VerAPPLEt mich ruhig…

3 Apr

Heute hab ich mal wieder gemerkt, wie fantastisch Apple ist. Nein, ich möchte hier keine Werbung machen, und Nein, ich habe auch kein MacBook & auch keinen iPod… aber für die Faszination reicht mir schon mein iPhone – oder wie heute: ein iPad.

Es stand nämlich auf dem Plan: „iPad-Infoveranstaltung„, was zur Folge hatte, dass knapp die Hälfte der Gruppe noch vor Beginn abgehauen ist („Ich will mir so n Ding eh nicht kaufen.“ …“Zu teuer“ …“Blödsinn“).

Ich hingegen war schon Feuer&Flamme, als ich von der Veranstaltung erfahren habe – wo sonst kriegt man mal ne ordentliche Einführung in Sachen wie iMovie, Pages etc.?! Und wo sonst kann man überhaupt mal mit so nem Ding rumspielen? 2 Stunden im Mediamarkt dran hängen und in PhotoBooth Fratzen machen? Nee…

Ach ja, erstmal zu meinem technischen Hintergrund.
Ich stamme aus einer vergleichsweise technisch interessierten Familie, mein Papa ist berufsbedingt Mr. Technik, Schatzi ist hobbybedingt Mr. Technik – und ich sehe beide regelmäßig mit leuchtenden Augen, wenn sie sich neue Innovationen zugelegt haben & sie stolz präsentieren. Sei es ein 3D-Fernseher (Papa) – oder das neue iPad3 (Schatzi)… ich lasse mich gerne von der Freude anstecken und bin sehr interessiert an den Entwicklungen.
Sei es, weil ich übers iPhone von der Couch aus Sachen im Nebenzimmer drucken kann, oder via WLAN-Repeater noch stärkeres Netz habe, um drahtlos mit dem Handy rumzusurfen – die moderne Welt ist einfach herrlich, wirklich.
…und meiner Meinung nach (wahrscheinlich wollen mich 50% der Leser jetzt steinigen) trägt Apple in großem Maße dazu bei, dass sich die Technik weiterenwickelt und verbessert. Ich meine gar nicht diese öffentlich ausgetragenen Patentkriege und den ganzen Schnulli. Nein. Ich meine zum Beispiel Dinge wie die Präsentation des ersten iPhones 2007.
Man bedenke: zu der Zeit dümpelten wir alle mit unseren Nokias und Samsungs herum, trauten uns nicht, via WAP-Browser ins Internet zu gehen & wirklich erreicht hätte man da auch nichts – die Displays & Möglichkeiten waren einfach zu schlecht. Smartphones waren nicht wirklich smart & schnelles mobiles Internet war noch so ziemlich eine Vision.
Und das alles ist erst 5 Jahre her. An meinem 19. Geburtstag stellte also Steve Jobs das erste iPhone vor. Wie revolutionär das Ganze war, kann man an seiner Präsentation sehen. (wer mal ein paar Minuten Zeit hat & sich dafür interessiert: HIER) – heute würde niemand mehr klatschen, wenn jemand auf seinem Handy scrollt – noch vor 5 Jahren war das eine Revolution.

So, bevor ich hier noch enthusiastisch werde (na gut, es war wahrscheinlich nicht das letzte Mal heute) – zurück zur Infoveranstaltung heute. Jeder bekam ein eigenes iPad 2 & durfte sich mit verschiedenen Aufgaben daran ausprobieren.
Gelernt habe ich: 
Es gibt Pendants zu Windows Word, Excel & PowerPoint, man kann Filme drehen & schneiden, Fotos bearbeiten, Präsentationen erstellen…und das alles so leicht, wie ich es vom iPhone gewohnt bin. Herrlich. Ich finde es fast schon schade, dass die anderen, die eher gegangen sind, nicht mitgekriegt haben, wie groß das Potential ist – gerade in der Schule.
Videoaufträge, Puppenspiele (ganz tolle App: puppet pals), Lernwörter aufsprechen, Karteikarten gestalten… es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten.

Ich glaube inzwischen, mit einer Klasse voller iPads erreicht man mehr, als mit einem Whiteboard. Okay, ich habe beide Medien noch nicht im Unterricht erlebt, aber die Flexibilität, die das iPad (oder alle anderen Tablet-PCs auch) gibt, kann wirklich gewinnbringend sein. Präsentieren kann man, indem man das iPad an den Beamer anschließt – innerhalb von Sekunden hat man das Bild & die Schüler (oder wir) können flexibel im Raum präsentieren.

Was die Kosten betrifft, liegen White/Smartboards in etwa bei 2000€ aufwärts. Ein iPad2 (also das Vorgängermodell vom Neuen) kriegt man ab 399€ –> also kämen auf ein Whiteboard etwa 5 iPads… Da muss sich jede Schule dann selbst die Frage stellen, in was man lieber investiert.
Bis vor kurzem empfand ich das Whiteboard noch als Nonplusultra an Technik im Klassenraum – inzwischen steht das iPad für mich noch eine Stufe weiter oben. Eine Kombination aus beidem wäre natürlich der Wahnsinn… aber leider ist sowas in den Ausgaben für Schulen wahrscheinlich einfach nicht drin – es gibt ja nicht mal Geld für genügend Lehrer…

Ich bin schon gespannt, ob & wann die Technik-Welle die Schulen erreichen wird. Wenn ihr mich fragt: ich bin gerüstet & freu mich drauf. 🙂
Wahrscheinlich wird die Faszination in den nächsten Tagen noch steigen, wenn ich zuhause „unser“ neues iPad mal genauer untersuchen kann. Heute im Seminar haben wir in einer halben Stunde einen Film gedreht, geschnitten, mit Musik unterlegt & präsentiert – mal sehn, was ich nächste Woche zaubern werde 😉

Ach ja, für alle Apple-Hasser: Ich war auch mal eine von euch. Ich hatte u.a. ein Samsung Wave, welches damals gegen Schatzis iPhone 3GS angetreten ist. Ziel: in einer Stadt von A nach B navigieren. Das iPhone hatte den Weg schon angezeigt und war bereit zum Navigieren, da war das Samsung gerade mal eingabebereit für die Straße – von einer Navigation ganz zu schweigen… DAS war für mich der Moment, an dem ich mich für das iPhone entschieden habe – und ich habe es bis heute nicht eine Sekunde bereut.

Schließen möchte ich heute mit einem Zitat von Steve Jobs, was bei allen Apple-Geräten, die ich bisher kennenlernen durfte zu 100% korrekt war:

„It just works!“

Es funktioniert einfach. Und es ist toll. Wer es noch nicht kennt, sollte es mal ausprobieren – bevor man sagt „Apple ist bäh“, „zu teuer“ und „will ich nicht“...
Und Nein, ich will & werde niemanden missionieren – nach der Veranstaltung heute & den Inputs was den Unterricht & das Lernen (auch von kleinen Kids daheim) betrifft, bin ich einfach noch ein wenig geflasht, erfreut & glücklich, dass ich so ein Gerät zuhause habe.

Ach und noch was: für mich sind sämtliche „iDevices“, also Apple-Sachen, kein Statussymbol. Es wird so oft gesagt „Du Poserin“, „Bonze“ und solcher Schnulli. Blödsinn. Ich habe diese Sachen, weil sie einfach qualitativ hochwertig sind, weil sie funktionieren, weil ich sie an schalte und ohne Probleme benutzen kann, weil es wirklich für alles eine App gibt… kurz: weil es mein Leben einfach komfortabler macht. Jeden Tag aufs Neue.

So, der Vortrag ist hiermit beendet 😉

Morgen steht nochmal Studienseminar bis 16:30 an, dann gehts nach Hause, in die FERIEN! 🙂

Liebe Grüße & bis bald!

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4 Antworten to “VerAPPLEt mich ruhig…”

  1. snowy 23. Mai 2014 um 19:54 #

    Bin der selben Ansicht wie du und das lustig ist, ich habe auch so einen Technikfreak zu Hause sitzen und so immer auf den neusten Stand was Apple betrifft. Dieses Jahr war ich auch auf der Didacta, da war ich schon von einer 10 min-Präsentation total hin und weg. In Hessen ist die Uni zumindest in der Hinsicht schon etwas weiter und unterrichtet Grundschullehrer auch auf PC Programme usw.

  2. Jürgen 3. April 2012 um 16:47 #

    Brauchen wir das wirklich? In der Schule geht es doch um Kinder und nicht um unser technisches Interesse.

    • bambooos 3. April 2012 um 17:29 #

      In der Schule wird Medienkompetenz gefordert, und das immer stärker. In der Grundschule sollen die Kinder auch Dinge wie recherchieren, präsentieren usw. lernen – und wenn man das noch mit speziellen Lernprogrammen verbinden kann… wieso nicht?

      Es gibt auch tolle Mathe-Apps, mit denen das automatisierende Rechnen gebübt werden kann, oder Zwanziger-& Hunderterfelder – bei denen dann eben nicht die Farbplättchen runterfallen.
      Man kann SO viele Kopien sparen, indem man Arbeitsblätter am PC nutzt, sie dort ausfüllt & kontrolliert…. und und und.

      Welche Technik in der Schule genau benutzt wird, ist ja dann so ein bisschen nach dem eigenen Wunsch – aber DASS Technik genutzt werden sollte, steht außer Frage – gerade weil wir in so einer technisierten Welt leben.
      (ich merk schon, ich könnte dazu noch nen neuen Artikel schreiben – Medienkompetenz in der Grundschule 😉 )

      • Jürgen 4. April 2012 um 20:22 #

        Mach mal, vielleicht werde ich ja überzeugt.
        Medienkompetenz unterrichte ich im Informatikunterricht. Die Kids sind übrigens kompetenter als jede Lehrkraft, die meint, sie sei es. Ich meine nur, wozu braucht man/frau die geballte Apple-Produktpalette (oder auch Microsoft)?

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