Und, wie waren die Ferien?

1 Nov

So, 2 Wochen Herbstferien sind rum in Thüringen.
Woche 1 an „meiner“ Schule war ganz in Ordnung, die Kinder liefen in der Spur, unsere Aktivitäten (Kino, Ausflug, Basteln) sind gut angekommen… und dass die Öffnungszeiten statt bis 17 nur bis 16 Uhr waren, fand ich auch gut (musste ja 3x bis zum Schluss bleiben…)
Das Ergebnis beim Basteln sah übrigens so aus:

<– den hab ich gemacht.
Bei den Kindern sah das dann eher so aus:

Und in der Gesamtheit:

…wobei ich zugeben muss, dass die Kinder mehrere „Beine“ machen sollten – mein Alien ist eine Ausnahme mit den Armen. 😉

————–

In der zweiten Woche musste ich ja – wie mit Grauen angekündigt – wieder als Urlaubsvertretung an die Schule, die mir im September so sehr die Nerven geraubt hat…
Und wie immer, wenn man vor etwas richtig Bammel hat, war es gar nicht so schlimm. Zuerst war ich von meiner Kollegin überrascht. Sie wurde mir in Erzählungen als „richtiges Mannsweib“ beschrieben… vorgefunden habe ich aber eine wahnsinnig nette, lustige und herzliche Frau, der die Arbeit mit den Kindern Spaß macht und die viele meiner Ansichten teilt. Das war schonmal super!

Auch der Ferienplan war um einiges liebevoller und herzlicher gestaltet als der, in „meiner“ Schule (wobei ich sagen muss: ich hatte mit den Plänen nix zu tun, das machen die jeweiligen HoKo’s, also Chefs). Da gab es für jeden Tag einen kleinen Reim, eine Übersicht über die Sachen, die mitgebracht werden müssen und ein lustiges Bildchen, z.B.

Die Kritzeleien da links sind unsere Arbeitszeiten – hauen aber nicht hin, weil man vieles eben nicht  wirklich planen kann. Zum Beispiel den Ausflug am Freitag…

Nachdem ich kurz vor Arbeitsbeginn noch Kartoffeln besorgen & kochen musste, ging es um 10 los Richtung Stausee. Dort war ich bei meinem letzten Besuch in der Schule schonmal (damals auch an meinem letzten Tag – ich erinnere mich noch sehr gut an die Würge-Aktion und den Sturz in den See…). Nun ja. Diesmal sollte es aber noch ein Stück weiter gehen zu einem kleinen Häuschen mit Feuerstelle… Es war echt schön mit den Kids zu wandern, mit ihnen zu quatschen, die Langsamen anzutreiben und in die Welt zu gucken…

(Bei Natur-Fotos ärgere ich mich immer ein bisschen, weil sie einfach NIE NIE NIE darstellen können, wie schön es wirklich an einem Ort war.)
Jedenfalls war es dort sehr schön!

Am Hüttchen angekommen wurden dann fleißig Geschirr, Würstchen, Brötchen, Kartoffeln etc. aus den Rücksäcken der Kinder geholt.

Merke: Die Kinder tragen & helfen bei Ausflügen sehr gerne – man kann sie also ruhig als „Packesel“ einspannen.

Aber ein Hinweis: Kleine Mädchen aus Klasse 1 bitte nur mit nem kleinen Päckchen Quark beladen – ein Sack Kartoffeln ist unpassend! (Und NEIN, das habe ich nicht ausprobiert!)

Die Jungs waren echt fleißig & sehr motiviert, so viel Holz wie möglich für unser Feuer zu sammeln… haben sie auch echt gut hinbekommen…

Und, was ich noch dazu gelernt habe:

Stöcke, auf denen man etwas anspießt & ins Feuer hält, sollten frisch vom Baum / Strauch sein – da verbrennen sie nicht so leicht!

DAS wiederum hab ich ausprobiert, weil ich als einzige nen „alten“ Stock genommen hatte – und mein Würstchen äußerst schnell im Feuer gelandet ist 😉

Fazit: Würstchen lassen sich super grillen… sogar dünne Knacker! Yummi! Auch die Kartoffeln waren super lecker mit Kräuterquark… (und eigentlich hab ich immer nen großen Bogen drum gemacht, mysteriös!).
Einzig die MARSHMELLOWS werde ich auch in Zukunft (bei Bedarf) roh verzehren… so schleimig, glitschig, weich aus dem Feuer schmecken die einfach nicht.

Um auf die Arbeitszeiten zurück zu kommen: Statt 13:30 waren wir erst 14:30 zurück. (wie gut, dass ich manchen Eltern gesagt habe, dass wir spätestens halb 2 wieder da sind – steht ja so auf meinem Einsatzplan… HAHA). Insgesamt haben sich in der einen Woche damit 5 Überstunden angesammelt – die lassen sich wunderbar mit meinen 5 noch vorhandenen Minusstunden verrechnen (mal sehn, ob meine Chefin das nachher auch so sieht. lol)

—————-

Schlusswort:

In der „anderen“ Schule war es echt angenehm und absolut unanstrengend. Bin mir noch unsicher, ob es an den Ferien gelegen hat… Aber: meine Kollegin dort hat berichtet, dass die Kinder allgemein inzwischen ruhiger geworden sind (auch meine „bösen“ Erstklässler…)

Ich gebe zu: Hab sogar kurz überlegt, vielleicht doch an die Schule zu wechseln.
[Hintergrund: Vor ca. 2 Wochen kam eine Anfrage vom LRA, ob ich mir vorstellen könnte, dort hin zu wechseln… Meine Antwort war klar & ohne zu Zögern: „Auf keinen Fall!“]
Inzwischen würde ich es gar nicht mehr so schlimm finden… Dort sind bessere Bedingungen für die Kinder, weniger Schüler, nette Kolleginnen… Hmmm…

Aber egal. Ich bleib jetzt dort, wo ich bin & basta!

Wenn ich so drüber nachdenke (& Glück habe), dann sind es ja vielleicht… vielleicht nur noch Nov, Dez & Jan… und dann gibts vielleicht vielleicht eine Stelle im Vorbereitungsdienst & mein Weg in Richtung Lehrerin kann endlich weiter gehn.

Hoffen wir mal das Beste, oder?!

In diesem Sinne: Habt nen schönen Tag!

 

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