Das verflixte Stundenende

20 Sep

In der Theorie klingt das so einfach.
Sinngemäß:

Am Stundenende sollte eine Reflexion, eine Zusammenfassung oder ein Ausblick stehen, um die Stunde abzurunden.

Hm.
So leicht finde ich das gerade aber gar nicht. Momentan ist es so, dass mein Stundenanfang super läuft, die Mitte auch ziemlich (heute kam während der Stunde eine Kollegin kurz rein & zeigte mit den Daumen nach oben weil die Kinder so schön leise gearbeitet haben)…nur das Ende lässt zu wünschen übrig.

Und das blöde ist: ich merke es auch noch jedes Mal & kriege es trotzdem nicht zu meiner Zufriedenheit hin. Irgendwie hacke ich die Stunden selbst ab. Plötzlich ist die Zeit rum & ich lasse mir einfach die Hefte zurück geben, anstatt das Ganze abzurunden & für die Kinder nochmal in einen Kontext zu setzen.
Total dämlich.
Daran muss ich definitiv noch arbeiten.
Klar, den Kindern fällt das nicht sonderlich auf. Aber ohne ein Fazit macht es z.B. wenig Sinn, über Klassendienste zu sprechen. Oder über den Klassenraum. Oder über alles andere.

Das HSK-Pensum, was ich mir egtl für die Stunde am Dienstag vorgenommen hatte, zieht sich so über 3 Stunden hin (okay, das liegt aber eher daran, dass ich die Wörterbucharbeit zu Stundenbeginn zu sehr ausgedehnt habe). Also werde ich nächste Woche dieses Thema nochmal aufgreifen & dann hoffentlich ein Ende finden 😉 Eigentlich wollte ich schon viel weiter sein…Naja…irgendwie muss sich das noch optimieren lassen.

Deshalb heute meine Frage an euch:
Wie gestaltet ihr das Ende einer Unterrichtsstunde? Gibt es Rituale oder spezielle Abläufe?

Schonmal danke für eure Antworten & Ideen,
Eure Frau A. 🙂

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8 Antworten to “Das verflixte Stundenende”

  1. lottamachtkrach 22. September 2012 um 21:40 #

    Ich mag als Feedback gerne die Dartscheibe. Es gibt eine Reflexionsfrage (inhaltlich oder bezüglich des Gefallens oder Verhaltens, je nachdem wie es passt). Man kann die Scheibe auch in 4 Teile teilen, wie einen Kuchen, und dann direkt 4 Fragen abfrühstücken. Das verstehen die jüngeren aber häufig noch nicht. Die Schüler malen oder kleben Punkte auf (je weiter innen, desto höher die Wertung). Am Ende versuchen ein bis zwei Schüler zu verbalisieren, was das Ergebnis bedeutet.

    Und wenn gar nichts mehr geht, zeitlich, dann lobe ich zum Schluss einfach eine Runde abschließend 😉

  2. Lotte 21. September 2012 um 12:28 #

    Du kannst fachlich oder methodisch reflektieren. Im besten Fall beides, für den Lernprozess steht vor allem das Fachliche im Vordergrund.
    In der Orientierungsphase stellst du (oder die Schüler!) Kriterien zu deiner Anforderung auf. Das kann zum Beispiel in einer geometrischen Aufgabenstellung sein: “ deine Figur soll aus 5 ebenen Formen bestehen“. In der Reflexion stellen einzelne Kinder ihr Ergebnis dar und überprüfen es hinsichtlich der Kriterien. Im Anschluss wird thematisiert, welche Hilfsmittel geholfen haben, wo es Schwierigkeiten gab etc. Ähnlich kannst du es methodisch machen. Bei Stationen kann beispielsweise das Kriterium sein, bei einem Klangsignal zu wechseln. In der Reflexion schätzen die Kinder ein, ob es funktioniert hat. An welchen Stellen Probleme waren, wie man diese als Klasse lösen kann.

  3. B wird Lehrerin 21. September 2012 um 09:44 #

    Habe das selbe Problem, Ups, schon ist die Stunde rum :/

    • bambooos 21. September 2012 um 10:05 #

      …solange das in der Prüfung nicht passiert mags ja noch sein 😉
      Trotzdem blöd, wenn man gegen Ende hektisch wird und die Stunde absägt 😉

  4. Andrea 20. September 2012 um 16:22 #

    Hi!

    Das Problem kenne ich nur allzu gut! (Ich bin Referendarin an einem Gymnasium.) Bei den etwas älteren Schülern ist es nicht gaaaaanz so dramatisch, wenn eine Stunde etwas plötzlich endet, die können das eher in der nächsten Stunde noch einmal aufgreifen (wobei man sowas natürlich eigentlich auch bei den älteren nicht machen soll/darf). Für die „Kleinen“ – also die in der 5. Klasse – habe ich mir vorgenommen (insbesondere weil ich Informatik unterrichte und deshalb auch Computer runtergefahren werden müssen etc) immer 15 min vor Unterrichtsende noch eine „Abschlussrunde“ einzuberufen. Da fassen wir dann nochmal kurz zusammen, was wir alles Neues gemacht haben und anschließend können wir in Ruhe dafür sorgen, dass der Raum ordentlich hinterlassen wird. Das funktioniert ganz gut – allerdings haben wir auch generell Doppelstunden, so dass ich etwas einfacher „mal eben so“ 15 min dafür nehmen kann.
    Ansonsten sag ich nur: wenn man schonmal feststellt, wo Sachen noch nicht so ganz rund laufen, dann wird man es auch schaffen, das zu ändern. Einfach weiterüben! 🙂 Das ist auf jeden Fall immer meine Einstellung.

    Andrea

  5. Fräulein Ratgeber 20. September 2012 um 16:17 #

    Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten 🙂
    Meine Schüler kennen zum Beispiel meine Feedbackkarten, die ich hochhebe, wenn es denn mal passt (Reflexion oder Feedback ist nicht nach jeder Stunde nötig, aber eine Zusammenfassung deinerseits schon). Auf denen steht: „Heute hat mir gefallen, dass…“, „Nicht gefallen hat mir heute, dass…“ und „Ich habe gelernt, dass…“ Einzelne Schüler können sich dann melden und Antwort geben.
    Man kann auch den Schülern Smileys mit Magneten geben und sie sollen nach jeder Stunde den entsprechenden Smiley an die Tafel heften.

    Ansonsten: Wir hatten am Dienstag ein 7stündiges Seminar dazu *gähn* 😀

    • bambooos 20. September 2012 um 16:19 #

      Coole Idee! Werd ich mir am Wochenende mal basteln 🙂

Trackbacks/Pingbacks

  1. Reflexion eines Unterrichtsbesuches « Der steinige Weg - 8. Oktober 2012

    […] Fehler mache ich noch genug. Hier und da, Kleinigkeiten. Mal gröbere Schnitzer (jaja, das liebe Stundenende), aber im großen und ganzen merke ich, dass ich mich immer ein Stückchen weiter […]

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