12/18

3 Feb

Auf meiner To-Do-Liste steht das Wörtchen „Monatsbericht“. 
Das heißt, dass ich alle Stunden, die ich im letzten Monat gehalten oder hospitiert habe, auflisten muss. Mit Fach und Klasse.
Diesmal ist es bereits Bericht Nummer 12 von 18… Verrückt, wie die Zeit vergangen ist.
Das letzte Jahr ging schneller vorbei, als ich gedacht hatte.
Wenn man anfängt und weiß, dass man ANDERTHALB JAHRE im Ref ist, kommt es einem ganz schön lange vor – wenn man mitten drin steckt, wird einem die Zeit dann aber schnell viel zu kurz und man würde gerne noch ein bisschen länger in diesem „geschützten“ Rahmen verbleiben. Sicher nicht wegen des Status LAA & der permanenten Beurteilungssituation, sondern einfach, weil man noch Leute um sich herum hat, die einem Tipps geben, helfen und unterstützen… Das fällt dann später sicher weg, zumindest in dem Umfang wie jetzt.
Egal.
Wenn ich jetzt zurück schaue merke ich, dass ich im letzten Jahr viel gelernt habe. Ich bin in vielen Dingen sicherer geworden, oder wie man im Seminar sagen würde: „Ihre Lehrerpersönlichkeit ist gereift.“ Das ist irgendwie cool.
Zugenommen hat vor allem meine Vorfreude auf den Beruf. Ich habe viele Anregungen bekommen, die ich gerne umsetzen möchte. Ich habe Kolleginnen gesehen, die in ihrer ganzen Art und Weise sehr inspirierend sind und Vorbildcharakter für mich haben. Davon gibt es an meiner Schule eine ganze Menge. Jeder ist anders und auf seine Weise trotzdem irgendwie toll.

Worauf ich mich besonders freue? Hm.
Ich freue mich darauf, eine eigene Klasse zu haben. Nicht immer hin & her zu springen, sondern einen festen Punkt zu haben, etwas aufzubauen. Ich freue mich darauf, (hoffentlich) nicht mehr so weite Strecken fahren zu müssen. Ich freue mich darauf, mehr Geld zu verdienen & etwas sparen zu können. Ich freue mich darauf, eine richtige Lehrerin zu sein.

Worauf ich mich nicht freue? Hm.
Ich freue mich nicht darauf, meine Schule zu verlassen. Die Leute (und Schüler) dort sind mir irgendwie ans Herz gewachsen und es ist schön, dazu zu gehören. Ich weiß auch, dass die Bedingungen dort super sind. So gut, wie ich sie an noch keiner anderen Schule gesehen habe. Sowohl materiell, als auch personell – die Schüler sind im Vergleich zu meinen damaligen Hortkindern wirklich „zahm“ und umgänglich. Man kann unterrichten und muss nicht allzu viel „Dompteur“ sein.

Naja. Das letzte halbe Jahr ist angebrochen. Auf dem Plan stehen als große Brocken noch die praktische Prüfung (2 Unterrichtsstunden mit 6-köpfigem Kommittee hinten drin halten) und die mündliche Prüfung. Den Termin für die praktische Prüfung werde ich wohl im Laufe der nächsten Woche erhalten. Ich hoffe, dass ich nicht direkt nach den Winterferien dran bin – sonst müsste mein London-Trip nämlich ins Wasser fallen. Aber ganz ehrlich: Das wäre doch fies, die Prüfung auf diese Woche zu legen – dann hätte man ja absolut Null Ferien. Also hoffe ich mal, dass die das auch so sehen. Alles andere wäre doof.

Die Mündliche ist im Mai, in der Woche nach Pfingsten. Damit befasse ich mich aber noch GAR nicht, weil das für mich gerade noch sehr weit weg erscheint.
Die Priorität liegt momentan auf meinem Unterricht, inkl. Zielformulierungen und theoretischer Vorarbeit – damit ich weiß, was wichtig ist und mich gut auf die Praktische (und den schriftlichen Entwurf) vorbereiten kann. Das klappt schon ganz gut jetzt. Und ich kann anhand der Ziele wirklich abrechnen, ob ich was erreicht habe, oder nicht.

Ansonsten stehen vor den Ferien noch 2 Unterrichtsbesuche an – eigentlich müssten das die Fachleiter nicht mehr machen, aber durch die versemmelte Lehrprobe wurde mir nochmal Hilfe angeboten – die nehme ich natürlich gerne an. Je mehr Meinungen / Tipps, desto besser 🙂

Ein bisschen neidvoll blicke ich auf die LAAs, die jetzt anfangen. Die beginnen nämlich heute ihre Kennenlernwoche in einem Kaff fern der Zivilisation – letztes Jahr fand ich das anfangs noch doof. Eine Woche weg von zuhause, mit fremden Leuten in nem kleinen Zimmer in ner Jugendherberge ohne Handyempfang…inzwischen würde ich das gerne nochmal machen, weil ich weiß, dass ich die Leute gar nicht mehr SO oft sehen werde & weil es ne schöne Woche war… So ändert sich das eben 😉
Dafür haben die noch alles vor sich – ich bin mir nicht sicher, wer es besser hat 😉

Naja, ich merk schon – heute schreibe ich nur, um mich von meiner eigentlichen Aufgabe (Vorbereitung für den UB morgen) abzulenken. Die Planung steht ja schon, jetzt muss ich noch an der Zielorientierung und dem Motivationsbogen feilen. Meine 2 Baustellen derzeit. Motivation geht ja PRINZIPIELL ganz einfach (zumindest wenn ich bei meiner D-Mentorin drin sitze – die macht das immer so toll, da arbeiten die Kinder wie die Bienchen), aber mir fällt das noch nicht so leicht. Blöderweise. Aber ich übe ja noch. 😉

In diesem Sinne – macht euch noch nen schönen Sonntag.
Frau A. wie Am Schreibtisch 😉 

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