Frage an euch!

26 Apr

Ich sitze gerade in der Schule & warte auf den Beginn der Dienstberatung. In der Zwischenzeit überlege ich, wie ich die misslungenen nicht ganz so schönen Ergebnisse aus Deutsch verbessern lassen kann. Nächste Woche krieg ich noch ne Stunde dazu.

Was mir aufgefallen ist: viele schreiben extrem breit. Da passen nur 4, 5 Wörter in eine Zeile.
Hier mal ein Beispiel:

20120426-123036.jpg
^^
3 vs. 5 Wörter…

Nun zu meiner Frage:
Mit welchen Übungen schaffe ich es, dass die Kinder schmaler schreiben?

Mir fällt gerade echt nichts ein. Vielleicht habt ihr ja Ideen, nützliche Hinweise oder Links…

Ich werde es dann so machen, dass die, die das AB schon gut gemacht haben ne andere Aufgabe bekommen. Die „Nachholer“ werden ganz vorne sitzen & mit mir nochmal die Sachen neu schreiben.
So ist bis jetzt die Grobplanung.

Wäre toll, wenn ihr mir weiterhelfen könntet – ich steh Grad auf’m Schlauch.
(gerne auch über FB oder Mail: bambooos@web.de)

Liebe Grüße & bis bald 🙂

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11 Antworten to “Frage an euch!”

  1. 'ne mama 20. Mai 2012 um 16:18 #

    Später Nachschlag – ich lese gerade einen antiken Kinderentwicklungsstandardratgeber (Arno Gesell, Das Kind von 5 bis 10), den mir eine pensionierte Lehrerin geliehen hat – da ist im Kapitel zu den Siebenjährigen und der Schule ein schöner Absatz:
    „Alle Arbeit in der Klasse verlangt die Nähe der Lehrerin, da sie fast ständig gefragt wird. Es gibt mit sieben Jahren viele individuelle Unterschiede. Manche Kinder bevorzugen Arbeiten an ihren Pulten gegenüber solchen, die die Lehrerin an der Tafel vornimmt, und umgekehrt (Das Siebenjährige kann diese beiden nicht leicht miteinander kombinieren; es kann nicht von der Tafel abschreiben). Knaben ziehen mündliches Rechnen dem schriftlichen vor, und Mädchen ziehen angewandtes Rechnen dem mündlichen oder schriftlichen Rechnen vor. Manche wollen weit liniiertes Papier, andere lieber eng liniiertes. Manche antworten umgehend, andere benötigen längeres Nachdenken. Mit acht Jahren wird innerhalt der Gruppe größere Einheitlichkeit herrschen; aber mit sieben Jahren bedürfen solche Unterschiede der Berücksichtigung.“

    Nich das erste Mal, dass ich in älteren Büchern zur kindlichen Entwicklung ein viel realistischeres Bild von dem, was ein Kind leisten kann, finde, als mir die Schulmaterialien meines Knäbleins suggerieren… Gesell ist in manchem wirklich antiquiert, aber ich stelle fest, dass er vieles, was mir in Kindergarten und Schule als therapiebedürftig geschildert wird, aus seinen Beobachtungsstudien heraus als völlig alterstypisch sieht – auch z.B. was die Gruppenfähigkeit und Empathie von Kindern angeht.

    • bambooos 20. Mai 2012 um 18:08 #

      Klingt wirklich realistisch diese Einschätzung – danke!
      Manchmal fehlt einem als Neuling bei sowas einfach der Überblick & die Ruhe, den Kindern die Zeit zu lassen, die sie brauchen… Aber man lernt nie aus 🙂

  2. fraeuleinloewenherz 27. April 2012 um 20:23 #

    Ich würde dir raten darüber nicht großartig nach zu denken. Es ist überhaupt kein Problem, dass die Kinder so große Abstände zwischen den Wörtern lassen und verhältnismäßig etwas „zu groß“ schreiben. Das wird sich mit der Zeit geben. Und wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm. Jeder Mensch entwickelt über kurz oder lang eh seinen eigenen Schreibstil. Die Kinder jetzt auch noch damit zu konfrontieren und das als Problem an zu sehen, das könnte die Prioritäten vielleicht etwas ungünstig verschieben… So lange du die Schrift der Kinder lesen kannst, ist doch alles okay. (;

    • bambooos 28. April 2012 um 07:19 #

      Ich glaube inzwischen auch, dass ich ein bisschen überreagiert habe 🙂
      Danke! 🙂

  3. tini 26. April 2012 um 18:51 #

    Mach dir doch da keinen Kopf, ich hatte schon ältere die schlechter geschrieben haben. das wird! Die sind doch erst in der ersten Klasse. Dafür ist es doch echt toll!

  4. Ninni 26. April 2012 um 17:37 #

    Schmaler schreiben? Im Laufe der Zeit kommt das. Ich finde es da wichtiger, dass zwischen den Wörtern eine deutlich erkennbare Lücke ist.

    Ich würde auch die Ergebnisse vom Vortag nicht so tragisch nehmen. Von der Tafel abschreiben erfordert dann doch viel Konzentration. Damit kann man in der fünften Stunde bei den meisten Erstklässlern nicht mehr rechnen – zumindest an meiner Schule. Gerade von der Tafel abschreiben muss auch geübt werden. Das war jetzt halt eine Übung, bei der man sieht, dass es noch nicht so gut funktioniert und noch geübt werden muss. Man unterschätzt im ersten Schuljahr oft, was eigentlich alles noch „nebenbei“ geübt und gelernt wird und wo vielleicht der eigentliche Schwerpunkt liegt – ob auf den Wörtern, deren Schreibweise geübt werden soll, oder auf der Technik.

    Mir wird das gerade noch mal richtig bewusst, weil ich in den letzten Monaten einen Quereinsteiger in der Klasse hatte, der vorher offenbar keine Schule besucht hat. Zumindest keine, wie wir sie kennen. Da fehlen der ganze Rahmen und die Techniken, die meine Viertklässler dann doch im Laufe der Zeit gelernt haben. Das zeigt noch mal den Unterschied auf.

  5. B. 26. April 2012 um 17:19 #

    Hallo, ich finde das gar nicht schlimm! Die Kinder werden das nach und nach lernen. Das braucht seine Zeit.

    • bambooos 26. April 2012 um 17:22 #

      …und das muss ICH wohl noch lernen… Geduld, was die Fähigkeiten betrifft. 🙂

  6. Jürgen 26. April 2012 um 16:52 #

    Ist das wirklich so schlimm? Beide schreiben leserlich, der zweite ein Wort zuviel („wir“).

    • bambooos 26. April 2012 um 19:27 #

      Das mit dem Wort zu viel war ja ein positives Beispiel – es ging mir nur drum, die Unterschiede zu zeigen. Bei manchen reicht ne Zeile eben nur für 3 Wörter & das war mir (noch) neu. 🙂

  7. Martina 26. April 2012 um 11:49 #

    es kommt drauf an… vllt verkleinerst du einfach mal die Zeilenabstände bzw. die Zeilenlänge und sagst, dass sie einen Satz mit meinetwegen sechs kurzen Wörtern. darauf schreiben sollen. Einfache Begrenzung der Ressourcen und iwann hat sich das hoffentlich in den Köpfen der Kinder verankert.

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