So viel Tee kann man gar nicht trinken..

18 Jan

…wie ich immer abwarten soll.
„Rufen Sie morgen nochmal an“ war wohl der Satz der Woche bisher.
Zur Erinnerung: ich habe zwar einen der begehrten Referendarstellen in Thüringen bekommen, aber WO ich nun GENAU hin muss, sprich: an welche Schule, in welchen Ort – weiß ich noch nicht, müsste ich aber wissen, falls ich (ungünstigerweise) umziehen müsste etc. Nun ja.

Ich will euch gar nicht mit den einzelnen Telefonaten nerven. Nur ein paar „Highlights“:

Gespräch mit dem Schulamt (Montag)
„Hm, es steht noch nichts genaues fest, rufen Sie morgen nochmal an.“

Gespräch mit dem Schulamt (Dienstag)
„Oh, Frau A., mit ihrer Zuteilung haben wir große Probleme. Wir haben zwar eine Schule in ihrer Nähe, aber das zuständige Studienseminar hat keine Plätze mehr frei, also wird das wohl nichts. Wir arbeiten aber daran. Rufen Sie morgen nochmal an.“
^^
Hm, okay… zu der Schule hätte ich 15-20 Minuten fahren müssen – das wäre ideal gewesen. Aber naja…

Gespräch mit dem Schulamt (Mittwoch aka. heute)
„Das mit der Schule wird wohl nichts. Sie stehen zwar auf der Warteliste für das Studienseminar, aber können nur nachrücken, wenn jemand abspringt. So wie’s aussieht kommen Sie wohl in den Schulamtsbereich N.“
^^
Bäm! Der Ort, in dem das Schulamt ist, wäre 2 Stunden Fahrt entfernt von hier. Sprich: nicht täglich machbar. Da müsste ich um 4 aufstehen oder noch eher – das ginge nicht.
Aber mir fiel – statt zu verzweifeln und irre zu werden – ein, dass es ja ein AmtsBEREICH ist, sprich: mehr als nur diese eine Stadt.
Also fix im Netz recherchiert, wie nahe dieser Bereich an meinen Wohnort heran reicht.
Okay, der Ort, der am nächsten wäre, würde immernoch knapp eine Stunde Fahrt bedeuten – damit könnte ich aber leben. Jeden Morgen um 5 aufzustehen liegt zwar NICHT in meiner Natur, aber ich hab mir den Job ja ausgesucht 😉

Also habe ich 3 mögliche Orte herausgesucht und auf eigene Faust im Schulamt N. angerufen. Nach einigen Warteschleifen und sehr netten Kollegen kam ich dann beim „Chef“ an – ein wahnsinnig netter Mann, der ein paar Witze über meinen Wohnort („Da sehen Sie mal wohin einen die Liebe verschlagen kann“) machte und sich dann bereit erklärte, an den entsprechenden Schulen nachzufragen.

„Rufen Sie…“ [nein, nicht morgen 😉 ] „…halb 3 nochmal an.“

Kurz nach 2 klingelte mein Telefon schon & er war wieder dran. 2 der 3 Schulen hatte er erreicht. Und ich solle mich beim Direktor der Schule, die mir am nächsten liegt, telefonisch melden. Also erstmal bedankt & dann dort angerufen.
Natürlich geht halb 3 da keiner mehr ans Telefon.

Ich hatte schon damit abgeschlossen & wollte morgen ganz früh dort anrufen… als mein Telefon erneut klingelte.
Der Direktor höchstpersönlich war dran. Ui! Nach ein paar netten Worten machten wir einen Termin aus, da er mich „erstmal persönlich kennenlernen“ möchte. Puh!

Demnach habe ich am Freitag morgen, 7:30 Uhr, einen Termin an meiner VIELLEICHT neuen Schule mit meinem VIELLEICHT neuen Direktor. Zeugnisse etc habe ich gleich nachdem ich zuhause ankam herausgesucht & gepackt – ich hoffe, ich entspreche seinen Vorstellungen und er sagt JA. Und noch mehr hoffe ich, dass wir uns gut verstehen – immerhin ist der Direktor in großem Maße für meine Abschlussnote mitverantwortlich.

Jetzt heißt es also mal wieder: ABWARTEN… 😉
Aber alles in allem bin ich mit dem heutigen Tag (und mir) ganz zufrieden – da merkt man mal wieder, dass sich nichts bewegt, wenn man sich nicht selbst drum kümmert… Selbst ist die Frau! 😉

In diesem Sinne – adios Amigos!
(ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr die Kinder lachen, wenn man sie so verabschiedet…)
———————-
Ach, jetzt muss ich euch doch noch was von heute erzählen.
War wieder in Klasse 2 unterwegs, nachmittags nach den Hausaufgaben ging es um Geburtstage und Monate.

Meine Kollegin: „Da gabs doch auch mal so ein Lied dazu, oder?“
Die Kinder schauen sich an.
Und fangen im Chor an zu singen.

Unsere Kids haben natürlich nicht auf französisch weiter gesungen 😉 lol
Nachdem sie es 3 Mal komplett durchgesungen hatten, konnte ich sie n

ur durch ein lautes „Uuuuuund STOP!“ bremsen – sonst würden sie jetzt noch singen 😉

Das sind solche Momente, in denen ich es einfach liebe, diesen Job zu haben. Auch wenn ICH ihnen das Lied nicht beigebracht habe, ist es einfach nur zuckersüß, sie es singen zu hören. Kinder sind toll! 🙂

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5 Antworten to “So viel Tee kann man gar nicht trinken..”

  1. J 19. Januar 2012 um 19:19 #

    Wunderbar. Wird klappen. Drücke schon mal die Daumen.

    • bambooos 19. Januar 2012 um 19:20 #

      Dankeschön! 🙂 morgen früh ist’s soweit. Aaaah!!!

  2. murmel 18. Januar 2012 um 21:27 #

    Entspann Dich, das war Turbotempo für das System. Aber man gewöhnt sich dran und findet dann die richtigen Methoden, um für sich zu sorgen.

    *Mühlen*, *langsam* und so.

    Ich drück Dir die Daumen für Freitag! Und vielleicht rutscht Du ja doch noch nach ins andere Seminar. Wäre sicher nicht ungewöhnlich.

  3. B wird Lehrerin 18. Januar 2012 um 19:31 #

    Oh wei, das hört sich echt nervig an die ganze Warterei! Ich hatte meine Schulzuweisung erst am ersten Seminartag. Gut, dass du selbst die Initiative ergreifst, das kommt immer gut. Und du wirst den Direktor schon überzeugen 🙂

  4. Theni 18. Januar 2012 um 18:32 #

    das Lied weckt Erinnerungen… xD
    Ich hoffe für Sie, dass das mit der Schule klappt 🙂

    lg, Theni

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