Arbeitsprotokoll

4 Mrz

Hach, weil ich es eh nicht schaffe, ohne nebenbei immer mal bei den Klickzahlen und diversen anderen Sachen vorbeizuschauen, werde ich heute mal nebenbei protokollieren, was ich so mache…in meiner nächtlichen Arbeitssession
Hintergrund: Ich hab morgen frei und kann also diese Nacht nochmal intensiv nutzen zum Schreiben, Ideen finden etc. 
Vorarbeit: Ausführlicher Mittagschlaf von 17:30-19:30 😉 
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22:20
Iron-Man ist zuende. Schatzi schickt mich mit den Worten „Mach was!“ ins Arbeitszimmer. 
Ich trödle noch ein wenig rum, gehe dann aber rüber. 
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22:30
Ich lese mich in die gestrige Arbeit ein. Nachdem Sachanalyse und Bedingungsanalyse ziemlich fertig sind, muss ich nun die Stunde GENAU planen um sie anschließend didaktisch-methodisch zu analysieren. Gestern habe ich Einstieg & Zielorientierung geschafft, bei der Erklärung der Methode bin ich stehengeblieben. 
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22:45
Ich krame (am PC) in alten Uni-Unterlagen. Gruppenpuzzle hab ich schonmal gemacht. Ich lese nach, wie genau. Schickes Tafelbild!
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22:50
Habe die „alten“ laminierten Tafelkarten für die Methode gefunden. Arbeit gespart – cool! Auch das „alte“ Tafelbild hab ich in die Arbeit reinkopiert. Muss noch angepasst werden, aber passt prinzipiell. 
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23:10
Mir schießen neue Einstiegsideen durch den Kopf. Ich streiche den ursprünglichen „Reaktivierung von Vorwissen“-Ansatz und ersetze ihn durch einen rätselhafteren mit Potential für einen Spannungsbogen bis zum Schluss. 
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23:30
Beginne damit, diesen Blogartikel zu schreiben. 😉 
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23:50
Habe die Weightwatchers-Melodie im Kopf. Das nervt. Meine neue Zielorientierung/Motivation nimmt Formen an, die mir gefallen. 
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0:02
Ich knoble, wie ich die Methode am schlausten erkläre. Jeden Schritt einzeln, das ist klar. Aber erst die Zähne wählen lassen, oder erst die Arbeitsschritte erklären? Hmpf. Schwierig. 
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0:12
Ich muss zuerst das Material erstellen, bevor ich weiter planen und machen kann. Ohne Anschauung für mich geht das nicht. Also: Infotexte schreiben und dann nen Lückentext dazu erstellen. 
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0:39
Ganz schön knifflig, Fotos von Vorderbackenzähnen zu finden. Prinzipiell wurden ja „Backenzähne“ reichen, aber 1. unterscheiden die sich ja von den hinteren Backenzähnen und 2. ginge sonst meine 4-Gruppen-Strategie nicht auf. Zum Glück hab ich jetzt was passendes gefunden. Die Infotexte sind fast fertig. 
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1:00
Infotexte mit Bildern und Rückseite fertig. Ausgedruckt. Schatzi gezeigt. „Die Bilder sind hässlich. Geht das nicht auch ohne Wurzel? Da gruseln sich ja die Kinder.“ Ich hab abgewunken mit: „Die haben doch fast jeden Tag nen neuen Wackelzahn in der Hand.“ – aber irgendwie hat er Recht. Alternativen suchen. 
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1:45
Infotexte bzw. Bilder überarbeitet, andere Ansicht gewählt. Gefällt mir besser. Prototypen ausgedruckt. Jetzt den Rohbau für die Arbeitsblätter / Zusammenfassung / Sicherung. Wird wohl ein Steckbrief werden, der zum Großteil vorbereitet ist. Los geht’s!
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2:05 
Erstelle den großen Steckbrief. Ich glaube das wird zu viel zum Ausfüllen. Selbst wenns zu jedem Zahn nur 4 oder 5 Wörter sind… 4 Zahnarten,macht mind. 20 Wörter… Hmmm… Blöd. Ich machs erstmal fertig und überlege mir dann noch ne Alternative. 
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2:23
Entscheidung gefällt: Die Schüler müssen nur den Steckbrief zum eigenen Zahn ausfüllen und anhand dessen ihrer Stammgruppe dann in nem Minivortrag ihren Zahn erklären. Das sollte auch gehen, denke ich 😉 
Langsam werde ich etwas müde und hungrig. Aber ein bisschen muss ich noch. Wenigstens der Stundenentwurf muss noch fertig werden. Analysieren kann ich nach dem Schlafen wieder. 
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2:47
Der Entwurf mit grober Zeitplanung steht. Werde jetzt noch die Ziele GROB formulieren und später dann genau anpassen. Erstmal Lehrplanbezug und die allgemeinen Sachen. Wenn meine Planung hinhaut könnte das ganz cool werden. Wenn nicht, dann nicht 😉 
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3:00 
Feierabend. 
Die Ziele stehen grob. Das Wort „Steckbrief“ kommt mir noch zu häufig vor, muss ich noch verändern und genauer machen. 
Mit dem Fortschritt bin ich zufrieden. Morgen früh ne schöne Ladung Rührei und dann geht’s weiter. 

In diesem Sinne: Gute Nacht! 
Frau A. 

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8 Antworten to “Arbeitsprotokoll”

  1. zwischenbuechern 5. März 2013 um 00:03 #

    Prinzipiell hast du sicherlich Recht, und solange du ne Doppelstunde zur Verfügung hast, sollte es zeitlich auch mit EInführung/Anleitung machbar sein denke ich. Ansonsten; vllt eine(n) Kollegen(in) fragen, ob die oder der das mal mit den Kids einmal vorher machen kann? Puzzel lässt sich ja in den meisten Fächern mit einbauen…

    Ansonsten – fleißig fleißig 🙂

  2. Jettalein 4. März 2013 um 17:24 #

    Nur kurz zum Verständnis/Drüber-Nachdeken: Deine Kinder kennen aber die Methode des Gruppenpuzzles schon, oder? Wenn nicht, solltest du das VORHER noch fix einführen. Ansonsten bist du nämlich sehr MUTIG. (will dich jetzt aber nicht durcheinander bringen, weil sich das ja prinzipiell so ganz stimmig anhört) 😉

    • DatCläudchen 4. März 2013 um 21:13 #

      Genau das habe ich gerade auch gedacht. Mir scheint es so, als wolltest du die Methode wirklich erst in der Prüfungsstunde einführen. Das ist schon ein wenig gewagt. Vielleicht hast du ja super pfiffige Grundschüler, die das alles ganz flott verstehen, aber … hm, nee, mit ganz neuen, nicht völlig simplen Methoden wäre ich sogar in der Oberstufe vorsichtig.

      • bambooos 4. März 2013 um 21:17 #

        Prinzipiell heißt die Methode doch nur:
        Einzelarbeit (lesen, markieren)
        Gruppenarbeit (eintragen)
        Präsentation (kurz Ergebnis vorstellen)
        Das sind alles Sachen, die die Kinder schon können. Ob man das nun als „Puzzle“ zusammenstellt oder einfach so hintereinander macht ist doch eigentlich egal, nich?!
        Ich stell mir das gar nicht SO schlimm vor, weil ich sie ja anleiten werde, Schritt für Schritt.
        Hmpf.
        Vorher zu nem anderen Thema „proben“ geht zeitlich leider nicht.

  3. diewiderspenstige 4. März 2013 um 16:55 #

    holla, du bist ja ´ne kleine Nachteule – wann musst du denn morgens raus? Aber nicht um 6 Uhr oder so…? 😉

    • bambooos 4. März 2013 um 16:58 #

      Sonst schon…heute nicht, weil ich den mir vor der Prüfung zustehenden freien Tag heute schon genommen hab – auch wenn die Prüfung erst nächste Woche ist. Individuelle Vereinbarung mit der Schulleitung. Heute geht’s wieder früher ins Bett, keine Sorge.

  4. snoopylife 4. März 2013 um 07:08 #

    Ja, das hab ich schon gehört, aber hier wird es schön anschaulich gemacht: Wieviel Arbeit, wieviel Zeitaufwand… Manche denken, Lehrer hätten ja sooo viel Zeit, lockerer Job, nur vormittags und frühen Nachmittag paar Stündchen, dann frei und überhaupt die ganzen Ferien, boa ej. Guter Artikel.

  5. Summer 4. März 2013 um 03:49 #

    Tolles Thema!:)
    Aber haette NIE gedacht wieviel Arbeit hinter einer Stunde steckt. Respekt!

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