T = – 2Tage

2 Jun

…was dann ist? Meine erste benotete Lehrprobe. Mathe und Werken.
Eigentlich gar nicht SO ein großes Ding, wie es eigentlich scheint. Warum? Weil es nur BENOTETE Lehrprobe heißt. Okay, es gibt auch eine Note – nur geht die nirgendwo mit ein. Nirgends.
Das ist also, als ob man in der 1. Klasse unter ne Arbeit schreibt „Das wäre eine 2“ – weil es ja noch gar keine Noten gibt. Hm. Prinzipiell ist das so, als ob man die „richtige“ Prüfung nächstes Jahr im März / April simulieren würde.
Naja, warum nicht 😉
Was daran aber SEHR real ist, ist der Aufwand vorher.
Diesmal muss man nicht nur einen Unterrichtsentwurf & die Ziele abgeben, nein.
Diesmal muss folgendes mit drin sein:
– Deckblatt (auf dem 1273 Gesetze zitiert werden… hässlich!)
– Inhaltsverzeichnis
– Sachanalyse
– Lernbedingungen
– Didaktisch-Methodische Analyse
– Zielstellungen
– Verlaufsplanung
– Literaturverzeichnis
– Anhang

BÄM.
Am schlimmsten finde ich persönlich immer die Sachanalyse. Da muss der „Lerngegenstand“ bis ins Detail auseinander genommen werden. Behandelt man das Thema Sperrholz muss man sozusagen beim Baum anfangen, der im Wald wächst. Beim Urschleim sozusagen.
Aber ich habe Glück – meine Fachleiterin für die beiden Fächer mag den Mist nicht ganz so ausführlich. Juchu! 😉 Für Werken konnte ich Teile meiner HA von der Uni benutzen – die habe ich aber zurechtgekürzt auf 4 Seiten. Ich hoffe, das ist kurz genug. In Mathe gehts um Addition & Subtraktion – das habe ich auf eine Seite beschränkt. Wenn mir das als zu kurz angekreidet wird, krieg ich n Anfall 😉
Übrigens soll die Sachanalyse dazu dienen, sein Fachwissen zu dem Thema unter Beweis zu stellen.

Nun ja. In die Bedingungsanalyse kommen innere Faktoren, d.h. die Klassenzusammensetzung, soziales Verhalten…und äußere Faktoren (Lage von Schule, Klasse, Pausen etc.). Damit die, die zum Hospitieren kommen auch wissen, was so abgeht.
Im Seminar gabs Diskussionen deswegen, weil manche der Meinung sind, dass das zu tief in die Privatsphäre der Kinder eingeht. Hat ein Kinds ADHS oder wird von seinen Eltern misshandelt, soll/kann man das in die Analyse mit einbringen. Schwieriges Thema.

Naja, den weiteren Krams erspare ich euch.
Für Mathe bin ich auf 13 Seiten gekommen. Werken hat 18 in Anspruch genommen. Macht 31 Seiten insgesamt….und die darf ich am Montag in 5 (!!!) facher Ausführung mitbringen. Heißt: 155 Seiten.
Hm.
Wäre alles nicht so schlimm, wenn mir mein Toner nicht ausgegangen wäre… Naja. Ich bin durch alle hier verfügbaren Läden gehirscht und hab versucht, den Toner zu kaufen – no way. „Müssen wir bestellen“… Naja – muss ich halt meinen Tintenstrahldrucker dazu benutzen, was für eine Verschwendung…

Noch kurz zu Montag:
In Mathe mache ich Angebotslernen, d.h. die Kids können selbst aussuchen, welches Angebot (differenziert nach Schwierigkeit) sie bearbeiten wollen. Vorher HA aufgeben, die Köpfe erwärmen, am Ende ne Auswertung bzgl. der Regeln, fertig. Easy.

Werken wird anspruchsvoller, weil ich was Neues mache. Die Kids werden erstmalig mit der Feinsäge  (NEU) und mit der Laubsäge (Bekannt) arbeiten. Daneben sind noch 1000 Kleinigkeiten zu beachten (Wie wird mit Stahlmaßstab & Anschlagwinkel richtig angerissen?  Wo legt man an um materialsparend zu arbeiten? Wie muss man die Säge halten? Welche Arbeitsmittel brauche ich um mit der Feinsäge zu arbeiten? Stehend oder sitzend? Wohin mit den Sägespänen? Wieviel Kleber? Welche Richtung? Wie kriegt man das Klötzchen mittig geklebt? Wie kriege ich die Augen hin?)
Und so weiter, und so fort…
Das Motiv wird ein Kantenhocker werden:

 Bild

bzw zwei differenzierte… GARTENZWERGE 😀
Links (die Frau) ist die leichtere Version. Weniger Kurven, Weniger Richtungswechsel, kleiner.
Rechts (der Mann) ist schwieriger. Sieht man ja 😉
Das Klötzchen ist bei beiden gleich groß. Die Kids müssen es übrigens mit Sägelade in Partnerarbeit sägen – allein ist es zu schwierig.
Schwierig ist auch die Gestaltung – ich hab selbst ewig gesessen um das so hinzubekommen, also werde ich den Kids Malvorlagen anbieten, von denen sie abmalen können…mal sehn, ob das klappt 😉

So, das wars für heute. Sorry dass es so lange gedauert hat bis mal wieder was von mir kam… Nein, ich war nicht depressiv wegen dem zweiten Unterrichtsbesuch (darüber bin ich hinweg), ich hatte nur n Haufen zu tun mit den Entwürfen, Planungen usw. 🙂

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende – meins werde ich nur mit Schatzi verbringen, es ist schön, endlich wieder mehr Zeit für einander zu haben. Die letzten Tage waren wir zwar in der selben Wohnung, aber in unterschiedlichen Zimmern. Gegen 12 bin ich ins Bett & um 5 wieder raus… Nicht schön.
Aber: VORBEI! 😀 Gleich mach ich den Laptop wieder aus & dann hat mein Kopf Feierabend 🙂

Bis bald!

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7 Antworten to “T = – 2Tage”

  1. Fienchen 16. Januar 2016 um 13:43 #

    Ich hätte eine persönliche frage zur sachanalyse. in meiner stunde haben die kinder aus tonpapier einen igel ausgeschnitten und das „fell“ mit körnern beklebt. Worüber schreibe ich dann die sachanalyse?

    • bambooos 16. Januar 2016 um 13:45 #

      Schneiden (Vorgang, Scheren etc), Tonpapier (Papierarten…), Kleben (Arten von Klebern etc) würde ich sagen.

      • Fienchen 16. Januar 2016 um 13:46 #

        hm ich habe jetzt über den igel und die körnerarten geschrieben?!?

      • bambooos 17. Januar 2016 um 22:04 #

        Kommt auf dein Fach an, würde ich sagen. Deins ist auch Sachkundesicht, meins aus Werken.

  2. Smut 3. Juni 2012 um 18:42 #

    Armes Ding, die Arbeitswelt ist aber so. Und da du ja in deinem Traumberuf arbeitest kannst du doch eigentlich froh sein.

    • bambooos 3. Juni 2012 um 18:48 #

      Ich will mich ja auch gar nicht beschweren. Es geht nur darum dass es eben nicht stimmt, dass Grundschule pillepalle ist 🙂

  3. B wird Lehrerin 3. Juni 2012 um 07:42 #

    Schön, wieder von dir zu lesen!
    Oh, ja das kenne ich, SACHANALYSE regt mich jedes Mal wieder auf! Zumal man sich auf 1 Seite beschränkt und es dann eh nur wie ein Wikipedia-Artikel klingt. Nix da mit Auseinandersetzung. Sehe keinen Grund, warum man darauf nicht verzichten kann!!!

    Und zur Note, es ist ja immerhin schön zu wissen wie man stehen würde. So kann man sich fortan etwas mehr beruhigen. Denn meistens steht man doch besser, als man sich zu Beginn des Reffs gedacht hatte. Ich zumindest war super kritisch und habe mch für schlecht gehalten – hatte aber im Gegensatz zu dir nur wenig Erfahrung mit dem Unterrichten.

    Ich wünsche dir alles Gute und einen erholsamen Sonntag ohne Schule 😉

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