Ein Dank

21 Jan

Von meinem grausigen Morgen (Aufstehn. Duschen. Schnee schippen. Auto frei schaufeln. Losfahren. Rutschen. Schleichen. Aufgeben. Zurück fahren. Bürotag statt Schule.2 Tonnen Schnee schippen.) will ich heute gar nicht weiter berichten, sondern über etwas anderes.

Ich möchte mich bedanken.
Bei euch.
Und bei allen anderen auch.
Aber von vorne…

Freitag war kein schöner Tag für mich. Es war ein richtiger Dämpfer, mit dem ich nicht gerechnet habe & der mich wirklich unerwartet traf.
Im Nachhinein muss ich sagen: viele Dinge, die kritisiert wurden, waren berechtigt. Viele Dinge in meinem Entwurf hätten so nicht sein müssen.
Hauptproblem war, dass ich mich durch die Fächerverbindung, in der die Stunden liefen, verhaspelt habe.
Statt zwei einzelnen Entwürfen habe ich einen gemeinsamen geschrieben und mich dadurch verzettelt.
Das Fach Deutsch habe ich dadurch wirklich fast vollständig außen vor gelassen, was natürlich nicht hätte passieren dürfen.
Nicht, wenn man alles bedacht hat.
Ich glaube der mangelhafte Entwurf lag auch ein bisschen daran, dass ich langsam nen Laptop-Koller hatte.
Nach über einem Monat Schreibarbeit am PC für die Abschlussarbeit war meine Konzentration das Schriftliche betreffend einfach nicht mehr vorhanden. Irgendwann steht es einem bis zum Hals & dann geht nix mehr.
Durch das Schreiben habe ich mich gequält und so dann eben den Überblick verloren.
Sehe ich ein.

Jetzt zum eigentlichen Thema:
Es war wirklich toll, so viel Feedback von euch zu bekommen. Aufmunternde Worte, Tipps, Ideen und auch die Tatsache, dass es vielen von euch auch schon mal so gegangen ist – sowas baut wirklich auf und lässt einen das Ganze nicht mehr allzu eng sehen.
Dafür DANKE!
Es ist schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die hinter einem stehen und einen unterstützen…sei es durch eine Mail, ein Youtube-Video, einen Kommentar oder eine SMS. Es ist alles angekommen und hat mir geholfen. Danke! 🙂

Nun, wie geht es nach dem Debakel weiter?
Schritt 1
Ich werde mir direkt nach diesem Artikel hier mal die wichtigsten Dinge (bzgl. Stundenplanung, Ziele etc.) zusammenfassen & ne kleine Übersicht erstellen. Die kommt dann direkt vor meine Nase, sprich: an die Wand hinter meinem Laptop, damit ich das immer im Blick habe.

Schritt 2
Ich werde in der nächsten Zeit gezielt komplette Ziele formulieren, die auf die einzelne Stunde passen und werde nach jeder Stunde  reflektieren – hat das Ziel auf meinen Inhalt gepasst? Konnten die Schüler es erfüllen? Was hätte ich anders machen müssen?

Schritt 3
Zu jedem neuen Thema werde ich eine kleine Sachanalyse vorbereiten, damit ICH weiß, wo der Schwerpunkt liegt und was wichtig ist für den Inhalt. Hier merke ich teilweise selbst, dass mir in manchen Bereichen (besonders in Deutsch) noch Grundlagenwissen fehlt. Insbesondere was die Fähigkeiten & Fertigkeiten angeht, die Schüler bei bestimmten Methoden haben müssen, damit es klappt – daran muss ich noch arbeiten, hier fehlt noch der Überblick.
Woran das liegt? Ich schieb das jetzt mal auf die Uni, solche Grundlagen hätten dort besprochen werden müssen. Statt Vorträge zum Thema Fibel zu halten… Aber das ist ein anderes Thema…


Schritt 4
Den Entwurf für die praktische Prüfung ernst nehmen. Oder sagen wir: ernster als den der 2. Lehrprobe. Ich habe schon einige Hinweise bekommen, was ich hätte besser machen können und wo der Fokus liegen muss. Daran werde ich beim nächsten Mal arbeiten, sodass mir dämliche Anfängerfehler wie dieses Mal nicht mehr passieren.

Ich denke mal, dass der Schlachtplan ganz sinnvoll ist und mir helfen wird.
Das Fachliche ist seit Beginn der Ausbildung ein Knackpunkt, an dem ich noch arbeiten muss. Ebenso wie die Ziele. Wobei ich bei letzterem schon Fortschritte gemacht habe. Wenn ich jetzt an Stundenplanungen sitze, schreibe ich mir automatisch schon auf, was ich erreichen will – wenn ich das noch genauer hinkriege, wird das mit den Zielen in der Prüfung dann auch klappen.

Heißt: ich arbeite an mir (wie immer) & dann wird das schon werden.

In diesem Sinne: DANKE für’s Rücken stärken und unterstützen,
Eure Frau A. 🙂
Ps.: Frage an euch:
Habt ihr vielleicht hilfreiche Literaturtipps, was fachliche Grundlagen angeht? Egal zu welchen Fächern. Über Hinweise würde ich mich freuen. Habe hier schon Kataloge von diversen Verlagen stehen, aber die preisen ja ALLES als supertoll und superhilfreich an. Woher nehmt ihr eure Fachwissen? 

Advertisements

11 Antworten to “Ein Dank”

  1. tini 21. Januar 2013 um 20:35 #

    Erstmal nochmal: Kopf hoch und durchhalten. Ich hab mir immer wieder vorgesagt, die wollen nur testen, wie belastbar man ist. (mein Ref war die Hölle auf Erden)
    Aber nun zu den Literaturtipps: Ich finde das Handbuch für die Unterrichtsgestaltung in der Grundschule von Maras, Ametsbichler und Eckert-Kalthoff super. Und in Mathe die Einführung in die Arithmetik von Padberg. Bei konkreten Fragen darfst du mir auch gerne schreiben (mail müsste bei dir glaub ich angezeigt werden.)
    Lg tini

  2. annuis 21. Januar 2013 um 19:20 #

    In unserem Seminar (irgendwo in NRW) wurde Horst Bartnitzky hochgelobt. Vor allem diese Werke hier:
    http://www.amazon.de/Lehrerbücherei-Grundschule-Kompetenzbezogener-Deutschunterricht-Unterrichtsbeispiele/dp/3589051817/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1358795775&sr=1-1
    (Die ältere Auflage war bei uns wie die Bibel. Zu der neuen Auflage kann ich nichts sagen, vermute aber, dass sie ähnlich ist.)

    http://www.amazon.de/Deutschunterricht-Horst-Bartnitzky/dp/3834005959/ref=pd_sim_b_2

    Von den beiden Büchern ausgehend hat man sich dann noch weitere Literatur angeschafft.
    Viel Erfolg damit! 🙂

  3. Sabine 21. Januar 2013 um 18:44 #

    Liebe Frau A.,

    auch ich habe in meinem Ref eine ähnliche Erfahrung machen müssen, wie du, sie war zwar am Anfang des Refs, aber dennoch sehr prägend. Auch meine Stunde wurde quasi in der Luft zerrissen. Das beste, was man machen kann und was du auch machst, ist nach vorn schauen und draus lernen! *daumen hoch*

    Bzgl. Fachwissen habe ich oft die Lehrermaterialien genutzt, welche meist einen mehr oder weniger langen Abschnitt zum Hintergrungwissen beinhalten. In Mathe habe ich mir die Grundlagenwerke „Handbücher für den Mathematikunterricht“ Klasse 1 bis 4 besorgt. Ansonsten habe ich diverse Bücher und Lexika zu Hause oder eben das Internet. Wobei ich mir für meine zwei Lehrproben Literatur gekauft habe, aber eben themenspezifisch.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft!

  4. zappelbein 21. Januar 2013 um 17:05 #

    Ich finde es so toll, wie selbstsicher und reflektierend du jetzt schreibst. Ich habe deinen letzten Eintrag mit Erschrecken gelesen und wusste wahrscheinlich gerade deswegen nicht, was ich dazu sagen soll. Mir tat das alles nur so leid und ich ärgerte mich mal wieder über die Strukturierung des Referendariats.
    Ich denke, du gehst jetzt genau den richtigen Schritt: Du hast deine Fehler reflektiert und hast dir kleine Zwischenziele gesetzt, wie du diese beheben möchtest. Vielleicht wird es dir aus Zeitgründen nicht immer möglich sein, das haargenau umzusetzen, aber ich muss sagen, dass ich mir zumindest zu jeder Stunde gedanklich Ziele formuliere, die ich nach Halten der Stunde überprüfe. Je nachdem bin ich dann mehr oder weniger zufrieden mit der Stunde und denke darüber nach, wie ich es hätte besser machen können.
    Von meinen Seminarleitern wurde mir immer gepredigt, dass der Entwurf zwar stimmen muss, doch es nicht schlimm ist, wenn es in der Stunde – aus welchen Gründen auch immer – nicht so lief. Wichtig ist, dass man in der Auswertung selbst reflektiert, woran es gelegen hat und WIE man es hätte anders machen können. Schließlich ist das dann eine der wichtigen Kompetenzen, die man als richtiger Lehrer braucht. Übe das wirklich an jeder Stunde!
    Mich hat auch letzte Woche aufgebaut, dass eine Lehrerin mir verriet, dass sie sich noch immer, nach 30 Jahren Lehrerfahrung, nach jeder Stunde aufschreibt, das nicht gut lief und wie man es das nächste Mal anders machen kann. Toll, oder? Und ich glaube, sie ist dadurch eine richtig tolle Lehrerin, zumindest faszinieren mich immer wieder ihre Ideen (auch wenn ich sie noch nicht live erlebt habe).
    Literaturtipps kann ich dir leider auch nicht geben. Ich nutze oft 4teachers.de oder wusele mich einfach durch das Netz, um mir selbst das nötige Fachwissen anzueignen. Warum man auch im Studium nichts von dem lernt, was man dann in der Schule benötigt… (an Fachwissen)
    Alsi Kopf hoch und weiter so! Man kann nur dazulernen. 🙂

  5. Sauerkirsche 21. Januar 2013 um 16:51 #

    So geht’s mir auch, ich hab (obwohl ich noch im Studium bin, mich aber an nichts mehr sinnvolles dazu erinnern kann^^) keinen Plan vom Fachwissen. Oder zumindest hab ich das Gefühl keinen Plan zu haben. Und das im letzten Semester. Wenn ich da an die Fachwissenschaften denke, die uns die Uni Erfurt angeboten hat und wir planmäßig erfüllen mussten- ich dachte, da kriegt man was Sinnvolles für die Zukunft geboten. Nun ja… Für Literaturhinweise bin ich also ebenso dankbar! 😉

    • bambooos 21. Januar 2013 um 17:01 #

      Das Problem ist, dass man an der Uni noch SEHR weit weg ist von der Praxis und dass die Dinge, die vielleicht wirklich relevant sind im Unterricht uns noch gar nicht bewusst sind. Also lernt man irgendwelches Zeug, ohne zu wissen, wozu man es braucht…und vergisst es wieder.
      Aber im Allgemeinen hat mir die Uni sehr wenig mitgegeben. Lediglich die Werken-Seminare fand ich super im MaL…der Rest? Naja… Man merkt eben, dass das keine „richtigen“ Lehrer (mehr) sind. Sie predigen eine Sache & machen mit den Studenten das Gegenteil – und das ist Mist. 😉

      • sauerkirsche 23. Januar 2013 um 20:21 #

        Oh das erinnert mich vor allem an, äh, Klassenführung – Konfliktbewältigung und so – du kannst dich vielleicht an den Dozenten erinnern?^^ Naja, ich hab selbst beim Blättern in alten Aufzeichnungen festgestellt, dass uns wirklich nicht sonderlich viel relevantes Fachwissen für die Grundschule vermittelt wurde. Im MaL waren bei mir allerdings die Fachdidaktik Seminare nicht übel, vor allem Deutsch und HSK. Und: Was ich sehr verwirrend finde, ist das JEDER Dozent in Hausarbeiten oder Praktikumsberichten andere Zielformulierungen lesen will, jeder legt Wert auf etwas Anderes und das hat mich auch sehr verwirrt. Bin gespannt, wie das im Ref. wird.^^

      • bambooos 23. Januar 2013 um 20:22 #

        Da wird’s nur bedingt einheitlicher 😉

  6. annika 21. Januar 2013 um 16:29 #

    hallo,
    was du schreibst kommt mir so bekannt vor (vieles könnte ich auch geschrieben haben). meine erste lehrprobe in d ging so was von daneben und ich wurde von den prüfern in der luft zerfetzt. hinterher konnte ich nur teile der kritik verstehen und nachvollziehen. ging soweit, dass meine mentorin und auch mein rektor schon an ihrer kompetenz gezweifelt haben. naja, was du jetzt machst ist wohl das beste. ich hab mir auch einen plan aufgestellt und an den „basics“ gearbeitet (exakte zielformulierung, reflektion usw.).
    war dann noch ne harte zeit bis zur zweiten lehrprobe – aber das hat sich dann gelohnt.

    jetzt bin ich in meinem zweiten jahr als klassenlehrerin und genieße es (meistens) sehr. und das ref ist (fast) vergessen.
    ich wünsch dir (unbekannter Weise) auf alle fälle gutes durchhalten! dranbleiben und vor allem nicht verzweifeln!!!

    annika

    • bambooos 21. Januar 2013 um 16:30 #

      Dankeschön! 🙂
      Ich sag mir auch immer: Alles wird gut. 🙂

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: