Mad World

6 Jan

Schon eigenartig, diese Zeit gerade… ich schwanke zwischen Traurigkeit und Hoffnung. Freud und Leid. Hoch und Tief. Lachen und Weinen.

Wäre ich eine Figur bei „Die Sims“ sähe mein Kristall wohl so aus:
Hunger: 10%
Müdigkeit: 30%
Gesprächsbedarf: 5%
Lebensfreude: 1%

Hmm…Heute ist etwas passiert, was ich eigentlich vermeiden wollte…aber von Anfang an…

Gestern erreichten mich einige freudige Nachrichten von meinen ehemaligen Kommilitonen aus Erfurt – sie haben eine Zusage von Thüringen bekommen. Natürlich freue ich mich  für sie…andererseits ist das auch irgendwie ein Stich ins Herz, auch wenn das vielleicht komisch klingt.
Ich träume nachts davon, dass ich Post vom TMBWK komme. Ich freue mich im Schlaf unendlich…und wache dann auf & stelle fest, dass es leider nur ein Traum war. Dann fahre ich heute zur Arbeit und auf einmal wurde ich richtig traurig. Ich biss mir auf die Zunge, drehte die Musik bis zum Anschlag auf & versuchte, nicht nachzudenken – aber es hat nichts gebracht.
In der Schule angekommen (noch ne Weile vor Arbeitsbeginn) versuchte ich, mich abzulenken. Meine Kolleginnen waren auch da, ich wollte kein Mitleid und hab versucht, stark zu sein.

Versuch 1:
Schokomilch & Schokolade.
Hat nicht geklappt.

Versuch 2:
Tee kochen & Grießpudding essen.
Den Pudding hab ich schon draußen vor der Tür gegessen. Ich dachte, Sonne und frische Luft würden was nützen.
Hat auch nicht geklappt. Die ersten 2 – 12 Tränen kullerten. Hat ja keiner gesehn.

Dann bin ich wieder rein. 25 Minuten lang habe ich geschafft, mir nichts anmerken zu lassen. Dann sagte meine Lieblingskollegin: „Du bist heute so rot um die Augen. Wasn los?“
BÄM.
Mehr als:
„Die anderen haben gestern alle ihre Stellen bekommen – und ich nicht.“ konnte ich nicht sagen, dann liefen die Tränen. Puh.
Dann kam das übliche: Umarmung, „Ach, du kriegst schon ne Stelle, ganz bestimmt“ etc pp. Danach musste ich mich wieder beruhigen, verlaufenen Mascara abwaschen und ent-röten – ich wollte ja die Kinder nicht mit meinem Zombie-Face schockieren bei der Busaufsicht…

Der Rest des Tages war ganz okay. Meine Kollegin hat die ganze Zeit mit mir gequatscht und mich abgelenkt. Die Kinder haben mir Bilder gemalt („Ich hab dich lieb“) und mit Magneten gespielt („Voll cool, die berühren sich ja gar nicht) und ich habe Ihnen eine meiner Spezial-Blumen gemalt (mit Widmung: „Für die lieben Mädchen der Klasse 2a. Von Frau A.“ – sie haben sich riesig gefreut und den Zettel an die Tafel geheftet) und dann musste ich noch grinsen weil im Nachbarraum auf einmal im Chor „Das rote Pferd“ gesungen wurde – danach musste ich selbst die ganze Zeit summen.

Yo. Tut mir leid, euch heute mit meiner traurigen Seite zu belästigen – aber die gehört im Moment leider auch zu mir.

An dieser Stelle möchte ich mal kurz meinem tollen Freund danken – er ist der Einzige, der mir wirklich immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann… Einfach nur durch seine Anwesenheit, sein Lächeln und seine ganze Art. Einfach nur toll, jemanden wie ihn zu haben 🙂

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