Es reicht.

12 Mrz

Ho, der große Tag. Jetzt ist er rum. Zumindest was die Prüfung betrifft. 
Jetzt wollt ihr sicher wissen wie’s gelaufen ist, nachdem ihr mir seit Tagen die Daumen drückt und mich unterstützt. 
Aber ich fang woanders an. 

Wenn ich nicht schon so weit gekommen wäre, wenn ich nicht Abitur, 4einhalb Jahre Studium und inzwischen 13 Monate Referendariat hinter mich gebracht hätte, um meinem Ziel Lehrerin zu werden entgegen zu kommen…wenn das alles nicht wäre, würde ich den ganzen Scheiß gerne hinschmeißen. 
Nicht wegen dem Beruf. Der Beruf ist toll. 
Aber dieses System kotzt mich einfach nur an. Entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber das muss jetzt einfach mal sein. 
Was ist das für eine Ausbildung, in der man 4einhalb Jahre zu 80% sinnlosen Mist beigebracht kriegt. Was für eine Ausbildung, bei der man nach ein paar Monaten Referendariat wundervolle Stundenziele formulieren soll. Was für eine Ausbildung, der das fachliche über alles geht? Was für eine Prüfung, in der man gesagt bekommt, dass man eine super Lehrerin ist/wird, dass man Leute wie MICH braucht, dass man mir die Freude am Beruf anmerkt, dass dass genau mein Ding ist, dass ich nen Draht zu den Kindern habe, dass ich eine super Art habe…kurz: dass ich eine Lehrerin bin… was ist das für eine Ausbildung, der dass in der Prüfung scheißegal ist, wo genau DAS nur minimal zählt, wo sich an der „falschen“ Einordnung im Lerngebiet des Lehrplans aufgegeilt wird, wo Kleinigkeiten kritisiert werden… wo man eine Note entgegengeschmettert bekommt, die einem die Socken auszieht und einem an dem ganzen System, an den vielen Stunden Arbeit, an den tausend Gedanken zu den Stunden zweifeln lässt? 

Ich werde euch meine Noten nicht sagen. Ich habe bestanden, alles cool. Aber die Art und Weise, mit der bei sowas argumentiert wird ist absolut mistig. Es ist völlig Schnurz, wie handlungsorientiert meine Stunde war (die Kinder bekamen von mir den Zahnarten entsprechende Nahrungsmittel zum ausprobieren, z.B. Möhre für den Eckzahn). Es ist völlig Schnurz, wie anschaulich es war (die Kinder hatten auf jedem Gruppentisch ein Gebiss zum anschauen, anfassen, entdecken). Es ist egal, dass ich heute nichts zerredet, sondern genaue Anweisungen gegeben habe. Es ist egal, wie strukturiert alles war. Völlig Hupe. 

Liebe mitlesende Lehramtsanwärter, für eure Zukunft: 
Um im Referendariat gute Noten zu bekommen reicht es fast völlig, wenn man den Lehrplan in und auswendig kennt, alles einordnen kann, super Ziele formulieren kann und auch sonst ein fachliches Supergenie ist. 
Ob ihr mit den Kindern klarkommt? Egal. 
Ob ihr Spaß an der Sache habt? Egal. 
Ob euer Plan funktioniert? Egal. 
Hauptsache die fachliche Fundierung sitzt einwandfrei und eure Ziele wurden dem entsprechenden Lernbereich korrekt zugeordnet. 
DAS. IST. WICHTIG. 

Alles andere? Kleine Sandkörner auf der Waagschale. Unbedeutend. Für die Prüfung nicht relevant. 

Jetzt könnt ihr sagen: „Scheiß drauf, egal. Bestanden ist bestanden.“ 
Sicher. 
Aber es ärgert mich. Es ärgert mich, weil es keine scheiß Stunden waren. Es ärgert mich, weil nur das Fachliche wichtig ist. 
Meine Entwicklung als Lehrerin (die ich ohne Zweifel gemacht habe) ist einfach nur egal. 

Das ärgert mich, macht mich traurig und nervt. Sehr. Und ich hab grad auch null Bock mich morgen ins Studienseminar zu setzen und freundlich zu sein. Null. Weil es irgendwie weh tut, wenn die viele Arbeit nicht honoriert wird. Wenn es schlechtgeredet wird. Wenn 2 popelige Stunden eine Aussage dazu machen sollen, was ich kann. 
Das tun sie nicht. 
Das weiß ich auch. 
Und es ist vorbei. 
Rum. 

Was mich ärgert ist einfach, dass man es scheinbar NIE NIE NIE Recht machen kann. Egal was ich gemacht habe, was ich geändert habe, was ich mir überlegt habe – es war nie gut genug. Egal wie sehr ich mich angestrengt habe – irgendwas wurde immer kritisiert. Egal was ich gemacht habe – es war nie einfach nur gut. Nie. 

Und wenn ich dann von den Anwesenden mir näher stehenden Leuten höre, dass sie die Stunden gut fanden, dass es gut funktioniert hat, das es lief. Wenn mir das Leute aus der Praxis mit Jahrzehnten Berufserfahrung sagen. Dann knallt es einen umso mehr weg, wenn in der Auswertung erst eine Lobrede zur Lehrerpersönlichkeit geschwungen wird – und einem dann die Note hingeschmissen wird. 

Puh. 

Vielleicht klingt das jetzt alles sehr dramatisch, undankbar, schlimm – was weiß ich. Einige der genannten Kritikpunkte verstehe ich – andere sind mir schleierhaft. Zumindest in deren Schlagkraft auf meine Note. 

Nun ja. Ich lass euch jetzt allein mit dem Text. Werde mir jetzt die kleine Flasche Sekt, die ich von der Prüfungsvorsitzenden bekommen habe auf machen und mich auf die Couch knallen. 
Heute passiert nichts mehr. 
Null. 
Und morgen auch nicht. Angesichts der Wetterbedingungen (auf der Heimfahrt hing ich zweimal beinahe in der Leitplanke, die Autobahnen sind nicht geräumt – und es schneit immernoch) werde ich mich heute nicht auf den Weg ins Seminar machen. Und morgen ebenso wenig. Aufwand-Nutzen stehen für mich morgen in keinem Verhältnis. Und so wie meine Nerven gerade aussehen, möchte ich keine 3 Stunden bei Glatteis und Schnee auf der Straße verbringen. Eine entsprechende Mail werde ich gleich aufsetzen. Leider fällt damit auch meine morgige Abendplanung (Lesung in Erfurt) ins Wasser, aber… ich brauch einfach mal ne Pause von dem ganzen System. 
Es reicht. 

In diesem Sinne: vielen Dank für die vielen gedrückten Daumen und die vielen Mutmacher, die ich in den letzten Tagen von euch bekommen habe. Es ist schön zu wissen, dass ihr mit mir mitfiebert, mir Tipps gebt und an mich denkt. Danke dafür. 

Es tut mir leid, dass ich heute keine Freundennachricht für euch tippen konnte – manchmal läuft es eben anders als gedacht und gewünscht. 

Trost 1: beide Noten zählen je nur 10%
Trost 2: die Frau vom Schulamt fand mich super & stellt mich bestimmt ein, wenn es dann so weit ist. Wenigstens eine Stelle, an der die Lehrerpersönlichkeit was zählt. Spitze. 

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41 Antworten to “Es reicht.”

  1. Sambiana 17. März 2013 um 15:47 #

    Mir ging es genauso.

    Augen zu und durch.

    Das Wichtigste ist, dass du deinen Beruf und die Kinder liebst. Dann hast du viele schöne Jahre vor dir. Das Referendariat wird bald vergessen sein.

  2. papillionis 15. März 2013 um 15:34 #

    Erst einmal Glückwunsch zur bestandenen Prüfung! 🙂 Du hast es nun geschafft!

    Es ist wirklich schade, wie viel von den Prüfpersonen abhängt. Ich hatte sowohl mit meinen Seminarleitern, als auch mit der Prüfungskommision viel Glück gehabt und kann diese Erfahrung glücklicherweise nicht teilen. Lass dich nicht entmutigen!

    LG,
    papillionis

  3. MissMaybe 14. März 2013 um 18:58 #

    An diejenigen, die der wochenlangen akribische Vorbereitung der Lehrprobe huldigen: ich bekam 5 Werktage vorher Bescheid – Mittwoch. Am Donnerstag stand der Unterrichtsverlauf mit Lernzielen, am Samstag habe ich den Rest des Entwurfes getippt, am Montag hatte ich Lehrprobe.
    Ging alles.

    Wer eine Stelle bekommt, geht in der Regel nach dem Wahlfach und dann knallhart nacb dem Schnitt bzw. in meinem Bundesland nach dieser Zahl, die aus verschiedenen Faktoren errechnet wird.

  4. kecks 13. März 2013 um 20:44 #

    auch wenn ich zur wichtigkeit fachlicher inhalte ganz anderer meinung bin als du (ich finde, dein text oben spiegelt sehr schön, warum schlechte ziffernnoten meist nichts gutes beim bewerteten bewirken…)- ist wirklich egal! du hast es geschafft, du hast bestanden, du wirst vermutlich eine stelle bekommen, du machts den job gern und vor allem – du machst ihn offenbar wirklich gut. das ist wichtig. der rest ist vorbei und nicht mehr zu ändern. dicke gratulation und lass dich gebührend feiern! 🙂

  5. ExLAA 13. März 2013 um 14:34 #

    Liebe Frau A.,

    ich lese Ihren Blog immer mal wieder. Da ich selber das Ref vor nicht all zu langer Zeit absolviert habe, finde ich Ihre Ausführungen sehr interessant. Aber die Schuld nur an den Seminarleiterinnen oder den Fachleitern zu suchen schon sehr zweifelhaft. Ich war auch in Ihrem Studienseminar und trotz mancher zwischenmenschlicher Probleme wurde ich immer fachlich korrekt bewertet. Man kann sicher immer über 1-2 Notenpunkte streiten, aber wenn es nur im tiefen einstelligen Bereich liegt, wird das schon gerechtfertigt sein.
    Über die Kritik über die fachliche Ausbildung und das Theoriewissen kann ich nur sagen– man kann sich auch Wissen selbst anlesen und mann muss nicht nur warten, dass das Seminar mir das eintrichtert. Und den richten Lernbereich sollten man schon im Lehrplan finden………
    Es ist schon richtig, dass die persönliche Beziehung zwischen Lehrer und Schüler enorm wichtig ist, aber der Lehrer sollte auch über ein fundiertes fachliches Wissen verfügen. Sonst könnte ja jeder Grundschullehrer werden, der gut mit Kindern kann.
    Ich kann Ihnen gerne gute Fachbücher empfehlen………von denen es übrigens im Seminar bei jedem Fachseminar unzählige als Literaturempfehlung gibt.
    Ein Sprichwort lege ich auch immer meinen Kindern ans Herz: „Zuerst immer an die eigene Nase fassen!“
    Trotzdem wünsche ich Ihnen viel Erfolg im Lehrerdasein.

    • bambooos 13. März 2013 um 14:44 #

      Wie gesagt – ich verstehe die Kritik. Aber nicht die Schlagkraft auf die Note. Fachliches Wissen ist wichtig, natürlich. Und ich war auch fachlich kompetent hinsichtlich des Unterrichtsstoffes – und DER ist ja wichtig. Dazu gibt’s die Sachanalyse, in der ich mich ausführlich damit beschäftigt habe. Und solange ich das Wissen korrekt rüberbringen kann, ist es meiner Meinung nach egal, in welchem Lernbereich es steht. Hauptsache es steht überhaupt im Lehrplan. Die Einordnung ist doch später total egal. Es geht um die Inhalte, nicht die Überschrift im Lehrplan und wo man das genau findet.
      Es geht darum, dass die Schüler handlungsorientiert entdecken können, ihr Wissen weiter geben, hohe Lernzeit haben etc. – all das hab ich beachtet, aber es war total irrelevant.

      Naja, vorbei!

    • Sabine 13. März 2013 um 15:17 #

      Liebe ExLAA,

      „trotz mancher zwischenmenschlicher Probleme wurde ich immer fachlich korrekt bewertet“
      Da hattest du großes Glück! Ich habe selbst mein Ref erst vor zwei Jahren beendet und habe ehrlich gesagt haarsträubende Geschichten erfahren, in denen die Lehrbeauftragte wegen Streit mit den Eltern einer LAA beinahe die Prüfung vermasselt hätte (sie hat wohl u.a. behauptet, die Entwürfe wären zu spät abgegeben worden, was aber nicht der Fall war). Also leider kann man nicht davon ausgehen, dass zwischenmenschliche Probleme bei einer Bewertung außen vor gelassen werden (auch wenn es so sein sollte).

      Liebe Frau A.,
      auch ich gratuliere dir zu den bestandenen Lehrproben. Ich hoffe, du kannst dich heute schon ein wenig mehr darüber freuen, diese geschafft zu haben!

      @Kristin: Ich kann deiner Argumentation bzgl. der Veröffentlichung der Noten nicht nachvollziehen. Ist ist ganz allein Frau A.s Sache, was sie veröffentlicht und was nicht. Klar, andere Noten hat sie im Vorfeld veröffentlicht, was ja aber nicht bedeutet, dass nun alle kommenden Noten ebenfalls öffentlich gemacht werden müssen! Ich finde, man sollte Frau A.s Entscheidung respektieren, dass sie diese Noten eben für sich behalten will.

      Alles Gute!
      Sabine

  6. Julia K. 13. März 2013 um 12:33 #

    Hallo Frau A.,
    es tut mir leid, dass die Prüfung für dich schlecht gelaufen ist…

    ABER: Wenn man Samstag noch nichts für seine 2. Stunde gemacht hat außer ein Gerüst im Kopf, braucht man auch keine zweitstellige Punktzahl erwarten. Im Referendariat ist es eben mal so, dass man den ganzen Theoriekram mit Sachanalyse, Lernzielen formulieren und methodische Überlegungen ausführlichst aufführen muss. Und auch wenn du meinst, dass ist nicht wichtig und wichtiger ist es, dass die Schüler Spaß haben und du mit einem tollen Draht zu ihnen glänzen kannst… Es ist auch wichtig zu wissen, welches Ziel man erreichen will (und dazu sollst du sie im Referendariat ordentlich formulieren können) und was wichtig an der Sache ist, denn auch fachlich muss der Lehrer einiges drauf haben. Und wenn du nach 13 Monaten Referendariat Lerngebiete nicht richtig in den Lehrplan einordnen kannst, weiß ich leider auch nicht weiter.

    Ich verfolge den Blog nun schon länger und auch als unbeteiligter Leser auf FB… Vielleicht einfach weniger bloggen und facebooken, weniger ablenken und mehr für die Schule machen und die Fehler auch mal bei sich suchen und nicht nur im System, dann wird es vielleicht besser. Vielleicht wäre es auch schlauer gewesen, sich eine Wohnung vor Ort zu suchen anstatt jeden Tag zur Schule zu pendeln. Aber nun ist’s eh zu spät.

    • bambooos 13. März 2013 um 13:46 #

      Auch wenn ich mich nicht rechtfertigen muss:
      Das, was ich erreichen wollte stand in dem Lernbereich, den ich rausgesucht habe. Das war fachlich korrekt und meinen Ansprüchen genügend. Die Kommission hätte es aber woanders eingeordnet und damit war meine Version automatisch falsch.

      Die Planung für Deutsch stand fest und wurde in ähnlicher Form bereits durchgeführt. Im schriftlichen Teil gab es keine Mängel außer der „falschen“ Zuordnung, die dann wohl 80% der Note ausgemacht hat.

      Aber du hast Recht: es ist egal jetzt. 🙂

    • una 13. März 2013 um 22:40 #

      Genau meine meinung!!!!!!! Es ist wichtig sich selbst zu reflektieren und aus fehlern zu lernen… Leider hast du das anscheinend auch nach deiner 2. benoteten lehrprobe nicht geschafft… Aber bestanden ist bestanden und darüber solltest du dich freuen!

    • una 13. März 2013 um 22:48 #

      Die frau vom schulamt war doch bestimmt die prüfungsvorsitzende oder? Sie ist diejenige, die alle seiten abwägt und die note letztendlich festlegt… Geh nicht zu sehr davon aus, dass du ne stelle bekommst… Selbst meine freundin mit einem schnitt von 1,4 hat keine stelle in thüringen bekommen… Da zählt letztendlich NUR dein schnitt, so blöd das ist…

      • bambooos 14. März 2013 um 04:27 #

        Ich zitiere: „Die Chancen waren NIE besser!“

  7. ChristinaInAustralien 13. März 2013 um 11:56 #

    Ja, ich erinnere mich noch an mein 1. Staatsexamen. Französisch. Von der Geschichte der Lexicographie bis zur Liebeslyrik des 16. Jahrhunderts war alles dabei. Konnte ich sogar einigermaßen. Aber beim Altfranzösisch — frühmittelalterlichen Männerfantasien von holden Burgjungfrauen mit smaragdgrünen Augen — hat’s dann gehapert. Die Übersetzung ging noch, die Fragen nicht. Der Mann vom Oberschulamt meinte am Schluß, mein Französisch wäre ja sehr gut, aber die Kenntnisse vom altfranzösischen Vokalismus (irgendeine Lautverschieberei), tstststs, ließen doch zu wünschen übrig. Da musste ich mir auch ein „Lieber so als andersrum, nicht wahr?“ verkneifen.

    Das System krankt in jedem Fall, und das verkürzte Referendariat ist sicher auch nicht das Gelbe vom Ei. Ich habe es ursprünglich machen wollen, dann kamen andere Abenteuer dazwischen. Und für Dich fangen die anderen Abenteuer doch erst richtig an.

    Ein Kollege von mir hatte eine richtig albtraumhafte Fachprüfung im dritten Promotionsfach. Spanisch, dachte er. Italienisch, dachte der Prof, der die Themenliste verschusselt hatte. Seitdem ist der Kollege besonders gut darin, mündliche Prüfungen abzunehmen. Weil er weiß, was er für eine Verantwortung hat, und wie beschissen es einen gehen kann, wenn man auf der anderen Seite sitzt.

  8. andersundso 13. März 2013 um 08:17 #

    Wenn ich das so lese, bin ich ganz froh, dass ich es geschmissen habe. Aber ich sehe es ähnlich. 7 Jahre wissenschaftliche ausbildung mit ein paar pädagogischen seminaren und dann soll man die Didaktik und das Lehrersein ganz schnell lernen. Und die wissenschaftliche Ausbildung hat grad mal gar nichts gebracht. Fast nichts konnte ich davon wieder gebrauchen.
    Da ich mich nicht 100% berufen fühlte, war es für mich dann auch nicht so schrecklich, aber für Leute die mit fleisch und blut unterrichten wollen ist das alles ja noch viel schrecklicher.

    Das schlimmste ist ja eigentlich, dass die Seminare (gerade die) und das Ministerium das ja besser wissen sollten. Sind doch alles Pädagogen. Aber pädagogisch ist an der Ausbildung nichts.

  9. kruschelkeks 13. März 2013 um 06:49 #

    Das die Prüfung so enden würde war mir leider schon beim lesen der Artikel im Vorfeld klar. Auch ich weiß, dass die Kommentare und Bewertungsmaßstäbe von Prüfungskommissionen teilweise sehr abenteuerlich sind. Aber wenn eine Prüfungsstunde in eine solche Materialschlacht ausufert, wie bei dir, dann besteht eben schon die Gefahr die Theorie hinten runter fallen zu lassen.
    Ärger dich nicht, jetzt ist es vorbei!

    • bambooos 13. März 2013 um 08:32 #

      So viel Material war es gar nicht. Wenn man Angebotslernen macht, braucht man Angebote. 😉

  10. Jürgen 12. März 2013 um 19:37 #

    Sie sind bestimmt gut.
    Prüfer sind Korinthenkacker.
    War schon immer so, auch bei mir vor 40 Jahren.

  11. unnaaf 12. März 2013 um 19:34 #

    Das ganze System ist krank, die Menschen sind krank, die nicht kapieren, dass Menschen und ihr Verhältnis untereinander das Wichtigste sind.
    Und nichts, aber auch GAR nichts, kommt dem auch nur annähernd nahe.
    Das gilt vor allem bei denen, die immer noch lernen, wie unsere Welt funktioniert und wie man in ihr am besten zurecht kommt. Bei den Kindern hat man noch eine Chance, mit dem richtigen Prioritäten Einfluß auszuüben, etwas zu verändern.
    Menschen, die das nicht kapieren, die es nicht kapieren wollen, oder denen das egal ist, sind einfach nur traurig, erst recht, wenn sie dafür verantwortlich sind, die Lehrer von morgen auszubilden.
    Ich wünsche Dir die Kraft, Deinen Mut trotzdem nicht zu verlieren, und Dich vor allem nie dieser Ignoranz anzuschliessen. Wir alle brauchen Lehrer wie Dich, wenn wir diese Welt besser machen wollen.

  12. Kristin 12. März 2013 um 19:18 #

    Es ist schade zu hören, dass der heutige Tag nicht so gelaufen ist, wie Du ihn Dir vorgestellt hattest.
    Ich muss aber auch mal ganz klar sagen: Fachkompetenz und Lernplanverankerungen sind wichtig!
    Außerdem möchte ich folgendes zu bedenken geben: Du hast in diversen Blogbeiträgen davon gesprochen, wie „schnulli“ Dir manchmal fachliche Bezüge sind. (In Bezug auf Unterrichtsentwürfe etc.)
    Das scheint sich bestätigt zu haben.
    „Guter Unterricht“ besteht eben nicht nur aus laminierten Arbeitsblättern.

    Freu Dich einfach, dass es vorbei ist. Die eigentliche Bewährungsprobe folgt noch.

    P.S.: Die Noten, die doch eh nur 10% zählen, nicht zu sagen, ist ein bisschen inkonsequent, da Du ja sonst alles hier verbreitet hast.

    • bambooos 12. März 2013 um 19:31 #

      Es ist aber meine Entscheidung und daher ist das nun eben so.

    • unnaaf 12. März 2013 um 19:47 #

      P.S. Lehrerin, muss ich noch mehr sagen.
      Ein Lehrerinnenkind

  13. Anja 12. März 2013 um 18:53 #

    Liebe Frau A.
    schade das es heute für nicht nicht so gelaufen ist, wie erhofft. Ich hab an dich gedacht und dir die Daumen gedrückt.
    In einigen Aspekten konnte ich mich wiedererkennen und auch mein damaliges Seminar. Während des Refs habe ich Ausbilder kennengelernt, die nicht richtig unterrichten können und ihr Dokma der Lehrplan war. Den konnten sie sogar auswendig. So wurde ein Kollege beispielsweise in der Prüfung nach dem genauen Wortlaut im Lehrplan befragt, den er natürlich so nicht kannte, weil er zwar nach diesem handelt, ihn aber nicht selbst verfasst hat. Wie irrsinnig das ist, wenn es doch die Grundbotschaft ist, die man verstanden haben muss, wenn man sich die Doktrinen des Landes zur Gemüte führt. Diese Lehrerin also, nennen wir sie „Mrs, Happy Smile“ unterrichtete in einer Art und Weise, wie sie den Schülern völlig missfiel: gekünselt, aufgesetzt, fachlich und didaktisch zum Teil inkorrekt (!!). Als Referendar versteht man da gerne mal die Welt nicht mehr. Wie kann also eine solche Person zukünftige Lehrer ausbilden, die selbst unzählige Fehler macht. Ich meine Fehler machen wir alle einmal, aber man muss dazu stehen können, was sie nicht tat. Anderes Beispiel. Eine weitere Ausbilderin, welche auch den Lehrplan rauf und runter konnte, verbot mir einmal ein wundervolles Thema, mit einer gedanklich bereits wahnsinnig toll ausgeklügelten Unterrichtsstunde. Grund: Der Arbeitsbereich würde sich zwar mit dem Lehrplan decken, jedoch nicht mit den Erfahrungsfeldern. Beide mussten 100% stimmig sein. Der Witz an der Geschichte war: Der vom Lehrplan angegebene Arbeitsbereich für die Orientierungsstufe hat gar kein kongruentes Erfahrungsfeld. NICHT für die Orientierungsstufe. Fehler im Lehrplan also. Ich war am Boden zerstört und stand tierisch unter Zeitdruck nach der Ablehnung meines Themas. Ferner hat diese besagte Lehrperson Unterrichtsideen von Referendaren auch gerne als ihre eigenen Ausgegeben… „Ich hab da mal was vorbereitet“. Der Hinweis, das man mal ein Referendarsbeispiel nimmt, zeigt und bespricht hätte vollkommen gereicht. Man kann sich also vorstellen, wie suspekt einem diese Person als Refi dann war.
    Was ich eigentlich sagen möchte: Weißt du warum man eigentlich überhaupt Ausbilder im Seminar werden kann und ironischerweise dann beurteilt ob der Unterricht gut ist? Möglichkeit A) Die Lehrer sind mega gut, haben ihre Schüler im Griff und die Stunden sind höchst didaktisch, methodisch und pädagogisch. Diese Lehrer streben nach mehr. B) die Lehrer sind von ihrem Job genervt und haben Disziplinprobleme (wir wissen Disziplin ist eine Frage des Respekts – ergo: ihre Schüler respektieren die Personen zu wenig oder gar nicht). Eine Möglichkeit diese nervigen Unterrichtsstunden um einiges zu kürzen: Ausbilder im Seminar, kurz: Fachleiter. Die Ausgleichsstunden, welche die Lehrer dafür erhalten sind Gold wert! (Selbes gilt übrigens auch für Schulausbildungsleiter) Und von wo bekommen sie nun ihren Respekt und die Hörigkeit und Unterwürfigkeit? Bingo: Referendare. Beide Ausbildungsleiter/Fachleiter, die ich oben beschrieben habe entsprechen diesem Raster! Anzumerken sei hier, dass ich diese Infos aus genaueren Quellen erfahren habe.
    Meine Liebe Frau A., bitte ärgere dich nicht mehr! Am Ende des Tages musst du für dich wissen WER du bist, vorallem auch für deine Schüler. Und das hast du doch schon für dich erkannt wenn du schreibst du hast super viel Spaß und die Kinder mögen dich. Wo liegt die Relevanz den Lehrplan zitieren zu können!?! Das Seminar oder die Vertreter des Landes finden IMMER was, ich meine du kannst doch nicht besser sein als die 😉

    :*

  14. lottamachtkrach 12. März 2013 um 17:59 #

    Egal was die Prüfungskommission gesagt hat: Du machst guten Unterricht. Und das ist wichtig.
    Es bringt – genau wie du sagst – am Ende nichts, wenn du den Kindern erzählen kannst, dass sie gerade ein affektives Lernziel erreichen, weil du wunderbar differenziert auf ihre Bedürfnisse eingehst. Wichtig ist, dass du es kannst.
    Die Kriterien zur Notengebung ist scheiße, zweifellos. Und wie Fräulein Ratgeber oben schon beschrieben hat: Es ist ein riesiges Glücksspiel welche Prüfer man zugewiesen bekommt und in welche Richtungen die Nachbesprechungen zur Notengabe gehen.

    Ich verstehe, dass du dich ärgerst und dass dich das wütend macht. Einfach weil es ungerecht ist. Aber es ist vorbei. Du bist diese ganze Farce, die sich Lehrerausbildung nennt, los. Und auch, wenn es sich schlimm und ohnmächtig anfühlt, zu wissen, dass die nächsten Generationen Referendare durch den gleichen Mist müssen, gebe ich dir den Rat deinen Frieden mit der Sache zu machen.
    Bei uns im Lehrerzimmer sind die eigenen UPPs (vor allem die, die ungerecht verlaufen sind oder so empfunden wurden) noch heute Gesprächsthema. Und das wirklich oft. Ich wünsche dir wirklich von Herzen, dass du keine von denen sein wirst, die noch Jahre später Alpträume vom Prüfungstag haben.

    Die Prüfung ist vorbei und du bist jetzt eine „echte Lehrerin“. Ich wünsche dir, dass du das Hochgefühl es überstanden zu haben jetzt wirklich genießen kannst. Die nächsten Gelegenheiten um am System oder an der Spezies Lehrer zu zweifeln kommen noch früh genug 😉

  15. zappelbein 12. März 2013 um 17:37 #

    Oh nein, das hört sich ja wirklich schrecklich an! Ich leide mit dir und drücke dich unbekannterweise auch mal fest!
    Ich kann mich den anderen nur anschließen und dir Mut machen, dass du eine super Lehrerin wirst und du das alles hoffentlich vergessen kannst, wenn du dann richtig als Lehrerin arbeitest und dein Ziel endlich erreicht hast. Den Kindern ist es schnurzpiepegal, ob du Lernziele gut formulieren oder ne tolle Sachanalyse schreiben kannst. Im Unterricht zählen deine Persönlichkeit, deine Methoden und deine fachliche Kompetenz – und die hast du allemal. Das merkt man einfach, wenn man deine Texte liest. Du steckst so viel Liebe und Herzblut in deine Stunden, du bist immer so engagiert – du bist eine tolle Lehrerin! Und freu dich doch über die lieben Worte der Frau vom Schulamt; damit hast du eine super Perspektive und kannst dann endlich das machen, was dir am meisten Spaß macht: Unterricht, und nicht den ganzen Theoriekram daneben.
    Ich finde es einfach schrecklich, dass dieses System so sehr darauf pocht und dass dein Seminar den Unterricht und die Kinder irgendwie vergessen. Warum passiert da nichts, wenn es schon so viele Beschwerden gibt? Ich versteh es nicht…
    Ruh dich heute und die nächsten Tage schön aus und mach nur das, was DIR gut tut! Ich wünsche dir von Herzem, dass es bald wieder seelisch bergauf geht!!!

  16. una 12. März 2013 um 17:31 #

    schief läuft… suche die fehler bei dir und nicht bei den anderen… ich habe auch mein ref in thüringen gemacht und kann mich nicht erinnrn, dass in irgendeiner seminargruppe jemand so sehr gemeckert hat… und auch leute die ihr hauptziel nicjt erreicht haben haben zum teil trotzdem ne zwei bekommen…

    • unnaaf 12. März 2013 um 19:42 #

      Oh mein Gott…

    • umblaettern 16. März 2013 um 15:21 #

      Herzlichen Glückwunsch, dass du so ein tolles Seminar hattest, indem scheinbar jeder glücklich war – aber das hat nicht jeder. In meinem Seminar hat eine Referendarin hingeworfen, weil sie nicht mehr konnte. Jeder von uns hat mindestens einmal Rotz und Wasser geheult, weil er nicht mehr weiter wusste. Selbstreflexion hin oder her, aber es liegt nicht NUR an der einen Seite. EIne Freundin von mir hat in ihrer dritten Lehrprobe eine „schlechte“ Note bekommen, weil sie genau das umgesetzt hat, was sie an unserem Seminar gelernt hat.
      Es läuft etwas gewaltig schief in der Lehrerausbildung. Wenn man ein Seminar erwischt, in dem man eine zwei bekommt, wenn man sein Hauptziel nicht schafft – schön, dass man da so viel Glück hat, bei uns wäre da nichts besseres als eine Vier drin, und das mit gutem Willen.
      Nur weil es bei einem selbst gut lief, muss man nicht mit dem Finger auf andere zeigen und sie der fehlenden Selbstreflexion bezichtigen. Sei einfach froh, dass es bei dir nicht so lief.

  17. una 12. März 2013 um 17:26 #

    Liebe Frau A.

    erst einmal tut es mir wirklich sehr leid, wie deine Prüfung gelaufen ist… Ich habe deine Blockeinträge in der letzten Zeit verfolgt uns muss dir sagen, dass es wahrscheinlich besser gelaufen wäre, wenn du hin und wieder einmal etwas Selbstreflexion betrieben hättest und die fehler nicht immer bei den gemeinen semiarleitern suchen würdest… Vielleicht waren die stunden eben nicjt so gut wie du dachtest… und schülerorientierung alleine reicht nun mal auch nicht…Überlege dochbeinfach einmal was an deinen stunden und es ja nicht die einzigen die schief gingen

  18. Dotti 12. März 2013 um 17:17 #

    Ich fühle mich so sehr an meine Prüfung im letzten Jahr zurückerinnert, leider! Deinen Text hätte ich im letzten Jahr genau so selbst schreiben können und es tat verdammt weh, Tränen inklusive.

    Trinke dir einen (oder auch mehr…) Sekt und genieße einfach den Gedanken, dass es vorbei ist! Und morgen schläfst du erst einmal lang und triffst dich mit lieben Freunden.

    Das System sucks!!!

  19. Summer 12. März 2013 um 17:02 #

    😦
    Erinnert mich sehr an mein Studienfach…
    Ruh‘ dich aus!

  20. Mareike 12. März 2013 um 16:37 #

    Von mir bekommst du hiermit ein ganz großes *drückdich* für das was du bist, wie du bist und was du leistest.
    Wer verfolgt wieviel Zeit du in deine Ausbildung steckst und dich noch drum herum engagierst, dann weiß man auch das du alles von Herzen machst.
    Leider ist das Leben nicht immer fair und der Weg oft steinig, aber bestimmt bekommst du heute von ganz vielen Leuten bestätigt das es sichnlohnt wie du bist und das ist am Ende tausendmal mehr wert als eine Note.
    Sei stolz auf dich! Ich bin es, denn ich weiß du hast alles gegeben.

  21. datmomolein 12. März 2013 um 16:29 #

    das ist wirklich sehr schade, ich hatte echt gehofft und mit dir gezittert, dass sich deine mühen auch entsprechend auszahlen. in jedem fall rate ich dir aber erstmal zu ruhe und abstand. auch ich habe mich in meiner abschlussarbeit (die komplett nichts mit dem lehrenden beruf zu tun hat) negativer bestanden als gehofft und wohl sogar objektiv verdient. das wurmt mich jetzt nach jahren immer noch, aber ich kann sachlich darüber diskutieren und evtl. für andere was ändern, im nachhinein, an der situation, an den sichtweisen. bringt mich kein stück weiter, aber naja.
    erstmal ruhe und wieder kraft finden… und sich am immerhin kleinen erfolg freuen. positiv sehen, trotz deren engstirnigkeit und sinnlosigkeit warst du so gut, bestanden zu haben. denn du hast guten unterricht gemacht, der nicht nur super war sondern nebenher gereicht hat deren blöde punkte soweit ausreichend zu bedienen. und wenn du und andere (du scheinst ja da auch andere meinungen durchaus gehört zu haben) es anders wichten würden, weisst du, du hast in den wirklich *wichtigen* punkten gewonnen. Die schüler haben etwas gelernt und im besten fall spass und freue am lernen. damit bist du aus meiner sicht ein fabelhafter lehrer. solange du dir das erhälst ist das zehntausend mal mehr wert.

  22. Marie 12. März 2013 um 16:15 #

    Ich habe ähnliches erlebt im Ref und in meinen Prüfungen – Kopf hoch, lass es hinter dir und freu dich, dass es vorbei ist. Wirklich. Wenn du dann das erste Mal deine eigene Klasse unterrichtest, das ist ein irrsinns Erlebnis und dafür hast du dich durch vieles gequält, gekämpft, genervt,…und du wirst wieder an genau diese eine Stunde, diese FL etc. denken und sagen „Ach, wenn ihr wüsstet…“ :-)))
    Aber genug… Herzlichen Glückwunsch!!!! Lass dich feiern und genieße die Seminarfreie Zeit!!! Das Leben hat dich wieder, willkommen im Club!!!

  23. Frau Ella 12. März 2013 um 16:14 #

    Oje, das tut mir leid! So viel Mühe! Dennoch erstmal meinen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung. Den Rest kann ich 1:1 unterschreiben. Nur: Was kann man tun? Ich frage mich das schon die überwiegende Zeit meines Referendariats und bin noch zu keinem Ergebnis gekommen.
    Wahrscheinlich führt es ‚hilflos ausgeliefert sein‘ ganz gut vor Augen…
    Ich wünsche dir einen entspannten Abend mit viel Ablenkung und morgen genug Muße, um alles erst einmal zu verdauen!

  24. bobblume 12. März 2013 um 15:54 #

    An meine Vorrednerin und die arme Geprüfte. Aber genau das ist ja das Schlimme. Dass man hoffen muss, wen man da gerade bekommt. Dass es sein kann, dass man den bekommt, der eben gerade up to date ist. Oder eben jenen, der eigentlich früher alles besser fand. Man weiß es nicht. In einem System, dass in der Notengebung bei Schülern „Validität“ propagiert, diese aber selber nicht einfordert, ist das schlimm. Warum das Ganze. Nun, nicht jeder hat Lust ans Seminar zu gehen. Anders formuliert: Der Vorgesetzte, in dem Fall das Seminar, ist froh um jeden, den sie bekommen. Dass dort mitunter Leute sind, die es selbst durch keine Lehrprobe mehr schaffen würden, ist jedem klar, aber ein notwendiges Übel. Und auch die Erfahrung, dass eigentlich alles gut ist, habe ich in vielen Gesprächen als Personalrat gemacht. Stunde: Perfekt. Lehrerpersönlichkeit. Perfekt. Zwei Aussprachefehler in Italienisch. Gesamtnote 4. Bähm. So läuft das. Oder auch nicht, was dann wieder an Tag und Verfassung des Prüfers liegt. Und was lernen wir daraus? Dass man eigentlich nur den Tipp geben kann, es dem Prüfer nach dem Mund zu tun, oder anders formuliert, ihm in den… Aber das darf ich jetzt nicht sagen. Ich merke schon wieder, wie in mir eine Wut hochkocht, die sich eigentlich seit dem Abschluss meines eigenen Referendariats gelegt zu haben schien. Aber man muss einfach sagen: Irgendwas läuft da doch gewaltig schief. Und damit ich nicht nochmals alles wiederhole, verweise ich auf den Linktipp auf dieser Seite: https://dersteinigeweg.wordpress.com/tag/abschlussrede-referendariat/ An die Betreiberin. Kopf hoch. Denn ob man ein guter Lehrer ist oder nicht, entscheidet sich nicht im, sondern nach dem Referendariat. Und da werden ein paar Pappnasen noch große Augen machen, das verspreche ich dir.

  25. Fräulein Ratgeber 12. März 2013 um 15:39 #

    Es tut mir leid, dass es nicht wie erwartet lief, aber ich muss in einem kleinen Punkt widersprechen oder eher auf die Unterschiedlichkeit der Seminare hinweisen. Nicht jede Prüfungskommission legt nur Wert auf Lehrplan / Lernziele, es gibt auch noch Prüfer, die Handlungsorientierung, hohe echte Lernzeit und dergleichen als wichtiger empfinden als popelige Lernziele. Und deshalb sollten alle Referendare, die hier mitlesen, einfach darauf hoffen, dass sie Prüfer und Studienseminare haben, die nicht seit 10 Jahren in ihrem kleinen Büro hocken und von der Praxis keine Ahnung mehr haben, sondern solche Leute da hinten sitzen haben, die noch regelmäßig Unterricht geben und wissen, was heute zählt in der Stunde. Und die wissen, dass es nicht komische Lehrplaneinordnungen oder richtig formulierte Lernziele sind. Es ist blöd, dass du, liebe Frau A., gerade an so ein blödes Seminar geraten bist, dessen Ruf ja teilweise voraus eilt. Ich plädiere für mehr süße kleine Seminarschulverbünde anstatt die großen Studienseminare, wo man nur eine Nummer im System ist.

  26. sunshinemuffin 12. März 2013 um 15:20 #

    Es ist so traurig, dass zu lesen. Wirklich verdammt traurig. Weil man, wenn man hier liest, eine kleine Ahnung davon bekommen hat, wie viel Mühe du in diese Stunden gesteckt hast. Weil ich mir wirklich gewünscht habe, dass es besser läuft.
    Weil ich mir sicher bin, dass du eine wunderbare Lehrerin bist.

    *trostknuddel in Paket steck und zu dir schick*

    • diewiderspenstige 12. März 2013 um 17:56 #

      ich schließ mich Muffin einfach mal an 😉

      Ich kenne einige, die momentan auf Lehramt studieren oder gerade mit Lehrproben etc. beschäftigt sind und genau das Gleiche sagen wie du…
      Aber hey, du hast bestanden und ich bin mir sicher, die Kleinen lieben dich – unabhängig von der perfekten Zielformulierung 😉

      Und müsste ich die Grundschulzeit noch einmal durchlaufen; ich würde mir eine Lehrerin wie dich wünschen! 🙂

  27. Christina 12. März 2013 um 15:09 #

    😦

Trackbacks/Pingbacks

  1. Totgesagte leben länger | Frl. Rot - 30. März 2013

    […] Frau A. hat das Zweite Staatsexamen und somit den “steinigen Weg” fast hinter sich. […]

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