Tohuwabohu

27 Feb

So turbulent dieser Tag war, so sehr wundert es mich, dass ich noch vergleichsweise fit bin heute. 
Die Hinfahrt ins Seminar – Chaos! Der Berg, über den ich mich gewöhnlich schleppen muss – VOLLSPERRUNG wegen Unfall. Davon habe ich im Radio erfahren, als ich in den letzten Ort vor dem Berg und der Sperrung einfuhr. Also spontan über nen anderen Berg gefahren (Umweg!) und trotz glatter Fahrbahn gut im Seminar angekommen. Nieselregen und Minusgrade sind eine wirklich eklige Kombination… 

Nun ja. Im Seminar angekommen erfuhr ich, dass ich meine Vornote doch nicht erfahren werde. Begründung: Die Hausarbeitsnote fehle noch. Dass das aber in keinem Zusammenhang steht und somit unabhängig verkündet werden kann, erfuhr ich später von einem Fachleiter. Und siehe da – kurz vor Ende des Seminartages erfuhren wir, dass wir dann doch noch zur Notenverkündung erscheinen durften – cool! 
[Hintergrund: ich hatte letzte Nacht sogar von diesem Ereignis geträumt – scheint mein Unterbewusstsein mal wieder zu beschäftigen]

Nun ja. Jetzt wollt ihr sicher wissen: Was hat sie denn nun für ne Vornote, die 40% der Gesamtnote zählt? 
Ich mach es kurz: insgesamt sind es 12 Punkte geworden – also ne ganz normale 2. 
Genauer teilt es sich wie folgt auf: 
Mathe: 13 Punkte
Werken: 13 Punkte
Deutsch: 11 Punkte
HSK: 12 Punkte
Schule: 12 Punkte 
Studienseminar: 13 Punkte

Die Zahlen entsprechen ALLE der Note 2, wodurch sich auch das Gesamturteil „gut“ ergibt. 
Jeder Punktbewertung ging ein etwa einseitiges Wortgutachten voraus, in dem man nochmal eingeschätzt und beurteilt wurde. 
Einige Sätze in der Deutsch-Beurteilung stoßen mir allerdings ein bisschen auf…
Auszug: 
„Übertragene Seminaraufträge erfüllt sie pünktlich, jedoch überzeugt die Qualität der Ausführungen nicht immer im gewünschten Maß. Zudem wird hier mitunter deutlich, dass Frau A. nicht beständig in der Lage ist, praktische Darstellungen mit theoretischem Wissen zu untermauern.“ 
BÄM. 
Ärgert mich ein bisschen, weil sich der erste Satz auf einen Seminarauftrag bezieht, der einfach nicht ordentlich an uns ausgegeben wurde, in dem einerseits Kürze gefordert, diese andererseits am Ende wieder kritisiert wurde…und allgemein lief das total bescheuert. Ein Großteil meines Jahrgangs hat daraufhin ne schlechte Rückmeldung bekommen. Und der zweite Satz…naja…wenn man sich das Deutsch-Studium an der Uni Erfurt anschaut, weiß man woran das liegt. Und in ein paar Deutsch-Seminarveranstaltungen zu je 3h wird man nicht zum Experten…
Aber egal, Schwamm drüber. 

Am meisten habe ich mich über die Bewertung vom Seminar gefreut. Die hat mir gezeigt, dass meine Arbeit wertgeschätzt und auch anerkannt wurde. Besonders im Bewertungstext. Passt also. 

Die Note der Abschlussarbeit werde ich voraussichtlich erst bekommen, wenn ich die mündliche Prüfung im Mai rum habe – dauert also noch ein bisschen. Bisher bildet also die 2 mit 40% ne solide Notenbasis – vielleicht lässt sich ja noch ein bisschen was aufpäppeln…und wenn nicht: auch okay 🙂 

Weitere Tageserlebnisse: 
Ich bin ganz stolz auf mich, weil ich heute NICHTS genascht habe im Seminar. Nicht mal die Kekse der Seminarleitung habe ich angerührt. Stattdessen gab es selbstgemachten Apfel-Möhren-Salat (leeeecker!), Buttermilch und zum Mittag was von McDonalds…natürlich nen Salat mit gegrillter Hähnchenbrust – ohne Croutons. War trotzdem lecker und ich war satt. Zur Kaffeepause gabs n Möhrchen…und eben zum Abendessen einen superleckeren Brokkoli-Hähnchen-Auflauf. Mit Sahne, ha! 😀 Jetzt bin ich so richtig schön satt – ein tolles Gefühl! 🙂 
Und: macht euch bitte keine Sorgen um mich – das was ich gerade mache ist ein Versuch, meine Ernährung endlich mal umzustellen. Die erste Zeit sind es nur WENIG Kohlenhydrate, damit mein Körper wieder lernt, eigenständig auch mal FETT zu verbrennen – Brot etc. kommt sicher wieder zurück. Aber für den Anfang will ich es erstmal so versuchen, damit ich mich an den Obst/Gemüse-Kram gewöhnen kann. Klingt für euch jetzt sicher komisch, aber…ich durchquerte diese Abteilung beim Einkaufen bisher konsequent, ohne sie eines Blickes zu würdigen – das muss geändert werden und da bin ich gerade dran. Die nächste Mission wird dann, ein ausgewogenes Verhältnis herzustellen – ich werde euch davon berichten 😉 

Jetzt muss ich mich aber erstmal um meine Mathestunden für morgen und übermorgen kümmern – ich darf die 10er-Malfolge einführen und üben, mal sehen was ich mir dazu einfallen lassen. Heißt: Laptop aus, Bücher und Materialien raus und los geht’s! 

In diesem Sinne: Adios Amigos! 
Frau A. 🙂 

Ps.: Noch ein „Highlight“ zum Schluss: 
Nach Seminarende begab ich mich ins relativ nahe (aber teure) Parkhaus und wollte meine Gebühr bezahlen. Der Automat fraß meinen 5€-Schein, knabberte dran rum, ratterte…und spuckte ihn dann aus, nachdem ich wild auf „ABBRECHEN“ rumgedrückt hatte. Der Schein kam raus, meine Parkkarte blieb drin. Hmpf. Also auf sämtlichen Knöpfen rumgedrückt…nichts. Ich war also gefangen im Parkhaus, ohne Eintrittskarte in die Freiheit. 
Glücklicherweise fand ich in der Nähe des Automaten eine Nummer, rief an und hatte nach 5 Minuten einen netten Herren an meiner Seite, der das Ding reparierte. Meinem erleichterten „Ich bin freiiiii!!!“ brachte er ein Grinsen entgegen und verschwand dann wieder so schnell, wie er gekommen war… 😉 DANKE an dieser Stelle! 

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Eine Antwort to “Tohuwabohu”

  1. zwischenbuechern 28. Februar 2013 um 20:02 #

    Ärgere dich nicht wegen dem Deutsch Kram – 2 insgesamt ist ne solide Basis 🙂
    Ich liebe das Wort Tohuwabohu 😀 Es ist hebräisch, und eins der wenigen Worte die ich in dieser doch recht anderen Sprache erkenne und übersetzten kann 🙂

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