern bei Twitter dieses Foto hochgeladen hatte, bekam ich ein paar ungläubige Rückmeldungen:

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Die Reaktionen:
„Aufm Block?!“
„Was für eine Papierverschwendung!“

Im anschließenden Gespräch stellte sich heraus, dass Herr Larbig (Lehrer, Blogger, Neue Medien-Spezialist) seine Vorbereitung fast ausschließlich digital tätigt.
Hier ein paar Auszüge aus dem Gespräch:

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Jetzt meine Frage an euch:
Wie handhabt ihr eure Unterrichtsvorbereitung?
– handschriftlich auf einem Block?
– im PC eingetippt & ausgedruckt?
– direkt am Tablet?
…oder ganz anders?

Bei mir ist das momentan ne Mischung aus handschriftlich und am PC getippt, ausgedruckt & mitgenommen. Das produziert viele lose Blätter, die wieder irgendwie irgendwo abgeheftet & einsortiert werden müssen. Chaos.
Da klingt Herrn Larbigs Variante doch gar nicht mal so schlecht, oder?

Mich interessiert eure Meinung & eure Erfahrungen, also fleißig kommentieren!

Liebe Grüße,
Frau A.

Ps.: ich hab die Planung für morgen mal ins iPad getippt & nehm’s mal mit in für Schule – testweise. Werde berichten!

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19 Antworten to “Stundenplanung – analog oder digital?”

  1. Julia K. 4. Mai 2013 um 14:14 #

    Also an meiner Schule gibt es nur wenige Räume mit Beamer oder Whiteboard, da plane ich doch lieber am Schleppi, drucke aus und hefte hinter her ein. Papierverschwendung hin oder her, aber der Technik trau ich eh nie ganz und am Ende ist alles weg. Und alles zig mal sichern und speichern und Speicherplatz verbrauchen, Laptop zumüllen etc. – das ist gar nicht mein Ding!

  2. Lawweline 1. Mai 2013 um 17:36 #

    Es wäre interessant zu wissen, in welcher Schulform herrlarbig unterrichtet. Für mich ist das nicht unwesentlich. Irgendwie kann ich mir ipads in Weiterführenden Schulen besser vorstellen. Für die Grundschulen stelle ich mir sie tatsächlich etwas unpraktisch und zu empfindlich vor. Außerdem hilft es natürlich deutlich mehr, wenn Beamer, etc. vorhanden sind, beim OHP nicht so. Aber bei Gelegenheit würde ich es mal testen!

    • bambooos 1. Mai 2013 um 17:44 #

      Soweit ich das mitbekommen habe ist er in der Oberstufe, ich tippe auf Gymnasium. 🙂

      • Lawweline 1. Mai 2013 um 18:59 #

        Da passt das im direkten Unterricht vielleicht mehr hin. In der Uni gab es schließlich auch Dozenten mit iPad. 🙂 Kann mir nicht vorstellen im Sitzkreis ein iPad vor mich auf den Boden zu legen.. 😉

      • bambooos 1. Mai 2013 um 19:01 #

        Das nicht. Bilder etc würde ich auch weiterhin ausdrucken & mitbringen…aber die Planung ohne Papier & abheften ist schon verlockend. 🙂

  3. B is for beauty 1. Mai 2013 um 09:38 #

    Also ich hab zum Einstieg in meine erste Stelle von meinem Freund ein Ipad bekommen und hatte vor, es komplett in der Schule zu nutzen. Leider finde ich es dann doch nicht ganz ideal für mich.

    Wenn ich schnell mal was nachgucken will muss ich es immer erst aus der Hülle fummeln und den Code eingeben und dann ind ie jeweilige App. Ich hatte meine Ablaufpläne in den Notizen (diese integrieret App) und es klappte so la-la, weil das Ipad ja zum Energiesparen wieder auf dunkel schaltet. Dann musste ich erst immer wieder den code eingeben, das hat mich genervt. Und Umstellen auf ewig lange an bleiben wollte ich auch nicht.

    Ich habe ein interakrives Whiteboard mit Internet, so dass ich das Ipad auch nicht zum abspielen brauche.

    Fürs Termine machen ist es super, aber ich habe auch ein Iphone, was ich dafür nutzen kann, wenn ich eine synchronisation mit anderen Geräten will.

    Dieser Woche bin mich wieder bei meinem Ref-Analog-System angekommen. Ich habe eine Mappe, mit verschiedenen Fächern, wo ich die Materialien für die einzelnen Stunden dann drin habe, den Verlauf kurz auf nem Zettel. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Stundenentwürfe so nie wieder nutzt, deshalb hebe ich sie nicht auf.

    Neu probiere ich jetzt allerdings aus, in A4-Heften den Verlauf und Tafelbild pro stunde festzuhalten, das ist mir wichtig um den Überblick über die Hefterführung der kids zu behalten. Habe erstmals eine 5. und 6. Klasse, vorher 9. und 10. da musste ich nicht so hinterher sein.

    So ganz durch bin ich noch nicht, vielleicht geb ich dem Ipad noch ne chance, weil der Lehrerkalender mich schon wieder nervt, weil er so riesig und schwer ist …

    Aber gut dass du diesen Post geschrieben hast. So kann man sich mal inspirieren lassen

  4. herr_mess 30. April 2013 um 17:29 #

    Ich mach eigentlich alles immer noch old school auf Papier. Das Konzeptpapier steckt bei mir in Klarsichthüllen zusammen mit den Unterrichtsmaterialien der jeweiligen Stunde und gut is. Mir war gar nicht klar, dass so viele Lehrer mittlerweile auf digital bei solchen Dingen umgestiegen sind…

  5. Susmusik 30. April 2013 um 16:11 #

    Irgendwie komme ich mir bei diesen Schilderungen ziemlich alt vor, obwohl ich sonst in allen anderen Lebenslagen nicht auf den Segen der Technik verzichten möchte. Ich habe pro Schuljahr eine feste Kladde (so ähnlich wie die guten A4 Lehrerkalender nur ohne eingedrucktes Kalendarium). Pro Woche gibt es dann insgesamt vier Seiten, so dass die Kladde über das ganze Schuljahr reicht. Vorne stehen alle wichtigen Dinge wie z. B. Stundenpläne, Telefonnummerns, Plus- / Minusstunden. Hinten sind die Klassenlisten für Zensuren usw. Am Ende des Schuljahres kommt das Buch zu den anderen ins Regal
    Da ich die Unterrichtseinheiten immer so ziemlich zur gleichen Zeit im Schuljahr mache, finde die betreffenden Verlaufsplanungen recht schnell. Und Platz für spontane Anmerkungen ist auch immer. Vom zeitlichen Aufwand her neige ich persönlich dazu, am Rechner zu viel Zeit für Formatierungen aufzuwenden. insofern bin ich mit der handschriftlichen Variante deutlich schneller,

    Vorteile in meinen Augen:
    – Unabhängigkeit von Technik
    – Man kann das Buch immer mitnehmen und notfalls auch längere Wartezeiten nutzen und Unterrichtsvorbereitungen machen.
    – Da es ein Buch pro Schuljahr ist, hält sich der Papierwust und die anschließende Archivierung in Grenzen.
    – Es ist unempfindlicher als Tabletts – in lauten Klassen als Effekt mal flach auf den Tisch geschlagen bringt eine enorme Wirkung 😉
    – Man lebt den Kindern vor, dass man auch heute noch mit der Hand schreiben kann (Grundschule) und sich eine übersichtliche Heftführung bezahlt macht.

    Nachteile:
    – Ich kann halt keine digitalen Medien damit erstellen – aber da unsere technische Ausstattung ohnehin unterirdisch ist, vermisse ich das nicht.

    Obowhl wir im Kollegium viele sehr junge Kolleginnen haben, ist bei uns interessanterweise die Buchform oder der Lehrerkalender das Mittel der Wahl zur Verlaufsplanung.

  6. knisterbunt 30. April 2013 um 08:57 #

    Ich habe meine Grobplanungen meistens ausgedruckt bei den Unterlagen dabei. Dort streiche ich an wenns ich was ändert oder verschiebt. Richtige Stundenplanungen mache ich (wenn, dann) am Laptop, den ich wegen Beamer, USB-Sticks und Co eh dabei habe. Nur wenn ich Besuch vom Schulleiter oder so krieg druck ich das ganz ausführlich für uns beide aus :p

  7. frauxy 29. April 2013 um 20:54 #

    Ich glaube, ich bin auch noch ziemlich „oldschool“ und notiere mir zumindest die ersten Planungsschritte und die ersten Gedanken zum Thema. Steht soweit alles, tippe ich es schließlich digital ab.
    Ich brauche auch Papier, obwohl ich weiß, dass es echt eine ziemliche Papierverschwendung ist, aber vielleicht führt mich mein Weg in Zukunft auch zur komplett digitalen Planung, insofern ich dann ein Tablet besitzen sollte 😉

  8. FrauSchuetze 29. April 2013 um 19:08 #

    Hallo,
    Ich arbeite nur noch digital – Unterrichtsvorbereitung mit Evernote, habe hier schonmal drüber gebloggt: http://may2.wordpress.com/2013/03/19/evernote/

    • bambooos 29. April 2013 um 19:19 #

      Danke für den Tipp – werd mir das mal anschauen 🙂

  9. Florian Emrich 29. April 2013 um 16:37 #

    Ich tippe meine Planung in OneNote am PC. So habe ich sie über den Umweg Skydrive auch direkt auf dem Tablet (Nexus7) und kann im Unterricht auch mal drauf schauen. Auch sonst mache ich alles digital: Hausaufgabenliste, Kakaoliste, Checklisten sogar Beobachtungsbögen usw.

  10. Smut 29. April 2013 um 15:02 #

    Schlauer Herr Larbig machs so und wo du dein eigenes i Pad herbekommst weißt du ja!!!!!! 😘😘😘😘😘😘😘

  11. lottamachtkrach 29. April 2013 um 14:53 #

    Ich mache meine Reihenplanung digital (und drucke sie aus) und meine detailierte Stundenplanung handschriftlich. Damit muss ich im Unterricht arbeiten. Sie abhaken, Eintragungen machen…
    Die hefte ich dann im Anschluss in einen Ordner (Deutsch Klasse 7) hinter die Reihe.
    Wenn ich dann ein Jahr später mit der nächsten Klasse das selbe Thema bearbeite, hole ich Reihen- sowie Stundenplanungen aus besagtem Ordner raus und überarbeite sie. Da helfen dann meistens meine handschriftlichen Notizen besonders gut. So sehe ich dann wieder wo es gehakt hat, wo die letzte Gruppe schneller war als geahnt und so weiter…

    Das ipad nutze ich zwar auch im Unterricht, aber eher als reines Vorführmedium. PPTs, Videos oder Bilder lassen sich ganz leicht per Beamer auf die Wand werfen.
    Aber soweit wie Herr Larbig gehe ich noch lange nicht. Ich brauche Papier im Unterricht.
    Ich habe auch trotz Teacher Tool und Handykalender einen ganz normalen Taschenkalender und ein Notenheft.

    Jeder muss seinen eigenen Zugang zur Unterrichtsorganiosation finden. Und bei mir funktioniert eine Mischung aus Analog und Digital am besten.

  12. zappelbein 29. April 2013 um 14:24 #

    Ich mache meine gesamte Planung immer digital, aber leider drucke ich alles aus (und schmeiße es nach Gebrauch weg, weil ich diese Papiermengen hier nicht haben will). Nur Folien und anderes Material hebe ich auf und hefte es zum Wiedergebrauch ab.
    Irgendwie habe ich es noch nicht geschaftt, auch im Klassenzimmer digital aufzutreten. Woran das liegt? Laptop zu schwer und Tablet nicht mit dem Beamer kompatibel? Könnte ein Grund sein… Und auch die Reaktion der Schüler, als ich einmal mein Tablet mitgebracht hatte. Plötzlich liegt die ganze Aufmerksamkeit auf dem Tablet und nicht mehr dem Unterrichtsstoff. Ob das Gewöhnungssache für die Schüler ist?
    Ich bin jedenfalls noch unzufrieden mit diesem System und möchte komplett digital arbeiten (bis auf Notizen im Unterricht und Noten eintragen etc. – da vertraue ich der Technik dann doch noch nicht genug!). Vorteile sind eindeutig: Es ist ökologischer und der Computer findet die Schlagworte schnell wieder.

  13. jezabelbotanica 29. April 2013 um 13:59 #

    Meine Deutschlehrerin macht ihre Stundenvorbereitung per Hand. Dabei hat sie allerdings schnöde DIN A5 Hefte. Für jedes Thema ein Heft, die sie dementsprechend immer wieder hervorholt, wenn sie das Thema neu hat. Auf einem extra Zettel kommen dann immer die Notizen aus der Stunde, die sie in der nächsten wieder ansprechen möchte.
    Auch alle anderen Lehrer machen, unabhängig vom Alter, alles analog.

    Digital hat sich bei unserer Lehrerschar noch nicht durchgesetzt.

  14. Frau Ella 29. April 2013 um 13:54 #

    Ui – ein spannendes Thema. Momentan mache ich meine Planung überwiegend am PC und drucke mir die Verlaufspläne dann für meine Stunden aus, sodass ich zu jedem Thema einen Ordner mit allen Verlaufsplänen und Materialien habe.
    Allerdings finde ich auch, dass das an und für sich unnötige Papierverschwendung ist und würde lieber auf’s Tablet umsteigen. Eine meiner Ausbildungslehrerinnen macht das und nutzt gleichzeitig so auch die Beamer in den Klassenräumen. Absolut perfekt. Da will ich auch hin (so ich denn eine Stelle bekomme).
    Andererseits muss ich aber auch sagen, dass ich, wenn ich handschriftlich plane, meistens konzentrierter arbeite…

  15. Souly 29. April 2013 um 13:52 #

    Ich habe ein Wochenraster, ähnlich wie einem Stundeplan, in das ich alle meine Fächer und Klassen als Zellenkopf eingetragen habe. Darunter kommt in Schriftgröße 8 die grobe Planung der Stunde + Hausaufgaben.

    Ausführlich Notizen kommen nur noch bei neuen oder sehr umfangreichen Themen (Projekte, Werkstätten, …), weil die eine stärkere gedankliche Planung und Strukturierung voraussetzen.

    Den Plan drucke ich dann auch und gucke jedes Mal vor der Stunde drauf.

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