Zweifel

5 Mrz

Ich habe Zweifel und das gefällt mir nicht. 
Nachdem ich hier und u.a. bei Facebook geschrieben hatte, dass ich vorhabe ein Gruppenpuzzle zur Prüfung zu machen haben sich gleich mehrere Leute bei mir gemeldet, dir mir DRINGEND davon abgeraten haben. 
Die Gründe dafür (Zeit? Unbekannte Methode?) verstehe ich, kann sie aber auch widerlegen – im Endeffekt ist das Gruppenpuzzle ja nur die Aneinanderreihung von bereits bekannten Methoden wie Einzelarbeit (Text lesen, markieren), Gruppenarbeit (gemeinsam ausfüllen) und Präsentation der Ergebnisse. 
Andererseits habe ich in der Planung den Inhalt schon so verschoben, dass er auf ein Puzzle mit 4 Gruppenmitgliedern passen kann. Heißt: statt der eigentlich ausreichenden 3 Zahnarten (Schneide-, Eck-, Backenzahn) habe ich die Backzähne fachlich korrekt aufgeteilt in Backenzähne (die nach den Eckzähnen kommen, 2 Höcker) und Mahlzähne mit 4 Höckern (ganz hinten). 
Naja, jetzt zweifle ich, ob das alles so hinhauen kann in den 45 Minuten. 
Bescheuert, nachdem ich das ganze Material etc. schon erstellt habe. 

Arghs!!!!

Außerdem hab ich von ner Freundin erfahren, dass ihre Prüfung heute nicht so toll lief. Anwesend dabei war auch wieder die besagte Person aus dem Studienseminar, die bei mir letztes Mal auch „gut drauf“ war – offensichtlich war das heute zum Leidwesen meiner Freundin auch der Fall. 
Heißt: irgendwie hab ich jetzt doch ein mulmiges Gefühl im Bauch, auch wenn ich das eigentlich vermeiden wollte. 

Mist! 

Also: Was tun? Alles umschmeißen, neues Konzept machen? Wie kann ich die 3 Zahnarten und ihre Funktion am schlausten behandeln? Geh ich lieber komplett auf Nummer Sicher und mach was ganz lapidares? Bankreihenweise Texte zu den Zähnen lesen, raussuchen, besprechen und gut? 

Das nervt mich jetzt schon ein bisschen irgendwie. 

Deutsch ist relativ risikoarm, da mach ich diverse Angebote zum Üben – das sollte passen. Geplant ist dazu aber noch nichts. Hoffentlich läuft mir nicht die Zeit davon und am Ende steh ich dumm da. Am Sonntag Abend muss ALLES fertig sein, damit ich’s Montag abgeben kann….arghs! Dafür gibts morgen wieder nen erhöhten Stressfaktor, weil ich heute nicht in die Seminarstadt gefahren bin, sondern von zuhause aus erstmal DIESE Woche fertig durchplane, damit ich mich dann komplett auf die Prüfung konzentrieren kann. Heißt: Der Wecker wird morgen 4:55 klingeln, Abfahrt 5:30 und Ankunft Zuhause gegen 19:30… Yippieh. 

Ich kanns kaum erwarten, wenn diese Phase rum ist. Das alles gefällt mir grad gar nicht. 

In diesem Sinne: durchhalten! 
Frau A. 

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23 Antworten to “Zweifel”

  1. MAWSpitau (@MAWSpitau) 7. März 2013 um 20:54 #

    Hallo,

    ich hoffe, dass ich noch nicht zu spät bin. Das Gruppenpuzzle ist die Königsdisziplin im Kooperativen Lernen. Es müssen die 5 Basisbedingungen im ausreichenden Maße bei allen Schülerinnen und Schülern vorhanden sein, damit ein Gruppenpuzzle tatsächlich nachhaltig ist und nicht nur gut aussieht.

    Wenn die Studienleitung auf die Nachhaltigkeit und Fachlichkeit im Unterricht Wert legt (Was sicherlich der Fall ist 😉 ), kann das in Deinem Fall zu Problemen führen: In der Regel gilt bei der Einführung einer neuen Methode (und gerade bei einer so komplexen, wie das GP), dass die Fachlichkeit gering sein muss, da die Schülerinnen und Schüler sonst schnell durch die neue Methode und die neue Fachlichkeit überfordert sein könnten.

    Du kennst Deine Klasse! Du Entscheidest!

    Liebe Grüße
    Marcel

  2. Maria 7. März 2013 um 20:26 #

    kannst du die Methode nicht vorher üben?ich würde sie auf jeden Fall ausprobieren

    • MAWSpitau (@MAWSpitau) 7. März 2013 um 20:55 #

      Eine Methode mit einer anderen Klasse zu üben ist in der Regel nicht so sinnvoll, da unterschiedliche Klassen auf die gleichen Unterrichte anders reagieren. Das kann schnell zur falschen Sicherheit führen. ich empfehle das nicht.

  3. zwischenbuechern 7. März 2013 um 16:18 #

    Liebe Frau A, Zweifel haben ist ok, aber bitte nicht verzweifeln! Bleib bei deinem Plan, du kennst die Gruppe, du kennst die Prüfer und du weißt, was am besten zu denen passt! Schau dir die Tipps an – und entscheide für dich, was sinnvoll ist und was nicht. Bleib deinem Konzept treu, und schau einfach, was dazu passt und was nicht!
    Ich drück dir die Daumen.

  4. auchlehrer 6. März 2013 um 06:30 #

    „Man kann auch mit einem Kartoffelpuffer die Treppe ölen – man muss es nur gut begründen können!“ – Zitat meiner Didaktikdozentin (ja, schon gefühlte hundert Jahre her) – Aber lottamachtkrach hat es ja ähnlich formuliert.
    Es gibt nun mal zig Varianten, eine Stunde zu planen und je länger du darüber nachdenkst, desto mehr wirst du ins Zweifeln kommen (das ist der Nachteil langfristiger Planungen ;-)).
    Den Bedenken, die hier geäußert wurden, würde ich noch einen Gedanken hinzufügen: Bist du sicher, dass am Prüfungstag alle Schüler anwesend sind, bzw. hast du einen Notfallplan, falls nicht alle da sind – sonst funktioniert nämlich die auf 4 Schüler ausgerichtete Puzzle-Variante nicht.
    Wirf trotzdem deine Planung nicht wieder komplett um – schau aber kritisch drüber und versuche schon im Vorfeld eine gute Begründung gegen die wesentlichen Einwände zu haben.
    Ich drücke dir ganz dolle die Daumen!!

    • bambooos 6. März 2013 um 06:34 #

      Der Spruch ist klasse! Danke für den Lacher! 🙂

  5. klaa 5. März 2013 um 21:09 #

    Liebe frau a! Bleib bei deiner urspruenglichen methode-die form folgt doch der funktion (wie es bei uns immer so schoen gesagt wird 😉 und dann wirst du es super meistern!ansonsten haben die anderen schon alles gesagt-kleinschrittig,visualisieren und DU selbst bleiben 🙂

    Toi toi toi ***

  6. lottamachtkrach 5. März 2013 um 20:37 #

    Don’t panic, Frau A.!
    Egal was du machst, du wirst es gut machen.
    Wenn du sagst, dass du dir den Inhalt erst zurechtbiegen musst, um eine bestimmte Methode anwenden zu können, dann ist vor allem wichtig, dass du das hinterher im Statement begründen kannst (z.B. weil die Vorteile der kooperativen Erarbeitung überwiegen oder so.). Wenn du der Methode nicht recht traust und dich dagegen entscheidest, kannst du sicherlich auch das begründen. Und wenn all dein Herzblut am Gruppenpuzzle hängen sollte, solltest du meiner Meinung nach auf dein Herz hören.

    Du kannst ziemlich sicher sein, dass sich deine Kinderchen ein Bein für dich ausreißen werden, wenn sie wissen, dass es bei dir gerade ums Ganze geht. Dann funktionieren Sachen, die in einer normalen Stunde knapp gewesen wären.

    Ich war bei meiner Deutschprüfung in einer ähnlichen Situation wie du. Ich habe bis zum Morgen der Prüfung an meinen Methoden gezweifelt, weil sie riskant waren und ich unter Garantie eine 5 für die Stunde bekommen hätte, wenn die Methode in die Hose gegangen wäre. Glücklicherweise haben sich die zwei Dreiergruppen, die ich auf den Flur geschickt habe, um dort ungestört von neugierigen Blicken der anderen Gruppen ihr Standbild zu bauen, nicht gegenseitig und nur so mittelgut von mir beaufsichtigt die Köpfe eingeschlagen.
    Die Argumentation, dass die lieben Kleinen selten gleichzeitig von so vielen Kompetenten Lehrpersonen beaufsichtigt werden, wie in einer Prüfung und ich das Risiko den Unterricht auf den Flur auszuweiten daher als gering eingeschätzt habe, wurde glücklicherweise akzeptiert.
    Ich will nicht sagen, wer wagt gewinnt. Wer wagt, kann gewinnen, gewinnt aber nicht immer zwangsläufig.
    Wie gesagt, hör auf deinen Bauch.

  7. ABC 5. März 2013 um 20:25 #

    Ich hab auch in Thüringen Prüfung gemacht. Vor 3 Jahren

  8. Jeannine 5. März 2013 um 20:08 #

    Bei all den nett gemeinten Kommentaren. Die Frage ist doch, wer kennt die Prüfer, wer kennt das Studienseminar? Wer hat HIER Erfahrungen gemacht. Klar, letztendlich entscheidet Frau A. und wir versuchen nur ihr Tipps zu geben. Diese sind nur nett gemeint, es gönnt jeder dir die Sahne auf der Torte. 🙂

    Und, lass mich aus Erfahrung sprechen: Zweifel gehören dazu. Als ich heute draußen stand und auf mein Ergebnis wartete, war ich mir so sicher, dass ich durchgefallen bin. Und ich habe beschlossen, lieber bei Edeka an der Kasse zu versauern, als nochmal den Mist zu machen!

    • bambooos 5. März 2013 um 20:21 #

      Na bei deiner Punktzahl hat sich das mit Edeka ja jetzt wohl erledigt 😉

  9. Willi 5. März 2013 um 19:39 #

    bleib dabei! das hast du durchdacht und du kennst deine lerngruppe!
    kooperative methoden sind immer ein bisschen gewagt, aber das bietet die chance zu zeigen was man kann! war bei meiner prüfung super!

  10. ABC 5. März 2013 um 17:51 #

    Ich würde es auch nicht umstellen. Du weißt was das Beste ist. Und es gibt eine Erklärung, die du unterschreibst. DU hast es allein gemacht. Also mach was DU denkst, nicht was die ANDEREN sagen! DU schaffst das. DU kennst deine Klasse. Und Gruppenpuzzle zu erklären ist doch echt ok. Das geht! Kopf hoch!

  11. bobblume 5. März 2013 um 17:39 #

    Ich kann dir einen Rat geben. Höre nicht auf den Rat von anderen (ich weiß, ich weiß, pragmatischer Widerspruch). Die Prüfer haben alles, ALLES schon einmal gesehen. Es geht nicht darum, dass du das Rad neu erfindest, sondern darum, und da gebe ich meinen Vorrednern recht, dass du hinter dem stehst, was du tust. Also noch ein unnützer Tipp: Vielleicht solltest du vor der Prüfung ausnahmsweise mal nicht auf das schauen, was die vielen Tippgeber so schreiben. Auch wenn sie es gut meinen…

    • Jeannine 5. März 2013 um 20:03 #

      Vielleicht meinen es aber die Tippgeber nur gut und wollen nicht, dass Frau A. wieder einen Reinfall erlebt und versuchen, von ihren eigenen Erfahrungen auszugehen? Die Frage ist doch, WER ist NÄHER am Geschehen?

  12. Jettalein 5. März 2013 um 17:04 #

    Fraustregel heißt ja immer: die Zeit, die du brauchst x 3. Musst eben nur auf Nachfragen reagieren könnten á la „Frau A., was wissen Sie denn über das Einführen einer Methode?“, „Führen Sie Methoden immer auf diese Art ein, Frau A.?“ Weil es eben EIGENTLICH inhaltsarm passieren sollte. Halt dir Argumente parat (oder tu eben so, als ob es gar keine neue Einführung ist). Ansonsten noch ein kleiner Anstoss: Handlungsorientierung! Als wir das Thema der verschiedenen Zahnarten im Seminar hatten, hat eine andere LAA von „Experimenten“ erzählt. Da gab es jeweils etwas, was auf die Funktion einer Zahnart passte, z.B. ein Messer für die Schneidezähne. Es wurde also experimentiert und am ENDE fand dann der Transfer auf das Gebiss statt. Vll. hilft das ja weiter: http://www.sachunterricht-petersen.de/Dateien/lernfelder/zaehne-BorromeoFerriMai2007.pdf. Liebe Grüße UND nicht verzweifeln, Zweifel gehören dazu… nur so kann es gut werden!!! (musst eben für dich alles argumentieren, damit du es dann auch vor den Prüfern kannst)

  13. Frau Ella 5. März 2013 um 17:00 #

    Komplett neu planen finde ich auch eher unglücklich. Du musst die Stunde halten, du kennst deine SchülerInnen und du weißt, was du ihnen abverlangen kannst und was nicht. – Andere können das doch überhaupt nicht einschätzen. Und wenn du meinst, du hast gut geplant und bist mit deiner Stunde zufrieden, solltest du dich von anderen nicht aus dem Konzept bringen lassen. – Das führt nur dazu, dass du dich hinterher ärgerst. Zwar mögen die Ratschläge gut gemeint sein, aber wie gesagt: Du bist die Expertin 🙂 Also, Kopf hoch! Und viel Erfolg schonmal 🙂

  14. zappelbein 5. März 2013 um 16:38 #

    Ich würde es jetzt auch nicht komplett umschmeißen! Sind die Kinder Gruppenarbeit gewohnt? Wenn ja, dann sind das schon die besten Voraussetzungen. Du musst ihnen „nur“ Schritt für Schritt erklären, was sie zu tun haben und – wie Fräulein Ratgeber schon sagt – unbedingt visualisieren. Dann kann eigentlich gar nichts schief gehen! Und die Methode eignet sich doch für das Thema perfekt. Du musst dich nur damit wohlfühlen, das ist das Wichtigste! Dann kannst du es auch gut transportieren.

  15. sauerkirsche 5. März 2013 um 16:24 #

    Wenn DU es gut findet und DU dich mit der Methode, so, wie du sie durchführen willst, wohlfühlst, dann schmeiß nix um. Ich finde, man konnte gut herauslesen, wie gut du dich auf die Methode vorbereitet hast und voll dabei warst. Belass es lieber dabei und mach nicht auf Krampf etwas, was dir sicher erscheint, aber dich nicht voll dabei sein lässt. Ich bin mir sicher, sowohl den Kindern wird das (unbekannte) Gruppenpuzzle ebenso viel Spaß machen wie dir! (:

  16. Fräulein Ratgeber 5. März 2013 um 16:17 #

    Nicht umschmeißen! Gruppenpuzzle ist klasse! Habe es auch durchgeführt und es war den Schülern unbekannt – heißt also, schön kleinschrittig erklären, was nach und nach gemacht wird, am besten visualisieren, sodass es immer sichtbar ist. Kam bei der gesamten „Jury“ gut an!

    • Fräulein Ratgeber 5. März 2013 um 16:19 #

      Falsch… Es kam sehr gut an!

    • bambooos 5. März 2013 um 16:23 #

      Die LAA die damals vor mir an der Schule war hat auch eins gemacht und ne 1 gekriegt. ABER ich kann die Zeit schlecht einschätzen, die die dafür brauchen und überhaupt… ARGHS!!!
      Naja, erstmal um DIESE Woche kümmern, dann seh ich weiter. Vielleicht kommt ja auch noch ne gute Idee hier im Blog…

      • Fräulein Ratgeber 5. März 2013 um 16:27 #

        Bezüglich der Zeit: Ich hab damals meinen Schatz die Aufgaben lösen lassen und konnte dann gut einschätzen, wie lange die Schüler brauchen werden. Vielleicht findest du jemanden, den du es testen lassen kannst? Die Nichte oder was es war, von der du mal geschrieben hast?

        Vielleicht kannst du es auch in ein Partnerpuzzle umwandeln…

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