Die Gedanken sind frei

16 Okt

Reisen inspiriert.

Noch nie ist mir das so bewusst geworden wie in den diesjährigen Herbstferien. Im Gegensatz zu den Sommer- und Osterferien hatte ich dieses Mal nämlich komplett Urlaub. Richtigen, eingereichten Urlaub ohne schulische Verpflichtungen.

(Kleiner Exkurs am Rande: Ja, auch LehrerInnen haben Urlaubstage wie „ganz normale“ Arbeitnehmer. In Thüringen sind das 30 Stück, die man einreichen und genehmigen lassen muss. Hat man keinen Urlaub, kann man unter Umständen für dienstliche Belange herangezogen werden. Abgesehen davon hat man – auch in den Ferien – ausreichend zu tun, was Vor- und Nachbereitung und die allgemeinen Lehrersachen angeht. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.)

Jedenfalls: ich hatte bzw. habe Urlaub. 2 Wochen lang. Davon war ich einen Teil auf Reisen mit meiner Mama, den anderen Teil verbringe ich Zuhause mit Mann und Hund.

Dabei ist bemerkenswert, wie schnell ich diesmal von Schulmodus in den Reisemodus wechseln und auch verbleiben konnte. Das habe ich dem Umstand zu verdanken, dass ich in den beiden Wochen vor den Ferien fleißig geackert und vorgearbeitet habe, sodass der Urlaub – und damit der Kopf – wirklich arbeitsfrei sein konnte.

So frei, dass sich plötzlich Gedanken einen Weg bahnten, die ich bis vor 4 Wochen noch für verrückt gehalten hätte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade erfolgreich die 3-jährige Führungskräfteweiterbildung (die immer Freitag/Samstag stattfand und viele persönliche Opfer forderte) beendet und war froh, das Kapitel abgeschlossen zu haben.

Nun habe ich aber schon die nächsten Flausen im Kopf, die mich ebenfalls schon eine Weile umtreiben, aber bisher keine wirkliche Option waren. Bis zu einem Geistesblitz nachts um 3 auf der Heimreise… Worum es geht, werde ich hier sicher mitteilen, sobald ich Genaueres weiß und sich die Machbarkeit herauskristallisiert hat.

Vielleicht so viel schonmal vorweg: es hat etwas mit Digitalisierung zu tun und mit meinen direkten technischen Interessen. In knapp 2 Wochen beginnt die Anmeldung für die spannende Weiterbildungsreihe „Medienpädagogische Qualifizierungsseminare„, die für mich einen ersten Schritt in diese Richtung darstellen wird. Zusätzlich dazu habe ich mich für die Teilnahme am Barcamp Erfurt angemeldet, um einen Einblick in dieses Format zu bekommen. Die Mitwirkung in der Arbeitsgruppe „Medienkonzept und Digitalpakt“ an meiner Schule rundet das Geschehen ab, welches in den nächsten Monaten definitiv einen neuen Schwerpunkt meiner Arbeit bilden wird.

Das wird sicher interessant und wird einige neue Impulse geben, über die ich hier gerne berichten werde. 😉

In diesem Sinne: gönnt euch auch mal Kopf-frei-Urlaub, um auf andere Gedanken zu kommen – es lohnt sich!

2013-2019

13 Okt

Da ist sie wieder 😉

Hier mal ein kleines Update, um in Kurzform aufzuholen, was in den letzten 6 Jahren passiert ist.

Mal schauen, ob ich das chronologisch hinbekomme… 😉

  • Ich habe:
    • meine erste ganz eigene Klasse 3,5 Jahre begleitet (❤️)
      als stellvertretende stellvertretende Schulleiterin gearbeitet (Echt 😂)
      die Beschulung von 30 Flüchtlingskindern organisiert und koordiniert (💪)
      die Schule gewechselt (🙏)
      diverse Projekte angestoßen und beendet (😎)
      3 Jahre Führungskräfteweiterbildung absolviert (👩‍🎓)
      32 Grundschüler gleichzeitig unterrichtet (😫)
      eine Überlastungsanzeige eingereicht (🤯)
      Unterstützung bekommen (🙌🏻)
      3x den Klassenraum gewechselt (😅)
      ein Videokonzept für ein Schul-Crowdfunding geschrieben & moderiert (🤓)
      im Ministerium hospitiert (❤️)
      eine Abschlussarbeit geschrieben & das Kolloquium absolviert (🎉)
      mich an der Lehrergewinnungskampagne für Thüringen beteiligt (😁)
      einen kleinen Hund adoptiert (😍)
      geheiratet (❤️❤️❤️)

    …und soooo vieles mehr. 😉

    Sicher wird in den nächsten Monaten (und Jahren) genug Gelegenheit sein, um den ein oder anderen Aspekt dieser Reise genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Ich freue mich, wenn ihr mich auf meinem weiteren Weg begleiten wollt! 🙂

    Heute habe ich meinen Abschiedsartikel von 2013 nochmal durchgelesen und bin an einer Zahl hängen geblieben: 317.000. So viele Klicks hatte mein Blog an dem Datum, an dem ich aufhörte zu schreiben.

    Heute hat er unglaubliche 955.000 Klicks, also fast eine Million. Und das, obwohl ich in den letzten 6 Jahren nichts veröffentlicht habe.

    Wie das funktioniert?

    Meine Artikel wurden so oft geteilt und gelesen, dass der Blog trotz „Stillstand“ weiter Traffic bekam und all die Jahre auf Platz 1 bei Google stand, wenn man „Der steinige Weg“ eingab…letztes Jahr habe ich ihn komplett offline genommen, sodass das nun nicht mehr der Fall ist. Aber das ist auch nicht wichtig für mich.

    Vielen Dank für die treuen Leser und Weiterempfehler, die noch immer da sind und – hoffentlich – einiges an Tipps, Tricks und Anekdoten mitnehmen konnten. Stöbert gerne mal ne Runde in den „alten“ Artikeln, das ist ne wahre Fundgrube 😎

    Ich freue mich, wieder da zu sein und euch einen Einblick ins #Lehrerleben mit all seinen Höhen und Tiefen zu geben. 😉

    In diesem Sinne: schönen Sonntag noch und bis bald mal wieder 😉

    Phönix

    11 Nov

    Aktuelles Datum: 13.10.2019

    Auf der Suche nach den richtigen Worten, um hier nach über 6 (!) Jahren weiter zu machen, bin ich auf den nun folgenden Beitrag gestoßen, den ich vor 4 Jahren geschrieben, aber nur kurz online gestellt habe.

    Die Wut, die im ersten Abschnitt deutlich wird, ist inzwischen verflogen und auch deren Auslöser habe ich vergessen – der Inhalt passt aber auch Jahre später noch. 😉

    Es ist viel passiert in den letzten Jahren und ich habe mehr zu erzählen, als es möglich ist bei Twitter, in privaten Chats oder über Verbände. 😉

    Wir leben in Zeiten, in denen selbst der Ministerpräsident bloggt und in denen die Kanzlerin auf Instagram postet (oder posten lässt ;)), also warum sollte ich mein Herzensprojekt nicht auch wieder aktivieren?!

    Was mich genau dazu bewogen hat und wie es weitergeht, dazu dann demnächst mehr. Jetzt gibt’s erstmal den „alten“ Beitrag und am Ende noch ein kurzes aktuelles Nachwort.

    Viel Spaß beim Lesen 😉

    ——-

    Lange habe ich gezögert, gehadert, gewartet…aber inzwischen haben die Emotionen ein Level erreicht, bei dem ich entweder ein Magengeschwür bekomme oder Dampf ablassen muss. Die Magenprobleme haben mich schon vor ein paar Wochen sehr unangenehm verfolgt, also wähle ich nun das letztere als Ventil.

    Dabei bin ich mir dessen bewusst, dass dieser Blog früher oder später wieder auf einem Monitor in der Schule, im Schulamt oder im Ministerium landen wird. Und ganz ehrlich? Das finde ich gut so. Ich habe nichts zu verbergen.
    Bevor ich eben angefangen habe, den Blog vorsichtig zu reanimieren, habe ich mich durch meinen Arbeitsvertrag und die dazugehörigen Gesetze und Verpflichtungen gelesen.
    Mein Fazit dazu: ich verletze mit diesem Blog keinerlei Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte.
    Habe ich nie, werde ich nie. 
    Wer denkt zu wissen, wer ich bin und wo ich arbeite: schön.
    Wer es nicht weiß: gut, denn es ist völlig unerheblich.
    Das Einzige, was man wissen muss ist: hier schreibt eine junge Lehrerin, die hier bisher ihren durchaus steinigen Weg durch die Lehrerausbildung dokumentiert hat. Aus ihrer Sicht, mit einem positiven Menschenbild, mit viel Freude und auch so manchem Schmerz. Es geht hier weder um bestimmte Personen, noch um meinen Arbeitsplatz im Besonderen. Im Gegenteil. Mich erreichen täglich so viele Nachrichten von Lehrern mit Begebenheiten, die uns Steine in den Weg legen oder sprachlos machen, dass ich diesen Dingen wieder eine Plattform geben möchte.

    Warum? 
    1. weil auch nach einem Jahr ohne neue Artikel noch täglich über 500 Menschen hier her finden
    2. weil ich gerne die vielen Fragen von Referendaren und Junglehrern hier beantworten möchte
    3. weil ich gerne aus meinem Alltag berichte
    4. weil es so viele schöne Dinge gibt, die sonst ungehört untergehen würden
    5. weil ich – wie ich früher schon geschrieben habe – damit loslassen kann. Psychohygiene.
    6. weil manches einfach mal offen gesagt werden muss

    Wie geht’s jetzt weiter? 
    Sobald dieser Artikel online ist (also jetzt) schreibe ich den nächsten, der die Reanimation des Blogs hervorgerufen hat. Einfach weil mir das Thema so am Herzen liegt und mich so beschäftigt, dass ich darüber schreiben MUSS.

    Maßgabe ist weiterhin: 
    Wenn dieser Blog nur EINER einzigen Person weiterhilft, sie unterstützt, bestätigt oder die Last von den Schultern nimmt: dann machen meine Texte einen Sinn. Dann werde ich weiter schreiben.

    Und nachdem diese Zeilen eingetippt sind kann ich sagen:
    der ersten Person ist mit diesem Schritt bereits eine Last von den Schultern gefallen:
    mir. 

    ——-

    In diesem Sinne: ich bin wieder da! 😎

    2 Jahre „Der steinige Weg“

    22 Aug

    Mein Blog hat Geburtstag!
    Er wird 2 Jahre alt.

    2 Jahre, in denen ihr beinahe täglich meinen Weg verfolgen konntet. Ihr habt Höhen erlebt, aber auch Tiefen. Probleme, aber auch Lösungen.

    2 Jahre, in denen ich von einer Übergangs-Erzieherin zur Referendarin und nun zur Lehrerin wurde.

    Ein Geburtstag ist eigentlich etwas schönes, freudiges, feiernswertes…aber dieser Geburtstag ist anders, denn: es wird der letzte sein.
    Meinen eigenen steinigen Weg, den man gehen muss um Lehrerin zu werden, habe ich hier in den letzten beiden Jahren niedergeschrieben. Nun bin ich Lehrerin, an meinem Ziel angekommen – und der Weg hat ein Ende gefunden.
    Natürlich ist die Zeit als Junglehrerin nicht minder steinig und turbulent – dennoch muss ich hier eine Linie ziehen und einen Abschluss finden…einerseits persönlich, andererseits auch beruflich. Mein Blog zieht inzwischen weite Kreise, ich bin nicht mehr so privat wie gedacht…und im Interesse meiner Tätigkeit, meiner Schüler, Eltern & Kollegen habe ich daher beschlossen, meinen Blog an dieser Stelle zu beenden.

    Wie ihr euch sicher denken könnt, ist das kein leichter Schritt für mich. Wenn es jemanden schmerzt, dann am meisten mich – aber es ist ein notwendiger und richtiger Schritt, um meine Arbeit als Lehrerin zu unterstützen.
    Oft kann man nicht so anonym bleiben, wie man gerne möchte und müsste – und das ist nicht gut, auch wenn ich mir nicht vorwerfen kann, jemals negativ über Personen geschrieben zu haben.

    Meine letzten Zeilen möchte ich nutzen, um mich bei meinen Lesern für zwei wundervolle Jahre zu bedanken. Von wenigen Klicks pro Woche am Anfang, zu meist über 1000 Klicks pro Tag am Ende – ich danke euch für jeden einzelnen, weil er mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Danken möchte ich auch allen, die nicht nur gelesen, sondern auch kommentiert haben. Euer Lob, eure Kritik, eure Anregungen, Erfahrungen und Ideen haben mir in vielen Dingen geholfen, mich inspiriert, bestätigt oder zum nachdenken gebracht.
    Danke!
    Viele von euch sind mir ans Herz gewachsen und werden mir fehlen. Vielleicht hält der ein oder andere Kontakt ja auch…

    Was bleibt vom steinigen Weg?
    Alle 370 verfassten Artikel, alle 2293 Kommentare, über 317.000 Aufrufe meines Leben der letzten beiden Jahre.
    Ich werde auch hin und wieder vorbeischauen, um Kommentare freizuschalten oder zu beantworten. Mehr wird aber nicht mehr passieren.

    An dieser Stelle möchte ich auch allen danken, die mich im „echten“ Leben auf meinem Weg begleitet haben – egal ob sie jemals über diese Seite stolpern werden oder nicht. Danke an meine Erzieherkollegen, meine Mit-LAAs, meine Fachleiter, die Seminarleitung des Studienseminars, meine Kollegen in der Ausbildungsschule, meinen Ex-Chef, alle Hausmeister, Sekretärinnen und Essensfrauen. Ich danke euch von Herzen für alles! Für jedes Lächeln, jede Aufmunterung, jede Umarmung, jeden Scherz. DANKE!

    An alle Referendare und Studenten, die das hier lesen werden:
    Ja, Lehrer zu werden ist keine leichte Sache. Man benötigt Ausdauer, Fleiß, Mut, Liebe zu Kindern, eine hohe Frustrationsgrenze, Kraft und vieles mehr. Der Weg ist und bleibt steinig, doch es lohnt sich, ihn zu gehn. Glaubt an euch, bleibt kritisch und haltet durch! Ihr werdet euch in vielen Artikeln wiederfinden, in denen ich zwischen Freude, Stolz, Wut, Ärger, Trauer und Zweifel stand – und dennoch: ich hab’s geschafft!

    Ganz zum Schluss noch ein kleiner Appell an die Jugend & die jung Gebliebenen:
    Lasst euch nicht klein halten, tauscht euch aus, redet über Probleme und macht sie ÖFFENTLICH. Nutzt die Gewerkschaften (tlv und GEW), sie verleihen euren Stimmen mehr Stärke, brauchen aber Informationen über Missstände von der Basis. Engagiert euch! Sowas ist wichtig – wenn man positive Veränderungen in unserem Schulsystem erreichen will.

    …und auch wenn ich noch ewig weiter schreiben könnte, damit dieser Artikel nie endet, muss es dann doch irgendwann soweit sein & ich muss mich – unter dicken Tränen – verabschieden.
    „Der steinige Weg“ war ein Blick in meinen Kopf und mein Herz. …und auch wenn mein Herz sehr daran hängt, – der Kopf hat gesiegt.

    Ich danke euch und freue mich, dass ihr alle so lange Teil meines Lebens sein wolltet.

    Und zum allerletzten Mal sende ich:

    Liebe Grüße,
    Eure Frau A. – wie Abschied!

    Kleines Fazit / Vorbereitungswoche

    21 Aug

    Es ist Vorbereitungswoche in Thüringen.
    Die Ferien sind noch nicht vorbei und dennoch strömen die Lehrer wieder in die Schulen. Freudiges Wiedersehen, neuster Klatsch und Tratsch und Geburstagsglückwünsche vermischen sich zu einer positiven Grundstimmung – selbst wenn man neu an der Schule ist und noch nicht wirklich dazu gehört.

    Und, wie lief’s bei mir bisher?
    MONTAG kam ich mir noch ein bisschen fehl am Platz vor, DIENSTAG lachten wir in einer gemeinsamen Weiterbildung viel und heute am MITTWOCH kommt man schon langsam im neuen Kollegium an. Dabei hilft auch die Dienstberatung, in der man über bestimmte Vorschriften aufgeklärt wird – aber auch Gespräche mit den Kollegen. Die Mantras des waren: „Immer fragen!“ und „Wenns Probleme gibt: sagen, nicht in sich reinfressen!“
    Klingt gut!

    Um manche Dinge muss man sich aber auch selbst kümmern – gerade was den eigenen Klassenraum und Materialien betrifft. Das Problem mit den Möbeln (kaum was da, keine Ablageflächen etc.) löste ich kurzerhand selbst – und kaufte die fehlenden Sachen im Wert von 65€.
    Das brachte mir gleich Ärger mit meiner Mutti ein, die der Meinung ist, dass ich dann eben ohne die Sachen unterrichten müsse und sich dann die Eltern beschweren sollen und und und.
    Aber: so bin ich nicht. Nicht nur die Kinder sollen sich im Raum wohlfühlen, sondern auch ICH. Und wenn dann Kartons die Fenster blockieren oder wenn Arbeitsmittel auf dem Boden liegen müssen…dann ist das für mich nicht angenehm. Interessant fand ich auch die (schon etwas älteren) Ausführungen zum Thema „Klassenrauminvestitionen“ im Blog der Pinguin-Klasse (HIER).

    Deshalb heute mal meine Frage an euch:
    Wie weit geht eurer Selbstbeschaffungstrieb? Was kauft ihr für euch/euren Unterricht/eure Schüler selbst – und wo sagt ihr „Nee, nicht meine Sache!“ ?
    Wie viel Geld gebt ihr in etwa im Schuljahr für die Schule aus?

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema.

    Liebe Grüße,
    Frau A. wie „Am Samstag ist Schuleinführung!“

    Ein kleiner Schritt noch…

    18 Aug

    …denn ab morgen gilt mein neuer Arbeitsvertrag – die Vorbereitungswoche beginnt, der erste Einsatz als richtige, eigenständige Lehrerin naht.

    Gefühle?
    Eine Mischung aus Vorfreude und Aufregung. Freude, weil sich langsam alles zusammenfügen wird. Aufregung, weil noch viel zu tun, vorzubereiten & zu erfahren ist.

    Ich bin gespannt, wie die Vorbereitungswoche laufen wird – ein Bericht wird folgen!

    Deshalb: allen Lehrern, Referendaren, Studenten & Praktikanten einen guten Start ins neue Schuljahr!

    Liebe Grüße,
    Frau A. wie …Anfang.

    „Was braucht ein Referendar?“

    13 Aug

    …und was braucht er NICHT?! 😉

    Da in letzter Zeit vermehrt – wohl durch den Beginn einer neuen Runde Referendariat – Suchanfragen dieser Art zum Blog führen, möchte ich den scheinbar vorhandenen Bedarf mal decken.

    Also: Was braucht ein Referendar? 

    Zunächst einmal: es ist ganz normal, dass man sich zu Ref-Beginn mit diversen Sachen eindecken will. „Oh Gott, ich brauche noch dies und das und jenes!“ – Ging mir genauso. Meine erste richtige „Lehrer“-Bestellung machte ich damals bei TIMETEX. Was ich mir genau bestellt habe, könnt ihr HIER nachlesen.
    Aber was habe ich davon wirklich behalten und genutzt?
    Häufig: Füller, Kuli, Timetex-Beutel, Kleber, Markierungs-Streifen, Klebemagnete
    Selten: Knetkleber Elastofix
    Nie: Referendar-Heft, Lehrer Werkzeug Box Profi

    Eine Auflistung der Dinge, die ICH vor Ort habe, findet ihr HIER. Aber nicht erschrecken 😉

    Viele Dinge, die man auf den ersten Blick toll findet, stellen sich dann in der Praxis als total sinnlos heraus. Das gilt für Bücher, genauso wie für Materialien, Hefte, Trallala.

    Was braucht man nun wirklich? 
    ————————
    1. Bücher / Zeitschriften
    Verkneift es euch, Infobücher wie „Überleben im Referendariat“, „Kursbuch Referendariat“ etc. zu kaufen. Zumindest kurz bevor es losgeht – da bringt es euch sowieso nichts mehr, weil ihr in kürzester Zeit 1000 andere Sachen im Kopf haben werdet & das Buch nur in der Ecke verstaubt. Also dazu ein dickes: NEIN!
    Stattdessen: Tauscht euch untereinander aus. Mit Refs die schon weiter sind, mit den anderen Refs aus eurem Jahrgang, egal. Das bringt wesentlich mehr als ein steriles Buch. 

    Ein weiteres NEIN geht an diverse Grundschulzeitschriften. Im Ref habt ihr keine Zeit, die Dinger zu lesen – auch wenn sie toll sind, und auch wenn ihr sie günstiger kriegt!

    Wozu ich JA sage, sind definitiv die Lehrerhandbücher/Handreichungen zu den Materialien mit denen ihr im Unterricht arbeitet. Dort findet ihr sinnvolle Ideen, Verknüpfungen und ggf. auch Zusatzmaterialien. Sicher nicht immer günstig, aber als Referendar bekommt man meist 50% Rabatt & kann sich die Sachen dann leisten.
    Ein weiterer absoluter Gold-Tipp ist gerade für die Grundschule ein Account beim „Zaubereinmaleins“ – dort findet ihr auch hilfreiche Tipps und Ideen und könnt euch einiges an Material selbst herstellen, statt teuer zu kaufen. Voller Zugriff kostet EINMALIG 20€…und ist es definitiv wert, glaubt mir!

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    2. Büromaterial 
    Was man DEFINITIV haben sollte sind: 
    Bleistift, Füller, Patronen, Kuli, Lineal, Rotstift, Tipp-Ex, Locher, Tacker, Drucker, Druckerpapier, Ersatzpatronen für den Drucker (geht schneller leer als man denkt!), Blöcke, Markierstifte, farbige Papiere, Ordner, Klarsichtfolien, Notizzettel, Klebestreifen, Laptop, Internetzugang, E-Mail-Postfach –
    …und vor allem ORDNUNG in all diesen Sachen. Dazu habe ich mir HIER Gedanken gemacht – das „Magazin“ nutze ich heute fast täglich! Definitiv Gold wert!

    Was man haben KANN, aber NICHT MUSS: 
    Laminiergerät (Erhöht Wiederverwendbarkeit der Materialien)
    Handhebelschere (Ich liebe sie – erleichtert das Schnippeln massiv!)
    Doppelseitige IKEA-Bilderrahmen (z.B. für Gruppenarbeiten etc.)
    Kisten, Boxen, Aufbewahrungen für Material
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    …mehr ist es eigentlich (zumindest für mich) nicht. Ich denke, dass man die ganzen Sachen ruhig angehen, und sich nicht verrückt machen (lassen) sollte. Was man genau braucht, sieht man dann relativ schnell – und kann es sich dann besorgen. Sich im Voraus mit 1000 Sachen einzudecken beruhigt zwar ein bisschen das Gewissen, schont aber weder den Geldbeutel noch die Umwelt. 

    Deshalb: ruhig bleiben, abwarten, Grundausrüstung besorgen und dann flexibel reagieren.

    Liebe Grüße,
    Frau A. (die auch VIEL ZU VIEL Sachen vor und im Ref gekauft hat…und jetzt den Fehler zu Beginn des „richtigen“ Lehrerlebens wieder macht 😉 )

    Übrigens: was die Lehrertasche betrifft – ausprobieren ist da ganz wichtig. Ich würde mir nichts „einfach so“ kaufen, ohne es mal getestet zu haben. Der Rucksack aus meiner Timetex-Bestellung war z.B. unpraktisch für mich. Ich habe mich dann in meinem Kollegium umgeschaut und mich in die – absolut NICHT nach Lehrer aussehende – Tasche meiner Mentorin verliebt…und glücklicherweise eines der wenigen privat verkäuflichen (weil seit 10 Jahren nicht mehr in Produktion) Exemplare aus England importieren können. Es muss also nicht immer ne dicke Lehrertypische-Leder-Umhängetasche sein.

    Bleibt euch einfach treu – nicht nur was die Tasche betrifft! 😉

    Tipp des Tages: Namensetiketten

    7 Aug

    Dass ich in meiner Ausbildungsschule viel gelernt habe, sieht man an meiner heutigen Tätigkeit: Namensschilder machen! 
    …und zwar diesmal nicht aufwändig handschriftlich, sondern ganz einfach am PC. 
    Warum?
    1. weil es wesentlich schneller geht
    2. weil es sauberer ist 
    3. weil es was hermacht 😉

    In meiner Ausbildungsschule hat das die Sekretärin übernommen. Die Lehrer mussten nur sagen, wie viele Sätze sie von den Namen benötigen. Da ich davon ausgehe, dass es so einen tollen Service in meiner neuen Schule nicht gibt, übernehme ich diese Aufgabe einfach selbst! 🙂 

    Man braucht dazu: 
    – Namen der Schüler 
    – bedruckbare Etiketten
    – Drucker
    – Word 

    Meine Etiketten sind von „Pripa“, bestellt bei Amazon. Es gibt viele unterschiedliche Größen, aber ich habe mich für DIESE hier entschieden. 

    Ablauf: 
    – Neues Dokument öffnen
    – oben auf SENDUNGEN klicken
    – dann links auf ETIKETTEN
    – es öffnet sich ein Fenster – dort auf OPTIONEN
    – bei Etikettenhersteller „ANDERE“ auswählen
    – auf NEUES ETIKETT drücken
    – dort dann die Etiketten-Daten eingeben (Höhe, Breite, Anzahl – siehe Verpackung)
    bestätigen
    – im „Umschläge und Etiketten“-Fenster (ohne bei Adresse etwas einzugeben) auf NEUES DOKUMENT
    Tipp: Wenn ihr einen Bogen haben wollt, der NUR mit eurem Namen (Adresse, was auch immer) bedruckt ist, könnt ihr das bei Adresse angeben – dann steht das automatisch auf allen Etiketten. Wollt ihr einzelne Namen eingeben lasst es weg – sonst müsst ihr’s dann eh wieder rauslöschen 😉 

    Dann müsste sich die Tabelle (mit gestrichelten Linien) öffnen und ihr könnt die Namen (oder was auch immer) eintragen. 

    WICHTIG: Beim Drucken dann nicht vergessen, auch das Etikettenpapier einzulegen 😉 

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren wünscht: 
    Frau A. (die jetzt auch eigene Namenskleberchen hat!)

    Wo soll ich anfangen?

    6 Aug

    Die Hälfte der Ferien ist rum. Der „richtige“ Urlaub mit Wegfahren etc. auch vorbei. Der Freund wieder an der Arbeit…und auch ich muss mir langsam überlegen, wie das nächste Schuljahr so aussehen soll. 

    Abgesehen davon, dass noch VIELE VIELE Fragen offen sind (z.B. Welche Fächer werde ich unterrichten? In welchen Klassenstufen?) kann ich mich noch nicht wirklich auf eine inhaltliche Planung einlassen. Stattdessen stöbere ich durch Materialien, bestelle schonmal neue Druckerpatronen und belese mich zu Themen wie Klassenraumgestaltung, Buchstabenwegen etc. 

    Alles in allem: CHAOS! 

    Die nächsten 3 Wochen sehen so aus, dass ich…
    1. mein Arbeitszimmer fertig machen muss.
    Dort stehen noch Kisten, Ordner und Materialien herum, die einsortiert werden müssen. Nachdem alte Möbel sperrmüllbedingt endlich verschwunden, und neue Möbel den Weg zu mir gefunden haben (Bilder werden folgen wenn alles fertig ist), muss auch eine neue Ordnung geschaffen werden. Trotz meiner relativ kurzen Zeit im „aktiven“ Dienst hat sich schon einiges angesammelt – Wahnsinn! 

    2. Materialien vorbereiten muss
    Dazu müsste ich aber GENAU wissen, welche Bücher, Arbeitshefte etc. für die Schüler bestellt worden sind. Da ich das nicht weiß (und auch bis zur Vorbereitungswoche wohl nicht rausfinden werde), gestaltet sich das äußerst schwierig. 
    Einige grundlegende Dinge hat die Schule ja schon besorgt (nicht unbedingt zu meiner Zufriedenheit…), ob das alle ist, weiß ich aber nicht. Allgemeine Sachen lassen sich sicher schon vorbereiten, aber…falls noch Hefte fehlen oder ich mir z.B. den Druckschriftlehrgang selbst aussuchen (& bestellen) muss, sollte ich das egtl wissen. Nun ja…

    3. Klassenraumgestaltung überlegen
    Beim letzten Besuch in „meinem“ Klassenzimmer habe ich bereits die Tische gestellt (vorerst frontal, alles andere wird sich entwickeln), aber der Rest ist noch kahl & leblos…und vor allem ohne Aufbewahrungsflächen für die Materialien der Kinder. In allen anderen Räumen gibt es Ablagefächer und großzügige Regale – nur bei mir nicht. Das muss ich definitiv klären – aber wohl auch erst in der Vorbereitungswoche. Schiebt sich also auch noch nach hinten. 

    4. Elternabend vorbereiten 
    DAS wird noch ein interessantes Thema werden. Der erste richtige Elternabend. Angst habe ich davor eigentlich nicht. Im Gegenteil. Ich freue mich drauf, bin aber auch auf die Reaktionen der Eltern gespannt, wenn da eine noch sehr junge Lehrerin steht. 😉 Da muss ich mir eben noch überlegen, was ich alles sagen will, zu welchen Themen ich informieren möchte, dann muss der Elternsprecher gewählt werden etc. Spannendes Thema! 

    Dennoch: ich weiß gerade nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Prioritäten fallen mir diesmal irgendwie schwer, weil viele Dinge noch ungeklärt sind und auch in den nächsten anderthalb Wochen nicht geklärt werden können. Schwierig. 

    Aber: wird schon werden! 😉 

    Twitter. Oder: Meine Artikel des Tages

    5 Aug

    „Wo findest du nur immer diese ganzen Sachen?“ 
    Das fragte mich Schatzi, als ich wiederholt lachend neben ihm auf der Couch saß, mich kringelte und ihm Nachrichten aus aller Welt vorlas. 
    Die Antwort? Auf Twitter! 

    Mir ist bewusst, dass vielen Menschen Twitter zwar namentlich, aber nicht praktisch bekannt ist. Gründe werden u.a. HIER benannt. 

    Ich selbst bin schon eine ganze Zeit bei Twitter aktiv. Einerseits um auch dort die neusten Links zum Blog zu verbreiten, andererseits aber auch, weil ich mich dort irgendwie näher dran am Weltgeschehen empfinde. 
    Ein gutes Beispiel sind da z.B. die Promi-News. Ich folge u.a. @tmz und @eonline, 2 großen Celebrity-News-Kanälen aus Amerika. Das was ich dort lese, landet in den deutschen Klatschblättern meist erst eine Woche später. Die deutschen Promiwebseiten brauchen für die Übersetzung mindestens einige Stunden, manchmal erscheinen die Infos auch erst Tage später. 

    Selbiges gilt dann auch für Neuigkeiten im Weltgeschehen. Papstwahl, ESC, „royal baby“ und diverse andere Großereignisse lassen sich minutiös nachvollziehen. Fernsehsendungen gewinnen massiv an Spaßfaktor, wenn man die Tweets andere Leute zum Thema mitliest und eigene Kommentare abgibt. 

    Und natürlich bekommt man auch direkt interessante, spannende, kritische und lustige Nachrichten sämtlicher Medien zu Gesicht, wenn man den „richtigen“ Leuten folgt. 

    Deshalb heute meine Lacher-Artikel des Tages 🙂 

    1. „Vierjähriger als Bürgermeister wiedergewählt“
    http://www.welt.de/vermischtes/article118708357/Vierjaehriger-als-Buergermeister-wiedergewaehlt.html

    2. „Londoner Kanalisation: 15-Tonnen-Fettklumpen entdeckt“
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/londoner-kanalisation-tonnen-fettklumpen-entdeckt-1.1739401

    3. „Bewerbungen: 8 super kreative Beispiele aus der Webwelt“
    http://t3n.de/news/bewerbung-online-kreativ-471573/

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! 
    Macht euch keine Sorgen, wenn ihr mal bei Twitter vorbeischaut und es euch überfordert. Wer sich dafür interessiert findet im Netz viele Anleitungen und Hilfen (zum Beispiel DIESE) und kann sich dann langsam einarbeiten. 

    Mich (& meine Tweets) findet ihr übrigens unter dem Namen [existiert nicht mehr] 😉 

    Liebe Grüße und noch einen schönen Montag wünscht: 
    Frau A, 🙂