Resozialisierung

17 Mrz

Nachdem die ersten 2einhalb Monate des Jahres massiv stressgeplagt waren (Abschlussarbeit, 2. Lehrprobe, Prüfung) und ich mein Arbeitszimmer selten bis nie verlassen habe, findet langsam die Wiedereingliederung in die normale Menschheit statt.

In den letzten Wochen bestand die Woche aus:
– Aufstehen, Fahren, Schule, Fahren, Nickerchen, Schreibtisch, Schlafen
Und das Wochenende aus
– Aufstehen, Essen, Schreibtisch, Essen, Schreibtisch, Schlafen

Damit ist jetzt Schluss! 

Aus dem massiven (und wenn man nach der Note geht VÖLLIG unnötigen, weil nicht erfolgreichen) Arbeitsaufwand entstand eine massive Einigelung, sodass ich außer meinen Kollegen und meinem Freund so gut wie niemanden mehr zu Gesicht bekommen habe.
Freunde? Keine Zeit.
Familie? Tut mir leid.
Putzlappen? Nee danke.

Jetzt, wo sich der Stress langsam verflüchtigt und ich „nur“ noch die normalen Stundenplanungen machen muss, kann ich wieder aufatmen und genehmige mir ein paar soziale Kontakte. Das freut mich vor allem für Schatzi, weil er in den letzten Wochen überall ohne mich auftauchen musste und in Dauerschleife „Sie schreibt gerade Abschlussarbeit/Lehrprobenentwurf/Prüfungsentwurf“ runterbeten musste.

Jetzt bin ich wieder da und kann selbst von meinen großartigen Taten berichten 😉
Na gut, wenn jemand nach der Prüfung fragt, sage ich trotzdem nur „Bestanden“ – die Noten gehn mir einfach nicht über die Lippen. Sollte ich irgendwann damit klarkommen werde ich sie sagen, aber solange mich das noch so sehr grämt bleiben sie unter Verschluss. 

Nun ja. Dieses Wochenende stand also die massive Resozialisierung auf dem Programm…:

Freitag: 
– Schatzis Eltern und Schwester besuchen.
Besonders seine Schwester (3.Klasse) hing an mir wie eine Klette und freute sich wahnsinnig, mich endlich wieder zu sehen. Sie erzählte mir Geheimnisse, wollte meinen Rat, zeigte mir neue Sachen und verabschiedete sich – wenn auch widerwillig- mit den Worten „Schön dass du da warst, kommst du morgen wieder???“  – was kanns schöneres geben?!

Samstag: 
– Shopping mit Mutti & Schwester
Unser letzter Mädelsausflug war schon so lange her, dass ich mich kaum dran erinnern kann. Das liegt einerseits an meinem Arbeitspensum, andererseits am Arbeitsplatz meiner Schwester, der in den letzten Jahren ein Kreuzfahrtschiff mit weltweiten Zielen war. Also haben wir die Chance genutzt und waren ne Runde einkaufen, quatschen, Tee trinken. Sehr schön! Gekauft hab ich nicht viel – ich geb mein Geld bekanntermaßen ja lieber für Benzin aus… 😉

– Besuch bei Freunden
Auf dem Heimweg setzten mich die Mädels ab, ich sprang zu Schatzi ins Auto und düste mit ihm ohne Pause direkt zu unseren Freunden. Die habe ich NOCH länger nicht mehr gesehen – und war dementsprechend völligst entzückt über die Entwicklung ihrer beiden Kinder. Schon verrückt, wie schnell das alles geht. Inzwischen kann man sich mit dem Großen (wird dieses Jahr 3) richtig unterhalten…und sich über sein Geplapper amüsieren. Als er seinen Teddy mit den Worten „Er ist wieder gesund. Er hat Vitamiiiiiine gegessen!“ aufrichtete, lag ich vor Lachen in der Ecke. Hallo? Vitamine? Herrlich! 🙂
Und auch so war es schön, einfach so quatschend auf der Couch zu hocken und zusammen zu sein.

Sonntag 
– Schatzi-Tag
Normalerweise hat Schatzi sonntags immer gegen Nachmittag die Wohnung verlassen, damit ich in Ruhe meinen Schreibkrams erledigen konnte. Heute blieb er da. Wir haben zusammen gefrühstückt, ein bisschen aufgeräumt, gequatscht und waren einfach mal zusammen. Das war auch mal schön.

Die Stundenplanung hab ich wie immer auf den späten Abend verlegt, gleich nachdem ich den Antrag zur Reisekostenerstattung ausgefüllt habe.
GLÜCKLICHERWEISE werden die Fahrtkosten nämlich seit 2013 wieder erstattet. Das bedeutet zwar dennoch den massiven Geldverlust von 10 Monaten in 2012, aber immerhin werden 2013 die letzten 8 Ref-Monate noch gezahlt.
Um den Antrag auszufüllen, wird wohl mindestens Abitur und n Internetzugang vorausgesetzt – sonst ist man kaum in der Lage, das Ding zu bewältigen.
384.000 verschiedene Sachen muss man da angeben, ausfüllen, eintragen…irre!
Ich hab’s nach bestem Wissen und Gewissen gemacht – mal sehn ob mein Chef mich morgen auslacht weil alles falsch ist – oder ob er das Ding ohne Mängel unterschreiben kann…ich bin gespannt.
SOLLTE der Antrag so durchgehen, wie ich ihn gestellt habe, werd ich endlich mal was zurück kriegen von den dicken Ausgaben der letzten Monate. Wie gesagt, allein der Sprit für Januar war 360€ wert. Und da waren noch anteilig Weihnachtsferien dabei. Verrückt, wirklich. ABER: ich will mich nicht beschweren. Die Fahrtkosten werden ab 2013 wieder erstattet und das freut mich sehr sehr sehr! Eine kleine Entlastung von dem Belastungsberg – juchu!

In diesem Sinne grüßt: eine teilresozialisierte und ganz zufriedene
Frau A.

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Eine Antwort to “Resozialisierung”

  1. schmani 20. März 2013 um 08:58 #

    Hey ho, Fahrtkostenrückerstattung ist sooo ein tolles Wort 🙂 Hatte im Februar auch 115 Euro und im März bin ich auch schon wieder bei 90 Euro… Bei uns werden aber nur Fahrten erstattet bis 200 km… (pro Fahrt)… Wenn ich also vom einen Ende des Schulkreises bis zum anderen muss komme ich grade noch mit 195 km hin… phu.. 😛

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